DD270636A3 - Verfahren zur herstellung von fliessfaehigen, graphitfreien, glykolhaltigen weichenschmierfetten - Google Patents

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DD270636A3
DD270636A3 DD29906587A DD29906587A DD270636A3 DD 270636 A3 DD270636 A3 DD 270636A3 DD 29906587 A DD29906587 A DD 29906587A DD 29906587 A DD29906587 A DD 29906587A DD 270636 A3 DD270636 A3 DD 270636A3
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DD29906587A
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Wulf-Dietrich Abel
Hans-Joachim Schulze
Erich Soeder
Erika Zielke
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Zeitz Hydrierwerk
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von fliessfaehigen, graphitfreien, glykolhaltigen Weichenschmierfetten auf Mineraloelbasis mit einem Seifeneindicker. Das Verfahren ist im wesentlichen dadurch charakterisiert, dass bei Vorhandensein einer Kalziumseife bei Temperaturen von max. 110 eine Teilverseifung erfolgt und waehrend der Abkuehlungsphase in einer bestimmten Reihenfolge und bestimmten Temperaturbereichen weitere Zusaetze hinzugefuegt werden. Das erhaltene Fertigprodukt ist ein weiches, fliessfaehiges, graphitfreies Weichenschmierfett mit sehr guter Kriechwirkung und verlaengerter Haltbarkeit auf der Schmierstelle. Es ist als Sommerfett zur Weichenschmierung einsetzbar und kann bis 8 verwendet werden.

Description

Anwendungsgebiet dor Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von fließfähigen, graphitfreien, glykolhaltigen Weichenschmierfetten, die im Temperaturbereich von -8"C bis +500C einsetzbar sind.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik Konsistente Seifenschmierfette auf Mineralölbasis werden allgemein durch Auflösen oder Quellen von Salzen organischer Säuren (Seifen) im Mineralöl hergestellt. Bei einem anderen, waitveibreiteten Verfahren werden organische Säuren in dem
betreffenden Öl gelöst und anschließend bei hoher Temperatur mit einer entsprechenden Lauge oder festem Hydroxid neutralisiert (verseift).
Häufig wird dabei ein Überschuß an Lauge dazugegeben, so daß anschließend eine alkalische Reaktion verbleibt. Fälschlicherweise wird dabei von einer Teilverseifung gesprochen, obwohl eine vollständige Salzbildung (Verseifung) stattfindet
und nur die Lauge nicht völlig neutralisiert werden kann, so daß ein pH-Wert über 7 resultiert (DE-PS 9652). Graphit- und glykolhaltige Weichenschmierfette werden bereits in DD-PS 144069 und DD-PS 157913 vorgeschlagen. Spezieile
Herstellungsverfahren zur Erzielung besonderer an die Spezifik der Weichenschmierung angepaßter Eigenschaften werden in
diesen PS nicht beschrieben.
Entsprechende Herstellungsverfahren sind in DD-PS 144070 und DD-PS 225434 angegeben. In DD-PS K4070 wird die Herstellung von glykolhaltigen Fetten durch Einarbeiten von Glykol boi Temperaturen zwischen 13°C und 250C beschrieben. Dieses Verfahren gestattet zwar die Herstellung eines geschmeidigen Fettes, ist ab'jr in der Praxis nur beschränkt anwendbar. So
können damit gut Gefrierschutzfette hergestellt werden, für die ein fertiges Seifenschmierfett als Grundlage verwendet wird. Für die Herstellung eines giyko'.haltigen Sommerfettes ist dieses Verfahren nicht geeignet, da die Abkühlung von der
Kochtemperatur auf 250C viel zu lange dauert und im Sommerhalbjahr oft nicht zu verwirklichen ist. Nach dem Verfahren zur Herstellung von glykolhaltigen Weichenschmierfetten gemäß DD-PS 225434 wird ein heißes ölhaltiges Seifenkonzentrat in kaltes, in erheblichem Überschuß vorliegendes Glykol eingerührt. Prinzipiell erhält man nach diesem Verfahren Fette, die eine glatte Struktur besitzen. Das Verfahren eignet sich jedoch nur für Fette, die einen Glykolanteil über
60 Ma.-% besitzen, da ein großer Überschuß an kaltem Glykol vorgelegt warden muß, und ist somit zur Herstellung von weichen, fließfähigen Sommerfetten ungeeignet.
Nach DD-PS 144 069 wird ein graphithaltiges Sommerfett derart hergestellt, daß die im Öl gelöste PC-Säure VZ bei Temperaturen
von 110 bis 13O0C mit Natronlauge so neutralisiert wird, daß eine Noutralisationszahl von 1 bis 3,5 mg KOH/g „alkalisch" resultiert.
Das Fett enthält etwa 2/ % wasserlösliche Glykole und ist zur Schmierung der Weichen oberhalb 0°C gut geeignet. Bei den
schmalen Spalten der Gleitflächen, insbesondere auch bei den Weichenwurzein, ergeben sich jedoch bei Tempetaturen unterhalb 0°C Schwierigkeiten beim Auftragen des Fettes, und die Kriechwirkung ist nicht mehr ausreichend. Außerdem treten die bei graphithaltigen Fetten bekannten Probleme durch Schichtbildung des Graphitzusatzes auf, woraus Schwergang der
Weichenzungen entstehen kann, der zu Betriebsstörungen führt. Um dem entgegenzuwirken, wird in der Praxis oft mit Petroleum
verdünnt, was zu Lasten einer sacngemäßen Schmierung geht.
Außerdem muß bei Temperaturen um den Gefrierpunkt bereits das ebenfalls nach DD-PS 144069 hergestellte Winterfett mit einem Glykolanteil von etwa 70 Ma.-% verwendet werden. Dadurch resultieren auf Grund der größeren Wasserlöslichkeit kürzere Schmierfristen und damit pdgenüber dem Sommerfett ein erhöhter Wartungsaufwand. Ein weiterei Nachteil ist die bei dem Sommerfett nach DD-PS 144069 sowie DD-PS 157913 notwendige Zugabe des schwer verfügbaren Rohstoffes Graphit zur Erzielung von durchschnittlichen Schmierfristen von 3 Tagen.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Entwicklung eines Verfahrens zur Herstellung von fließfähigen, glykolhaltigen Weichenschmierfetten, die sowohl unter Sommerbedingungen als auch bei Temperaturen bis -80C problemlos auftragbar sind, mit denen Betriebsstörungen durch Schmierungsmangel, insbesondere bei engen Spalten, wirkungsvoll verhindert und Schmierfristen von durchschnittlich 4 Tagen erreicht werden können, aus verfügbaren Rohstoffen.
Darlegung des Wesens der Erfindung Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, wonach fließfähige, graphitfreie, glykolhaltige Weichenschmierfette (Sommerfette) erhalten werden, die insbesondere bei engen Schmierspalten der Weichenwurzeln oder Gleitplatten eine gute Kriechfähigkeit auch bei Temperaturen bis -80C aufweisen.
frfindungsgemäß ist das Verfahren zur Herstellung von fließfähigen, graphitfreien, glykolhaltigen Weichenschmierfetten durch
Vermischen von Fettsäuren der Kettenlänge C 22 bis C 28, entsprechend einem Seifengehalt von maximal 6,5 Ma.-% im Fertigprodukt, mit 28 bis 35 Ma.-%, bezogen auf das Fertigprodukt, eines Mineralöles im Viskositätsbereich von 45 bis 55rnm2/s~'
bei 50°C, Verseifen der im Gemisch enthaltenen Fettsäuren mit Natronlauge bei gleichzeitigem Erwärmen auf 80 bis 90°C, gegebenenfalls Hinzufügen von 20 bis 30 Ma.-% weiteren Mineralöls, Zugabe von 1,5 bis 2,5 Ma.-% Calciumstearet in dor Wärme,
Zugabe während der Abkühlphase, unter 100°C beginnend, von 4 bis 5,5 Ma.-% Triethanolamin, anschließend 1,ö bis 2,5Ma.-%
einer 45- bis 55%igen öligen Lösung von Zinkalkyldithiophosphat und danach ein Glykolgemisch aus 20 bis 40Ma.-% 1,3-Buty!englykol und 80 bis 60Ma.-% Oktandioüsomerengemisch, das bis zu 20 Ma.-% Verunreinigungen, wie Acetale und/oder
Hexantrioüsomere sowie Wasser enthalten kann und anschließend gegebenenfalls Zugabe von 4,5 bis 5,GMa.-% weiterem Mineralöl im wesentlichen dadurch charakterisiert, daß für den Verseifungsprozeß zu den im Mineralöl enthaltenen Fettsäuren
soviel Natronlauge hinzugegeben wird, daß eine Teilverseifung stattfindet und soviel Fettsäure im Überschuß verbleibt, daß die
Neutralisationszahl des Öl-Seifen-Fettsäurekonzentrates 3,0 bis 9,0mg KOH/g beträgt, daß das Calciumstearat bei Temperaturen
von über 9O0C bis maximal 1150C zugegeben wird und von den Zusätzen das Glykolgemisch als letzter bei einer Temperatur zwischen 80 und 700C zugegeben wird.
Vorteilhafterweise soll die Neutralisationszahl des Öl-Seifen-Fettsäure-Konzentrates 3,5 bis 7,5mg KOH/g betragen, soll dem Öl-Fettsäure-Seifen-Konzentrat zw'schen 92 und 98°C 1,8 bis 2,2Ma.-% Calciumstearat, bezogen auf das Fertigprodukt,
hinzugefügt und das Gemisch auf 110°C erhitzt werden.
Aus diesem Verfahren resultiert ein sehr weiches, geschmeidiges, fließfähiges Fett, das keinen Graphitzusatz zur Erreichung sehr
guter Schmiereigenschaften im Mischreibungsgebiet und zur Erzielung langer Schmierfristen benötigt. Überraschend ist, daß trotz des Weglassens des Festkörperschmierstoffes Graphit sogar längere Schmierfristen als mit dem bisherigen graphithaltigen
Weichenschmierfett erreicht werden. Die Anwendung der erfindungsgemäß hergestellten Weichenschmierfette erbringt die Vorteile, daß
— eine Verlängerung der Schmierfristen um 1 bis 2 Tage, im Durchschnitt um 30% resultiert,
— die Kriechfähigkeit wesentlich verbessert wird,
— die Auftragbarkeit bis -80C problemlos möglich ist und
— der Verbrauch an Schmiermittel geringer ist als beim graphithaltigen Sommerfett.
Auf Grund dieser für die Praxisanwendung wesentlichen Verbesserungen kann bei unbeheizten Weichen das Fett von März bis November, in milden Wintern sogar ganzjährig verwendet werden. Bei Schneefällen ist jedoch der Einsatz von Winterfett vorteilhafter.
Bei beheizten Weichen ist ein ganzjähriger Einsatz möglich, wie die Versuchsergebnisse gezeigt haben. Daraus resultiert ein weiterer Vorteil, daß in diesen Fällen keine Verwechslungen der Fettsorten (Sommer- und Winterfett) mehr auftreten können und dadurch Anwendungsfehler und Weichenstörungen vermieden werden
Weiterhin wird der schwer verfügbare Rohstoff Graphit eingespart.
Vergleichsweise anders hergestellte Fette gleicher Rezeptur beweisen, daß die angegebenen Verfahrensschritte wichtig sind. So wurde ein Sommerfett entsprechender Temperatur derart hergestellt, daß der gesamte Ansatz erhittt wurde. Das Fett hatte eine andere, zur Trennung des Glykol-Öl-Seifen-Gemisches neigende Konsistenz und brachte bei der Erprobung keine Verbesserung gegenüber dem graphithaltigen Sommerfett, sondern Erschwernisse, da zum ordnungsgemäßen Auftragen ein Umrühren erforderlich war. Ein weiteres Versuchsprodukt, das anstelle der Fettsäuren C22 bis C28 Tierkörperfettsäure enthielt und ansonsten erfindungsgemäß hergestellt wurde, war ebenfalls nicht von glatter, geschmeidiger Beschaffenheit und wurde daher nicht erprobt.
Bedeutungsvoll ist bei dem erfindungsgemäßen Verfahren auch, daß bei Anwesenheit von Kalziumseife nur bis maximal 1150C erhitzt zu werden braucht, um eine Struktur zu erhalten, die nicht zur übermäßigen Flüssigkeitsabgabe trotz der extrem weichen Konsistenz (etwa 350 < 10"' mm bei - 10°C) neigt. Weiterhin ist es wichtig, daß von den Zusätzen das Glykolgemisch zuletzt zugegeben wird, um eine glatte Struktur zu erreichen. Für den Schmierfetthersteller ist es dabei von Bedeutung, daß auf Grund der beschriebenen Zusammensetzung des erfindungsgemäß hergestellten Sudes das Glykolgemisch während der Abkühlunpsphase bereits bei 800C hinzugegeben werden kann, ohne daß Qualitätseinbußen befürchtet werden müssen. Eine Zugabe des Glykolgemisches obcmalb dieser Temperatur oder gar während der Aufheizphase bewirkt in jedem Falle eine Qualitätsminderung. Das Hinzufügen geringer Mangen Grundöl als Abschluß hat ebenfalls einen positiven Einfluß auf die glatte, fließfähige Beschaffenheit des Fettes.
Ausführungsbeispiele Die Erfindung soll nachstehend an einigen Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. Beispiel 1 i Mit 28,12Ma.-% Schmieröl mit einer Viskosität von 49mmVs bei SO0C werden 2,77 Ma.-% PC-Säure VZ der Kettenlänge C22 bis C26 vormischt, das Ganze wird erhitzt und ab 8O0C werden 0,20 Ma.-% NaOH (zugegeben als 50%igo wäßrige Lösung) ;
hinzugefügt, beim Erreichen von 90°C werden 1,52 Ma.-% Kalziumstearat hinzugegeben, das erhaltene Gemisch wird auf 110°C erhitzt und eine halbe Stunde gerührt. Das Gemisch hat eine Neutralisationszahl von 5,5mg KOH/g „sauer". Danach werden 26,02 Ma.-% weiteres Schmieröl der Viskosität von 49mm2/s bei 5O0C hinzugefügt und der Sud auf unter 1000C abgekühlt.
Danach werden 4,08Ma.-% Triethanolamin und 2,53Ma.-% einer 50%igen Lösung von Zinkdialkyldithiophosphat (Hypreß P, Hersteller VEB Hydrierwerk Zeitz) und nach weiterer Abkühlung bei 7O0C 29,95 Ma.-% eines technischen Glykolgemisches
(Glykolgemisch D5, Hersteller VEB Chemische Werke Buna) bestehend aus 30Ma.-% 1,3-Butylenglykol und 70Ma.-%
Oktandiolisomerengemisch zugegeben. Zum Schluß werden weitere 4,81 Ma.-% Schmieröl der Viskosität von 49 mmVs bei 50°C hinzugefügt. Das erhaltene Fett wird unter 600C abgekühlt und abgefüllt. Es hat trotz des geringen Seifengehaltes eine glatte Struktur und ist
mehrere Monate lagers,:v.il.
Mit dem Produkt werden die bereits beschriebenen Vorteile erreicht. Beispiel 2 Mit 32,51 Ma.-% Schmieröl mit einer Viskosität von 50 mrn'/s bei 5O0C werden 3,25Ma.-% PC-Säure VZ der Kettenlänge C22 bis C26 vermischt, das Ganze wird erhitzt und ab 8OX werden 0,3 Ma.-% NaOH (zugegeben ais 50%ige wäßrige Natronlauge)
hinzugefügt, beim Erreichen von 90sC worden 2,17 Ma.-% Kalziumstearat hinzugegeben und das erhaltene Gemisch weiter auf 108°C erhitzt.
Nach Erreichen dieser Temperatur wird eine halbe Stundä gerührt. Das Gemisch hat eine Neutralisationszahl von 3,9mg KOH/g
„sauer". Danach werden 21,67 Ma.-% weiteres Schmieröl der Viskosität von 501 η mV 3 bei 500C dazugegeben und auf unter 1000C abgekühlt. Anschließend erfolgt die Zugabe von 5,42 Ma.-% Triethanolamin und 2,17 Ma.-% einer 50%tgen Lösung von
Zinkdialkyldithiophosphat gemäß Beispiel 1 in Abständen von 15 bis 20 Minuten und bei 750C von 27,09 Ma. % eines technischen Glykolgjrnisches gemäß Beispiel 1. Anschließend werden noch einmal 5,42 Ma.-% Schmieröl der Viskosität von 50mmVs bei
5O0C hinzugefügt, das Ganze wird unter 6O0C abgekühlt und abgefüllt.
Das erhaltene Fett hat die bereits beschriebene sehr weiche Konsistenz und weist die genannten vorteilhaften Eigenschaften auf. Beispiel 3 Mit 34,95Ma.-% Schmieröl mit einer Viskosität von 46mmVs bei 50°t werden 3,96Ma.-% PC-Säure VZ der Kettenlär.ge C22 bis C 26 vermischt, das Ganze wird erhitzt und ab 850C weiden 0,27 Ma.-% NaOH (als 50%ige wäßrige Natronlauge) hinzugefügt,
beim Erreichen von 960C werden 2,5Ma.-% Kalziumstearat hinzugegeben und das erhaltene Gemisch weiter bis 1150C erhitzt j
und eine halbe Stunde gerührt. Die Neutralisationszahl beträgt 8,8mg KOH/g „sauer". Danach werden 20,52 Ma.-% weiteres !
Schmieröl der Viskosität von 46mm2/s bei 5O0C dazugegeben. Nach Abkühlen auf unter 1000C werden außerdem in Abständen
von 15 bis 20 Minuten 5,5Ma.-% Triethanolamin, 1,54Ma.-%einer50%igen öligen Lösung von Zinkdialkyldithiophosphat gemäß
Beispiel 1 und 25,30 Ma.-% eines technischen Glykolgemisches gemäß Beispiel 1, letzteres erst ab 8O0C hinzugefügt. Zum Schluß werden nochmals 5,46Ma.-% des Schmieröles mit einer Viskosität von 46mm2/s bei 5O0C dazugegeben. Trotz des höheren Seifengehaltes hat das Fttt die bereits beschriebenen vorteilhaften Eigenschaften. - ! Tabelle: Vergleich eines nach dem erf indungsgemäßen Verfahren hergestellten graphitfroien Schmierfettes mit einem j
graphithaltigen Schmierfett des Standes der Technik
Kriterium gemäß Ausführungs graphithaltiges
beispiel 2 Produkt gemäß
hergestelltes DD-PS144069
graphitfreies Produkt
Schmierfristen 3 bis 4 Tage 2 bis 3 Tage
jahreszeitliche
Anwendung März bis November März bis Oktober
(bei beheizten
Weichen ganzjährig)
untere Anwendungs
temperatur -100C -60C
Kriechvermögen sehrgut befriedigend
Auftragarbeit bei
engen Spalten und
Feuchtigkeit gut bis sehr gut befriedigend
Verbrauch durchschnittlich durchschnittlich
32gproWeichen- 35 g pro Weichen
einheit und Nach einheit und Nach
schmierung schmierung

Claims (3)

1. Verfahren zur Herstellung von fließfähigen, graphitfreien, glykolhaltigen Weichenschmierfetten durch Vermischen von Fettsäuren der Kettenlänge C22 bis C28, entsprechend einem Seifengehalt von maximal 6,5 Ma.-% im Fertigprodukt, mit 28 bis 35 Ma.-%, bezogen auf das Fertigprodukt, eines Mineralöles im Viskositätsbereich von 45 bis 55 mmVs"1 bei 500C, Verseifen der im Gemisch enthaltenen Fettsäuren mit Natronlauge bei gleichzeitigem Erwärmen auf 80 bis 9O0C, gegebenenfalls Hinzufügen von 20 bis 30 Ma.-% weiteren Mineralöls, Zugabe von 1,5 bis 2.5 Ma.-% Calciumstearat in der Wärme, Zugabe während der Abkühlphase, unter 1000C beginnend, von 4 bis 5,5 Ma.-% Triethanolamin, anschließend 1,5 bis 2,5 Ma.-% einer 45 bis 55%igen öligen Lösung von Zinkalkyldithiophosphat und danach ein Glykolgemisch aus 20 bis 40Ma.-% 1.3-Butylenglykol und 80 bis 60 Ma.-% Oktandiolisomerengemisch, das bis zu 20 Ma.-% Verunreinigungen, wie Acetale und/oder Hexantriolisomere sowie Wasser enthalten kann und anschließend gegebenenfalls Zugabe von 4,5 bis 5,5 Ma.-% weiterem Mineralöl, gekennzeichnet dadurch, daß für den Verseifungsprozeß zu den im Mineralöl enthaltenen Fettsäuren soviel Natronlauge hinzugegeben wird, daß eine Teilverseifung stattfindet und soviel Fettsäure im Überschuß verbleibt, daß die Neutralisationszahl des Öl-Seifen-Fettsäurekonzentrates 3,0 bis 9,0 mg KOH/g beträgt, daß das Calciumstearat bei Temperaturen von über 900C bis maximal 115°C zugegeben wird und von den Zusätzen das Glykolgemisch als letzter bei einer Temperatur zwischen 80 und 7O0C zugegeben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Neutralisationszahl des Ol-Saifen-Fettsäure-Konzentrates3,5 bis 7 5mg KOH/g beträgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß dem Öl-Fettsäure-Soifen-Konzentrat zwischen 92 und 98°C 1,8 bib 2,2Ma.-% Calciumstearat, bezogen auf das Fertigprodukt, hinzugefügt und das Gemisch auf 11O0C erhitzt wird.
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