DD266581A1 - Ferroelektrische smektische c-phasen - Google Patents

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DD266581A1
DD266581A1 DD31053687A DD31053687A DD266581A1 DD 266581 A1 DD266581 A1 DD 266581A1 DD 31053687 A DD31053687 A DD 31053687A DD 31053687 A DD31053687 A DD 31053687A DD 266581 A1 DD266581 A1 DD 266581A1
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ferroelectric
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DD31053687A
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Kristina Mohr
Horst Zaschke
Wolfgang Weissflog
Dietrich Demus
Annelore Maedicke
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Univ Halle Wittenberg
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Abstract

Die Erfindung betrifft ferroelektrische smektische C-Phasen fuer optoelektronische Bauelemente, die in schnell schaltenden optoelektronischen Bauelementen zur Modulation des Lichtes sowie zur Darstellung von Ziffern, Zeichen und Abbildungen eingesetzt werden. Erfindungsgemaess werden Ketoximester der allgemeinen Formelfuer ferroelektrische smektische C-Phasen fuer Displays eingesetzt.R1 gleich oder ungleich R2; R1, R2 chiral oder nicht chiral,X CH3, C2H5, y COO, OOC, Einfachbindung,n 9 bis 18,m 1 bis 18.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ferroelektrisch^ smektische C-Phasen, din in schnell schaltenden optoelektronischen Bauelementen zur ' Modulation des durchgehenden oder reflektierten Lichtes sowio zur Darstellung von Ziffern, Zeichen Abbildungen sowie Informationen eingesetzt werden.
Charakterisierung der bekannten technischen Lösungen
Es is; bekannt, daß Flüssigkristalle in optoelektronischen Bauelementen zur Modulation des Lichtes sowio zur Darstellung von Ziffern, Zeichen und Abbildungen genutzt werden können. Hierbei wird durch die Wirkung elektrischer Felder die Vorzugsrichtung flüssiger Kristalle verändert und damit die Reflexion odei Durchlässigkeit der Schicht für sichtbares Licht verändert. Es gibt verschiedene Verfahren, die auf der Änderung der Doppelbrechung, des Drehvermögens oder der Absorption beruhen. Durch unterschiedliche Vororientiorung der Substanzen an den Elektroden, durch Nutzung nematischer Substanzen unterschiedlicher dielektrischer Anisotropie sowie optischer anisotroper Absorption, Stärke, Frequenz und Richtung des angelegten elektrischen Feldes werden unterschiedhcho elektrooptisch^ Effekte beobachtet und technisch genutzt (Q. Meier, E. Sackmann, J. G. Grabmeyer: Applications of Liquid Crystals, Springer-Verlag 1975, E. Kaneko, Liquid Crystal Displays 1987). Es wurde bereits vorgeschlagen (N. A. Clark, S.T. Lagorwall: Appl. Phys. Lett. 36,899 [1980]), durch Anlegen eines elektrischen Feldes an eine Substanz mit einer chlralen smektischen C-Phaso die mittlere Richtung der Moleküllängsachseri um das doppelte des Tiltwinkels zu ändern und das dabei auftretende sehr schnolle Umschalten zur Modulation des Lichtes zu nutzen. Bei der technischen Anwendung der Substanzen werden bestimmte Eigenschaften gefordert, welche die Größe des Phasengebiets der smektischen C-Phase, die optische Doppelbrechung, die spontane Polarisation, die dielektrische Anisotropie, die Rotationsviskosität bzw. die Schaltzeiten sowie die chemische und die thormische Stabilität betreffen.
Da mine Substanzen diese Forderungen auch nicht annähernd erfüllen, worden in der Praxis ausschließlich Gemische aus mehreren Substanzen benutzt. Bei der Zuiiammenstellung der Gemische kann man von chiralen Substanzen mit smektischen C-Phesen ausgehen oder von nicht chiralen Stoffen mit C-Phasen, die durch Zusatz chiraler Materialien In chlralo C-Phasen vorwandelt werden. In beiden Fällen ist os erforderlich, geeignete Mischungskomponenten zur Verfügung zu haben. Die bisher bekannten kristallin-flüssigen Substanzen weisen sämtlich Mängel in der einen oder anderen Eigenschaft auf, welche durch Zumischen /anderer Stoffo verbessert worclon müssen
Es sind bereits Acotophononoximbonzoai.e dor nilgemeinen Formol
R1, R2 = alkyl, alkyloxy mit Kettenlängen bis zu C9
bekannt, welche In drei Einzelfällen srnektische C-Phasen aufweisen (WP 106524; D.Demus, rl.Domus und H.Zaschke: Flüssige Kristalle in Tabellen, S. 141/142).
Jedoch sind die Umwandlungstemperaturen Sc/N zu gering, odor sie liegon im metastabilen Temperaturgebiet, was für eine praktische Nutzung ungünstig ist. Eu sind noch keine ferroololarlschon C-Phason mit Komponenten dieser Substanzklasse bekannt.
Ziel der Erfindung
.Das Ziel der Erfindung sind neue Gemische mit chiralen C-Phasen für den Einsatz in optoelektronischen Bauelementen, die sich durch eine gute Stabilität der Komponenten und ausgodehnte Temperaturbereiche auszeichnen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, geeignete Mischungskomponenten mit einem ausgedehnten Temperaturgebiet der chiralen und nicht chiralen smoktischen C-Phaso, negativer dielektrischer Anisotropie und hinreichender thermischer und chemischer Stabilität aufzufinden
Erfindungsgemnß werden Kotoximostor dar allgemeinen Formel
R1 -
- οηΗ+Γ· GnH2n+10-' GnH2n+1G0°->
0mH2m+100HH3)-CO0-· VW Γ®"000"'
R' gleich oder ungleich R2; R1, R2 chiral oder nicht chiral
X = CH3-, C2H6-, Y = -COO-, -OOC-, Einfachbindung
η = 9 biß 18, m = 1 bis 18
für ferroelektrisch^ smoktische C-Phasen für Displays eingesetzt, die entweder infolge chiraler Gruppen im Molekül oder infolge chiraler Zusätze, die aus erfindungsgemäßen oder sonstigen Substanzen bestehen, chiralo smektische C-Phasen ausbilder.
Die Substanzen sind farblos und relativ stabil, besitzen negative d'elektrische Anisotropie und zeigen bis zu relativ hohen Temperaturen smeUische C-Phasen.
Die erfindungsgemäßen Substanzen sind überraschend gut unter Beibehaltung der chiralen oder nicht chiralen Sc-Phasen mischbar, wap keineswegs selbstverständlich ist, da in Mischungen die Sc-Phasen oft durch Sa- oder N-Phasen verdrängt werden. Ferner zeigen sie eine gute Mischungsverträglichkoit mit chiralen Stoffen, die zur Induktion der C-Phasen zugesetzt werden. Die Erfindung wird nachstehend anhand von 4 Beispielen erläutort.
Beispiel 1 Synthese der Acetophanonoximo (Kotoxime)
CH,
Lit.: W.Weißflog u.a. J. prakt. Chem. 319 (3) 1977,507-615
0,01 Mol 4-substituiertes Acetophenon wird in 3 ml trockenem Pyridln vorgelegt. Dazu werden unter Rühren und bei Raumtemperatur 0,011 Mol festes Hydroxylaminhydrochlorid portionsweise gegeben. Man rührt noch weitere 48 Stunden und gießt dann auf eine Mischung aus Eis und HCI. Die fest abgeschiedenen Oxime worden abfiltriert, gewaschen und durch Umkristallisieren aus verd. Ethanol oder η-Hexan gereinigt, ölige Produkte werden in Ether aufgenommen, gewaschen und nach dem Abziehen des Lösungsmittels umkristallisiert
Synthese der Acetophenonoximbenzoate (Ketoximester)
Zu 0,0 l Mol 4sub8tituiertem Acetophenonoximbenzoat bzw. Propiophenonoximbenzoat (Ketoxim) In 30 bis 60ml trockenem Toluol und 0,011 Mol Triethylamin bzw. N-Mcthylmorpholln (bei der Synthese optisch aktiver Ketoximester) tropft man bei Raumtemperatur unter Rühren 0,01 McI 4substitulortes Benzoylchiorld in etwa 30ml trockenem Toluol. Man ISfJt die Reaktionsmischung 24 Stunden stehen und rührt dann noch eine Stunde bei 7O0C. Nach dem Abkühlen wird filtiiort und im Vakuum das Toluol entfernt. Der Rückstand wird mehrfach aus Ethanol umkristallisiert. Die Ausbeuten betragen 65 bis 80%. Dio Substanzen in Tab. 1 und 2 wurden analog der gegebenen Vorschrift hergestellt.
Tabelle 1: Umwandlungstemperaturen und Schmelzenthalpien
Hierbei bedeuten: Rj Cr kristallin fest Sc N N nematisch
Sc smektisch C is Isotrop-flüssig
R, C10H21O X Cr . 94 . 99,5 is Schmolzenthalpie
C12H26O . 98 . 99,6 AHkJ/mol
CeH1B CH3 .66 . 75,5 — — 46,6
C9H1S C10H21O CH3 .70 . 97,5 . 99 52,6
CqH19 C12H26O CH3 .42 .102 — — 48,2
C12H26 C10H21 CH3 .74 . 78,6 . 79 50,3
C12H26 C10H2-O CH3 .75 .113 . 119 62,8
C12H26 C12H26O CH3 .66 .117 — — 42,5
C10H21O C12H26 CH3 .93 .100 — ·— 61,8
C10H21O CH3 .92 63,4
Ci0H21O CH3 .64 64,1
Tabelle 2:
Rd2 X Cr Sc- Ch
C6-HnO C6-H11O CH3 CH3 CH3 . 58 . 61 . 82 (.53 (. 55) . 66) . 86
C6-H11 CH3 .127 (.114) .204
C-HO CH3 .117,5 .125 .196
.121
C6-H11O C2H6 . 87,5
.133 .192
.148
C6-H11O CH3 .127,5 —
Die Schmelzenthalpien wurden in einem Kalorimeter DSC-2 bestimmt.
— .204
is Schmelzenthalpie
AHkJ/mol 36,3 43,0 40,3
39,1
.Z 31,5
.Z 37,6(Z.)
33,4
33,8
Beispiel 2
Mit Hilfe dor Kontaktmethode wurden die Schmolzpunkto dor eutoktischen Mischungen erfindungsgomäRar Substanzen ermittelt. Sie sind nuclifulyüncl angegeben.
Komponente 1 R2 Komponente 2 Rj Eutoktikum°C
R. CioHjiO Ri C10Hj1O 48
CeH)O Ci2H2, C12H26O 48
C12H2& C10H21O 63
C1oH210 C12H26O 62
C1oH210 C12H26O 56
CaH1S CuH26 37
CgH1Q C12H26 50
C10H21O C10H2I 43
C10H21O C12H26 C10H21O 65
C12H26 C10H21O C12H26O 62
C12H26O C10H21O C12H26O 66
C12H26 C10H21O C10H2IO 63
C1OH21O Ci2H2B C12H26O 77
C10H21O C10H21O C12H25O 63
C12H26 Ci2H26 C10H21 35
CgH10 C12H2S C12H26O 42
CeH1J Ci2H26 33,5
C10H21O
Beispiel 3
Weitere Mischungen wurden durch Einwägen der Komponenten hergestellt. Ihre Umwandlungstemperaturen sind nachfolgend angegeben.
Mischung R2 1 2
R1 OC10H21
C9H19 OC10H21 70Mol-% 30 Mol-%
C12H26 30 Mol-% 70 Mol-%
Umwandlungstemperaturen:
Mi 1: Cr 48 Cr 56 C9G.5 N 98,0 is Mi 2: Cr 48 Cr 52 C94,5 N 97,5 is
4-Komponentenmischung Rj
Gewichtsverhältnis 1:1:1:1 C12H26
Ri C10Hj1
C8H1S C10H21O
C12H26 C12H26O
CgH1O
C9H,,,
Cr 39-40 C86-85 N 87-88 is
5-Komponentenmlschung Gewichtsverhältnis 1:1:1:1:1 Substanzen wie 4-Komponontenmischung, dazu gemischt:
CH, - CH - CH - COO J 1 1
CH3 Cl
Cr 25-28 C 78-79 N80-82 is
- ooc -
Beispiel 4
Mischungen rr"' chiralon Komponenten Kontaktmeihode:
Eutektikum: bei 370C
Eutektikum: bei25°C Gewlchtsteilo: 1:1:0,5
CH3 O
Gr 76
171 ig
Gr 42 S0 75,5 is
Gr 48 Sn 54 S. 58 N 73 is
Cr 42 S0 75,5 ia
1OX
CH3 O
JH3
Cr 48 S0* 105-120 is

Claims (4)

1. Ferroelektrlsche smektische C-Phasen für optoelektronische Bauelemente, dadurch jekennzelchnet, daß Ketoximester der allgemeinen Formel
K1~(c>V ο = ν - eo
°ηΗ+Γ· °mH2m+1
M1 gleich oder ungleich R2; R1, R2 chiral oder nicht chiral
X = CH3-, C2H6- Y = -COO-, -OOC-, Einfach bindung
n = 9bis18 m = Ibis 18
eingesetzt werden, die'entweder infolge chiraler Gruppen im Molekül oder infolge chiraler Zusätze, die aus erfindungsgemäßen oder sonstigen Substanzen bestehen, chirale smektische C-Phasen ausbilden.
2. Ferroelektrisch^ smektische C-Phasen entsprechend Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Ketoximester weitere kristallin-flüssige oder nicht kristallin-flüssige Stoffe zugesetzt werden.
3. Ferroelektrisch^ smektische C-Phasen entsprechend Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Ketoximester Derivate des disubstituierten 2,5-Di-phenyl-1,3,4-thiadiazols zugesetzt werden.
4. Ferroelektrisch^ smektische C-Phasen entsprechend Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Ketoximester Derivate des disubstituierten 2,5-Di-pher.yl-pyrimidins zugesetzt werden.
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