DD261560A5 - Verfahren zum ermitteln eines stellwertes fuer die druckfarbenzufuhr in einem farbwerk einer bogenrotationsmaschine - Google Patents

Verfahren zum ermitteln eines stellwertes fuer die druckfarbenzufuhr in einem farbwerk einer bogenrotationsmaschine Download PDF

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DD261560A5 DD87306169A DD30616987A DD261560A5 DD 261560 A5 DD261560 A5 DD 261560A5 DD 87306169 A DD87306169 A DD 87306169A DD 30616987 A DD30616987 A DD 30616987A DD 261560 A5 DD261560 A5 DD 261560A5
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ermitteln eines Stellwertes fuer die Druckfarbenzufuhr in einem Farbwerk einer Bogenrotationsdruckmaschine. Erfindungsgemaess wird pro Umdrehung einer Farbkastenwalze und pro Farbzone eine abgegebene Druckfarbenmenge direkt oder indirekt ermittelt. Dieser Istwert wird einem Rechner zugefuehrt und dort wird bei Vergleich mit einem Sollwert ein neuer Stellwert gebildet, der einer Farbmesserstelleinrichtung zugefuehrt wird. Figur

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ermitteln eines Stellwertes für die Druckfarbenzufuhr in einem Farbwerk einer Bogenrotationsdruckmaschine bzw. das Messen und Regeln eines Druckfarbeabgabevolumens eines Farbduktors an eine Heberwalze.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Bekannt sind Einrichtungen zum Messen und Regeln einer Farbschichtdicke auf einem Farbduktor. Die DE-OS 3217 569 zeigt eine Einrichtung, die eine Farbschichtdicke mittels mehrerer, über die volle Länge einer Farbwalze verteilte, Sensoren zonenweise ermittelt und in Abhängigkeit verschiedener Betriebsparameter, wie z. B. Viskosität der Farbe, in einem Dosierspalt und/oder einer Feuchtmittelzufuhr und/oder einer Umfangsgeschwindigkeit der Farbwalze einen vorgegebenen Sollwertvergleich vornimmt und einem veränderlichen Dosierspalt, der von einem Farbmesser und der Farbwalze gebildet wird, über eine Stelleinrichtung nachstellt.
Nachteilig wirkt sich bei dieser Einrichtung die Art der Anordnung der Sensoren aus. Diese sind in Drehrichtung der Farbwalze hinter dem Dosierspalt und vor der Farbübertragungswalze angebracht. In dieser Position ermitteln sie nur eine Farbschichtdicke an die Farbübertragungswalze abgegebene Farbvolumen.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zum Ermitteln eines Stellwertes für die Druckfarbenzufuhr in einem Farbwerk einer Bogenrotationsdruckmaschine zur Verfügung zu stellen, wonach zuverlässig und makulaturarm produziert werden kann.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Ermitteln eines Stellwertes für die Druckfarbenzufuhr in einem Farbwerk einer Bogenrotationsdruckmaschine zu schaffen, mit der eine an eine Farbauftragswalze abgegebene Druckfarbenmenge gemessen und geregelt werden kann.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die pro Umdrehung der Farbkastenwalze bzw. Duktorwalze pro Farbzone abgegebene Druckfarbenmenge direkt oder indirekt ermittelt und als Istwert einem Rechner zugeführt wird, daß dieser Istwert im Rechner mit einem Sollwert verglichen und ein Stellwert gebildet wird, daß dieser neue Stellwert der Stelleinrichtung für die Farbmesser zugeführt wird.
Zweckmäßigerweise werden zur Ermittlung der Druckfarbenmenge sowohl die Längen bzw. Bedeckungswinkel und Dicken unberührter Druckfarben sowie einer Restdruckfarbenschicht fortlaufend gemessen.
Die Vorteile der Erfindung liegen insbesondere darin, daß die erfindungsgemäße Einrichtung Änderungen der physikalischen Eigenschaften der Druckfarbe, speziell der Viskosität, durch automatisches Nachstellen der Dosiereinrichtung kompensiert.
Dieses erleichtert nicht nur die Arbeit des Bedienpersonals, sondern vermindert Makulatur, insbesondere Anlaufmakulatur bei kleinen Auflagen, wodurch dessen Wirtschaftlichkeit bei kleinen Auflagen enorm gesteigert werden kann.
Ausführungsbeispiel
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.
Die Figur zeigt eine perspektivische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Einrichtung.
Eine Duktorwalze 1 eines Farbwerkes einer Rotationsdruckmaschine ist gestellfest in Seitengestellen (nicht dargestellt) drehbar gelagert und wird gegen den Uhrzeigersinn angetrieben. Ein Teil des Umfangs der Duktorwalze 1 wird von einem Druckfarbenvorrat 2 benetzt.
Der Druckfarbenvorrat 2 befindet sich in einem an sich bekannten Farbkasten 11, dessen Begrenzungsflächen von Duktorwalze 1 und tangential unterschlächtig an die Duktorwalze 1 angestellten zonenbreiten Farbmessern 3 gebildet werden. Die Farbmesser
sind mit einem Ende auf einer gestellfesten, stufenförmig abgewinkelten Traverse 6 so befestigt, daß ein anderes duktorseitiges Farbmesserende 4 über eine Kante 5 der Traverse 6 hinüberragt. Die Farbmesser 3 sind nacheinander über die volle Länge der Duktorwalze 1 angeordnet und über Stelleinrichtungen 7 einzeln verstellbar. Die Stelleinrichtungen 7 sind am Ende derTraverse 6 und am Farbmesserende 4 befestigt. Bei Betätigung der Stelleinrichtungen 7 wird das Farbmesserende 4 also entweder an die Duktorwalze 1 heran oder davon weggedrückt, d. h. ein Dosierspalt TO zwischen Farbmesserende 4 und Duktorwalze 1 ist mittels der Stelleinrichtungen 7 veränderbar. Einrichtungen zum Verstellen der Farbmesserenden 4 sind allgemein bekannt. Zwischen den Seitengestellen ist mittels bekannter Steuereinrichtungen eine Heberwalze 8 periodisch verschwenkbar gelagert, wobei die Heberwalze 8 in einer Endlage ihrer Schwenkbewegung den Mantel der Duktorwalze 1 berührt. Die Berührungsstelle liegt in Drehrichtung gesehen hinter den Farbmessern 3.
In derzweiten Endlage berührt die Heberwalze 8 den Mantel einer Farbauftragswalze (nicht dargestellt). In Drehrichtung gesehen hinter der Heberwalze 8 und vertikal über der Duktorwalze 1 ist eine Meßleiste 9, die sich über die Länge der Duktorwalze 1 erstreckt, in geringem Abstand vom Mantel der Duktorwalze 1 angeordnet. Die Meßleiste 9 weist zonenbreite, kapazitive, optische oder nach dem Widerstandsmeßprinzip wirkende Meßzylinder auf. Die Breite a einer Farbzone 14 entspricht der Breite eines Farbmessers 3.
Im Betrieb nimmt die Duktorwalze 1 die Druckfarbe aus dem Druckfarbenvorrat 2 (in bekannter Weise) auf, wobei die Farbschichtdicke durch den Abstand des Farbmessers 3 vom Duktormantel (= Dosierspalt), bestimmt wird. Die Heberwalze 8 nimmt bei Berührung mit der Duktorwalze 1 einen Teil der Druckfarbe ab.
Entsprechend der Verweildauer der Heberwalze 8 an der Duktorwalze 1 pro Umdrehung der Duktorwalze 1 entstehtauf dem Mantel der Duktorwalze 1 ein Druckfarbendickenrelief. Beim Druckfarbendickenrelief wechseln sich dickere und dünnere Druckfarbenschichten 12; 13 ab.
Die dickere Druckfarbenschichten 12 sind die von der Heberwalze 8 nicht berührt und die dünneren Druckfarbenschichten 13 sind die Druckfarbenrestschichten, die nach Druckfarbenabnahme durch die Heberwalze 8 auf der Duktorwalze 1 verblieben sind. Mittels der Meßleiste 9 werden nun die Dicken DF der unberührten, dickeren DVuckfarbenschicht 13 und die Dicken dF der dünneren Druckfarbenschicht 12 ständig oder impulsweise gemessen. Außerdem wird zu jeder Messung der Dicken der Farbschichten dF; DF der dazugehörige Bedeckungswinkel cpd und φ0 gemessen, wobei unter Bedeckungswinkel (pd; <pD der Winkel zu verstehen ist, mit dem die Duktorwalze 1 auf ihrem Mantel in Umfangsrichtung gesehen mit einer dünnen Restschicht bzw. mit einem dickeren, unberührten Druckfarbenschicht bedeckt ist.
Mittels einer elektronischen Auswerteeinheit ist es nun leicht möglich, die, aus den mittels der Meßleiste 9 erfaßten Grenzen plötzlichen Druckfarbenanstiegs- bzw. -abfalls ermittelten Bedeckungswinkel cpd, φ0 in Verbindung mit den jeweils gemessenen Druckfarbendicken dF; DF zu erfassen und auszuwerten. Im Rechner werden dann über den Winkel cpo bzw. (pd und den dazugehörigen Druckfarbenschichtdicken DF; dF pro Breite der Farbzone a die Druckfarbenvolumina V13; V12 der Druckfarbenschicht 13,12 pro Umdrehung der Duktorwalze 1 errechnet und eine Differenz νΊ3 minus V12 pro Farbzone 14 gebildet. Diese Differenz ist gleich dem Volumen der an die Heberwalze 8 pro Umdrehung der Duktorwalze 1 und Farbzone 14 abgegebenen Druckfarbenmenge und bildet den Istwert.
Der errechnete Istwert (V13 minus Vi2) wird im Rechner mit einem eingegebenen Druckfarbenmengen-Sollwert verglichen und aus ihrer Differenz ein Stellwert gebildet, der einem Verstärker (z. B. Spannungsverstärker) zugeführt wird. Der Verstärker beaufschlagt in entsprechender Weise den Antrieb für das Stellglied, das zonenbreite Farbmesser 3. Hierdurch wird die Stellung des Farbmessers 3 relativ zum Mantel der Duktorwalze 1 geändert. Das vorstehend beschriebene Verfahren wird für jede Farbzone 14 durchgeführt.
Auch bei Änderungen der Viskosität der Druckfarbe funktioniert das Verfahren. Je nach Änderung der Viskosität der Druckfarbe gelangt nämlich mehr oder weniger Druckfarbe aus dem Dosierspalt 10, und entstehende Dicke der Druckfarbenschicht 13 weicht vom eingestellten Sollwert ab, so daß die Regelung anspricht.

Claims (2)

1. Verfahren zum Ermitteln eines Stellwertes für die Druckfarbenzufuhr in einem Farbwerk einer Bogenrotationsdruckmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß die pro Umdrehung der Farbkastenwalze bzw. Druckwalze (1) pro Farbzone (14) abgegebene Druckfarbenmenge (V13 minus V12) direkt oder indirekt ermittelt und als Istwert einem Rechner zugeführt wird, daß dieser Istwert im Rechner mit einem Sollwert verglichen und ein Stellwert gebildet wird, daß dieser neue Stellwert der Stelleinrichtung für die Farbmesser (3) zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ermittlung der Druckfarbenmenge sowohl die Längen bzw. Bedeckungswinkel (cpD; (pd) und Dicken (DF; dF) unberührten Druckfarben (DF) sowie einer Restdruckfarbenschicht (dF) fortlaufend gemessen werden.
DD87306169A 1986-08-21 1987-08-19 Verfahren zum ermitteln eines stellwertes fuer die druckfarbenzufuhr in einem farbwerk einer bogenrotationsmaschine DD261560A5 (de)

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