DD263982A1 - Verfahren zur herstellung von 2-diazo-1-oxo-1,2-dihydro-naphthalenderivaten - Google Patents

Verfahren zur herstellung von 2-diazo-1-oxo-1,2-dihydro-naphthalenderivaten Download PDF

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DD263982A1
DD263982A1 DD30622687A DD30622687A DD263982A1 DD 263982 A1 DD263982 A1 DD 263982A1 DD 30622687 A DD30622687 A DD 30622687A DD 30622687 A DD30622687 A DD 30622687A DD 263982 A1 DD263982 A1 DD 263982A1
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German Democratic Republic
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oxo
diazo
dihydro
preparing
naphthalene derivatives
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DD30622687A
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English (en)
Inventor
Hermann Brandtstaedter
Lothar Kuhnert
Wolfgang Baumbach
Original Assignee
Akad Wissenschaften Ddr
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 2-Diazo-1-oxo-1,2-dihydronaphthalenderivaten, die bei der Bildaufzeichnung Anwendung finden. Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung neuer Verbindungen mit erhoehter Lichtempfindlichkeit anzugeben. Das wird erfindungsgemaess durch die Einfuehrung von Hydroxy- bzw. Alkoxygruppen in 7-Stellung des 2-Diazo-1-oxo-1,2-dihydronaphthalens erreicht.

Description

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß R2 und/oder R3 Sulfonsäureester von aromatischen Polyhydroxyverbindungen bedeuten.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen 2-Diazo-1-oxo-1,2-dihydronaphthalenderivaten, welches bei der Bildaufzeichnung Anwendung findet.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
2-Diazo-1-oxo-1,2-dihydronaphthalendGrivate werden in verschiedenen Bildaufzeichnungsmaterialien wie Fotoresists, Druckplatten, Diazokopierscheiben u. a. seit lanpem verwendet. Die Eigenschaften des 2-Diazo-1 -oxo-1,2-dihydronaphthalengrundkörpers lassen sich durch Substitution in bestimmten Grenzen regeln. Bekannt sind vor allem, die in 4- oder 5-Stnllung sulfonierten Derivate und die sich von ihnen ableitenden Sulfonsäureester oder -amide, wie sie in J. Koser: Light-Sensitive Systems, New York 1965, beschrieben sind. Durch diese Abwandlungen lassen sich verschiedene anwendungstechnische interessante Eigenschaften beeinflussen. So kann man über geeignete Ester oder Amidkomponenten positiv oder negativ arbeitende lichtempfindliche Schichten herstellen. Weiterhin läßt sich auf diese Weise die Löslichkeit und Verträglichkeit mit verschiedenen Bindemitteln steuern.
Bekannt ist ferner na< .1 DD-217211 und DD-250434 die Einführung von Nitrogruppen in den 2-Diazo-1-oxo-1,2-dihydronaphlhalengrundkörper.
Alle diese Abwandlungen haben nur geringen Einfluß auf das Absorptionsspektrum im langwelligen Bereich um 400 bis 405 nm. Insbesondere gelingt es nicht, die Absorption weiter im langwelligen Bereich zu verschieben und auf diese Weise einen Beitrag zur Steigerung der Lichtempfindlichkeit zu erbringen.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Herstellung neuer 2-Diazo-1-oxo-1,2-dihydronaphthalenverbindungen mit erhöhter Lichtempfind'ichkeit anzugeben.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von neuen 2-Diazo-1-oxo-1,2-dihydronaphthalenverbindungen, deren Lichtabsorption in dem langwelligen Bereich ausgedehnt ist, anzugeben. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch Einführung von Hydroxy- bzw, Alkoxygruppen in 7-Stellung des 2-Diazo-1 -oxo-1,2-dihydronaphthaler.s erreicht. IViaπ geht dabei von 1,7-Dihydroxynaphthalenderivaten aus, die in wäßrig-alkalischer Lösung oder Suspension oder in einem Lösungsmittelgemisch mit Arendiazoniumsalzen in 2-Stellung gekuppelt werden. Falls die
Kupplung nicht spezifisch in 2-Stellung erfolgt, kann auch nltrosiert v/erden. Die erhaltenen K'jpplungsprodukte bzw. Oximderivate werden zu den Aminoverbindungen reduziert und anschließend mit Nitrit zu den erfindungsgemäßen 1-Diazo-1-oxo-1,2-dihydro-7-hydroxynaphthalenen umgesetzt. Die Hydroxygruppe in 7-Stellung kann anschließend noch alkylierf werden. Vorzugsweise wird hierzu ein Alkylrest mit einer Kettenläng9 von ein bis acht Kohlenstoffatomen eingeführt. Die erfindungsgemäßen Verbindungen zeichnen sich dadurch aus, daß die Lichtabsorption der langweiligen Absorptionsbande, die boi bisher bekannten Derivaten des gleichen Grundkörpers bei 400 bis 405nm liegt, signifikant baihochrom zu 430 bis 440 mn vorschoben wird.
Dadurch wird eine bessere Anpassung an die Emission der Belichtungseinrichtungen erzielt. Insbesondere gelingt bei Verwendung von Quecksilberdampflampen eine bessere Ausnutzung der bei 436ηm liegenden Emissionswellenlänge dieser Strahler. Bei der praktischen Anwendung schlägt sich das in einer höheren Lichtempfindlichkeit nieder. Besonders vorteilhaft wirkt sich dieser Umstand bei monochromatisch mit Licht der Wellenlänge 436 nm arbeitenden Belichtungseinrichtungen aus. Je nach Wahl der sonstigen Substituenten lassen sich von den erfindungsgemäßen Verbindungen sowohl in wäßrigen als auch in organischen Medien lösliche Derivate herstellen.
Ausführungsbeispiele
10g 1,7-Dihydroxynaphthalen werden in 150ml Wasser gelöst und mit 4,2g Natriumnitrit, gelöst in 50ml Wasser, versetzt. Die Lösung wird auf O0C gekühlt und langsam mit Essigsäure angesäuert. Nach 3 Stunden wird auf etwa 50 ml Wasserstrahlvakuum eingeengt und der Feststoff abgesaugt. Man erhält 6,5g 7-Hydroxy-1,2-naphthochinon-2-oxim (Vf.. .. "dung 1).
8g der Verbinduno 1 werden in 100ml 2,5η Natronlauge gelöst und bei Raumtemperatur portionsweia » mit etwa 28g Natriumdithionit versetzt, so daß die Temperatur bis 70"C steigt. Es wird mit Salzsäure angesäuert und abgesaugt. Der Feststoff wird aus Salzsäure umkristallisiert. Ausbeute: 5,3g 1,7 Dihydroxy-2-aminonaphthalenhydrochlorid (Verbindung 2).
2g der Verbindung 2 werden in einem Gemisch aus 20ml Ethanol und 10ml Wasser gelöst, auf O0C gekühlt und mit 0,65g Natriumnitrit, gelöst in wenig Wasser, tropfenweise versetzt. Anschließend säuert man vorsichtig mit verdünnter Salzsäure an.
Nach 15 Minuten wird mit 20ml Wasser versetzt und der Feststoff abgesaugt. Ausbeute: 1,12g 7-Hydroxy-1-oxo-2-di8zo-1,2-dihydronaphthalen (Verbindung 3).
Beispiel 2:
2,2g Anilin werden mit 8,brnl Salzsäure (Verdünnung 1:1) versetzt und bei O0C mit 1,44g Natriumnitrit diazotiert. Die Diazoniumsalzlösung tropft man bei 8-10°C in eine Lösung aus 5g 1 J-Dihydroxynaphthalen^-sulfonsäure und 3,2g wasserfreie Soda in 50ml Wasser. Man läßt Dei Raumtemperatur 30 Minuten stehen. Danach wird das Gemisch auf 60-700C erwärmt und mit etwa 10g Natriumdithionit spatelspitzenweise versetzt, bis die Lösung hellgelb geworden ist. Man läßt abkühlen und säuert mit konzentrierter Salzsäure vorsichtig an. Dabei fällt das 1 ^-Dihydroxy^-sulfo^-aminonaphthalenhydrcchlorid (Verbindung 4) aus; Ausbeute: 3,2g.
2 g der Verbindung 4 werden in 15ml Wasser aufgeschlämmt und vorsichtig bei O9C unter Rühren mit einem Gemisch aus 1,5g Kupfersulfatpentshydrat und 0,52g Natriumnitrit, gelöst in 8ml Wasser, versetzt. Nach 15min Stehen bei O0C wird das4-Sulfo-7-hydroxy-2-diazo-1-oxo-1,2-dihydronaphthalen (Verbindung 5) abgesaugt; Ausbeute: 1,2g.
Beispiel 3:
2,5g Vorbindung 3 werden mit 5 ml Dimethylsulfat versetzt und 2 Stunden auf dem Wasserbad auf 40°C erwärmt. Der Feststoff geht zunächst in Lösung, während zum Reaktionsende der Kolbeninhalt erstarrt. Das Reaktionsprodukt: 7-Meihoxy-1-oxo-2-diazo-1,2-dihydronaphthalen (Verbindung 6) wird durch Absaugen isoliert.

Claims (1)

  1. -1- 263 9d2 Patentansprüche:
    1. Verfahren zur Herstellung von 1-Diazo-1-oxo-1,2-dihydronaphfbalenderivaten, dadurch gekennzeichnet, daß Naphthalenderivate der allgemeinen Formel 1,
    in der R1 Wasserstoff, Alkyl mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, R2 und R3 Wasserstoff, Halogen oder Sulfongruppen bedeuten, mit Arendiazoniumsalzen gekoppelt oder nitronieri und die erhaiienen Naphthalenderivate zu den entsprechenden 2-Amino-naphthalenen reduziert und anschließend mit Nitrit zu den 2-Diazo-1-oxo-1,2-dihydronaphthalenderivaten der Formel 2, in der R1, R2, R3 obige Bedeutunj haben, diazotiert werden.
DD30622687A 1987-08-21 1987-08-21 Verfahren zur herstellung von 2-diazo-1-oxo-1,2-dihydro-naphthalenderivaten DD263982A1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0369219A1 (de) * 1988-11-04 1990-05-23 Hoechst Aktiengesellschaft Neue, strahlungsempfindliche Verbindungen, hiermit hergestelltes strahlungsempfindliches Gemisch und Aufzeichnungsmaterial
EP0413200A1 (de) * 1989-08-12 1991-02-20 Hoechst Aktiengesellschaft Substituierte 1,2-Naphthochinon-(2)-diazid-4-sulfonsäuren, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung

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US5077395A (en) * 1989-08-12 1991-12-31 Hoechst Aktiengesellschaft Substituted 1,2-naphthoquinone-2-diazide-4-sulfonic acids and processes for their preparation and use

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