DD263106A1 - Anordnung zum anfahren der hauptdampfleitungen eines dampfkessels - Google Patents

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DD263106A1
DD263106A1 DD30515587A DD30515587A DD263106A1 DD 263106 A1 DD263106 A1 DD 263106A1 DD 30515587 A DD30515587 A DD 30515587A DD 30515587 A DD30515587 A DD 30515587A DD 263106 A1 DD263106 A1 DD 263106A1
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DD30515587A
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Peter Sommerfeld
Helfried Beesdo
Bernhardt Eichler
Original Assignee
Boxberg Kraftwerk Veb
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Abstract

Anordnung zum Anfahren der Hauptdampfleitungen eines Dampfkessels in Blockkraftwerken nach Kurzausserbetriebnahmen. Die Aufgabe besteht darin, die Hauptdampfleitungen beim Anfahren wirksam gegen unzulaessige Temperaturgradienten und Thermoschocks zu schuetzen. Erfindungsgemaess wird dies dadurch erreicht, dass der Austritt der Hauptdampfleitung aus dem Dampfkessel senkrecht nach oben gefuehrt ist und die Haupfdampfschieber einschliesslich der dazugehoerigen Armaturenanfahrgruppe mit den vorgeschalteten Reduzierstationen am Anfang der Hauptdampfleitung in unmittelbarer Naehe des Dampfkessel-Austrittes eingebunden sind. Figur

Description

Nach acht Stunden Außerbetriebnahme eines 210-MW-Blockes ist der Dampfkessel soweit abgekühlt, daß beim Wiederanfahren desselben Dampftemperaturen am Überhitzeraustritt von etwa 250 bis 3000C erreicht werden. Die Hauptdampfleitungen 6 besitzen zu diesem Zeitpunkt noch ein Temperaturniveau von 350 bis 4000C. Auf Grund der erfindungsgemäß veränderten Einbindung der Hauptdampf schieber 1 und der Armaturenanfahrgruppe 3 wird nur noch ein relativ kurzer Abschnitt des Hauptdampfleitungssystems, der Bereich zwischen dem Dampfkesselaustritt und dem Hauptdampfschieber 1, den Anfahrbelastungen während der Warmstartphase ausgesetzt, weil die Hauptdampfschieber 1 und die Armaturenanfahrgruppe 3 solange geschlossen bleiben, bis die entsprechende Dampftemperatur nach Dampfkessel 5 erreicht ist. Bis zu diesem Zeitpunkt wird der Dampf ausschließlich über die vorgeschalteten Reduzierstationen 2 abgeleitet. Erst wenn eine Temperaturgleichheit zwischen dem Dampfkessel 5 und den Hauptdampfleitungen 6 nach Hauptdampfschieber 1 erreicht ist, wird durch Anfahren der vorgeschalteten Armaturen die Hauptdampfleitung 6 mit Dampf beaufschlagt. Auf diese Art und Weise wird der überwiegende Teil des Hauptdampfleitungssystems, der Bereich zwischen dem Hauptdampfschieber 1 und dem Schnellschlußventil, wirksam gegen unzulässige Temperaturgradienten und Thermoschoks geschützt.
Der senkrecht nach oben aus dem Dampfkessel 5 herausgeführte Austritt 4 der Hauptdampfleitung 6 bewirkt, daß der Wasseräustritt aus dem Dampfkessel 5 erheblich reduziert bzw. ganz ausgeschlossen wird. Dadurch werden Thermoschokeinwirkungen und mit dieser einhergehende Materialschädigungen verringert oder vermieden.

Claims (1)

  1. Anordnung zum Anfahren der Hauptdampfleitungen eines Dampfkessels in Blockkraftwerken nach Kurzaußerbetriebnahmen, dadurch gekennzeichnet, daß der Austritt (4) der Hauptdampfleitung (6) aus dem Dampfkessel (5) senkrecht nach oben geführt ist und die Hauptdampfschieber (1) einschließlich der dazugehörigen Armaturenfahrgruppe (3) mit den vorgeschalteten Reduzierstationen (2) am Anfang der Hauptdampfleitung (6) in unmittelbarer Nähe des Dampfkessel-Austrittes eingebunden sind.
    Hierzu 1 Seite Zeichnung
    Anwendungsgebiet der Erfindung .
    Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Anfahren der Hauptdampfleitungen eines Dampfkessels in Blockkraftwerken nach Kurzaußerbetriebnahmen.
    Charakteristik des bekannten Standes der Technik
    Der Zuverlässigkeit und Ausnutzung der projektierten Lebensdauer der Hauptdampfleitungen kommt mit steigender Blockgröße und steigenden Parametern, bedingt durch den Einsatz immer höherfester Werkstoffe eine immer größere Bedeutung zu. Die Zuverlässigkeit und Lebensdauer werden dabei durch eine Vielzahl von Einflußfaktoren bestimmt. Einen wesentlichen Einfluß auf die Lebensdauer und den Lebensdauerverbrauch haben die instationären Prozesse, insbesondere während der Inbetriebnahmephase des Kraftwerksblockes, wie z. B. die gewählte schaltungstechnische Konzeption und die daraus resultierende Anfahrtechnologie für die Hauptdampfleitungen. Aufgrund der derzeit in Blockkraftwerken realisierten Anordnung der Hauptdampfschieber am Ende der Hauptdampfleitungen erfolgt das Warm-oder Hochverfahren des Hauptdampf leitungssystems parallel zur Temperatursteigerung im Dampfkessel. Die Ableitung des Dampfes erfolgt dabei über die zwischen dem Dampfkesselaustritt und den Hauptdampfschiebern geschalteten Reduzierstationen auf den Maschinenkondensator. Das beim Hochfahren der Hauptdampfleitungen anfallende Kondensat wird bis zum Erreichen der Dampfphase über das vorhandene Entwässerungssystem abgeführt. Diese Anfahrtechnologie kommt in allen Phasen der Blockinbetriebnahme, also auch beim Warmstart, dem Wiederanfahren des Blockes nach einer Stillstandsdauer zwischen 5 und 30 Stunden, zur Anwendung. Nach einem solchen Kurzstillstand ist der Dampfkessel, auch wenn dieser nicht entleert worden ist und unter Druck steht, wesentlich stärker abgekühlt als die Hauptdampfleitungen und das Gehäuse des Turbosatzes.
    Bei der gegenwärtig praktizierten Anfahrttechnologie, dem Warmfahren der Hauptdampfleitungen bis Hauptdampfschieber parallel zur Temperatursteigerung im Dampfkessel, gelangt relativ kalter Änfahrdampf aus dem Dampfkessel, der nicht selten mit Kondensat vermischt ist, auf die zum Teil noch sehr heißen Bauteile der Hauptdampfleitung. Dabei kommt es zur Überschreitung der zulässigen Temperaturgradien.ten und dem Auftreten von Thermoschoks. Diese wiederum bewirken eine Überschreitung der zulässigen Spannungen im Rohrmaterial, die sich unter dem Einfluß einer Vielzahl solcher Prozesse anteilig in einer irreversiblen Gefügeschädigung und vorzeitigen Erschöpfung des Materials äußern.
    Ziel der Erfindung
    Ziel der Erfindung ist ein bauteilschonendes Anfahren der Hauptdampfleitungen eines Dampfkessels.
    Darlegung des Wesens der Erfindung
    Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Hauptdampfleitungen eines Dampfkessels in Blockkraftwerken beim Anfahren nach Kurzaußerbetriebnahmen wirksam gegen unzulässige Temperaturgradienten undThermoschockszu schützen. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß der Austritt der Hauptdampfleitung aus dem Dampfkessel senkrecht nach oben geführt ist und die Hauptdampfschieber einschließlich der dazugehörigen Armaturenanfahrgruppe mit den vorgeschalteten Reduzierstationen am Anfang der Hauptdampfleitung in unmittelbarer Nähe des Dampfkessel-Austrittes eingebunden sind.
    Ausführungsbeispiel
    Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die zugehörige Zeichnung zeigt die Anordnung in schematischer Darstellung.
    Der Austritt 4 der Hauptdampfleitung 6 ist senkrecht nach oben aus dem Dampfkessel 5 herausgeführt. Der Hauptdampfschieber 1 und die zugehörige Armaturenanfahrgruppe 3 mit den vorgeschalteten Reduzierstationen 2 sind am Anfang der Hauptdampfleitung 6 in unmittelbarer Nähe des Austrittes 4 aus dem Dampfkessel 5 eingebunden.
DD30515587A 1987-07-20 1987-07-20 Anordnung zum anfahren der hauptdampfleitungen eines dampfkessels DD263106A1 (de)

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