DD268231A1 - Verfahren zum dosieren von aktivkohlepulver - Google Patents

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DD268231A1
DD268231A1 DD31146987A DD31146987A DD268231A1 DD 268231 A1 DD268231 A1 DD 268231A1 DD 31146987 A DD31146987 A DD 31146987A DD 31146987 A DD31146987 A DD 31146987A DD 268231 A1 DD268231 A1 DD 268231A1
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carbon powder
water
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DD31146987A
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Wolfgang Bunnemann
Wolfgang Huhn
Siegfried Mirke
Juergen Storm
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Wasserversorgung Abwasse
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Abstract

Die Erfindungen betrifft ein Verfahren zur Dosierung von Aktivkohlepulver in Anlagen der Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung. Das wesentlichste Merkmal der Erfindung ist die diskontinuierliche Dosierung des Aktivkohlepulvers. Dabei wird die auf die Wasserdurchsatzmenge bezogene erforderliche Aktivkohlepulvermenge, die bei der kontinuierlichen Dosierung gleichmaessig innerhalb eines bestimmten Zeitabschnittes dosiert wird, aus dem Transport- bzw. Lagerbehaelter mittels eines Injektors abgesaugt, mit dem Treibwasser zur Zugabestelle der Anlage gefoerdert, dort auf einmal dosiert und dabei die Depotwirkung der Anlage genutzt. Mit dem Verfahren der diskontinuierlichen Dosierung der Aktivkohlesuspension werden mindestens gleichwertige Eliminierungsleistungen hinsichtlich der den Aktivkohleeinsatz erfordernden Wasserinhaltsstoffe erreicht wie bei der kontinuierlichen Dosierung. Voraussetzung ist die Optimierung der Dosiermenge und des Dosierintervalls durch verfahrenstechnische Untersuchungen vor Ort.

Description

Titel der Erfindung
Verfahren zum Doaieren von Aktivkohlepulver
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft o»in Verfahren zum Dosieren von Aktivkohlepulver in Anlagen der Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung
Charakteristik des bekannten Standes der Teohnik
Die bekannton Verfahren zur Dosierung von Aktivkohlepulver in Anlagen der Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung beinhalten eine kontinuierliche Zugabe von Pulverkohlesuspension, die duroh Absaugen der Pulverkohle mittels Injektor aus Verpackungsbehältern und Förderung in ein Ansatzgefäß, laufende Herstellung der Suspension im Ansatzgefäß duroh Einsatz von Rührwerken und ständige Dosierung in die entsprechenden Aufbereitungsanlagen, wie z. B. Filter, Rezirkulatoren, Schwebefilter und Absetzbecken, realisiert wird. Dabei sind die Rührwerke im Ansatzgefäß, die Dosieranlagen im Dauerbetrieb zu fahren, damit das Absetzen des Aktivkohlepulvers vermieden wird.
Den bekannten Verfahren haften folgende Nachteile an: Duroh die abrasiven, elektrotechnischen und verbackenden Eigenschaften des Aktivkohlepulvers entsteht ein derartiger Verschleiß, daß die mit der Kohlesuspension in Berührung kommenden rotierenden bzw. sich bewegenden Anlagenteile mindestens einmal im Jahiersetzt werden müssen.Des weiteren ist eine ständige überwachung der Anlagenteile notwendig, um Verstopfungen und Verbackungen zu verhindern·
Diese Uberwaohungsarbeiten können nur unter schlechten Arbeitsbedingungen, d. h., unter Belästigung duroh Nässe, Aktivkohleschlamm und Aktivkohlestaub durchgeführt werden.
Die Reinigungsarbeiten von Kleidungsstücken, Maschinenteilen, Gebäudeteilen und des Bedienpersonals selbst sind sehr aufwendig· Der ständige Betrieb von Anlagenteilen, die das Verbacken und Absetzen der Aktivkohlesuspension verbinden sollen, erfordert einen hohen Verbrauoh von Elektroenergie·
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung iat es, die erforderlichen apparatetechnisohen Ausrüstungen zu reduzieren (Ansatzgefäße, Rührwerke, Dosier- und Umwälzpumpen), den Energieverbrauch bei der Dosierung zu senken, die ständige überwachung der Dosieranlago zu vermeiden, die Sohmutzbelästigung zu reduzieren, die Einsatzzeit der Dosieranlage zu verlängern und den Reinigungsaufwand des Bedienpersonals, der Gebäude- und Anlagenteile fcwie der Kleidungsstücke zu reduzieren.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe zur Erfindung besteht in einer technischen Lösung der Dosierung von Aktivkohlepulver in Anlagen der Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung wie z. B, Filter, Rezirkulatoren, Sohwefcöfilter und Abaetzbeoken, mit der die Mängel der bekannten Verfahren aur kontinuierlichen Dosierung von Aktivkohlepulver vermieden werden·
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das Aktivkohlepulver ^US dem Aktivkohlebehälter mittels Saugleitung des Injektors durch das Treibwasser über eine Förderleitung als Aktivkohlepulversusp; nsion direkt zur Zugabestelle der Aufbereitungsanlage gefördert und in ihr die Aktivkohle deponiert wird. Die Dosierung und der Transport der Aktivkohlesuspension erfolgt diskontinuierlich im Vergleich zur bisherigen kontinuierlichen Dosiermenge, d· h«, daß die gesamte Aktivkohlemenge, die bei kontinuierlicher Dosierung gleiohmäßig innerhalb eines bestimmten Zeitabschnittes dosiert wird, bei der diskontunier- liehen Dosierung auf einmal der Aufbereitungsanlage zugeführt wird·
Die erforderliche Aktivkohlemenge in Gramm pro Kubikmeter (g/m^), bezogen aui die Wasserdurchsatzmenge pro Tag, wird entsprechend der örtlichen Bedingungen (Menge der den Aktivkohleeineatz erfordernden Inhaltsstoffe im Rohwaaser, Zugabestelle der Aktivkohlesuspension, produktionstechnische Bedingungen) einmal oder öfter pro Tag dosiert
Die Ermittlung des Optimums Dosiermenge und Dosierintervall muß durch verfahrenstechnische Untersuchungen vor Ort erfolgen· Mit dem Optimum hinslohtlioh Dosiermenge und Dosierintervall werden In der Summe mindestens gleichwertige Eliminierungeleistungen bei den Wasserinhaltsstoffen, die den Aktivkohle einsät ζ erfordern, erreicht, wie bei der kontinuier-•liehen Dosierung. Dabei hat die diskontinuierliche Dosierung der Aktivkohlesuspension nooh folgende Vorteile gegenüber der kontinuierlichen Dosierung:
- Reduzierung der apparatetechnisohen Ausrüstungen um Ansatz* gefäß, Rührwerke, Dosierpumpen und Umwälzpumpen
- Verschleiß von Dosieranlagenteilen durch die abrasiven und elektrochemischen Eigenschaften des Aktivkohlepulvers kann nur am Injektor und den anschließenden Druckleitungen auftreten
- der Injektorbetrieb kann mit der vorhandenen Eingenwasserversorgung, erforderlichenfalls mit Einsatz einer Druckerhöhungspumpe, realisiert werden
- geringerer Bedien- und Wartungsaufwand
- Einsparung von Arbeitszeit
- 5 - Z6JIS1
AusfUhrungsbeispiele
1. Ein Wasserwerk der Kapazität 48000 mVd mit 4 Filtern a 64 m2 und einem F II-Gehalt im Zulauf von 0,7 mg/1 weist Beanstandungen auf, die den Aktivkohlepulvereinsatz fordern.
Aus entsprechenden Versuohen zum Einsatz von Aktivkohle· pulver konnte mit folgendem Ergebnis die TGL-gereohte Trinkwasserproduktion unter Produktionsbedingungen gesichert werden· Traditionelles Verfahrens
Dosierung von 10 g/m3 Aktivkohlepulver kontinuierlich entsprechend der bekannten Verfahren in das Rohwasser vor den Filtern. Auf die Dosierung von Flookungs- und Flockungshilfsmitteln konnte verzeichtet werden· Die mit dom traditionellen Verfahren verbundenen apparate technischen Ausrüstungen erfordern hohen Wartungsund Instandhaibungsaufwand sowie Energieeinsatz auf Grund der Eigenschaften der Pulverkohle· Aus diesen Gründen wurde das traditionelle Verfahren abgelöst durch nachstehendes,ebenfalls mit Erfolg in der Praxis des Wasserwerkes erprobtes, Verfahren:
Der Bedarf des Wasserwerkes beträgt pro Tag bei der Dosierung von 10 g/m^ 480 kg Aktivkohlepulver. Diese 480 kg werden zur Vermeidung der o. g. Nachteile diskontinuierlich dosiert in dem der Tagesbedarf des Wasserwerkes in den Filterzulauf innerhalb von wenigen Minuten mit Hilfe eines Injektors direkt aus der Transportverpackung des Herstellers (Rollsickenfässer a 80 kg Inhalt) dosiert wird« Zur Dosierung eines Fasses Akuivkohlepulvor werden macimal 10 Minuten benötigt bei entsprechender Wahl des Injektors und den Treibwasserbedingungen.
2. Ein Tasserwerk mit Schlammkontaktanlagen, die im Kalküberschußverfahren betrieben werden, benötigt pro Anlagenceil 320 kg Aktivkohlepulver pro Tag· Das Aktivkohlepulver wurde kontinuierlich sowie auch diskontinuierlich in der sich ausbildenden Schlammkontaktzone deponiert· Da die Adsorptionsleistungen der Kohle nicht negativ durch die Dosierart beeinflußt werden, konnte entsprechend dem Ergebnis der Untersuchungen vor Ort folgendes diskontinuierliche Doeierintervall empfohlen werden:
Ermittelter Bedarf an Aktivkohlepulver 320 kg/d· Dieser Tagesbedarf wurde in Form von 4 Pässern a 80 kg im Laufe . einer Stunde mittels Injektor dosiert·

Claims (1)

  1. Patentansprüche
    Verfahren zum Dosieren von Aktlvkohlepulver In Anlagen der Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung, daduroh gekennzeichnet, daß das Aktlvkohlepulver als Aktivkohlesuspension diskontinuierlich in kontinuierlich arbeitende Anlagen der Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung dosiert und die
    Depotwirkung der Anlagen genutzt wird·
DD31146987A 1987-12-28 1987-12-28 Verfahren zum dosieren von aktivkohlepulver DD268231B3 (de)

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DD268231B3 DD268231B3 (de) 1991-01-24

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4303379A1 (de) * 1993-02-05 1994-08-11 Du Pont Deutschland Verfahren und Vorrichtung zur Waschwasserrückführung bei der photographischen Verarbeitung

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DE4303379A1 (de) * 1993-02-05 1994-08-11 Du Pont Deutschland Verfahren und Vorrichtung zur Waschwasserrückführung bei der photographischen Verarbeitung

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DD268231B3 (de) 1991-01-24

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