DD259156A1 - Mittel zur flotation oxidischer erze, insbesondere oxidischer zinnerze - Google Patents

Mittel zur flotation oxidischer erze, insbesondere oxidischer zinnerze Download PDF

Info

Publication number
DD259156A1
DD259156A1 DD24929983A DD24929983A DD259156A1 DD 259156 A1 DD259156 A1 DD 259156A1 DD 24929983 A DD24929983 A DD 24929983A DD 24929983 A DD24929983 A DD 24929983A DD 259156 A1 DD259156 A1 DD 259156A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
flotation
ores
oxidic
composition according
item
Prior art date
Application number
DD24929983A
Other languages
English (en)
Inventor
Alexander Rosenbaum
Christine Rosenbaum
Christian Neuber
Original Assignee
Adw Ddr
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Adw Ddr filed Critical Adw Ddr
Priority to DD24929983A priority Critical patent/DD259156A1/de
Publication of DD259156A1 publication Critical patent/DD259156A1/de

Links

Landscapes

  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft Mittel zur Flotation oxidischer Erze, insbesondere oxidischer Zinnerze vom Greisen-, Gang- und Skarntyp. Die erfindungsgemaessen Mittel zeichnen sich dadurch aus, dass sie mindestens eine Verbindung der allgemeinen Formel I, in der R und M die in der Beschreibung angegebene Bedeutung haben, und einen Stabilisator, wie tert-Butylbrenzkatechin, neben ueblichen regelnden und/oder schaeumenden Reagenzien und/oder Emulgatoren enthalten. Durch die Erfindung wird die Flotation oxidischer Erze, insbesondere oxidischer Zinnerze, verbessert, indem ein wirkungsvolleres Flotationsreagens verwendet wird, das bei geringen Reagenszugabemengen eine hohe Selektivitaet aufweist, zu Einsparungen an Schaeumerreagens und zu geringeren Umweltbelastungen fuehrt und eine Anhebung des flotierbaren Korngroessenbereiches ermoeglicht. Formel (I)

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Mittel zur Flotation oxidischer Erze, insbesondere oxidischer Zinnerze, welche als Werkstoff mindestens eine Verbindung der nachfolgend genannten allgemeinen Formel (I) neben üblichen regelnden und/oder schäumenden Reagenzien und/oder Emulgatoren enthält.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Die abgebauten Zinnerze enthalten das Wertmineral im Anteil <2%. Die Anreicherung der Zinnkomponente durch Flotation erfordert ein auf das Erz abgestimmtes Reagenzienregime, wobei speziell dem Sammler eine besondere Bedeutung zukommt. Bisher wurden Carbonsäuren, Hydroxamsäuren, Sulfocarbonsäuren, Arsonsäuren und Phosphonsäuren als Sammler vorgeschlagen. Ein bekanntes, in der Technik angewandtes Reagenzienregime besteht aus 2-Phenylethenylphosphonsäure als Sammler und Octandiol als Schäumer. Neben dieser betrieblich eingesetzten Phosphonsäure sind weitere Phosphonsäuretypen als Sammler genannt worden:
Alkyl- bzw. Alenylphosphonsäure
Oxyalkylphosphonsäure
Ester der Phosphonobernsteinsäure
1-Oxyoctyliden-1,1-diphosphonsäure
1-Aminoalkyliden-1,1-diphosphonsäure
N-Alkyl-lmino-di(methylenphosphonsäure)
1--Alkoxy-Alkyliden-1,1-diphosphonsäure
2-Chlor-2-phenylethylenphosphonsäure
3-lndenphosphonsäure
Die Anwendung dieser Reagenzien scheitert entweder an einer zu geringen Selektivität, wie z. B. bei den Aminophosphonsäuren, oder an hohen Reagenzienkosten, z. B. Indenphosphonsäure.
Obwohl die 2-Phenylethenylphosphonsäure recht erfolgreich als Flotationsmittel verwendet wird, fordern die Aufbereitungsbetriebe noch wirksamere und preisgünstigere Flotationsreagenzien.
Diese Forderungen sind auch deshalb bedeutsam, weil zunehmend ärmere Erze verarbeitet werden müssen und entsprechend der hohen Erzdurchsätze auch größere Reagensmengen benötigt werden.
Nachteile der bekannten Flötationsverfahren mit 2-Phenylethenylphosphonsäure sind sowohl ökonomischer als auch verfahrenstechnischer Art. Neben dem Sammler werden zusätzlich beträchtliche Mengen an Schäumer benötigt. Auf Grund der begrenzten Löslichkeit der 2-Phenylethenylphosphonsäure in Wasser sind^roße Volumina an Flotationslösung herzustellen und der Flotation zuzuführen. Trotz des Einsatzes F-Mineral-drückender Reagenzien beim Flotationsprozeß ist bei der Verhüttung des Konzentrats eine gewisse Umweltbelastung durch F-haltige Abgase nicht zu vermeiden.
Ziel der Erfindung
Durch die Erfindung wird die Flotation oxidischer Erze, insbesondere oxidischer Zinnerze, verbessert, indem ein wirkungsvolleres Flotationsreagens verwendet wird, das bei geringen Reagenszugabemengen eine hohe Selektivität aufweist, zu Einsparungen an Schäumerreagens und zu geringeren Umweltbelastungen führt und eine Anhebung des flotierbaren Korngrößenbereiches ermöglicht.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein neues Mittel zur Flotation feinverwachsener und komplex zusammengesetzter oxidischer Erze, insbesondere oxidischer Zinnerze, vom Greisen-, Gang- und Skarntyp zur Verfügung zu stellen. Gegenstand der Erfindung sind Mittel zur Flotation oxidischer Erze, insbesondere oxidischer Zinnerze, die sich dadurch auszeichnen, daß sie mindestens eine Verbindung der allgemeinen Formel I
« ^ OM
- CH = CH - P·^ . (D
R ^^ ^0M
in der
R einen Alkyl-, Alkenylrest oder Phosphonoalkenylrest mit 1 bis 4 C-Atomen und M Wasserstoff bzw. ein einwertiges oder mehrwertiges Kation bedeuten, und einen Stabilisator, wie tert.-Butylbrenzkatechin, neben üblichen regelnden und/oder schäumenden Reagenzien und/oder Emulgatoren enthalten.
Des weiteren betrifft die Erfindung die Verwendung der Verbindungen der allgemeinen Formel I zur Flotation oxidischer Erze, insbesondere oxidischer Zinnerze.
Die Phosphonsäuren der erfindungsgemäßen Mittel werden durch Umsetzung von Alkyl- bzw. Alkenylstyren mit PCI5 und nachfolgende Hydrolyse erhalten und mit einem Stabilisator, z. B. tert-Butylbrenzkatechin versetzt. Die erfindungsgemäß eingesetzten Phosphonsäuren sind als freie Säure oder als neutrale bzw. saure Salze einsetzbar. Man kann sie als Lösung bzw. unverdünnt anwenden. Des weiteren können Phosphonsäuren eingesetzt werden, die einen anteiligen Aktivsubstanzgehalt aufweisen. ,
Die erfindungsgemäß eingesetzten Phosphonsäuren sind auch zusammen mit anderen Flotationsreagenzien und Zusatzstoffen verwendbar. Außerdem können sie nach chemischer und/oder physikalischer Vorbehandlung des Erzes eingesetzt werden. Durch das erfindungsgemäße Mittel wird bei der Flotation ein effektiverer Reagenzieneinsatz ermöglicht und die bei der Verwendung von 2-Phenylethenylphosphonsäure auftretenden Mängel beseitigt. Die erfindungsgemäß eingesetzten Phosphonsäuren erweisen sich gegenüber der 2-Phenylethenylphosphonsäure als wirksamer, was durch niedrigere Reagensdosierungen zum Ausdruck kommt. Außerdem wirken sie selektiver, wodurch im Konzentrat geringere Mengen an F-tragenden Mineralen enthalten sind, die zu niedrigeren AI2GyGehalten bzw. F-Gehalten führen.' Mit der Erfindung sind eine Reihe von Vorteilen verbunden. Die erfindungsgemäß eingesetzten Phosphonsäuren zeigen alle eine starke Flotationswirksamkeit, gekennzeichnet durch niedrige Reagensdosierungen mit hohen Ausbringenskennziffern und hoher Flotationsgeschwindigkeit. Der Schäumerbedarf ist geringer.
Die erfindungsgemäß eingesetzten Phosphonsäuren liegen sowohl als viskose Flüssigkeiten bzw. in kristalliner Form, abhängig von der jeweiligen chemischen Zusammensetzung, vor.
Insbesondere die in flüssiger Form vorliegenden erfindungsgemäß eingesetzten Phosphonsäuren sind mit Wasser begrenzt mischbar. Sie können als unverdünntes Öl bzw. als Lösung für die Flotation dosiert werden. Die Zugabe der einzelnen Bestandteile des Flotationsmittels kann zusammen, getrennt bzw. nacheinander in die Flotationsmaschine und/oder im Verfahrensablauf vorangeschaltete Apparate und/oder Rohrleitungen erfolgen. ' ·
Ausführungsbeispiele
Als Mittel dient eine Mischung von Mono- und Diphosphonsäuren, die aus Divinylbenzen nach dem genannten Verfahren gewonnen und durch einen Stabilisator z. B. tert-Butylbrenzkatechin stabilisiert wird. Das als viskose Flüssigkeit vorliegende Reagens wird durch Verdünnen mit Wasser und kurzzeitiges Rühren in eine konzentrierte Sammlerlösung überführt. Als Flotationsaufgabe dient ein Greisenerz mit ca. 0,26% Sn, das < 0,2 mm aufgemahlen wird. Die Flotation erfolgt in einer Laborflotationsmaschine bei pH4 bis 6. Das Mittel wird in Form der genannten konzentrierten wäßrigen Lösung dosiert. Die Flotationszeit beträgt 10 min, wobei der Hauptanteii des ausgebrachten Wertstoffes bereits nach 3 min flotiert ist. Als Schäumer dient Octandiol, die Schäumermenge beträgt weniger als 1/3 der für 2-Phenylethenylphosphonsäure notwendigen Menge.
Sammler Menge g/t Aufgabe Gehalt %Sn Konzentrat Gehalt %Sn 0,25 0,26 0,27 2,18 1,94 2,01 Anreich.- Verh.f. Sn Ausbringen %Sn Gehalt % AI2O3 Berge Gehalt %Sn
50 100 200 0,26 o;27 0,26 1,66 1,70 1,52 6,4 6,3 5,8 84 84 87 9 9 10,5 0,05 0,05 0,04
zum Vergleich 2-Phenylethenylphosphonsäure
50 100 200 8,7 7,5 7,4 75 79 84 13,5 13,5 0,07 0,06 0,05
Die ermittelten Kennziffern beziehen sich auf die Grundflotation. Die niedrigeren AI2O3-Gehalte der erfindungsgemäß eingesetzten Phosphonsäure weisen auf eine hohe Selektivität hin.

Claims (9)

1. Mittel zur Flotation oxidischer Erze, insbesondere oxidischer Zinnerze, gekennzeichnet dadurch, daß sie mindestens eine Verbindung der allgemeinen Formel I1
CH * GH - PT (D
in der
R einen Alkyl-, Alkenylrest oder Phosphonoalkenylrest mit 1 bis 4 C-Atomen und M Wasserstoff bzw. ein einwertiges oder mehrwertiges Kation bedeuten, und einen Stabilisator, wietert-Butylbrenzkatechin, neben üblichen regelnden und/oder schäumenden Reagenzien und/oder Emulgatoren enthalten.
2. Mittel nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß neben den Monophosphonsäuren noch Diphosphonsäuren enthalten sind.
3. Mittel nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß das neben den Phosphonsäuren enthaltende Stabilisierungsmittel in Mengen bis 1 % enthalten ist.
4. Mittel nach Punkt 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß man Phosphonsäuren als freie Säure oder als neutrale bzw. saure Salze einsetzt.
5. Mittel nach Punkt 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß man Phosphonsäure als Lösung bzw. unverdünnt einsetzt.
6. Mittel nach Punkt 1 bis 5, gekennzeichnet dadurch, daß man Phosphonsäuren mit anteiligen Aktivsubstanzgehalten einsetzt.
7. Mittel nach Punkt 1 bis 6, gekennzeichnet dadurch, daß man Phosphonsäuren zusammen mit anderen Flotationsreagenzien und Zusatzstoffen einsetzt.
8. Mittel nach Punkt 1 bis 7, gekennzeichnet dadurch, daß man Phosphonsäuren nach chemischer und/oder physikalischer Vorbehandlung einsetzt.
9. Verwendung der Verbindung der allgemeinen Formel (I) nach Punkt 1 bis 8, gekennzeichnet dadurch, daß sie zur Flotation oxidischer Erze, insbesondere oxidischer Zinnerze eingesetzt werden.
DD24929983A 1983-03-29 1983-03-29 Mittel zur flotation oxidischer erze, insbesondere oxidischer zinnerze DD259156A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD24929983A DD259156A1 (de) 1983-03-29 1983-03-29 Mittel zur flotation oxidischer erze, insbesondere oxidischer zinnerze

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD24929983A DD259156A1 (de) 1983-03-29 1983-03-29 Mittel zur flotation oxidischer erze, insbesondere oxidischer zinnerze

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD259156A1 true DD259156A1 (de) 1988-08-17

Family

ID=5546006

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD24929983A DD259156A1 (de) 1983-03-29 1983-03-29 Mittel zur flotation oxidischer erze, insbesondere oxidischer zinnerze

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD259156A1 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1991016986A1 (en) * 1990-05-10 1991-11-14 Carr Boyd Minerals Limited A monazite beneficiation process
CN111482278A (zh) * 2020-06-03 2020-08-04 广东省资源综合利用研究所 一种氧化铜矿浮选方法

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1991016986A1 (en) * 1990-05-10 1991-11-14 Carr Boyd Minerals Limited A monazite beneficiation process
CN111482278A (zh) * 2020-06-03 2020-08-04 广东省资源综合利用研究所 一种氧化铜矿浮选方法
CN111482278B (zh) * 2020-06-03 2022-03-22 广东省资源综合利用研究所 一种氧化铜矿浮选方法

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0270933B1 (de) Tensidmischungen als Sammler für die Flotation nichtsulfidischer Erze
DE4116516C2 (de) Herbizide Lösungen auf der Basis von N-Phosphonomethylglycin
EP0609257B1 (de) Verfahren zur herstellung von eisenerzkonzentraten durch flotation
DE2441725A1 (de) Stabilisiertes wasserstoffperoxid
DE849982C (de) Anionaktiver Sammler als Flotationsmittel fuer nichtsulfidische Erze
DE2843574C2 (de)
DD259156A1 (de) Mittel zur flotation oxidischer erze, insbesondere oxidischer zinnerze
DD259153A1 (de) Mittel zur flotation oxidischer erze, insbesondere oxidischer zinnerze
DD259154A1 (de) Mittel zur flotation oxidischer erze, insbesondere oxidischer zinnerze
DD259155A1 (de) Mittel zur flotation oxidischer erze, insbesondere oxidischer zinnerze
DE1214171B (de) Verfahren zur Schaumflotation von Erzen
DE3318109C2 (de)
DE4325017A1 (de) Verfahren zur Flotation von Kupfer- und Kobalterzen
DE3818482A1 (de) Tensidmischungen als sammler fuer die flotation nichtsulfidischer erze
EP0332098A2 (de) Wässrige Tensidmischungen und deren Verwendung bei der Erdölförderung
EP0302404B1 (de) Wässrige Tensideinstellungen und deren Verwendung bei der Erdölförderung
EP0103696B1 (de) Wässrige Tensidkonzentrate und Verfahren zur Verbesserung des Fliessverhaltens schwerbeweglicher wässriger Tensidkonzentrate
DE2325760A1 (de) Methode zum trennen von metallen durch fluessig-fluessig-extraktion
DE1097420B (de) Verfahren zum Klaeren von sauren anorganischen Phosphatloesungen
DE1175623B (de) Verfahren zur Flotation von Mineralien
EP0158195A2 (de) Verfahren zur Herstellung einer Alkaliphosphatlösung
DD257398A1 (de) Verfahren zur flotation von anhydrit/gips
DE2237359A1 (de) Konzentrierung wertvoller bestandteile aus mineralien und erzen durch flotation
DE3688372T2 (de) Entfernung von schwefelwasserstoff.
EP0356778A2 (de) Lagerstabile wässrige Lösung von Alkyltrialkoxysilanen

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee