DD269584A1 - Verfahren zur erzielung des haftverbundes zwischen polyurethanhartschaum und verzinkten oder zinkhaltigen oberflaechen - Google Patents

Verfahren zur erzielung des haftverbundes zwischen polyurethanhartschaum und verzinkten oder zinkhaltigen oberflaechen Download PDF

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DD269584A1
DD269584A1 DD31174387A DD31174387A DD269584A1 DD 269584 A1 DD269584 A1 DD 269584A1 DD 31174387 A DD31174387 A DD 31174387A DD 31174387 A DD31174387 A DD 31174387A DD 269584 A1 DD269584 A1 DD 269584A1
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zinc
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galvanized
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polyurethane foam
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DD31174387A
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Harald Bittorf
Wolfgang Mueller
Diethart Deml
Heinz Kraemer
Rolf Heidecke
Original Assignee
Dessau Waggonbau Veb
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Abstract

Die Erfindung betrifft speziell ein Verfahren zur Erreichung eines sicheren und korrosionsbestaendigen Haftverbundes zwischen verzinkten bzw. zinkhaltigen Oberflaechen und Polyethanhartschaum. Die Erfindung verfolgt das Ziel und loest die Aufgabe, der Entwicklung eines kostenguenstigen Verfahrens zur Herstellung eines genuegend festen und korrosionssicheren Haftverbundes zwischen Polyethanhartschaum und den verzinkten oder zinkhaltigen Oberflaechen. Erfindungsgemaess werden die zum Verbund mit dem Schaumstoff vorgesehenen verzinkten oder zinkhaltigen Oberflaechen mit einer Loesung behandelt, die sich zusammensetzt ausa) 92,0 bis 99,3 Gewichtsanteilen einer Mischung, hoehermethylierter Benzolkohlenwasserstoffe mit teilweise wasserloeslichen Loesungsmitteln, wie Butylenglykol,b)0,5 bis 3,0 vorzugsweise 0,8 bis 2,0 Gewichtsanteilen konzentrierter Phosphorsaeure (mind. 75%),c)0,2 bis 5,0 vorzugsweise 0,5 bis 1,5 Gewichtsanteilen eines in Butylazetat und in aromatischen Loesungsmitteln loeslichen Keton-Formaldehyd-Kondensationsharzes, dessen Erweichungspunkt oberhalb 90C liegt.Anschliessend wird, wie bekannt, ein Teerepoxidharzanstrich als Korrosionsschutz und Haftvermittler aufgebracht.

Description

Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bekannte Verfahren zur Herstellung von Verbundbauteilen sehen vor, die Deckschichten vor dem Ausschäumen der Verbundbauteile mechanisch aufzurauhen und/oder mit einem Klebstoff auf Epoxidharz-Polyester oder Polyurethanbasis zu versehen sowie bei hochbelasteten Bauteilen außerdem durch Beschichten der Klebstoffschicht mit PVC-PuIver, durch Beflocken mit geeigneten Fasern oder durch aufgelegte Faservliesbahnen den Haftverbund zwischen den Schaumstoff und den Deckschichten zu verbessern. Diese Verfahren haben den Nachteil des hohen Kostenaufwandes und des ungenügenden Korrosionsschutztes. Letztgenannter Nachteil ist insbesondere dann von Bedeutung) wenn die Bauteile, wie im Kühlfahrzeugbau, durch extreme Temperaturunterschiede zwischen innere' und äußerer Deckschicht belastet werden. Mit der DD-PS 88109 wurde ein Verfahren bekannt, das einen für seine guten Korrosionsschutzeigenschaften bekannten Teerepoxidharzanstrich gleichzeitig als Haftvermittler vorsieht. Dieses an sich kostengünstige und zu ausreichend korrosionssicherem Haftverbund führende Verfahren ist jedoch nicht anwendbar, wenn die Deckschichten eine verzinkte oder stark zinkhaltige Oberfläche besitzen, auf der organische Beschichtungen nur unzureichend haften. Eine mit der DD-PS 227660 vorgesehene Lösung gewährleistet nicht den angestrebten Effekt.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist ein kostengünstiges Verfahren, das bei Verwendung von verzinkten oder zinkhaltigen Deckschichten einen ausreichend korrosionssicheren und festen Haftverbund zwischen Schaumstoff und den Deckschichten gewährleistet.
Darlegung des Wesens der Erfindung
— Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, das für die Herstellung von Verbundbauteilen bekannte Verfahren speziell in den dem Ausschäumprozeß vorangehenden Verfahrensschritten so zu vervollkommnen, daß mit Sicherheit bei geringem Kostenaufwand ein ausreichend korrosionssicherer und fester Haftverbund zwischen Polyurethanhartschaum und verzinkten bzw. zinkhaltigen Oberflächen der Deckschichten entsteht.
— Erfindungsgemäß wird auf die verzinkten bzw. zinkhaltigen Oberflächen, sofern sie nicht durch abnormale Zinkkorrosionsprodukte verunreinigt sind, auf der für die Haftung des Polyurethanhartschaumes vorgesehenen Fläche ohne gesonderte Vorbehandlung eine Lösung, bestehend aus einem homogenen Gemisch von
a) 92,0 bis 99,3 Gewichtsanteilen einer Mischung höhermethylierter Benzolkohlanwasserstoffe mit teilweise wasserlöslichen
Lösungsmitteln, wie Buthylglykol,
b) 0,5 bis 3,0 vorzugsweise 0,8 bis 2,0 Gewichtsanteilen konzentrierter Phosphorsäure (mind. 75%),
c) 0,2 bis 5,0 vorzugsweise 0,5 bis 1,5 Gewichtsanteilen eines Keton-Formaldehyd-Kondensationsharzes, dessen
Erweichungspunkt oberhalb 90°C liegt und das in Butylazetat und aromatischen Lösungsmitteln löslich ist. durch Tauchen, Streichen, Spritzen, jedoch vorzugsweise durch Besprühen mit der Spritzpistole aufgetragen. Anschließend wird die applizierte Schicht bei Temperaturen zwischen 15°C und 40°C, vorzugsweise bei 250C getrocknet. Nach dem Trocknen erfolgt in bekannter Weise und durch bekannte Verfahren die Beschichtung mit Teerepoxidharz und die Trocknung dieser Anstrichschicht zwischen 5°C und 85°C, vorteilhaft bei 5O0C. Die Trockenschichtdicke des Teerepoxidharzanstriches soll mindestens 60μιη und höchstens 300μιη, vorzugsweise 100 bis 150pm betragen. Nach dem Trocknen werden die erfindungsgemäß behandelten Schichten in bekannter Weise in einer Ausschäumvorrichtung fixiert und das Polyurethanhartschsumreaktionsgemisch zwischen die Deckschichten eingebracht, wobei der aushärtende Polyurethanhartsch'.j η mit dem erfindungsgemäß vorbehandelten Deckschichten einen festen Verbund bildet.
Ausführungsbeispiel
Ein plattenförmiges Verbundbauteil soll mit Deckschichten aus verzinktem Stahlblech ausgeführt werden. Die Deckschichten v/erden in Bauteilgröße aus verzinktem Stahlblech vorgefertigt.
Gemäß der Erfindung wird die für den Verbund mit Polyurthanschaum vorgesehene Innenseite der Deckschichten mit einem geeigneten Spritzgerät mit einer Lösung besprüht, die als homogene Mischung von 97,5 Gewichtsanteilen einer Komponente a, bestehend aus einer Mischung von 65%tri-»etra- oder höhermethylierten Benzolkohlenwasserstoffen und 35% Buthylenglykol, 1,5 Gewichtsanteilen einer Komponente b in Form mindestens 75%-ige; Phosphorsäure und 1 Gewichtsanteil einer Komponente c in Form eines in Butylazetat und in aromatischen Lösungsmitteln löslichen Keton-Formaldehyd-Kondensationsharzes, dessen Erweichungspunkt oberhalb 90°C liegt, wie Cyclohexanon- oderMethylcyclohexanonformaldehyd-Kondensationsharz hergestellt wurde. Nach dem Trocknen der so aufgetragenen Mischung bei 250C erfolgt durch Spritzen auf die Trockenschicht der Auftrag eines als Korrosionsschutz und als Haftvermittler bekannten Teerepoxidharzanstriches, der eine Trockenschichtdicke von 100 bis 150pm besitzen soll.
Nach dem Trocknon der Teerepoxidharzschicht bei Temperaturen von etwa 5O0C werden die in beschriebener Weise vorbehandelten Deckschichten in eine Ausschäumvorrichtung eingelegt und in bekannter Weise durch ein zwischen die Deckschichten eingebrachtes Polyurethanschaum-Reaktionsgemisch bei Aushärtung desselben zu einen hohbelastbaren Bauteil verbunden.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Erzielung des Haftverbundes zwischen Polyurethanhartschaum und verzinkten oder zinkhaltigen Oberflächen bei Verwendung von Teerepoxidharzanstrichen als Haftvermittler, gekennzeichnet durch, die vor dem Auftrag des Teerepoxidharzanstriches erfolgende Behandlung der Zink- bzw. zinkhaltigen Oberflächen mit einer Lösung, bestehend aus 0,5 bis 3 Gew.-% konzentrierter Phosphorsäure (mind. 75%), 0,2 bis 5 Gew.-% eines in Butylazetat und in aromatischen Lösungsmitteln löslichen Keton-Formaldehyd-Kondensationsharzes, dessen Erweichungspunkt oberhalb 900C liegt und 92-99,3 Gew.-% eines Lösungsmittelgemisches aus höhermethylierten Benzolkohlenwasserstoffen und teilweise wasserlöslichen Lösungsmitteln, der Trocknung dieser Beschichtung bei Temperaturen zwischen 15 und 4O0C, dem nachfolgenden Auftrag des Teeropoxidharzanstriches mit einer Schichtdicke von 60 bis 300μιη und dessen Trocknung bei Temperaturen zwischen 5 und 850C.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzielung des Haftverbundes zwischen Polyurethanhartschaum und verzinkten bzw. zinkhaltigen Oberflächen, speziell betrifft sie ein Verfahren zur Erzielung eines aolchen Haftverbundes bei der Herstellung von Verbundbai -teilen.
DD31174387A 1987-12-30 1987-12-30 Verfahren zur erzielung des haftverbundes zwischen polyurethanhartschaum und verzinkten oder zinkhaltigen oberflaechen DD269584A1 (de)

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