DD269637A1 - Nichtwaessrige niedrigviskose spinnpraeparation fuer hochfeste faeden - Google Patents

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DD269637A1 DD25853983A DD25853983A DD269637A1 DD 269637 A1 DD269637 A1 DD 269637A1 DD 25853983 A DD25853983 A DD 25853983A DD 25853983 A DD25853983 A DD 25853983A DD 269637 A1 DD269637 A1 DD 269637A1
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Juergen Peschel
Klaus-Dieter Ahlers
Edelgard Breitfelder
Siegfried Drescher
Juergen Helbig
Frank Jenke
Walter Kraus
Ernst-Peter Schmidt
Joachim Speichert
Heidemarie Spiess
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Guben Chemiefaserwerk
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine nichtwaessrige niedrigviskose Spinnpraeparation fuer hochfeste Faeden vom Kordseidentyp. Ziel der Erfindung ist es, durch eine nichtwaessrige niedrigviskose Spinnpraeparation einwandfreie Verarbeitungseigenschaften von hochfesten technischen Faeden zu ermoeglichen. Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine nichtwaessrige niedrigviskose Spinnpraeparation fuer hochfeste technische Faeden, die nach dem Spinn-Reck-Windeverfahren hergestellt werden, zu schaffen. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe durch eine Spinnpraeparation geloest, die ein synergistisch wirkendes Gemisch darstellt ausa) einem Alkylpolyglykoletherb)einem Isoalkylarylpolyglykolether,c)einem Trimethylolaethandiester oder -propantriester oder Pentaerythrittetraester,d)einem Alkylenglykoldiester unde)einem Alkylpolyglykoletherphosphorsaeureestersalz-Gemisch, wobei der Anteila) 1-15%,b) 1-15%,c)35-45%,d)30-40% unde) 1-10%betraegt. Das Anwendungsgebiet der Erfindung ist die Polyamid- und Polyesterkordseidenherstellung nach dem SRW-Verfahren.

Description

2. Nichtwäßrige niedrigviskose Spinnpräparation nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Gemisch vorzugsweise zu
10% aus der Komponente (a), 10% aus der Komponente (b), 40% aus der Komponente (c), 35% aus der Komponente (d) und zu 5% aus der Komponente (e) besteht.
3. Nichtwäßrige niedrigviskose Spinnpräparation nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß im Gemisch die Komponenten (a) und (b) zu gleichen Teilen vorliegen.
4. Nichtwäßrige niedrigviskose Spinnpräparation nach Punkt 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß im Gemisch die Komponente (c) zu 7 bis 9 Teilen und die Komponente (d) zu 6 bis 9 Teilen vorliegt.
5. Nichtwäßrige niedrigviskose Spinnpräparation nach Punkt 1 bis 4, gekennzeichnet dadurch, daß im Gemisch die Komponenten (a), (b), (c), (d) und (e) zu 1:1:8:7:0,5 Teilen vorliegen.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine nichtwäßrige niedrigviskose Spinnpräparation für hochfeste mattierte und mikromattierte Fäden vom Kordseidentyp, die nach dem Spinn-Reck-Windeverfahren erzeugt und zur Herstellung von Reifencorden und technischen Garnen verwendet worden.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Die Herstellung hochfester, mattierter und mikromattierter technischer Fäden nach modernen Verfahren, zum Beispiel dem Spinn-Reck-Windeverfahren, stellt höchste Anforderungen an solche Eigenschaften der Spinnpräparation wie hohe Temperaturbeständigkeit, gute Applikationsviskosität zu Sinterkorundpräparationswalzen und zum Faden hei möglichst niedriger Applikationstemperatur, geringe Abdampfverluste, niedriger Wassergehalt, guter Fadenschluß bei ausgewogenen Haft- und GIe ^eigenschaften zur Erzielung eines einwandfreien Spulenaufbaus, keine Klebeneigung an den Präparationswalzen und Faden'dit- und -führungsorganen, gute Antistatikeigenschaften, keine Ablagerungserscheinungen und andere. So wird ir der US 3248258 eine Polyamidkordpräparation vorgeschlagen, die 90-97% eines Fettsäureesters und 3-10% eines Alkylphenolpolyglykolethers enthält. Nach eier GB 104082 besteht die Präparation aus 65% Isobutylpalmitat, 10% Natrium-bis-(2-ethyh exyl-)sulfosucciuat, 10% Laurinsäure mit 13 Ethylenoxideinheiten im Molekül, 15% Mono- und Dioleylphosphorsäurekaliumsalz. Diese Präparation wird bei 60°C auf die Fäden appliziert und weist bei der Applikati jnstemperstur eine Viskosität von 3OmPa-S auf. In der GB 1120389 wird eine Polyamidkordpräparation genannt, die beispielsweise aus 89,5 Teilen Polyoxy-i^-propylenglykolbutylether.iOTeilenPolyoxyethylenglykolmonolaurat und 0,5 Teilen N-Phe;iyl-naphthylamin besteht und bei 850C wasserfrei auf die Fäden appliziert wird. Eine weitere Kordpräparation wird in der DE 2022662 beschrieben, die aus einem a-Sulfofettsäureester, zum Beispiel einem Diethanolaminsalz der a-Sulfopalmitinsäure und ethoxylierten Tridekanol oder Dekanol sowie einem Fettsäureester, zum Beispiel'Hexadecylstearat, besteht. Die in diesen Erfindungsbeschreibungen vorgeschlagenen Präparationsmittel weisen jedoch einige Nachteile auf, die sich ungünstig auf die Verarbeitungseigenschaften, insbesondere auf den Spinn-Reck-Windeprozeß auswirken. So weisen diese Präparationen eine noch zu hohe Appükationsviskosität, störende und erhöhte Abdampfverluste, fehlende oder geringe antistatische Wirkung auf und müssen teilweise in wäßriger Phase appliziert werden, was nicht wünschenswert und beim Spinn-Reck-Windeverfahren ökonomisch ungünstig ist. Für das Bedienpersonal führt dies zu einer starken Belastung und zu einem erhöhten Kontrollaufwand. Zur Gewährleistung guter Laufeigenschaften beim Spinn-Reck-Windeprozeß und weiter in der textlien Weiterverarbeitung müssen alle anwendungstechnischen Forderungen mit einer nichtwäßrigen niedrigviskosen Spinnpräparation realisiert werden.
In der GB 1120389 wird zwar eine wasserfreie Präparation vorgeschlagen, die jedoch eine zu hohe Applikationsviskosität und -temperatur aufweist und boi der Verarbeitungstechnologie des Spinn-Reck-Windeprozesses zu Ablagerungserscheinungen und Abdampfverlusten führt, die wiederum die Haft-Gleiteigenschafen zwischen den Fäden und den fadenführenden Organen ungünstig beeinflussen.
ZIe! eier Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, durch eine nichtwäßrige, niedrigviskose Spinnpräparation einwandfreie Verarbeitii.'gseigenschaften von hochfesten technischen Fäden, die nach dem Spinn-Reck-Windeverfahren hergestellt werden, zu ermöglichen, wobei die Verfügbarkeit der Präparationskomponenten ökonomisch technisch und technologisch vertretbar sein muß uni die Arbeitsbedingungen für das Bedienpersonal verbessert werden.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine nichtwäßrige niedrigviskose Spinnpräparation für hochfeste technische Fäden, die nach dem Spinn-Reck-Windeverfahren hergestellt werden, zu schaffen, die nachfolgend zu Reifenkorden und technischen Seiden weiterverarbeitet werden.
Erfindungsgemäß wird dio Aufgabe durch eine nichtwäßrige niedrigviskose Spinnpräparation für hochfeste technische Fäden gelöst, die Gleitmittel, Emulgatoren, Netzmittel und andere Additive enthält und charakterisiert ist durch ein synergetisch wirkendes Gemisch aus
a) einem Alkylpolyglykolether der Formel
R-O-(CHj-CH2-O)nH,
in der R einen geradkettigen und aliphatischen Alkylrest mit 10 bis 22 Kohlenstoffatomen und η eine Zahl von 4 bis 10 bedeutet,
b) einem Isoalkylarylpolyglykolether der Formel
R1 -O" ° " (GH2 * °H2 *
in der Ri einen verzweigtkettigen aliphatischen Alkylrest mit 7 bis 15 Kohlenstoffatomen und η eine Zahl von 4 bis 16 ist,
c) einem Ester aus einem mehrwertigen Alkohol und einer gesättigten oder ungesättigten höheren Monocarbonsäure, vorzugsweise einem Trimethyloläthantriester, Trimethylolpropantriester oder Pentaerythrittetraester von Kokosvorlaufsäure, Laurinsäure, Ölsäure, Stearinsäure, Isostearinsäure, Palmitinsäure, n-Kaprylsäure, Pelatgonsäure, n-Kaprinsäure.
d) einem Alkylenglykoldiester der Formel
R3-O-CH2-Rj-OH7-O-R4,
worn R2 einen Alkylenrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, Rj und R4 einen Kokosölvorlaufsäure-, Laurinsäure-, Ölsäure-, Stearinsäure-, Isostearinsäure· oder Palmitinsäurerest bedeuten, wobei R3 und R4 gleich oder verschieden sein können,
e) einem Alkylpolyglykoletherphosphorsäureestersalz-Gemisch, bestehend aus einer Verbindung der Formel
0 R5-O-(CH2-CH2-O)n-CH2-O-P-O0 x* Monoeateraalz
oV
und/oder einer Verbindung der Formel
0 /H5-0-(CH2-CH2-O)n-CH2-0H2-072 - P Diestersalz
worin R5 einen Alkylrest mit 10 bis 20 Kohlenstoffatomen, einen iso-Alkyl- oder iso-Alkylarylrest mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen und χ die Alomgruppen
φ Φ ψ φ
Hy J \_=rrr/ J O L ( J J.U J ( J
und HN-(Rg)3 bedeuten, worin R8 einen Alkylrest mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen darstellt und η eine ganze Zahl von 1 bis 10 ist. Jede dieser Verbindungen ist für sich als auch im Gemisch untereinander anwendbar.
Bevorzugt werden jedoch Mischungen von Monoestersalz:Diestersalz im Verhältnis 2:8 bis 1:10 im wirksamen Präparationsgemisch.
Die Komponenten (a) und (L>; stellen glatte beziehungsweise stumpfe Emulgatoren dar. Die Komponente (a) ist dabei ein polyglykolarmer oxäthylierter höheraliphatischer Ether der angegebenen Formel.
Vorteilhaft stellt R einen gesättigten oder ungesättigten geradkettigen aliphatischen Alkylrest mit 10 bis 22 Kohlenstoffatomen dar. Die Anzahl der Ethylenoxideinheiten beträgt 4 bis 10
Derartige Ether sind ausgezeichnete glatte Emulgatoren und Netzmittel.
Bevorzugte Vertreter entsprechend der allgemeinen Formel sind Decylpolyglykolether mit β Ethylenoxideinheiten, Dodecyipolygly.'-.olether mit 8 Ethylenoxideinheiten, Hexadecylpolyglykolether mit 10 Ethylenoxideinheiten im Molekül usw., die meistens jedoch nicht rein sondern im Gemisch mit anderen Ethern vorliegen.
Außer diesen glatten Emulgatoren weist die Präparation noch eine wirksame Menge eines stumpfen Emulgators aus der Reihe der Isoalkylarylpolyg ykolether-Komponente (b)- der angegebenen Formel auf. Bevorzugt stellt dabei Ri einen verzeigtkettigen aliphatischen Alkylrest dar, der 7 bis 15 Kohlenstoffstome enthält, wobei η eine Zahl von 4 bis 10 ist. Als bevorzugte Vertreter dieser Emulgatoren seien folgende beispielsweise genannt: iso-Heptylaiylpolyglykolether mit 4 Ethylenoxideinheiten, iso-Oktypolyglykolether mit 10 Ethylenoxideinheiten, iso-Hexapentylpolyglykolether mit 16 Ethylenoxideinheiten im Molekül usw. Diese Ether dienen als stumpfe Emulgatoren und Netzmittel zur Vervollständigung der Erzielung einer guten
Emulsionsbeständigkeit und guter Haft-Gleiteigenschaften. Das Verhältnis von glatten und stumpfen Emulgatoren sollte im
wirksamen Präparationsgemisch 1:1 betragen und ihr Gesamtanteil 30% nicht übersteigen.
Die Komponenten (c) und (d) sind hochwirksame Esteröle und bilden den Hauptteil des Präparationsgemisches. Als Vertreter dar Komponente (c) seien stellvertretend genannt: Trimethylolethantrilaurat, Trimethylolethantrioleat.Trimethylolpropantristearat, Trimeihylolpropantri-iso-stearat, Trimethylolpropan-trikaprylat, -tripelargonat, -trikaprlnat, Pentaerythrittetrapalmitat, Pentaerythrittetrastearat, Pentaerythrittetrakaprylat, -pelargonat, -kaprinat. Typische Vertreter der Komponente (d), die eingesetzt werden, sind:
n-Propylenglykoldilaurat, n-Propylenglykoldioleat, iso-Pentylenglykoldioleat, n-Butylenglykoldistearat, n-
Pentylenglykoldioleat, n-Decylenglykoldipalmitat usw. Der Anteil der Komponente (c) liegt zwischen 35 und 45% und der der Komponente (d) zwischen 30 und 40%, bezogen auf die Gesamtmenge der Präparation. Im wirksamen Präpsrationsgemisch ist die Komponente (c) zu 7 bis 9 und die Komponente (d) zu
6 bis 9 Teilen enthalten.
Zur Erzielung guter antistatischer Eigenschaften wird der Spinnpräparation noch ein Alkylpolyglykoletherphosphorsäureesteisalz-Gemisch darangegebenen Formel hinzugefügt. Die Menge sollte jedoch 10%,
bezogen auf die Gesamtmenge an Präparation, nicht übersteigen.
Als Vertreter dieser Verbindungsklasse haben sich bewährt: ClO-16H21-33~°""(CH2'*0H2'"O)7*"0H2"C!H2'"0"*^>"O"NH3 G4H9 (Mot10" AOH eetereeXa)
und das entsprechende Diestersalz
(CG)C0
Q (Mono-C^-fco-O oatersalz)
und das entsprechende Diestersalz.
Als hervorragend wirksam hat sich ein solches Präparationsgemisch erwiesen, in welchen der Alkylpolyglykoiether
[Komponente (a)] und der Isoalkylarylpoiyglykolether [Komponente (b)] in Mengen zu je 10% vorliegen. Der Ester aus einemmehrwertigen Alkohol und einer Monocarborisäure [Komponente (c)J ist vorteilhaft in Mengen von 40% und der
Alkylenglykoldiester [Komponente (d)] von 35% vorhanden. Schließlich wird noch ein Alkylpolyglykoletherphosphorsäureesiersalz-Gemisch [Komponente (e)j al« antistatisch wirkendes Mittel in Konzentrat!'· ,,en
von 5% hinzugefügt.
Es wurde gefunden, daß die bei den hohen Arbeitstemperaturen \ on 200"C an sich zur Vergiibur.g neigenden kurzkettigen Esteröle [Komponente (c) urd (d)] in Kombination mit den übrigen Bestandteilen der Präparation dieser hohen Temperaturbelastung standhalten und keine Zersetzungserscheinungenzeigon. Diese gute thermische und chemische Stabilität
zeigt sich in geringen Abdampfverlusten und darin, daß keine Abiagerungs- und Klebeerscheinungen an den fadenführenden
Organgen sowie korund- und gummibeschichteten Andruckrollen, insbesondere beim Spinn-Reck-Windeverfahien auftreten. Sind die er'.indungsgemäßen Komponenten in den angegebenen Mengen in der Präparation enthalten, so werden diese Eigenschaften ergänzt durch gutes Benetzungsvermögen zur Präparationswalze und zum Faden, durch gutan Fadenschluß bei
ausgewogenen Haft-Gleit-Vei halten, sowie durch gummifreundliches und antistatisches Verhalten für hochfeste technischeFäden.
Im synergetischen Zusammenwirken der erfindungsgemäßen Esteröle mit den übrigen Komponenten der Präparation,
insbesondere der glatten und stumpfen Emulgatoren [Komponenten (a) und (b)! war ein weiterer und überraschender Effekt zubeobachten. Die an sich höherviskosen Emulgatoren liefern im Zusammenwirken mit den erfindungsgernäßen Esterölorf eine
Applikationsviskosität, die bei 60 bis 80°C zwischen 8 und 12 mPa · s beträgt und den Zusatz von Wasser ode; anderer Verdünnungsmittel zum Erreichen der erforderlichen Applikationsviskosität nicht mehr notwendig macht. Man erhält eine
nichtwäßrige niedrigviskose Spinnpräparation, die unverdünnt auf die hochfesten technischen Fäden vom Kordseidentyp, dionach dem Spinn-Reck-Windeverfahren hergestellt werden, aufgebracht werden kann.
Weiterhin weist die erfindungsgemäße Spinnpräparation gute antistatische Eigenschaften auf, Jie durch ehun spetiftschen
elektrischen Widerstand von kleiner als 1010 Chm cm bei 30% relativer Luftfeuchtigkeit gekennzeichnet sind. Ihr Flammpunktbeträgt mindestens 2000C, ihr Steckpunkt liegt unterhalb +1O0C, ihre Lagerbeständiykeit beträgt bei einem Temperaturbereichzwischen 10 und 30°C mindestens 12 Monate.
Die gebrauchsfähige Präparation läßt sich durch einfaches Mischen der einzelnen Komponenten unter erhöhter Temperatur,
vorzugsweise zwischen 30 bis 40"C, hersteilen.
Ausführungsbeispiel Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispi«. näher erläutert werden. Auf einer Spinn-Reck-Windeanlage wird ein hochfester technischer Polyamidkordfaden von 188 tex f 280 ersponnen, gekühlt,
über Präparationswalzen geleitet, verstreckt und aufgewunden. Die Kordfäden werden unabhängig voneinander mit dererfindungsgemäßen Präparationskomposition (Variante A) und drei Vergieichspräparationen (Varianten B, C und D) untergleichen Bedingungen präpariert.
Die erfindungsgemäße Präparationskomposition (Variante A) setzt sich wie folgt zusammen: Komponente (a): 10% Alky!polyglykolether mit 8 Ethylenoxideinheiten, Alkylreste stellen ein Gemisch aus
10-1 β Kohlenstoffatomen dar, Komponente (b): 10% Isoalkylpolyglykolether mit 12 Ethylenoxideinheiten, Isoalkylreste stellen ein Gemisch aus
7-15 Kohlenstoffatomen dar. Komponente (c): 40% Trimethyloipropantriester von höheren geradkettigen gesättigten Monokarbonsäuren mit
bis 10 Kohlenstoffatomen, Komponente (d): 35% Propylenglykoldioleat, Komponente (e): 5%Alkylpolyglykoletherphosphorsäureestorsalz-Gemischbestehend aus 2 Teilen einer Verbindung der Formel
C10-l6H21-33-°-(GH2~CH2-°>7
fi e a -GH2-CH2-O-P-O -NH3G4H9
Monoesteraalz
und 8 Teilen einer Verbindung der Formel
i-m
df
Diester aalz
Die VergleichspräparatiorKTi setzen sich wie folgt zusammen:
Variante B:
b) 20% Isoalkylaiylpolyglykolether mit 12 Ethylenoxideinheiten Isoalkylreste stellen ein Gemisch mit 7 bis 15 Kohlenstoffatomen dar,
c) 75%Trimethylolpropantriester einer gesättigten geradkettigen Monokarbonsäure rnit 8 bis 10 Kohlenstoffatomen
e) 5%Alkylpolyglykoletherphosphorsäureestersalz-Gemisch der Formel
R-O-(CH2-CH2-O)7-CH2-CH2-C P-O-NH3C4H9 (Mono-
(fww-rtu eiiteraalz)
R = C10H21-C16H33
Variante C:
a) 10% Alkylpolyglykolether wie in Variante A
b) 10% Isoalkylarylglykolether entsprechend Variante 1, aber mit 15 Ethylenoxideinheiten
c) 75% Trimethyloipropantriester entsprechend Variante A
e) 5% Phosphorsäureestersalz entsprechend Variante A
Variante D:
Komponenten (a), (b) und (e) wie in Variante C
c) 40%Trimethylolpropantriester entsprechend Variante A
Als weitere Komponente werden endve'öchlossene Ethylenoxidaddukte hinzugefügt.
In der nachstehenden Tabelle werden die ermittelten charakteristischen Werte gegenübergestellt: Tabelle
textilphy- Appli- Abdampfver- Laufei Voll Geruch Wickel- Festigkeit Dehnung Tempe-
sikalische kations- haitenbei genschaf kops bildunf ratur-
Werte viskosi- 18O0C ten anteil bestän-
IaIr)70 digkeit
Variante ImPa-s) l%l [inN] l%] I0C]
A 10,2 gering gut 100 aroma keine 762 22 über200
tisch
B 9,8 gering schlecht 40 kaum Kurz 756 21,5 unter
kopse halb 200
C 9,8 sehr schwach gut 100 etwas etwas 733 19,8 180
aroma
tisch
D 10,2 gering gut 80 kaum etwas 754 20 190
Aus diesen in der Tabelle wiedergegebenen charakteristischen Kenngrößen ist ersichtlich, daß die erfindungsgemäße Spinnpräparation (Variante A) hervorragend für die Herstellung hochfester technischer Fäden nach dem Spinn-Reck-Windeverfahren geeignet ist. Vergleicht man die Varianten B, C und D mit der erfindungsgemäßen Variante A, so zeigt sich, daß bei Fehlen einzelner Komponenten der synergistische Effekt der Präparation nicht eintritt. Auch die textilphysikalischen Kenndaten der mit den Varianten B, C und D applizierten Fäden weichen von denen der erfindungsgemäßen Variante A ao. Der synergistische Effekt tritt nur ein, wenn alle erfindungsgemäß genannten Komponenten in den angegebenen Anteilen im Gemisch enthalten sind. Nur mit der erfindungsgemäßen Präparation applizierte Fäden weisen die vorteilhaften textilphysikalischen Werte auf.

Claims (1)

1. Nichtwäßrige niedrigviskose Spinnpräparation für hochfeste technische Fäden vom Cordseidentyp, die nach dem Spinn-Reck-Windeverfahren erzeugt und zu Reifenkorden und technischen Garnen weiterverarbeitet werden, gekennzeichnet durch ein synergetisch wirkendes Gemisch aus
a) einem Alkylpolyglykolether der Formel
R-O-(CH2-CH2-O)nH,
in der R einen geradkettigen aliphatischen Alkyl rest mit 10 bis 22 Kohlenstoffatomen und η eine Zahl von 4 bis 10 bedeutet,
b) einem Isoalkylarylpolyglykolether der Formel
- Q- 0-(CH2 - OH2 - O)1H,
in der R einen verzweigtkettigen aliphatischen Alkylrest mit 7 bis 15 Kohlenstoffatomen und η eine Zahl von 4 bis 16 ist,
c) einem Ester aus einem mehrwertigen Alkohol und einer gesättigten oder ungesättigten höheren aliphatischen Monokarbonsäure, vorzugsweise einen Trimethyloläthantriester, Trimethylolpropantriesteroder Pantaerythrittetraestervon Kokosölvorlaufsäure, Laurinsäure, Ölsäure, Stearinsäure, Isostearinsäure, Palmitinsäure, n-Kaprylsäure, Pelargonsäure, n-Kaprinsäure.
d) einen Alkylenglykoldiester der Formel
R3-O-CH2-R2-CH2-O-R4 ,
worin R2 einen Alkylenrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, R3 und R4 einen Kokosölvorlaufsäure-, Laurinsäure-, Ölsäure-, Stearinsäure-, Isostearinsäure- oder Palmitinsäurerest bedeuten, wobei R3 und R4 gleich oder verschieden sein können,
e) einem Alkylpolyglykoletherphosphorsäureester-Gemisch, bestehend aus einer Verbindung der Formel
« θ Φ
R5-O-(OH2-CH2-O)n-CH2-CH2-O-P-O X
und/oder einer Verbindung der Formel
/R5-0-(GH2-GH2-O)n"
worin R5 einen Alkylrest mit 10 bis 20 Kohlenstoffatomen, einen iso-Alkyl- oder iso-Alkylajylrest mit 4 bis 20 Kohlenstoffatomen und χ die Atomgruppen
und HN-(Ro)3, worin R6 einen Alkylrest mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen darstellt und η eine ganze Zahl von 1 bis 10 ist, wobei das Gemisch zu
1 -15% aus der Komponente (a),
1-15% aus der Komponente (b),
35-45% aus der Komponente (c),
30-40% aus der Komponente (d) und zu
1-10% aus der Komponente (e)
besteht.
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