DD259155A1 - Mittel zur flotation oxidischer erze, insbesondere oxidischer zinnerze - Google Patents

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DD259155A1 DD24929883A DD24929883A DD259155A1 DD 259155 A1 DD259155 A1 DD 259155A1 DD 24929883 A DD24929883 A DD 24929883A DD 24929883 A DD24929883 A DD 24929883A DD 259155 A1 DD259155 A1 DD 259155A1
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oxidic
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Alexander Rosenbaum
Christine Rosenbaum
Christian Neuber
Guenter Bolle
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Adw Ddr
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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft Mittel zur Flotation oxidischer Erze, insbesondere oxidischer Zinnerze vom Greisen-, Gang- und Skarntyp. Die erfindungsgemaessen Mittel zeichen sich dadurch aus, dass sie mindestens eine Verbindung der allgemeinen Formel I, in der R und M die in der Beschreibung angegebene Bedeutung haben, neben ueblichen regelnden und/oder schaeumenden Reagenzien und/oder Emulgatoren enthalten. Durch die Erfindung wird die Flotation oxidischer Erze insbesondere oxidischer Zinnerze verbessert, indem ein wirkungsvolleres Flotationsreagens verwendet wird, das bei geringen Reagenszugabemengen eine hohe Selektivitaet aufweist, zu Einsparungen an Schaeumerreagens und zu geringeren Umweltbelastungen fuehrt und eine Anhebung des flotierbaren Korngroessenbereiches ermoeglicht. Formel (I)

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Mittel zur Flotation oxidischer Erze, insbesondere oxidischer Zinnerze, welche als Wirkstoff mindestens eine Verbindung der nachfolgend genannten allgemeinen Formel (I) neben üblichen regelnden und/oder schäumenden Reagenzien und/oder Emulgatoren enthält.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Die abgebauten Zinnerze enthalten das Wertmineral im Anteil <2%. Die Anreicherung der Zinnkomponente durch Flotation erfordert ein auf das Erz abgestimmtes Reagenzienregime, wobei spezieil dem Sammler eine besondere Bedeutung zukommt. Bisher wurden Carbonsäuren, Hydroxamsäuren, Sulfocarbonsäuren, Arsonsäuren und Phosphonsäuren als Sammler vorgeschlagen. Ein bekanntes, in der Technik angewandtes Reagenzienregime besteht aus 2-Phenylethenylphosphonsäure als Sammler und Octandiol als Schäumer. Neben dieser betrieblich eingesetzten Ph'osphonsäure sind weitere Phosphonsäuretypen als Sammler genannt worden:
Alkyl-bzw. Alkenylphosphonsäure
Oxyalkylphosphonsäure
Ester der Phosphonobernsteinsäure
i-Oxyoctyliden-IJ-diphosphonsäure
1-Aminoalkyliden-1,1-diphosphonsäure
N-Alkyl-lmino-di(methylenphosphonsäure)
1-Alkoxy-Alkyliden-1,1-diphosphonsäure
2-Chlor-2-phenylethylenphosphonsäure
3-lndenphosphonsäure
Die Anwendung dieser Reagenzien scheitert entweder an einer zu geringen Selektivität, wie z. B. bei den Aminophosphonsäuren, oder an hohen Reagenzienkosten, z. B. Indenphosphonsäure.
Obwohl die 2-Phenylethenylphösphonsäure recht erfolgreich als Flotationsmittel verwendet wird, fordern die Aufbereitungsbetriebe noch wirksamere Und preisgünstigere Flotationsreagenzien.
Diese Forderungen sind auch deshalb bedeutsam, weil zunehmend ärmere Erze verarbeitet werden müssen und entsprechend der hohen Erzdurchsätze auch größere Reagensmengen benötigt werden.
Nachteile der bekannten Flotationsverfahren mit 2-Phenylethenylphosphonsäure sind sowohl ökonomischer als auch
verfahrenstechnischer Art. Neben dem Sammler werden zusätzlich beträchtliche Mengen an Schäumer benötigt. Auf Grund der begrenzten Löslichkeit der 2-Phenylethenylphosphonsäure in Wasser sind große Volumina an Flotationslösung herzustellen und der Flotation zuzuführen.
Ziel der Erfindung
Durch die Erfindung wird die Flotation oxidischer Erze, insbesondere oxidischer Zinnerze, verbessert, indem ein wirkungsvolleres Flotationsreagens verwendet wird, das bei geringen Reagenszugabemengen eine hohe Selektivität aufweist, zu Einsparungen an Schäumerreagens und zu geringeren Umweltbelastungen führt und eine Anhebung des flotierbaren Korngrößenbereiches ermöglicht.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein neues Mittel zur Flotation feinverwachsener und komplex zusammengesetzter oxidischer Erze, insbesondere oxidischer Zinnerze, vom Greisen-, Gang- und Skarntyp zur Verfügung zu stellen. Gegenstand der Erfindung sind Mittel zur Flotation oxidischer Erze, insbesondere oxidischer Zinnerze, die sich dadurch auszeichnen, daß sie mindestens eine Verbindung der allgemeinen Formel I.
in der
R einen halogenierten Alkyl-, Cycloalkyl- oder Alkenylrest darstellt, wobei als Halogen bevorzugt Chlor in ß-Stellung gebunden istund
M Wasserstoff bzw. ein einwertiges oder mehrwertiges Kation bedeuten, neben üblichen regelnden und/oder schäumenden Reagenzien und/oder Emulgatoren enthalten.
Des weiteren betrifft die Erfindung die Verwendung der Verbindungen der allgemeinen Formel I zur Flotation oxidischer Erze, insbesondere oxidischer Zinnerze.
Die Phosphonsäuren der erfindungsgemäßen Mittel werden durch Umsetzung von Alkenen, Cycloalkenen oder Alkinen, vorzugsweise 1-Alkenen bzw. 1-Alkinen mit PCI5 und nachfolgende Hydrolyse erhalten.
Die erfindungsgemäß eingesetzten Phosphonsäuren sind als freie Säure oder als neutrale bzw. saure Salze einsetzbar. Man kann sie als Lösung bzw. unverdünnt anwenden. Des weiteren können Phosphonsäuren eingesetzt werden, die einen anteiligen Aktivsubstanzgehalt aufweisen.
Die erfindungsgemäß eingesetzten Phosphonsäuren sind auch zusammen mit anderen Flotationsreagenzien und Zusatzstoffen verwendbar. Außerdem können sie nach chemischer und/oder physikalischer Vorbehandlung des Erzes eingesetzt werden. Durch das erfindungsgemäße Mittel wird bei der Zinnsteinflotation ein effektiverer Reagenzieneinsatz ermöglicht und die bei der Verwendung von 2-Phenylethenylphosphonsäure auftretenden Mangel beseitigt.
Mit der Erfindung sind eine Reihe von Vorteilen verbunden. Die erfindungsgemäß eingesetzten Phosphonsäuren zeigen alle eine starke Flotationswirksamkeit, gekennzeichnet durch niedrigere Reagensdosierungen mit höheren Ausbringenskennziffern und höherer Flotationsgeschwindigkeit. Der Schäumerbedarf ist geringer, bzw. es kann auf ihn verzichtet werden. Die erfindungsgemäß eingesetzten Phosphonsäuren sind vorwiegend kristallin. Sie können in fester Form oder als Lösung für die Flotation dosiert werden. Zur Erhöhung der Löslichkeit der kristallin vorliegenden Phosphonsäuren können diese in die Na-Salze überführt werden. Die Zugabe der einzelnen Bestandteile des Flotationsmittels kann zusammen, getrennt bzw. nacheinander in die Flotationsmaschine und/oder im Verfahrensablauf vorangeschaltete Apparate und/oder Rohrleitungen erfolgen.
Ausführungsbeispiele Beispiel 1
Als Flotationsmittel dient 2-Chlorhex-1-enylphosphonsäure (Sammler). Die kristalline Substanz wird in Wasser gelöst und im Laborversuch.als 1%ige Lösung verwendet. Wäßrige Lösungen mit höheren Konzentrationen sind durch partielle Salzbildung mit Natronlauge erhältlich.
Als Flotationsaufgabe dient ein Greisenerz mit ca. 0,26% Sn, das < 0,2 mm aufgemahlen wird. Die Flotation erfolgt in einer Laborflotationsmaschine bei pH 4 bis 6. Das Mittel wird in Form der genannten wäßrigen Lösung dosiert. Als Schäumer dient Octandiol, die Schäumermenge beträgt weniger als Vs der für 2-Phenylethenylphosphonsäure notwendigen Menge. Die Flotationszeit beträgt 10min, wobei der Hauptanteil des ausgebrachten Wertstoffes bereits nach 3min flotiert ist.
Sammler Aufgabe
Menge Geh.
g/t %Sn
Konzentrat
Gehalt
%Sn
An reich
Verh.f.Sn
Ausbringen %Sn
Berge
Gehalt
%Sn
1,70 6,5 84 0,05
1,45 5,4 84 0,05
1,94 7,5 79 0,06
2,01 7,4 84 0,05
2-Chlor-hex-1-enylphosphonsäure 100 0,26
200 0,27
2-Phenyl-ethenylphosphonsäure 100 0,26
200 0,27
Beispiel 2
Als Flotationsmittel dient 2-Chlor-octylphosphonsäure (Sammler). Die kristalline Substanz wird in Wasser gelöst und als 1%ige Lösung verwendet. Wäßrige Lösung mit höheren Konzentrationen sind durch partielle Salzbildung mit Natronlauge erhältlich. Als Flotationsaufgabe dient ein Greisenerz analog Beispiel 1 mit gleichem Zinngehalt und gleicher Auf mahlung. Das gilt ebenfalls für die Flotationsbedingungen.
Versuchsergebnisse
Sammler Aufgabe 0,25 Konzentrat Anreich.- Ausbringen Berge
Menge Geh. 0,26 Gehalt Verh.f.Sn % Sn Geh.
g/t %Sn %Sn %Sn
2-Chloroctylphosphonsäure 10,8 85
100 2,69 10,8 86 0,04
200 2,59 0,04

Claims (7)

1. Mittel zur Flotation oxidischer Erze, insbesondere oxidischer Zinnerze, gekennzeichnet dadurch, daß sie mindestens eine Verbindung der allgemeinen Formel I
in der
R einen halogenierten Alkyl-, Cycloalkyl- oder Alkenylrest darstellt, wobei als Halogen bevorzugt
Chlor in ß-Stellung gebunden ist, und
M Wasserstoff bzw. ein einwertiges oder mehrwertiges Kation bedeuten, neben üblichen regelnden und/oder schäumenden Reagenzien und/oder Emulgatoren enthalten.
2. Mittel nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß man Phosphonsäuren als freie Säure oder als neutrale bzw. saure Salze einsetzt.
3. Mittel nach Punkt 1 bis 2, gekennzeichnet dadurch, daß man Phosphonsäuren als Lösung bzw. unverdünnt einsetzt.
4. Mittel nach Punkt 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß man Phosphonsäuren mit anteiligen Aktivsubstanzgehalten einsetzt.
5. Mittel nach Punkt 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß man Phosphonsäuren zusammen mit anderen Flotationsreagenzien und Zusatzstoffen einsetzt.
6. Mittel nach Punkt 1 bis 5, gekennzeichnet dadurch, daß man Phosphonsäuren nach chemischer und/oder physikalischer Vorbehandlung einsetzt.
7. Verwendung der Verbindung der allgemeinen Formel (I) nach Punkt 1 bis 6, gekennzeichnet dadurch, daß sie zur Flotation oxidischer Erze, insbesondere oxidischer Zinnerze, eingesetzt werden..
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO1991016986A1 (en) * 1990-05-10 1991-11-14 Carr Boyd Minerals Limited A monazite beneficiation process
CN111482278A (zh) * 2020-06-03 2020-08-04 广东省资源综合利用研究所 一种氧化铜矿浮选方法

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