DD270085A1 - Verfahren zur dichtheitskontrolle der aschekegel bei der kohledruckvergasung - Google Patents

Verfahren zur dichtheitskontrolle der aschekegel bei der kohledruckvergasung Download PDF

Info

Publication number
DD270085A1
DD270085A1 DD31387688A DD31387688A DD270085A1 DD 270085 A1 DD270085 A1 DD 270085A1 DD 31387688 A DD31387688 A DD 31387688A DD 31387688 A DD31387688 A DD 31387688A DD 270085 A1 DD270085 A1 DD 270085A1
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
conical
cone
ash
tightness
gasification
Prior art date
Application number
DD31387688A
Other languages
English (en)
Inventor
Peter Krieg
Karl Sowka
Manfred Struedinger
Reinhard Exner
Manfred Duerlich
Joachim Mueller
Harry Kunath
Original Assignee
Schwarze Pumpe Gas Veb
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schwarze Pumpe Gas Veb filed Critical Schwarze Pumpe Gas Veb
Priority to DD31387688A priority Critical patent/DD270085A1/de
Publication of DD270085A1 publication Critical patent/DD270085A1/de

Links

Landscapes

  • Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)
  • Measuring Fluid Pressure (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Dichtheitskontrolle der Aschekegel bei der Kohledruckvergasung. Die Erfindung bezieht sich speziell auf Kegelverschluesse fuer absperrbare Schleusen zum Austragen von Vergasungsrueckstaenden in Form von Asche und Schlacke aus Druckgasgeneratoren. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass der beim Aufsetzen des Kegelverschlusses entstehende metallene Laut als akustisches Signal aufgenommen, bewertet und zur Feststellung der Dichtheit genutzt wird. Die Erfindung geht davon aus, dass bei Verklemmungen und Verstopfungen ein anderer Laut als bei freier Oberflaeche entsteht. Vorteilhafterweise wird ein piezoelektrischer Schwingungsaufnehmer eingesetzt.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung ist anwendbar an Druckgasgeneratoren, aus denen die Vergasungsrückstände Ober eine d irch KegelverschlOsse absperrbare Schleuse ausgetragen werden. Weiterkann die erfindungsgemäße Lösung übeirll dort eingesetzt werden, wo das dichte Schließen von Absperrarmaturen für eine sichere Prozeßerfüllung angezeigt werden muß,
Charakteristik des bekannten Standes der Technik Die Vergasungsrückstände von Druckgesgeneratoren werden bekannterweise aus dem Druckgasgenerator in eine mit diesem
verbundene Schleuse gefördert.
Ist die Schleuse gefüllt, wird die Verbindung zum Druckgasgenerator durch einen Kegelverschluß unterbrochen. Anschließend
wird die Schleuse bis auf Atmosphärendruck entspannt. Über einen zweiten Kegelverschluß wird jetzt die Schleuse in ein offenes bzw. geschlossenes Fördersystem entleert.
Die nunmehr leere Schleuse wird mit Hilfe von Dampf wieder bespannt und kann nach öffnen des Kegelverschlusses zum Generator wieder mit Vergasungsrückständen gefüllt werden. Bei diesem Vorgang ist das dichte Schließen der Kegelvorschlüsse von besonderer Bedeutung, da bei Undichtheiten im System
der Ascheschleuse die Möglichkeit des Eindringens von Gas und Vergasungsmittel, und damit die Gefahr der Bildung explosibler
Gemische besteht. Beim derzeitig praktizierten System wird deshalb die Dichtheit der Kegelverschlüsse durch Messung des Druckabfalls bzw.
-anstiege bei Haltepunkten während des Be-, bzw. Entspannungsvorganges geprüft. '
Da diese Methode sehr Unsicher ist, war eine Automatisierung des gesamten Entaschungsvorganges bisher nicht möglich. Ein Verfahren, welches die genannton Nachteile ausschließt, ist im DD-WP147250 beschrieben. Hier werden zwei hintereinandergeochaltete Schleusen mit insgesamt drei Kegelverschlüssen verwendet, von denen jeweils
zwei Kegelverschlüsse geschlossen sind. Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil eines großen apparatetechnischen Aufwandes.
Des weiteren erhöht sich die Anzahl der verschleißintensiven Kegelverschlüsse. Im DD-WP 215 569 wird eine Lösung beschrieben, bei der anstelle der Kegelverschlüsse Schieber zum Einsatz kommen, bei
denen der Raun zwischen den Sch'ieberplatten mit einem Medium höheren Druckes bespannt wird. Die so entstehende
Sicherheitssperrstncke dient als Nachweis für den dichten Abschluß der Absperrvorrichtung. Die vorgeschlagene Lösung hat jedoch den Nachteil, daß die zum Einsatz kommenden Schieber insbesondere durch zwischen
die Dichtflächen gelangende Asche- und Schlacketeilchen einer hohen mechanischen Bei« stung ausgesetzt sind. Der Einsatz von
Schiebern ist deshalb bisher an diesen Stellen nicht üblich. Weiter ist eine Lösung bekanntgev/orden, die einen speziellen Kegelverschluß beschreibt, der eine zusätzliche Fase und einen Dichtring aufweist und die ein Verkanten des Kegels durch konstruktive Gestaltung ausschließt. Eine vollständige und dauerhafte Abdichtung scheint auch mit dieser Lösung vor allem nach längerem Einsatz im rauhen Generatorbetrieb nicht möglich zu sein. Weiterhin ist bei keiner der genannten Lösungen eine Möglichkeit des unmittelbaren Erkennens der Dichtheit des Kegelverschlusses gegeben. Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, eine Möglichkeit zur wesentlichen Erhöhung der Sicherheit des Ausschleu&vorganges von Verg&sungsrückständen bei geringem apparatetechnischem Aufwand zu schaffen, welche die Weiterverwendung der bewährten Kegelverschlüsse ermöglicht und eine Automatisferbarkeit des Vorganges gewährleistet.
Darlegung des Wesens der Erfindung Die technische Aufgabe der Erfindung ist es, eine Lösung zufimJen, nach der ohne zusätzlichen apparatetechnischen Aufwand
bei Beibehaltung der bewährten Kegelverschd'<sse das dichte Schließen dieser Verschlüsse erkennbar wird.
Damit ist die Voraussetzung für eine Automatisierung des Enta schungsvorganges geschaffen. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe golöst, indem das beim Aufsetzen der Kegelverschlüsse auf die Dichtfläche erzeugte
akustische Signal meßtechnisch erfaßt und ausgewertet wird. '
Befinden sich Asche- oder Schlackereste zwischen Sitz und Kegel, tritt dieser typische metallische Klang nicht auf. Der Kegelverschluß ist in diesem Fall wieder zu öffnen und zu schließen, bis das Signal erscheint. Zur Durchführung des Meßverfahrens wird am Verschlußorgan ein Schwingungsaufnehmer zur Körperschallmessung
angeordnet.
An diesem Verfahren sind Veraärker, Filtersystem und Auswerteeinheit angeschlossen. Das erfindungsgemäße Signal teht somit unmittelbar nach Schließen des Kegels ?ur Verfügung und geht als Ergänzung zur Üblichen Dichtheitsprobe in die fcoteechungsautomatik ein. Ausfuhrungsbelsplel Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Ein Druckgasgenerator für die Vergasung von Braunkohlenbriketts mit Sauerstoff und Dampf arbeitet bei einem Druck von
2,5MPa. Die beim Vergasungsprozeß anfallenden, aus Asche und Schlacke bestehenden Vergasungsrückstände werden durch eine mechanische Räumvorrichtung ausgetragen und fallen durch den geöffneten oberen Kegelverschluß in die unter dem
Druckgasgenerator angeordnete Ascheschleuse. Ist die Asnheschleuse gefüllt, schließt der obere Kegelverschluß. In Höhe des Kegelverschlusses ist eine piezoelektrische Schwingungsmessung als Körperschallmessung angeordnet. Beim Schließvorgang wird diese Körperschallmessung aktiviert. Zeigt die Messung an, daß der Kegel nicht dicht geschlossen ist, wird dieser erneut geöffnet und geschlossen, bis ein dichter Verschluß angezeigt wird. Ist der obere Kegelverschluß dicht verschlossen, wird dia Ascheschleuse bis auf Atmosphärendruck
entspannt. Während des Entspannungsvorganges erfolgt eine zusätzliche Dichtheitskontrolle durch Vergleich des Druckabfalls mit einer vorher ermittelten Kurve.
Diese zusätzliche Dichtheitskontrolle ist notwendig, da durch die erfindungsgemäße Lösung nur durch Verschmutzung der Dichtflächen hervorgerufene Undichthekon der Kegelverschlüsse erkannt werden. Undichtheiten, die ihre Ursache im Verschleiß von Sitz bzw. Kegel haben, werden nur durch die zusätzliche Dichtheitskontrolle
erkannt.
Da durch Verschleiß bedingte Undichtheiten nicht schlagartig auftreten, ist für den Entaschungsvorgcng das aus der Körperrchallmessung gewonnene Signal von erstrangiger Bedeutung, da es unmittelbar nach Schließen des Kegels zur Verfügung steht. Der Beginn des Entspannungsvorganges bei nicht dicht geschlossenem Kegel und damit die Gefahr des Eindringens von Gas
und Sauerstoff in die Ascheschleuse entsteht also nicht.
Ist die Ascheschleuse bis auf Atmosphärendruck entspannt, wird der untere Kegelverschluß geöffnet und die Asche in ein
offenes Fördersystem entleert. <
Ist die Ascheschleuse vollständig entleert, wird der untere KegelverschluS wieder geschlossen. Beim Schließvorgang wird die Körperschallmessung aktiviert. Zeigt die Messung an, daß der Kegel nicht dicht geschlossen ist,
wird dieser erneut geöffnet und geschlo <$<. n, bis ein dichter Verschluß angezeigt wird.
Anschließend wird die Ascheschleuse mii Dampf auf 2,5MPa Betriebsdruck bespannt. Während des Bespannungsvorganges erfolgt eine zusätzliche Dichtheitsprobe analog zum Entspannungsvorgang. Bei Erreichen
des Betriebsdruckes wird der obere Aschekegel wieder geöffnet, und der gesamte Zyklus kann erneut beginnen.

Claims (2)

1. Verfahren zur Dichtheitskontrolle der Aschekegel bei dar Kohledruckvergasung, dadurch gekennzeichnet daß das beim Aufsetzen das Kegelversch.'usses auf die Dichtfläche entstehende akustische Signal mittels eines Schwingungsaufnehmers erfaßt und als Signal für die Dichtheit des Kegelverschlusses gewonnen wird,
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das akustische Signal als Körperschallmessung mittels »aines piezoelektrischen Schwingungsaufnehmers erfaßt wird.
DD31387688A 1988-03-22 1988-03-22 Verfahren zur dichtheitskontrolle der aschekegel bei der kohledruckvergasung DD270085A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD31387688A DD270085A1 (de) 1988-03-22 1988-03-22 Verfahren zur dichtheitskontrolle der aschekegel bei der kohledruckvergasung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD31387688A DD270085A1 (de) 1988-03-22 1988-03-22 Verfahren zur dichtheitskontrolle der aschekegel bei der kohledruckvergasung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD270085A1 true DD270085A1 (de) 1989-07-19

Family

ID=5597783

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD31387688A DD270085A1 (de) 1988-03-22 1988-03-22 Verfahren zur dichtheitskontrolle der aschekegel bei der kohledruckvergasung

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD270085A1 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2832128C2 (de) Vorrichtung zur Überführung von staubförmigen oder staubhaltigen Feststoffen in ein System höheren als des atmosphärischen Druckes
EP0184836A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Dichtigkeitsprüfung zweier Absperrventile in einer gasdurchströmten Leitung
DD270085A1 (de) Verfahren zur dichtheitskontrolle der aschekegel bei der kohledruckvergasung
DE4306326A1 (de) Verfahren und Einrichtung zum Einspeisen eines Materials in einen beaufschlagten Raum
DE3308997A1 (de) Verfahren und einrichtung zur auflockerung und/oder gewinnung von materialien, insbesondere von kohlenfloezen mit hilfe von pressluft-gewinnungskoepfen
EP1318961B1 (de) Einrichtung zum einfüllen eines schüttgutes in einen behälter und verfahren zur anwendung
DE3412930C2 (de)
DE29709635U1 (de) Vorrichtung zur Überprüfung der Dichtigkeit von hermetisch abgeschlossenen Verpackungen
DE2728838C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur integralen Lecksuche
DE3245374C1 (de) Verfahren und Einrichtung zum Druckreduzieren von Gichtgasen einer oberen Druckstufe
DE2531691A1 (de) Abschlussorgan, z.b. klappe, ventil o.dgl., an schuettgutanlagen
DE2403551A1 (de) Kartuschenabschussvorrichtung
DD279260A1 (de) Vorrichtung und verfahren zur entaschung von festbettdruckvergasern
DD239001A1 (de) Verfahren zur sicheren bekohlung von druckgasgeneratoren
DE2301262A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur leckpruefung von roehren und dergleichen teilen
DE3636807A1 (de) Verfahren zum zwischenlagern von zu verarbeitenden kunststoffmassen und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE424282C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Sintern von pyrophorem Staub
DD239000A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur sicheren bekohlung von druckgasgeneratoren
CH516434A (de) Verfahren zum Evakuieren und Verschweissen von Plastik-Beuteln und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE2728837C2 (de) Abdichtende Einrichtung für die integrale Lecksuche
DE341180C (de) Verfahren zum Trocknen sperriger Futtermittel
DD285789A5 (de) Verfahren zur teilbespannung und teilspuelung eines entaschungssystems
DE221637C (de)
DD215569A1 (de) Vorrichtung und verfahren zum sicheren ausschleusen von vergasungsrueckstaenden
DE337979C (de) Luftdichter Klappenverschluss fuer den Brenngutauslauf von Schachtoefen

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee