DD262997A1 - Hautschutzmittel vom charakter einer hydrophoben decksalbe - Google Patents

Hautschutzmittel vom charakter einer hydrophoben decksalbe Download PDF

Info

Publication number
DD262997A1
DD262997A1 DD30517187A DD30517187A DD262997A1 DD 262997 A1 DD262997 A1 DD 262997A1 DD 30517187 A DD30517187 A DD 30517187A DD 30517187 A DD30517187 A DD 30517187A DD 262997 A1 DD262997 A1 DD 262997A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
skin
ointment
substances
character
allergic
Prior art date
Application number
DD30517187A
Other languages
English (en)
Inventor
Guenter Schwartze
Klaus-Dieter Wozniak
Dieter Luebbe
Wolfgang Wohlrab
Original Assignee
Univ Halle Wittenberg
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Univ Halle Wittenberg filed Critical Univ Halle Wittenberg
Priority to DD30517187A priority Critical patent/DD262997A1/de
Publication of DD262997A1 publication Critical patent/DD262997A1/de

Links

Landscapes

  • Cosmetics (AREA)
  • Medicines That Contain Protein Lipid Enzymes And Other Medicines (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Hautschutzmittel vom Charakter einer hydrophoben Decksalbe und dient der Vermeidung allergischer Kontaktreaktionen. Das erfindungsgemaesse Hautschutzmittel findet Anwendung in der phamazeutischen und kosmetischen Industrie. Erfindungsgemaess besteht das Hautschutzmittel vom Charakter einer hydrophoben Decksalbe aus 40-50% gelbem Vaselin, 30-35% Wollwachs, 5-10% duennfluessigem Paraffin, 5-10% b-Alanin und 10-20% Wasser.

Description

Anwendungsgebiet dei Erfindung
Die Erfindung betrifft e n Hautschutzmittel vom Charakter einer hydrophoben Decksalbe. Anwendung findet die Erfindung in der pharmazeutischen und kosmetischen Industrie und in der Medizin.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Eine Vielzahl chemischer Substanzen kann bei Kontakt mit der Haut eine allergische Reaktion auslösen. Dabei wirken diese Stoffe als Haptene, indem sie mit körpereigenen Proteinen reagieren, wodurch ein Vollantigen entstellt, das die Sensibilisierung des Organismus bewirkt, deren Folge bei erneutem Kontakt des Betroffenen mit der Substanz die allergische Reaktion ist. Da allergische Kontaktreaktionen unter den Berufskrankheiten eine erhebliche Rolle spielen, wurden seit langem verschiedene Schutzmaßnahmen vorgeschlagen. Neben Schutzkleidung, Gummihandschuhen und ähnlichem kommen dafür auch verschiedene Hautschutzsalhen, -cremes oder -lotiones in Frage, die vorwiegend physikochemische Prinzipien zur Grundlage haben, indem sie je nach hydrophiler oder hydrophober Beschaffenheit Iipophile beziehungsweise lipophobe Schadstoffe an ihrem Eindringen in die Haut hindern. Weitere Zubereitungen wirken, indem sie durch Pufferung die schützende Funktion des sogenannten Säuremantels der Haut aufrechterhalten oder durch eine leichte Gerbung der Haut deren Durchlässigkeit für Schadstoffe vermindern. Zum Schutz gegen Schwermetallionen, z. B. Chromat, wird auch die Möglichkeit der Komplexbildung oder der Bindung an lonenaustauschharze genutzt. In einzelnen Patentschriften wird auch ein spezifischer Schutz gegen bestimmte Stoffe angestrebt, beispielsweise ein Schutz gegen Formaldehyd in pharmazteutischen Präparaten durch Zusatz von Harnstoff (DE OS 2847 975). Auch die chemische Umwandlung von Schadstoffen wird beansprucht, so in DE OS 3147 024. In der DE-PS 87 636 wird als Abkömmling des ß-Alanins Panthenol vorgeschlagen, ebenso wird die Verwendung von Pantothein-S-Sulfonsäure bzw. ihrer Salze (GB 2126 083, DE OS 33 30 228) beschrieben. Die kosmetischen Effekte dieser Substanzen beruhen auf der bekannten Wirkung als Hautvitamin oder auf einer Hemmung des Pigmentiei ungsenzyms Tyrosinase (DE OS 33 30 228).
Nachteilig bei allen bekannten Lösungen ist, daß sie keinen ausreichenden Schutz gegen allergische Kontaktreaktionen durch chemische Modifizierung der Schadstoffe bieten.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist ein Hautschutzmittel vom Charakter einer hydrophoben Decksalbe mit protektiver Wirkung gegenüber allergisierenden niedermolekularen Substanzen zum Schutz der Haut vor allergischen Reaktionen bei Kontakt mit solchen Schadstoffen, zu welchen auch sogenannte photoallergische Substanzen zählen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Hautschutzmittel vom Charakter einer hydrophoben Decksalbe zu entwickeln, das die Haut vor allergischen Reaktionen bei Kontakt mit niedermolekularen, proteinreaktiven und damit potentiell allergisierenden chemischen Substanzen, auch solchen photoallergischer Wirkung, schützt. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß eine Zubereitung vom Typ einer W/O-Emulsion aus 40-50% gelbem Vaselin, 30-35% Wollwachs und 5-10% dünnflüssigem Paraffin, die nach Zusammenschmelzen mit einer Lösung von 5-10% β-Alanin in 10-20% Wasser gemischt hergestellt wird. β-Alanin ist in Wasser sehr leicht löslich und kommt in äußerst kleinen Konzentrationen in Körperflüssigkeiten und Geweben vor, toxische Eigenschaften sind nicht bekannt. Indem es mit potentiell allergisierenden Substanzen reagiert, überführt es diese in Derivate, die eine Sensibilisierung und allergische Zweitmaktionen nicht mehr auszulösen vermögen, wobei die Stellung der reaktiven Aminogruppe in ß-Position von Bedeutung ist (im Unterschied zum α-Alanin, das auch mit allergisierungspotenten Stoffen reagiert, dabei aber Derivate liefert, die noch eine Zweitreaktion auslösen).
Unabhängig von den genannten Bestandteilen können der Hautschutzsalbe weitere Komponenten beigemischt werden, die bekanntermaßen die Penet. ation von Schadstoffen vermindern (z. B. Silikone) oder die Haftfälligkeit der Salbe auf der Haut (z. B. Polyethylenglykole) erhöhen
Die Wirksamkeit des ß-Analins kann dabei außerdem durch katalytisch wirkende Zusätze oder durch Substitution mit reaktionsbeschleunigenden funktionellen Gruppen erhöht werden.
Ausführungsbeispiel ' Die Erfindung soll nachstehend an einem Beispiel näher erläutert werden.
Ein Hautschutzmittel vom Charakter einer hydrophoben Decksalbe wird erfindungsgemäß hergestellt, indem 50 Gewichtsanteile gelbes Vaselin, 32,5 Gewichtsteile Wollwachs und 7,5 Gewichtsteile dünnflüssiges Paraffin wie üblich schonend auf maximal I 60°C erwärmt und gemischt werden und diesem Gemisch unter Rühren eine auf 60°C erwärmte Lösung von 5 Gewichtsteilen • ß-Analin in 10 Gewichtsteilen Wasser beigemengt wird, wobei das Rühren bis zum Erkalten fortzusetzen ist. i

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Hautschutzmittel vom Charakter einer hydrophoben Decksalbe, gekennzeichnet dadurch, daß es aus 5-10% ß-Alanin, 5-20% Wasser, 40-50% gelbem Vaselin, 30-35% Wollwachs und 7-10% dünnflüssigem Parafin sowie gegebenenfalls weiteren die Schadstoffpenetration vermindernden oder die Haftfähigkeit auf der Haut erhöhenden Komponenten besteht.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Hautschutzmittel vom Charakter einer hydrophoben Decksalbe. Anwendung findet die Erfindung in der pharmazeutischen und kosmetischen Industrie und in der Medizin.
    Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
    Eine Vielzahl chemischer Substanzen kann bei Kontakt mit der Haut eine allergische Reaktion auslösen. Dabei wirken diese Stoffe als Haptene, indem sie mit körpereigenen Proteinen reagieren, wodurch ein Vollantigen entsteht, das die Sensibilisierung des Organismus bewirkt, deren Folge bei erneutem Kontakt des Betroffenen mit der Substanz die allergische Reaktion ist. Da allergische Kontaktreaktionen unter den Berufskrankheiten eine erhebliche Rolle spielen, wurden seit langem verschiedene Schutzmaßnahmen vorgeschlagen. Neben Schutzkleidung, Gummihandschuhen und ähnlichem kommen dafür auch verschiedene Hautschutzsalben, -cremes oder -lotiones in Frage, die vorwiegend physikochemische Prinzipien zur Grundlage haben, indem sie je nach hydrophiler oder hydrophober Beschaffenheit lipophile beziehungsweise lipophobe Schadstoffe an ihrem Eindringen in die Haut hindern. Weitere Zubereitungen wirken, indem sie durch Pufferung die schützende Funktion des sogenannten Säuremantels der Haut aufrechterhalten oder durch eine leichte Gerbung der Haut deren Durchlässigkeit für Schadstoffe vermindern. Zum Schutz gegen Schwermetallionen, z. B. Chromat, wird auch die Möglichkeit der Komplexbildung oder der Bindung an lonenaustauschharze genutzt. In einzelnen Patentschriften wird auch ein spezifischer Schutz gegen bestimmte Stoffe angestrebt, beispielsweise ein Schutz gegen Formaldehyd in pharmazteutischen Präparaten durch Zusatz von Harnstoff (DE OS 2847 975). Auch die chemische Umwandlung von Schadstoffen wird beansprucht, so in DE OS 3147 024. In der DE-PS 87 636 wird als Abkömmling des ß-Alanins Panthenol vorgeschlagen, ebenso wird die Verwendung von Pantothein-S-Sulfonsäure bzw. ihrer Salze (GB 2126 083, DE OS 33 30 228) beschrieben. Die kosmetischen Effekte dieser Substanzen beruhen auf der bekannten Wirkung als Hautvitamin oder auf einer Hemmung des Pigmentierungsenzyms Tyrosinase (DE OS 33 30 228).
    Nachteilig bei allen bekannten Lösungen ist, daß sie keinen ausreichenden Schutz gegen allergische Kontaktreaktionen durch chemische Modifizierung der Schadstoffe bieten.
    Ziel der Erfindung
    Ziel der Erfindung ist ein Hautschutzmittel vom Charakter einer hydrophoben Decksalbe mit protektiver Wirkung gegenüber allergisierenden niedermolekularen Substanzen zum Schutz der Haut vor allergischen Reaktionen bei Kontakt mit solchen Schadstoffen, zu welchen auch sogenannte photoallergische Substanzen zählen.
    Darlegung des Wesens der Erfindung
    Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Hautschutzmittel vom Charakter einer hydrophoben Decksalbe zu entwickeln, das die Haut vor allergischen Reaktionen bei Kontakt mit niedermolekularen, proteinreaktiven und damit potentiell allergisierenden chemischen Substanzen, auch solchen photoallergischer Wirkung, schützt. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß eine Zubereitung vom Typ einer W/Ö-Emulsion aus 40-50% gelbem Vaselin, 30-35% Wollwachs und 5-10% dünnflüssigem Paraffin, die nach Zusammenschmelzen mit einer Lösung von 5—10% ß-Alanin in 10—20% Wasser gemischt hergestellt wird.
    ß-Alanin ist in Wasser sehr leicht löslich und kommt in äußerst kleinen Konzentrationen in Körperflüssigkeiten und Geweben vor, toxische Eigenschaften sind nicht bekannt. Indem es mit potentiell allergisierenden Substanzen reagiert, überführt es diese in Derivate, die eine Sensibilisierung und allergische Zweitreaktionen nicht mehr auszulösen vermögen, wobei die Stellung der reaktiven Aminogruppe in ß-Position von Bedeutung ist (im Unterschied zum a-Alanin, das auch mit allergisierungspotenten Stoffen reagiert, dabei aber Derivate liefert, die noch eine Zweitreaktion auslösen). Unabhängig von den genannten Bestandteilen können der Hautschutzsalbe weitere Komponenten beigemischt werden, die bekanntermaßen die Penetration von Schadstoffen vermindern (z. B. Silikone) oder die Haftfähigkeit der Salbe auf der Haut (ζ. Β. Polyethylenglykole) erhöhen.
    Die Wirksamkeit des ß-Analins kann dabei außerdem durch katalytisch wirkende Zusätze oder durch Substitution mit reaktionsbeschleunigendenfunktionellen Gruppen erhöht werden.
    Ausführungsbeispiel
    Die Erfindung soll nachstehend an einem Beispiel näher erläutert werden.
    Ein Hautschutzmittel vom Charakter einer hydrophoben Decksalbe wird erfindungsgemäß hergestellt, indem 50 Gewichtsanteile gelbes Vaselin, 32,5 Gewichtsteile Wollwachs und 7,5 Gewichtsteile dünnflüssiges Paraffin wie üblich schonend auf maximal 600C erwärmt und gemischt werden und diesem Gemisch unter Rühren eine auf 600C erwärmte Lösung von 5 Gewichtsteilen ß-Analin in 10 Gewichtsteilen Wasser beigemengt wird, wobei das Rühren bis zum Erkalten fortzusetzen ist.
DD30517187A 1987-07-21 1987-07-21 Hautschutzmittel vom charakter einer hydrophoben decksalbe DD262997A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD30517187A DD262997A1 (de) 1987-07-21 1987-07-21 Hautschutzmittel vom charakter einer hydrophoben decksalbe

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD30517187A DD262997A1 (de) 1987-07-21 1987-07-21 Hautschutzmittel vom charakter einer hydrophoben decksalbe

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD262997A1 true DD262997A1 (de) 1988-12-21

Family

ID=5590912

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD30517187A DD262997A1 (de) 1987-07-21 1987-07-21 Hautschutzmittel vom charakter einer hydrophoben decksalbe

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD262997A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0395215A1 (de) * 1989-04-26 1990-10-31 Gerald M. Lemole Schützende Gelzusammensetzung

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0395215A1 (de) * 1989-04-26 1990-10-31 Gerald M. Lemole Schützende Gelzusammensetzung

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3751761T2 (de) Penetrationsverbesserer für die transdermale Verabreichung von systemisch wirksamen Arzneimitteln
DE602004004399T2 (de) Grün gefärbte topische pharmazeutische zusammensetzung auf der basis von metronidazol
DE3880923T3 (de) Perkutaner absorptionspromotor und dermatologische zusammensetzung für externe anwendung.
DE69738200T2 (de) Verwendung eines emulgatorsystems zur erhöhung des penetrationsflusses pharmazeutischer wirkstoffe
DE60105283T2 (de) Zusammensetzungen die molekulares iod enthalten
DE1227616B (de) Penetrationsvermittler
DE69109292T2 (de) Verminderung oder verhütung der von arzneimitteln verursachten hautreizung.
DE2736777A1 (de) Verspruehbare keimtoetende schaum- zusammensetzungen
DD266506A5 (de) Verfahren zur herstellung einer pharmazeutischen band-zusammensetzung
DE69302396T2 (de) Antiviral wirksame pharmazeutische öl in wasser-emulsion, die 9-[(2-hydroxyethoxy)methyl]-guanin (acyclovir) oder ein salz oder einen ester davon enthält
DE60018569T2 (de) Neue Verwendung von hyposmotischen Salzlösungen und darauf basierendes Medikament
US5910312A (en) Acne treatment composition with vasoconstrictor
US5916574A (en) Method of treating natural poison skin conditions
DE3302739A1 (de) Oxidationsstabiles mittel
DE69019151T2 (de) Salbe enthaltend Deprodone proprionate.
DE2818827C2 (de) Mittel zur Behandlung von Psoriasis
DE2610020A1 (de) Pharmazeutische zusammensetzung
DE2164052A1 (de) Kosmetische mittel mit nucleosidderivaten
DE2731648A1 (de) Sulfadiazinsalze von seltenen erdmetallen und thorium, insbesondere cersulfadiazin, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung zur lokalen behandlung von verbrennungen
DD262997A1 (de) Hautschutzmittel vom charakter einer hydrophoben decksalbe
DD262996A1 (de) Hautschutzmittel vom typ einer o/w-emulsion
EP0349797A1 (de) Stabilisierte, N-acetylcysteinhaltige Arzneimittelzubereitung
JP3127289B2 (ja) 外用の抗真菌性及び殺虫性生成物
DE3689254T2 (de) Arzneimittel auf Dextrorphanbasis zur intranasalen Applikation.
DE4309415C2 (de) Pharmazeutisches Präparat

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee