DD262435A1 - Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von epoxidharzen - Google Patents

Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von epoxidharzen Download PDF

Info

Publication number
DD262435A1
DD262435A1 DD24564482A DD24564482A DD262435A1 DD 262435 A1 DD262435 A1 DD 262435A1 DD 24564482 A DD24564482 A DD 24564482A DD 24564482 A DD24564482 A DD 24564482A DD 262435 A1 DD262435 A1 DD 262435A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
reaction mixture
epoxy resins
starting components
polyhydric phenols
reacted
Prior art date
Application number
DD24564482A
Other languages
English (en)
Inventor
Wolfgang Boehm
Original Assignee
Leuna Werke Veb
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Leuna Werke Veb filed Critical Leuna Werke Veb
Priority to DD24564482A priority Critical patent/DD262435A1/de
Publication of DD262435A1 publication Critical patent/DD262435A1/de

Links

Landscapes

  • Epoxy Resins (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Epoxidharzen durch Umsetzung der Ausgangskomponenten Epichlorhydrin, mehrwertige Phenole, waessrige Alkalihydroxidloesung und ggf. Zusatzstoffe. Dabei wird ein Gemisch aus den Ausgangskomponenten kontinuierlich in einer Kreiskolbenpumpe bei einer Temperatur von 80 bis 170C und einer Verweilzeit von 10 bis 60 s zu einem Reaktionsgemisch umgesetzt. Das Reaktionsgemisch wird danach zwei- oder dreimal bei gleichen Bedingungen ggf. zusaetzlich mit waessriger Alkalihydroxidloesung weiter umgesetzt und auf bekannte Weise aufgearbeitet.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Epoxidharzen aus Epichlorhydrin, mehrwertigen Phenolen, wäßriger Alkalihydroxidlösung und gegebenenfalls Zusatzstoffen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Für die kontinuierliche Herstellung von Epoxidharzen, bei denen Epichlorhydrin, 2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan und wäßrige Natriumhydroxidlösung zur Reaktion gebracht werden, sind verschiedene Verfahren bekannt.
In der US-PS 2 840 541 wird ein Verfahren beschrieben, bei dem die Harzsynthese in mehreren Stufen in einer Rührkaskade durchgeführt wird. Die Reaktionszeit ist bei diesem Verfahren sehr lang, so daß nur eine geringe Raum-Zeit-Ausbeute erreicht wird. Bei der Verwendung von Rührkaskaden tritt außerdem eine Vielzahl von organischen Nebenprodukten auf, die die Epoxidharzqualität verschlechtern.
Zur Vermeidung dieser Nachteile werden in der US-PS 2 986 551 eine Rührwerkskaskade mit 6 Reaktoren und Aceton als Lösungsmittel beschrieben. Dabei beträgt die Verweilzeit 3 bis 15 Minuten pro Reaktor. Es erfolgt eine stufenweise Zugabe der Natronlauge.
In der DD-PS 137 805 wird ein kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von Epoxidharzen mit ein oder zwei Reaktoren, einer Verweilzeit von max. 10s, einer Geschwindigkeit von 15 bis 50 m/s und einer Temperatur von 60 bis 1800C beschrieben.
Nachteilig an diesem Verfahren ist der hohe Gehalt an phenolische Hydroxylgruppen enthaltenden Monoglycidylverbindungen von 6 bis 10Ma.-%und VerseifungsproduktenderDiglycidyläthervon 12 bis 18Ma.-%im Epoxidharz. Diese Zusammensetzung des Epoxidharzes verschlechtert die Gebrauchswerteigenschaften und wirkt sich negativ auf den spezifischen Verbrauch der Ausgangsprodukte aus.
In der Anmeldung DD-PS 158 479 wird ein kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von Epoxidharzen mit einem Epoxidäquivalent zwischen 180 und 1100 sowie einem Gehalt von 75 bis 85 Ma.-% an Diglycidyläthern aus den Ausgangskomponenten, Epichlorhydrin, 2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl(-propan. Alkalihydroxid und Wasser vorgeschlagen. Dabei werden die Ausgangskomponenten in maximal 4 Reaktoren mit einer Rotationsgeschwindigkeit von 8 bis 12m/s bei einer Temperatur von 313 bis 443 Kund einer Verweilzeit von 1 bis 1,5s je Reaktor umgesetzt. Nachteilig an diesem Verfahren sind die hohen Investitionskosten für die Speziaireaktoren.
In den Anmeldungen DD-PS 207 103 und 207 104 werden Reaktoren zur kontinuierlichen Herstellung von Epoxidharzen vorgeschlagen, die in druckfester Ausführung aus einem kreisförmigen Stator und einem kreisförmigen Rotor mit Antriebswelle bestehen, die einander zugewandten Flächen mit darauf angeordneten ineinandergreifenden Zahnelementen, die in Form von Zahnkränzen ausgebildet sind, besitzen. Dabei ist der Stator das mit Zahnelementen bestückte Teil des ortsfesten Gehäuses, und er umgibt den Rotor. Der Stator enthält Einführungselemente.für die Ausgangskomponenten und ein Abführungselement für das Reaktionsprodukt.
Nachteilig an diesen Reaktoren ist ihr hoher Preis, der in ihrer Einzelanfertigung begründet ist, und außerdem weisen sie alle technischen Nachteile der Einzelanfertigung von Ausrüstungen auf.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, mit geringen Durchsätzen an Ausgangskomponenten Epoxidharze in guter und konstanter Qualität mit hoher Raum-Zeit-Ausbeute und mit niedrigen Investitionskosten kontinuierlich herzustellen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Epoxidharzen durch Umsetzung der Ausgangskomponenten Epichlorhydrin, mehrwertige Phenole, wäßrige Alkalihydroxidlösung und gegebenenfalls Zusatzstoffe zu entwickeln.
• Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein Gemisch aus den Ausgangskomponenten kontinuierlich in einer Kreiskolbenpumpe bei einer Temperatur von 80 bis 170°C und einer Verweilzeit von 10 bis 60s zu einem Reaktionsgemisch umgesetzt, das Reaktionsgemisch zwei- oder dreimal bei gleichen Bedingungen, gegebenenfalls zusätzlich mit wäßriger Alkalihydroxidlösung, weiter umgesetzt und auf bekannte Weise aufgearbeitet wird.
Mehrwertige Phenole sind Bisphenol A, Bisphenol F, halogenierte mehrwertige Phenole, Novolake oder deren Mischungen. Mit diesem Verfahren können Epoxidharze mit geringen Durchsätzen an Ausgangskomponenten in guter und konstanter Qualität mit hoher Raum-Zeit-Ausbeute und mit niedrigen Investitionskosten kontinuierlich hergestellt werden.
Ausführungsbeispiele Beispiel 1
760 Masseteile/h einer Lösung, die aus 30 Ma.-% Bisphenol A, 62 Ma.-% Isopropanol und 8 Ma.-% Wasser besteht, 324 Masseteile/h Epichlorhydrin und 120 Masseteile/h einer 20Ma.-%igen wäßrigen Natriumhydroxidlösung als Ausgangsgemisch werden kontinuierlich in eine mit zwei zweiflügeligen Arbeitskolben ausgerüstete Kreiskolbenpumpe 1 dosiert. Das Ausgangsgemisch wird bei einer Reaktionstemperatur von 102°C, einer Verweilzeit von 52 s und einer Pumpendrehzahl von 710 min"1 zu einem Raktionsgemisch umgesetzt. Danach strömt das Reaktionsgemisch gemeinsam mit 280 Masseteilen/h einer 20 Ma.-%igen wäßrigen Natriumhydroxidlösung, die zusätzlich eingespritzt wird, kontinuierlich in eine Pumpe 2 gleicher Bauart und wird bei gleicher Verweilzeit und gleicher Pumpendrehzahl bei einer Reaktionstemperatur von 105°C weiter umgesetzt. Anschließend strömt das Reaktionsgemisch kontinuierlich in eine Pumpe 3 gleicher Bauart und wird bei gleicher Verweilzeit und gleicher Pumpendrehzahl bei einer Reaktionstemperatur von 117°C weiter umgesetzt. Abschließend strömt das Reaktionsgemisch kontinuierlich in eine Pumpe 4 gleicher Bauart und wird bei gleicher Verweilzeit und gleicher Pumpendrahzahl bei einer Reaktionstemperatur von 118°C vollständig umgesetzt. Das Reaktionsgemisch, das die Pumpe 4 kontinuierlich verläßt, wird auf bekannte Weise aufgearbeitet
Das Epoxidäquivalent des Epoxidharzes beträgt 235.
Beispiel 2
Eine Lösung, die aus 30 Ma.-% Bisphenol A und 70 Ma.-% iso-Butanol besteht, Epichlorhydrin und 48Ma.-%ige wäßrige Natriumhydroxidlösung als Ausgangsgemisch werden kontinuierlich in eine mit zwei zweiflügligen Arbeitskolben ausgerüstete Kreiskolbenpumpe 1 dosiert. Das Molverhältnis von Bisphenol Azu Epichlorhydrin zu Natriumhydroxid beträgt 1 zu 1,36 zu 1,36. Das Ausgangsgemisch wird bei einer Reaktionstemperatur von 1210C, einer Verweilzeit von 20s und Pumpendrehzahl von 630 min."1 zu einem Reaktionsgemisch umgesetzt. Danach strömt das Reaktionsgemisch kontinuierlich in eine Pumpe 2 gleicher Bauart und wird bei gleicher Verweilzeit und gleicher Pumpendrehzahl bei einer Reaktionstemperatur von 169°C vollständig umgesetzt. Das Reaktionsgemisch, das die Pumpe 2 kontinuierlich verläßt, wird auf bekannte Weise aufgearbeitet. Das Expoxidäquivalent des Epoxidharzes beträgt 480.

Claims (2)

1. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Epoxidharzen durch Umsetzung der Ausgangskomponenten Epichlorhydrin, mehrwertige Phenole, wäßrige Alkalihydroxidlösung und gegebenenfalls Zusatzstoffe, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gemisch aus den Ausgangskomponenten kontinuierlich in einer Kreiskolbenpumpe bei einer Temperatur von 8O0C bis 1700C und einer Verweilzeit von 10 bis 60s zu einem Reaktionsgemisch umgesetzt, das Reaktionsgemisch zwei- oder dreimal bei gleichen Bedingungen, gegebenenfalls zusätzlich mit wäßriger Alkalihydroxidlösung, weiter umgesetzt und auf bekannte Weise aufgearbeitet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als mehrwertige Phenole Bisphenol A, Bisphenol F, halogenierte mehrwertige Phenole, Novolake oder deren Mischungen eingesetzt werden.
DD24564482A 1982-12-07 1982-12-07 Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von epoxidharzen DD262435A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD24564482A DD262435A1 (de) 1982-12-07 1982-12-07 Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von epoxidharzen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD24564482A DD262435A1 (de) 1982-12-07 1982-12-07 Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von epoxidharzen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD262435A1 true DD262435A1 (de) 1988-11-30

Family

ID=5543069

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD24564482A DD262435A1 (de) 1982-12-07 1982-12-07 Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von epoxidharzen

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD262435A1 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2809768C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Epoxyharzen
CH617944A5 (de)
EP0200674A1 (de) (Acylthiopropyl)-Polyphenole
DE956988C (de) Verfahren zur Herstellung eines Polyglycidylaethers eines Phenols
DE2448168A1 (de) Haertbare epoxydharz-zusammensetzung und verfahren zu ihrer herstellung
DE1916174C3 (de) Verfahren zur Herstellung von vorverlängerten, epoxidgruppenhaltigen Addukten und deren Verwendung
EP0143075B1 (de) Verfahren zur Herstellung von N-Glycidylverbindungen
DE1595484C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Ricinusölpolyglycidyläthem und deren Verwendung zur Herstellung einer härtbaren Masse
EP0131842B1 (de) Flüssiger Epoxidharzhärter und Verfahren zu dessen Herstellung
DE2941473C2 (de) Epoxyharzmasse
DE2206218A1 (de) Verfahren zur herstellung von epoxidharzen
DD262435A1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von epoxidharzen
EP0069203A1 (de) Verfahren zur Herstellung von aromatischen Glycidylestern
DD262436A1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von epoxidharzen
DD262437A1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von epoxidharzen
DE3235669A1 (de) Reaktor zur kontinuierlichen herstellung von epoxidharzen
DE1301135B (de) Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern
DE1121815B (de) Verfahren zur Herstellung von harzartigen, Hydrozylgruppen enthaltenden Polyaethern
DE2012013C3 (de) Verfahren zur kationischen Polymerisation von olefinisch ungesättigten Monomeren, von Epoxiverbindungen, Äthyleniminen oder Trioxan in Gegenwart von Polymerisationsinitiatoren
DE2347234C2 (de) Verfahren zur Herstellung von flüssigen Epoxy-Novolakharzen
DE3208575A1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von epoxidharzen
DE1570750C3 (de) Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen gehärteten Epoxypolyaddukten. Ausscheidung aus: 1520062
DD207104A3 (de) Nachreaktor zur kontinuierlichen herstellung von epoxidharzen
DE1495793C3 (de) Verfahren zum Herstellen von Epoxidpolyaddukten
DE2403407C3 (de) Verfahren zur Umsetzung von Epoxyverbindungen mit Phenolen