DD274130A3 - Fuehrungsteil fuer darmsonden - Google Patents

Fuehrungsteil fuer darmsonden Download PDF

Info

Publication number
DD274130A3
DD274130A3 DD30856087A DD30856087A DD274130A3 DD 274130 A3 DD274130 A3 DD 274130A3 DD 30856087 A DD30856087 A DD 30856087A DD 30856087 A DD30856087 A DD 30856087A DD 274130 A3 DD274130 A3 DD 274130A3
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
probe
intestinal
shaft
guide part
balloon
Prior art date
Application number
DD30856087A
Other languages
English (en)
Inventor
Joern Ermisch
Holm Schneider
Original Assignee
Kreiskrankenhaus Grimma
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kreiskrankenhaus Grimma filed Critical Kreiskrankenhaus Grimma
Priority to DD30856087A priority Critical patent/DD274130A3/de
Priority to DE19883820213 priority patent/DE3820213C2/de
Publication of DD274130A3 publication Critical patent/DD274130A3/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M25/00Catheters; Hollow probes
    • A61M25/0067Catheters; Hollow probes characterised by the distal end, e.g. tips
    • A61M25/0068Static characteristics of the catheter tip, e.g. shape, atraumatic tip, curved tip or tip structure
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L29/00Materials for catheters, medical tubing, cannulae, or endoscopes or for coating catheters
    • A61L29/04Macromolecular materials
    • A61L29/044Proteins; Polypeptides; Degradation products thereof
    • A61L29/046Gelatin
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M25/00Catheters; Hollow probes
    • A61M25/0067Catheters; Hollow probes characterised by the distal end, e.g. tips
    • A61M25/0074Dynamic characteristics of the catheter tip, e.g. openable, closable, expandable or deformable
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M25/00Catheters; Hollow probes
    • A61M25/0067Catheters; Hollow probes characterised by the distal end, e.g. tips
    • A61M25/0068Static characteristics of the catheter tip, e.g. shape, atraumatic tip, curved tip or tip structure
    • A61M25/0069Tip not integral with tube

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Hematology (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Anesthesiology (AREA)
  • Pulmonology (AREA)
  • Biophysics (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Media Introduction/Drainage Providing Device (AREA)
  • Materials For Medical Uses (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Fuehrungsteil fuer Darmsonden, das insbesondere bei der operativen Behandlung des Duenndarm-Ileus verwendet werden kann. Erfindungsgemaess ist das Fuehrungsteil dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem Schaft (1) mit daran distal angeordneter olivenartiger Verdickung (2) besteht und dass der Schaft (1) aus einem proximalen starren Schaftteil (1) mit einem darin axial verlaufenden Sondenkanal (3; 5) zur Aufnahme der Darmsonde und aus einem distalen flexiblen Schaftteil (1) aufgebaut ist. Fig. 2

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Anwendungsgebiet dor Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Führungsteil für Darmsonden, das insbesondere bei der operativen Behandlung des Dünndarm-Heus verwendet werden kann.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Die am weitesten verbreitete Sonde zur Behandlung des Dünndarm-Heus ist die Miller-Abbott-Sonde. Sie besitzt am Sondenkopf einen aufblasbaren Ballon, der als Führungsmittel für den Transport der Sonde durch den Magen-Darm-Trakt dient. Durch die Realisierung eines Doppelkanal-Systems wird die separate Betätigung des Ballons und der Abtransport der Darmflüssigkeit gewährleistet.
Der auffüllbare Ballon am Sondenanfang der bisher verwendeten lleusdünndarmsonden (Johnston-Sonde, Leonhard-Wangensteen-Sonde und die Miller-Abbott-Sonde) dienen zur Erleichterung des "chienungsvorganges.
Der Ballon der Harris- bzw. der Cantor-Sonde ist zusätzlich mit Quecksilber gefüli im ebenfalls das Vorschieben der Sonde im Dünndarm zu erleichtern. Die Unterstützung des Schienungsvorganges mittels Maudrin hat sich nicht bewährt. Die sogenannte pneumatische Sonde von Dittrich beruht ebenfalls auf einem komplizierten Ballonprinzip. (Siehe Dittrich, H.: Entwicklung und tierexperimentelle Erprobung einer pneumatischen Darmsonde zur Optimierung der Behandlung des Dünndarmileus und der präventiven Dünndarmschienung.
Habilitationsschrift, Dresden 1983, S. 12-22)
Dem Ballon als Schienungshilfe lasten folgende Nachteile an:
- Das Führungsprinzip mittels Ballon ist technisch relativ schwierig, so daß der Schienungsvcrgang im allgemeinen langwierig ist und mitunter traumatisch verläuft. Probleme treten oft bei der Passage normaler, nicht erweiterter Dünndarmabschnitte auf. Es kommt zu einer erheblichen mechanischen Belastung des ohnehin geschädigten lleusdarmes.
- Der Ballon ist störanfällig, insbesondere beim Abknicken der Sonde wird ein Entblocken des Ballons unmöglich und kann zum Hindernis beim Entfernen der Darmschiene werden.
- Gaseous Distension - eine mögliche Komplikation, indem der Ballon unter bestimmten Bedingungen als halbdurchlässige Membran wirkt und ein Diffundieren von Darmgas in das Ballonvolumen ermöglicht- Okklusionsgefahr des Darmes. (Siehe Smoger, B. R., Rosen, R. J. et al.: Small Bowel Obstruction. Caused by gaseous Distension of the Cantor-Tube-Ballon. AJ.R. [1986)612-613)
- Die Sonden benötigen ein zusätzliches Lumen zum Auffüllen des Ballons. Dies geht zu Lasten des Querschnittes des Absaugkanals und vermindert somit die Saugleistung beim Dekomprimieren des lleusdarmes.
- Beim Entfernen der Sonde kommt es nicht selten zu Komplikationen. (Siehe Tondelli, P., Hell, K.: Komplikationen dar Dünndarmschienung in der operativen Behandlung des Adhäsionsileu-.
HeIr. Chir. Acta 42 [19751857)
- Bei engen Darmsegmenten kann das Verschieben der Ballonsonden unmöglich werden. Nach Cantor gelingt es in 70% der Fälle, die Ballonsonde durch den Pylorus (Magenpförtner) zu führen.
- An der Sondenspitze der im mitteleuropäischen Raum fast ausschließlich verwendeten Miller-Abbott-Sonde befindet sich eine Metallolive, die eine Darmperformation, insbesondere bei einer geschädigten Darmwand, begünstigt.
Eine Modifikation der Miller-Abbott-Sonde ist gemäß der DD-PS 155136 bekannt. Sie richtet sich auf eine Erhöhung des Flüssigkeitsdurchsatzes durch Realisierung eines größeren Kanalquerschnittes. Erreicht wird dies durch Anwendung des Einkanalsystems, wobei zwischen dem Sondenkopf und dem Ballon ein Rückschlagventil vorgesehen ist. Die Funktionstüchtigkeit der Sonde wird in zu hohem Maße von dem einen beweglichen mechanischen Element, dem Rückschlagventil, abhängig. Die übrigen Nachteile der voran beschriebenen Miller-Abbott-Sonde werten nicht beseitigt. In der DD-PS 155 234 wird eine Vorrichtung zum Absaugen von Flüssigkeit aus dem Körperinneren beschrieben, die eber fails zur Behandlung des Dünndarm-Ileus verwendet werden soll. Auch sie weist als funktionsbestimmendes Merkmal ein Rückschlagventil auf. Ein teleskopartig ausziehbarer Sondenkopf soll in Kombination mit einem Kraftspeicher (Feder) das sonst manuells Schieben des Sondenkopfes im Magen-Darm-Trakt erübrigen und dadurch die mechanische Beanspruchung der Darmwand erheblich vermindern. Von Nachteil ist auch hier die Verwendung beweglicher mechanischer Teile, die un*9r den besonderen Bedingungen des Magen- oder Darmileus schnell ihre Funktionstüchtigkeit verlieren können. Darüber hinaus ist die Anwendung der Vorrichtung mit einer großen Zahl periodisch ablaufender Betätigungsschritte verbunden, was einen hohen apparativen Aufwand erfordert. Der notwendigerweise starre Sondenkopf läßt eine gute Führungswirkung der Sonde nicht erwarten. Es ist vielmehr mit einer häufigen Kontaktierung der Darmwand zu rechnen.
Die DE-OS 3409663 beschreibt eine medizinische Sonde, insbesondere für die enterale Ernährung, und einen Sondenschlauch, der an seinem distalen Ende eine Verschlußkappe trägt. Diese Verschlußkappe weist eine Verdickung aus einem vom menschlichen Körper resorbierbaren Material auf. Die maximale Wanddi ^ke der Verdickung soll in einem Bereich von 0,5 bis 2 mm liegen. Damit soll erreicht werden, daß die Peristaltik einen günstigen Angriffspunkt für den Transport der Sonde erhält. Für die Behandlung des Dünndarm-Heus ist diese Sonde jedoch nicht geeignet, da sie ein passives Instrument darstellt und keine manuelle Führungsmöglichkeiten durch den Dünndarm bietet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Führungsteil für Darmsonden zu entwickeln, das eine gute manuelle Handhabbarkeit für den Chirurgen, gute Gleiteigenschaften und eine hohe körperliche Akzeptanz besitzt. Durch gute Führungseigenschaften des Führungsteils soll eine gesicherte und vergleichsweise schnelle Plazierung der Darmsonden ermöglicht und bei deren Entfernen nach Beendigung der Behandlung Komplikationen sicher vermieden werden.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Entwicklung eines Führungsteils für Darmsonden, das kostengünstig und mit einfachen Mitteln herstellbar ist und dessen Anwendung die Operationszeit bei der Behandlung, z. B. des Dünndarm-Heus, erheblich verkürzt.
Darlegung des Wesens der Erfinduno
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch ein vollständig aus auflösbarem und resorbierbarem Material, vorzugsweise Gelatine, bestehendes Führungsteil gelöst, das aus einem Schaft und einer an seinem distalen Ende angeordneten Verdickung besteht. Schaft und Verdickung besitzen - unter Beachtung der anatomischen Gegebenheiten - derartige Größenverhältnisse, daß für den Chirurgen eine gute Handhabbarkeit gegeben ist. Das proximale Ende des Schaftes weist einen axial verlaufenden Hohlraum zur Aufnahme der Darmsonde auf, die mit Perforationen zur Abführung des Darminhaltes versehen ist. Das Führungsteil kann aber auch einen durchgehenden, axial verlaufenden Kanal beinhalten, der bis zur Auflösung des Führungsteils selbst der Forüeitung von Körperflüssigkeit dient.
Die Geschwindigkeit des Abbaus der Führungssonde, wie auch ihre mechanischen Eigenschaften, sind durch die Rezeptur ihrer Bestandteile (Gelatine, Glycerin, Wasser und ggf. weitere) in gewünschtem Maße beeinflußbar.
Ausführungsbeispiel
Zur Verbesserung der Führur.gseigenschaften der erfindungsgemäßen Sonde besteht ihr vorderer Teil vorzugsweise aus Weichgelatine mit hoher Flexibilität, während der andere Teil von wesentlich größerer Steifheit und Härte ist. Dadurch wird die Koppelung an den Schlauch erleichtert und ein Durchdringen des Führungsteils durch Anwendung eines Mandrins verhindert.
Um eine vorzeitige Trennung des führungsteils vom Schlauch zu verhindern, erfolgt eine Befestigung mittels Catgutfaden.
Der unmittelbar nach der Einführung der Sonde beginnende Abbau des Sondenmaterials führt quasi zu einer Gleitmitteleigenbildung, wodurch der Schienungsvorgang wesentlich erleichtert und damit beschleunigt wird und atraumatischer verläuft als bei bekannten Sonden.
Das erfindungsgemäße Führungsteil ist biologisch unbedenklich und wird nach den hygienischen Richtlinien für die Produktion von Arzneimitteln hergestellt. Mit Abschluß der Behandlung hat sich das Führunqsteil aufgelöst und der Schlauch kann problemlos entfernt werden.
Nachfolgend wird das erfindungsgemäße Führungsteil für Darmsonden an einem Ausführungsbeispiel und den Figuren näher beschrieben.
Es stellen dar:
Fig. 1: Führungsteil mit durchgehendem Sondenkanal zur Darmschienung nach erfolgter Enterotomie
Fig. 2: Führungsteil (Schnittdarstellung) mit Bereichen unterschiedlicher Flexibilität und iiicht durchgehendem Sondenkanal für die orale orthograde Darmschienung.
Das Führungsteil besteht vorzugsweise aus einem vom Darmsaft auflösbaren und resorbierbaren Material, dessen Grundstoff ein Protein-vorzugsweise Gelatine-enthält. Es ist aus einem Schaft 1 und einer sich an diesen anschließenden olivenartigen Verdickung 2 aufgebaut. Die äußeren Abmessungen des Führungsteils müssen den anatomischen Gegebenheiten entsprechen. Als günstig hat sich herausgestellt, wenn die Länge des Schaftes 1 mindestens 75mm und der Durchmesser der Verdickung 2 20cm nicht überschreitet. Der Durchmesser des Schaftes 1 beträgt etwa 10mm und die Länge der Verdickung 2 etwa 20...25mm.
Zur Aufnahme einer Darmsonde bzw. Darmschiene (meistens ein Schlauch) weist das proximale Ende des Schaftes 1 einen an den Schlauchaußendurchmesser angepaßten Sondenkanal 3; 5 auf.
Gemäß Figur 1 besitzt das Führungsteil zur Anwendung nach erfolgter Enterotomie (Darmöffnung) einen durchgehenden Sondenkanal 3. Die Fixierung der Darmsonde, insbesondere aus Silikonschlauch, erfolgt mittels eines Catgutfadens über den hierfür vorgesehenen Kanal 4.
Eine bevorzugte Variante der Erfindung ist in Figur 2 dargestellt und für die orthograde Darmschienung vorgesehen. Die olivenartige Verdickung 2 und ein Schaftteil 1" des daran angrenzenden Sondenschaftes 1, der sich auf etwa '/3 seiner Länge erstreckt, besitzen eine wesentlich höhere Flexibilität als der proximale Schaftteil 1 des Schaftes 1, welcher das Ende der Darmschiene aufnehmen muß: Die Befestigung des im Sondenkanal 5 liegenden Schlauchendes erfolgt ebenfalls durch einen Catgutfaden. Dazu wird dieser durch de η engen nur etwa 1,5mm starken Sondenkanal 6, welcher sich an den Sondenkan&l 5 anschließt, geführt und am Austritt aus der Verdickung 2 durch Verknoten fixiert.
Nach einer Rezeptur aus steriler Gelatine, sterilem Aqua destillata, Glycerol und Visotrast werden die Gelatine-Führungsteile unter Beachtung der hygionischen Richtlinien für die Produktion von Arzeneimitteln im Gießverfahren hergestellt. Sie gewinnen erst nach einem Trocknungsprozeß (d.h. durch Verdunstung eines Wasseranteils) ihre Stabilität.
Durch entsorechende Mengenanteile an Glycerol im distalen Schaftteil 1", was mit einer speziellen Gießtechnik erreicht wird, erhält die Sonde in diesem Bereich im Vergleich zum relativ harten und starren proximalen Schaftteil 1' eine gewisse Flexibilität, die besondors das orale orthograde Sondieren bzw. die Passage des Duodenums wesentlich erleichtert. Um eine ausreichende Stabilität für die Aufnahme des Silikonschlauches im hinteren Bereich des Führungsteils zu gewähren, weist diesor keinen Glycerolzusatz auf und ist somit relativ starr.
Ein flexibler Glasfibermandrir (Länge 65Omm/02,3mm!, der etwa 60cm proximal der Sondenspitze über eine seitliche Perforation in die Silikonschi'.ne bis zum Sondenkopf vorgeschoben wird, verleiht der Darmschiene die nötige Stabilität, um das Führungsteil auch von oral in den Magen führen zu können.
Zur Sterilisation der Darmschiene:
Die Silikonschiene mit Führungsteil wird präoperativ in Wofasteril 0,5% 15 Minuten einer Kaltsterilisation unterzogen. Hierbei ist zu beachten, daß die Temperatur des Wofasterils möglichst 100C nicht übersteigt, um Qualitätsmängel am Gelatineführungsteil zu vermeiden. Gute Ergebnisse lassen sich auch durch Autoklavieren der Gelatinemasse vor dem Guß erzielen.
Als Alternativen wären die Strahlensterilisation und die Gassterilisation zu nennen.
Als erfindungsgemäß gilt, anstelle des Ballons ein Führungsteil, insbesondere aus Gelatine, an der Sondenspitze anzubringen, das folgende Vorteile gegenüber den Ballonsonden aufweist:
- Das Führungsteil stellt in seinem räumlichen und strukturellen (starr bzw. flexibel) Aufbau ein einfach und sicher handhabbares, aktives chirurgisches Instrument dar.
- Der Schionungsvorgang wird durch das Gelatineführungsteil wesentlich beschleunigt und verläuft atraumatischer.
- Fügt man der Gelatine eine bestimmte Menge Glycerol bei, gewinnt die Sonde bei entsprechender Gießtechnik im Bereich des Sondenkopfes (olivenartige Verdickung) eine höhere Flexibilität, die das Sondieren des bogenförmigen Duodenums bei orthograder Schianung oral oder vom Magen ausgehend, problemlos werden läßt. Enge bzw. nicht erweiterte Dünndarmabschnitte sind für die Passage des Führungsteils im Gegensatz zum Ballon kein Hindernis.
- Mit dem Einführen in das Darmlumen wird das Führungsteil infolge der körperwarmen Darmflüssigkeit ausgezeichnet gleitfähig und schont somit weitgehend die Schleimhaut bzw. die Darmwand.
- Das Gelatineführungsteil bleibt etwa 25 Minuten für den Schienungsvorgang stabil und für den Chirurgen gut handhabbar und beginnt sich erst dann allmählich aufzulösen. Beim späteren Entfernen der Darmschiene (nach etwa 10-20 Tagen) können somit keine Störungen auftreten, da sich die Sonde schon nach etwa 2-3 Stunden vollständig auflöst.
- Durch Zugabe von Visotrast in die Rezeptur kann röntgenologisch die Lage der Sonde und der Grad deren Auflösung kontrolliert werden.
- Das Gelatineführungsteil kann an jedes gewünschte Schlauchmaterial angeschlossen werden und ermöglicht insbesondere die Verwendung von Silikonschlauch, der aus medizinischer Sicht die günstigsten Eigenschaften hinsichtlich der Gewebeverträglichkeit aufweist.
- Aus ökonomischer Sicht ist die Herstellung einer Silikon-Darmschiene mit Gelatineführungsteil wesentlich kostengünstiger und technisch einfacher als die Herstellung von Gummiballon-Sonden.

Claims (2)

1. Führungsteil für Darmsonden, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einem Schaft (1) mit daran distal angeordneter olivenartiger Verdickung (2) besteht und daß der Schaft (1) aus einem proximalen starren Schaftteil (V) mit einem darin axial verlaufenden Sondenkanal (3; 5) zur Aufnahme der Darmsond.e und aus einem distaien flexiblen Schaftteil (1") aufgebaut ist.
2. Führungsteil für Darmsonden, dadurch gekennzeichnet, daß es vollständig aus auflösbarem Material, vorzugsweise Gelatine, besteht.
DD30856087A 1987-11-02 1987-11-02 Fuehrungsteil fuer darmsonden DD274130A3 (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD30856087A DD274130A3 (de) 1987-11-02 1987-11-02 Fuehrungsteil fuer darmsonden
DE19883820213 DE3820213C2 (de) 1987-11-02 1988-06-14 Führungssonde zur Dünndarmschienung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD30856087A DD274130A3 (de) 1987-11-02 1987-11-02 Fuehrungsteil fuer darmsonden

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD274130A3 true DD274130A3 (de) 1989-12-13

Family

ID=5593544

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD30856087A DD274130A3 (de) 1987-11-02 1987-11-02 Fuehrungsteil fuer darmsonden

Country Status (2)

Country Link
DD (1) DD274130A3 (de)
DE (1) DE3820213C2 (de)

Families Citing this family (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3943616C2 (de) * 1989-12-04 1994-05-11 Labotect Labor Tech Goettingen Instrumentensatz für den transvaginalen Gametentransfer und für die Tubenkatheterisierung
DE9107792U1 (de) * 1991-06-25 1991-09-12 Labotect-Labor-Technik, Göttingen, GmbH, 3406 Bovenden Instrumentensatz zum uterinen Embryonentransfer
US7699818B2 (en) * 2005-02-08 2010-04-20 Paul J. Gilbert Insertion system and methods for nasogastric tubes
CN100544674C (zh) * 2007-12-05 2009-09-30 中国人民解放军第三军医大学第一附属医院 用于探查窦道和瘘管的新型探针
DE102013004790B4 (de) 2013-03-20 2015-02-05 Jörn Ermisch Führungssonde mit einem Schlauch, insbesondere zur Behandlung des Dünn- und Dickdarmilieus, sowie Verfahren zur Herstellung
CN109069796B (zh) * 2016-02-10 2021-07-30 微仙美国有限公司 血管内治疗部位进入

Family Cites Families (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2824893C2 (de) * 1978-06-07 1980-04-24 Willy Ruesch Gmbh & Co Kg, 7053 Kernen Sonde zur enteralen Behandlung
DE3409663C2 (de) * 1984-03-16 1987-02-19 Fresenius AG, 6380 Bad Homburg Medizinische Sonde

Also Published As

Publication number Publication date
DE3820213A1 (de) 1989-07-13
DE3820213C2 (de) 1993-10-07

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP3272386B1 (de) Vakuumschwammdrainage
EP1152685B1 (de) Verformbares fibroskop mit verschiebbarem zusatzgerät
DE69828690T2 (de) Formerhaltende/-herstellende verpackung für sphinkterotome
DE69427901T2 (de) Kathetersystem für die gastrostomie
WO2009027065A1 (de) Trokarrohr, trokar, obturator bzw. rektoskop für die transluminale endoskopische chirurgie über natürliche körperöffnungen
DE29801204U1 (de) Jejunaler Nahrungszufuhrschlauch
DE10231004A1 (de) Proktoskop
DE102014224012B4 (de) Medizinisches Produkt sowie medizinisches Kit zur Ableitung von pathologischen Fluidansammlungen
EP2384708B1 (de) Einführvorrichtung für einen Ballonkatheter
DE69104473T3 (de) Sonde mit mehreren kanälen.
DE3820213C2 (de) Führungssonde zur Dünndarmschienung
EP2519172B1 (de) Punktionsnadelsystem
EP0999811B1 (de) Vorrichtung zur aufweitung und wiederherstellung des tränenkanals am menschlichen auge
WO2007057127A1 (de) Expandierbare vorrichtung zur einführung in organ- und/oder körperöffnungen
LU84341A1 (de) Verbesserung an chirurgischen geraeten
DE102012003129A1 (de) Drainagen und Platzierungssysteme zur endoskopischen Vakuumtherapie
DE9315610U1 (de) Führungskatheter zur Umintubation von oro- auf nasotrachealen Zugang
DE4238596C2 (de) Berge-Vorrichtung
LU601821B1 (de) Eine dreilumige nasojejunale Sonographie-Visualisierungssonde
DE19543011A1 (de) Vorrichtung zur transabdominellen intraluminalen Manipulation in Hohlorganen
US20070191875A1 (en) Apparatus to facilitate penetration into a body cavity or lumen formed by body tissue, and method for using same
Macalalag Multiple ureteral tubation for stones
DE202016102945U1 (de) Katheteranordnung zur therapeutischen Anwendung innerhalb eines Ösophagus, vorzugsweise bei Neugeborenen
DE3919063A1 (de) Vorrichtung zur behandlung des wurmfortsatzes mit aerztlichen instrumenten
DE4202844A1 (de) Vorrichtung zum durchstechen der bauchdecke

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee