DD268231B1 - Verfahren zum dosieren von aktivkohlepulver - Google Patents

Verfahren zum dosieren von aktivkohlepulver

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activated carbon
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Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Die bekannten Verfahren zur Dosierung von Aktivkohlepulver in Anlagen der Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung beinhalten eine kontinuierliche Zugabe von Pulverkohlesuspension, die durch Absaugen der Pulverkohle mittels Injektors aus Verpackungsbehältern und Förderung in ein Ansatzgefäß, laufende Herstellung der Suspension im Ansatzgefäß durch Einsatz von Rührwerken und ständige Dosierung in die entsprechenden Aufbereitungsanlagen, wie z. B. Filter, Rezirkulatoren, Schwebefilter und Absetzbecken, realisiert wird. Dabei sind die Rührwerke im Ansatzgefäß, die Dosieranlagen im Dauerbetrieb zu fahren, damit das Absetzen des Aktivkohlepulvers vermieden wird.
Den bekannten Verfahren haften folgende Nachteile an:
Durch die abrasiven, elektrotechnischen und verbackenden Eigenschaften des Aktivkohlepulvers entsteht ein derartiger Verschleiß, daß die mit der Kohlesuspension in Berührung kommenden rotierenden bzw. sich bewegenden Anlagenteile mindestens einmal im Jahr ersetzt werden müssen. Des weiteren ist eine ständige Überwachung der Anlagenteile notwendig, um Verstopfungen und Verbackungen zu verhindern.
Diese Überwachungsarbeiten können nur unter schlechten Arbeitsbedingungen, d. h. unter Belästigung durch Nässe, Aktivkohleschlamm und Aktivkohlestaub durchgeführt werden.
Die Reinigungsarbeiten von Kleidungsstücken, Maschinenteilen, Gebäudeteilen und des Bedienpersonals selbst sind sehr aufwendig. Der ständige Betrieb von Anlagenteiler., die das Verbacken und Absetzen der Aktivkohlesuspension verbinden sollen, erfordert einen hohen Verbrauch von Elektroenergie.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, die erforderlichen apparatetechnischen Ausrüstungen zu reduzieren (Ansatzgefäße, Rührwerke, Dosier- und Umwälzpumpen), den Energieverbrauch bei der Dosierung zu senken, die ständige Überwachung der Dosieranlage zu vermeiden, die Schmutzbelästigungen zu reduzieren, die Einsatzzeit der Dosieranlage zu verlängern und den Reinigungsaurwand des Bedienpersonals, der Gebäude- und Anlagenteile sowie der Kleidungsstücke zu reduzieren.
Darlegung de: Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht in einer technischen Lösung der Dosierung von Aktivkohlepulver in Anlagen der Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung wie z.B. Filter, Rezirkulatoren, Schwebefilter und Absetzbecken, mit der die Mängel der bekannten Verfahren zur kontinuierlichen Dosierung von Aktivkohlepulver vermieden werden. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das Aktivkohlepulver aus dem Aktivkohlebehälter mittels Saugleitung des Injektors durch das Treibwasser über eine Förderleitung als Aktivkohlepulversuspension direkt zur Zugabestelle der Aufbereitungsanlage gefördert und in ihr die Aktivkohle deponiert wird. Die Dosierung und der Transport der Aktivkohlesuspension erfolgt diskontinuierlich im Vergleich zur bisherigen kontinuierlichen Dosiermenge, d.h., daß die gesamte Aktivkohlemenge, die bei kontinuierlicher Dosierung gleichmäßig innerhalb eines bestimmten Zeitabschnittes dosiert wird, bei der diskontinuierlichen Dosierung auf einmal der Aufbereitung sanlage zugeführt wird.
Die erforderliche Aktivkohlemenge in Gramm pro Kubikmeter (g/m3), bezogen auf die Wasserdurchsatzmenge pro Tag, wird entsprechend der örtlichen Bedingungen (Menge der den Aktivkohleeinsatz erfordernden Inhaltsstoffe im Rohwasser, Zugabestelle der Aktivkohlesuspensio-;, produktionstechnische Bedingungen) einmal oder öfter pro Tag dosiert. Die Ermittlung des Optimums Dosiermenge und Dosierintervall muß durch verfahrenstechnische Untersuchungen vor Ort erfolgen. Mit dem Optimum hinsichtlich Dosiermenge und Dosierintervall werden in der Summe mindestens gleichwertige Eliminierungsleistungen bei den Wasserinhaltsstoffen, die den Aktivkohleeinsatz erfordern, erreicht, wie bei der kontinuierlichen Dosierung. Dabei hat die diskontinuierliche Dosierung der Aktivkohlesuspension noch folgende Vorteile gegenüber der kontinuierlichen Dosierung:
- Reduzierung der apparatetechnischen Ausrüstungen um Ansatzgefäß, Rührwerke, Dosierpumpen und Umwälzpumpen
- Verschleiß von Dosieranlagenteilen durch die abrasiven und elektrochemischen Eigenschaften des Aktivkohlepulvers kann nur am Injektor und den anschließenden Druckleitungen auftreten
- der Injektorbetrieb kann mit der vorhandenen Eigenwasserversorgung, erforderlichenfalls mit Einsatz einer Druckerhöhungspumpe, realisiert werden
- geringerer Bedien- und Wartungsaufwand
- Einsparung von Arbeitszeit.
Ausfuhrungsbelsplele
1. Ein Wasserwerk der Kapazität 48000m'/d mit 4 Filtern a 64m2 und einem F Il-Gehalt im Zulauf von 0,7 mg/l weist Beanstandungen auf, die den Aktlvkohlepulvereinsatz fordern.
Auszusprechenden Versucher· aim Einsatz von Aktivkohlepulver konnte mit folgendem Ergebnis die TGL-gerechte Trinkwasserproduktion unter Produktionsbedingungen gesichert werden. Traditionelles Verfahren: Dosierung von 10g/m3 Aktivkohlepulver kontinuierlich entsprechend der bekannten Verfahren in das Rohwasser vor den Filtern. Auf die Dosierung von Flockungs- und Flockungshilfsmitteln konnte verzichtet werden. Die mit dem traditionellen Verfahren verbundenen apparatetechnischen Ausrüstungen erfordern nohen Wartungs- und Instandhaltungsaufwand sowie Energieeinsatz auf Grund der Eigenschaften der Pulverkohle. Aus diesen Gründen wurde das
traditionelle Verfahren abgelöst durch nachstehendes, ebenfalls mit Erfolg in der Praxis dos Wasserwerkes erprobtes,Verfahren:
Der Bedarf des Wasserwerkes beträgt pro Tag bei der Dosierung von 10g/m3 480 kg Aktivkohlepulver. Diese 480 kg werden zur Vermeidung der o. g. Nachteile diskontinuierlich dosiert, indem der Tagesbedarf des Wasserwerkes in den Filterzulauf
innerhalb von wenigen Minuten mit Hilfe eines Injektors direkt aus der Transportverpackung des Herstellers (Rollsickeniässerä 80 kg Inhalt) dosiert wird. Zur Dosierung eines Fasses Aktivkohlepulver werden maximal 10 Minuten benötigt beientsprechender Wahl des Injektors und den Treibwasserbedingungen.
2. Ein Wasserwerk mit Schlammkontaktanlagen, die im Kalküberschußverfahren betrieben werden, benötigt pro Anlagenteil 320kg Aktivkohlepulver pro Tag. Das Aktivkohlepulver wurde kontinuierlich sowie auch diskontinuierlich in der sich ausbildenden Schlammkontaktzi ne deponiert. Da die Adsorptionsleistungen der Kohle nicht negativ durch die Dosierart beeinflußt werden, konnte entsprechend dem Ergebnis der Untersuchungen vor Ort folgendes diskontinuier'iche Dosierintervall empfohlen werden:
Ermittelter Bedarf an Aktivkohlepulver 320kg/d. Dieser Tagesbedarf wurde in Form ve λ 4 Fässern ä 80kg ir ι Laufe einer Stunde mittels Injektors dosiert.

Claims (1)

  1. Verfahren zum Dosieren von Aktivkohlepulver in Wasseraufbereitungs- und Abwasserbehandlungsanlagen mittels Injektorprinzips unter bewußter Ausnutzung der Depotwirkung von derartigen Anlagen, dadurch gekennzeichnet, daß die Aktivkohlesuspension als Adsorptionsmittel diskontinuierlich über eine Zuführungsleitung direkt in den Zulauf von Filter- oder Grobaufbereitungsanlagen gefördert, wobei die gesamte Dosiermenge des Zeitintervalls der diskontinuierlichen Förderung auf einmal aus dem Transport- und Lagerbehälter entnommen und dosiert wird.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Dosieren von Aktivkohlepulver in Anlagen der Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung.

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