DD268864A1 - Verfahren zur herstellung von mitteln fuer parenterale ernaehrung - Google Patents

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DD268864A1
DD268864A1 DD28020985A DD28020985A DD268864A1 DD 268864 A1 DD268864 A1 DD 268864A1 DD 28020985 A DD28020985 A DD 28020985A DD 28020985 A DD28020985 A DD 28020985A DD 268864 A1 DD268864 A1 DD 268864A1
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DD
German Democratic Republic
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parenteral nutrition
sodium bicarbonate
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liver
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DD28020985A
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Inventor
Guenther Boehm
Hartmut Senger
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Karl Marx Uni Buero Fuer Neuer
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Mitteln fuer die parenterale Ernaehrung mit aminosaeurehaltigen Infusionsloesungen. Das hergestellte Mittel ist insbesondere fuer die Ernaehrung von Kranken bei jeder Indikation zur totalen parenteralen Ernaehrung sowie von Neugeborenen mit niedrigem Geburtsgewicht und fuer Saeuglinge mit schlechter Gewichtsentwicklung auf der Basis einer Stoerung bzw. Krankheit in der Postnatalperiode geeignet. Aufgabe der Erfindung ist es, Mittel herzustellen, die eine verbesserte Ausnutzung fuer den Stoffwechsel des Patienten aufweisen und die Ausbildung negativer Folgen bei langzeitiger Anwendung verzoegern oder verhindern. Sie sollen eine hohe Bioverfuegbarkeit aufweisen. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass Natriumbicarbonat als waessrige Loesung einer an sich bekannten Infusionsloesung mit hohem Aminosaeuregehalt zugesetzt wird.

Description

Der Infusionslösung, die keinen Acetatpuffer enthäH, werden 840mg Natriumbicarbonat in wäßriger Lösung pro 500ml Infusionslösung zugesetzt. Dies erfolgt derart, daß eine gleichmäßige Verteilung gewährleistet ist.

Claims (4)

1. Verfahren zur Herstellung von Mitteln für parenterale Ernährung mit aminosäurehaltigen Infusionslösungen, gekennzeichnet dadurch, daß Natriumcarbonat als wäßrige Lösung einer an sich bekannten Infusionslösung mit hohem Aminosäuregehalt derart zugesetzt wird, daß eine gleichmäßige Verteilung gewährleistet ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Natriumbicarbonat-Zugabe 40mg bis 10CHmg pro 500ml Infusionslösung beträgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Natriumbicarbonat-Zugabe etwa 840 mg pro 500 ml Infusionslösung beträgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß der im Nahrungsgemisch enthaltene Acetatpuffer gegen Natriumbicarbonat ausgetauscht wird.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Mitteln für die parenteral^ Ernährung mit aminosäurehaltigen Infusionslösungen. Die mit dem Verfahren hergestellten Mittel sind insbesondere für die Ernährung von Kranken bei jeder Indikation zur totalen parenteralen Ernährung sowie von Neugeborenen mit niedrigem Geburtsgewicht (Frühgeborene und hypotrophe Neugeborene) und für Säuglinge mit schlechter Gewichtsentwicklung auf der Basis einer Störung bzw. Krankheit in der PostnatalperioJe geeignet.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Trotz intensiver Bemühungen zur Verbesserung der Infusiorislösungen ist es bisher nicht gelungen, eine Mischung von Aminosäuren herzustellen, die nach langer Anwendung nicht zu Symptomen einer intrahepatischen Cholestase führt. Eine wesentliche Ursache ist vermutlich eine Beeinflussung der Cholerese in der Leber durch zu hohe Aminosäurenkonzentrationen im Blut, die bei totaler parenteraler Ernährung nicht zu verhindern sind. Das Wesen der Veränderung der Leberfunktion bei der intrahepotischen Cholestase durch Aminosäuren besteht in einer verminderten Aufnahme der Leberzc'len von Gallensäuren aus dem Blut und damit verbunden einer schlechteren Gallensekreiion ins Duodenum. Dies hat regulatorisch eine verminderte Stimulation des ex-jkrinen Pankreas und eine verschle< hterte Fettverdauung zur Folge, «uch ist die Aufnahme der Aminosäuren in die Leber behindert.
Ziel der Erfindung
Die Erfindung hat die Schaffung eines Verfahrens zur Herstellung von solchen fv.itteln zum Ziel, die die metabolische Verwertung parenteral applizierter Nahrungsmittel, insbesondere Aminosäuregemische, verbessern und die Entstehung intrahepatischer Cholestasen als Folge langzeitiger parenteraler Ernährungen zurückdrängen bzw. verhindern. Damit soll auch die Bioverfügbarkeit der angebotenen Nahrungsmenge verbessert werden, so daß weniger mit höherem Nutzeffekt eingesetzt werden kann.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Herstellung von Mitteln für die parenterale Ernährung zu schaffen, wobei die hergestellten Mittel mit einem hohen Anteil freier Aminosäuren eine verbesserte Ausnutzung für den Stoffwechsel des Patienten aufweisen und sich die Ausbildung negativer Folgen bei langzeitiger Anwendung verzögern oder verhindert werden soll. Das gemäß des Verfahrens hergestellte parenterale Nahrungsmittel soll eine hohe Bioverfügbarkeit aufweisen und nur körpereigene Stoffe in physiologisch verträglicher Menge enthalten.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß Natriumbicarbonat als wäßrige Lösung einer an sich bekannten Infusionslösung mit hohem Aminosäuregehalt derart zugesetzt wird, daß eine gleichmäßige Verteilung gewährleistet ist. Es wurde gefunden, daß Natriumbicarbonat in hervorragender Weise geeignet ist, Mittel für die parenterale Ernährung zu verbessern. Diese Substanz führt zu einer regulatorisohen Veränderung, die zu einer verbesserten Aufnahme von Aminosäuren in die Leberzelle führt. Dabei steigt unter bestimmten Bedingungen die anabole Stoffwechselleistung, und die Gewichtsentwicklung z. B. von Säuglingen wird verbessert. Gleichzeitig werden die Gallensäureclearence in der Leber und die Cholerese verbessert. Damit werden die bei Aminosäureüberangebot möglichen Bedingungen für eine metabolisch regulierte Cholestase verhindert. Durch die verbesserte Cholerese ist die Gallenkonzentration im Duodenalsaft erhöht, und damit sind günstigere Bedingungen für ein 3 partiell enterale Ernährung gegeben. Mitunter ist es vorteilhafter, eine Infusionslösung zur totalen parenteralen Ernährung gleichzeitig intragastral zu applizieren. Das erfindungsgemäße Verfahren hat den Vorteil, daß es die Aufgabe mit eini.m Mittei löst, das als physiologische Substanz ohne zu erwartende Nebenwirkungen in die Stoffwechselregulation eingreift und sowohl die Bioverfügbarkeit verbessert als auch vor Spätschäden schützt. Zur Herstellung des Mittel." hat βε sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Natriumbicarbonat-Zugabe 40mg bis 1000mg, vorzugsweise etwa 840mg, pro 500ml Infusionslösung beträgt. Weiterhin ist es günstig, wenn der im Nahrungsgemisch enthaltene Acetatpuffer gegen Natriumbicarbonat ausgetauscht wird.
DD28020985A 1985-09-02 1985-09-02 Verfahren zur herstellung von mitteln fuer parenterale ernaehrung DD268864A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0497724A1 (de) * 1991-01-26 1992-08-05 Senju Pharmaceutical Co., Ltd. Mittel zur Zersetzung von Gallensteinen

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