DD274438A1 - Korrekturmittel zum abdecken falsch gesetzter zeichen - Google Patents

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DD274438A1
DD274438A1 DD31853188A DD31853188A DD274438A1 DD 274438 A1 DD274438 A1 DD 274438A1 DD 31853188 A DD31853188 A DD 31853188A DD 31853188 A DD31853188 A DD 31853188A DD 274438 A1 DD274438 A1 DD 274438A1
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DD
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masterbatch
correction
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vinyl acetate
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Application number
DD31853188A
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English (en)
Inventor
Hans-Joachim Baumann
Manfred Gebauer
Wolfgang Stark
Original Assignee
Leuna Werke Veb
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Abstract

Ziel der Erfindung ist die Entwicklung eines Korrekturmittels mit verbesserter Dispersionsstabilitaet im Langzeitgebrauch. Das Korrekturmittel besteht aus 20 bis 40 Ma.-% eines ueber Schmelzehomogenisierung hergestellten Masterbatches, der 20 bis 27 Ma.-% eiens Ethylen-Vinylacetat-Colymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 25 bis 35 Ma.-% und einer mittleren zahlenmaessigen Molmasse (Mn) von 1 500 bis 3 000 g/Mol als Bindemittel und 72 bis 80 Ma.-% eines Abdeckmittelgemisches, vorzugsweise Titandioxid und Kaolin, enthaelt, und aus 80 bis 60 Ma.-% eines organischen Loesungsmittels, vorzugsweise Ethylacetat, wobei erfindungsgemaess in dem Masterbatch 0,5 bis 1,5 Ma.-% eines Erdalkalistearates, vorzugsweise Calciumstearat enthalten sind.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung Das erfindungsgemäf.e Korrekturmittel eignet sich zum Abdecken falsch gesetzte, Zeichen. Unter Zeichen werden in Rahmen
der vorliegenden Erfi idung ganz allgemein falsch getippte Buchstaben, Wörter oder ganze Sätze verstanden.
Auch für handschriftliche Markierungen und dergleichen sowie gedruckte Zeichen eignet sich die vorliegende Erfindung. Charakteristik des bekannten Standes der Technik Falsch angebrachte Zeichen lassen eich durch Abkrauen oder Radieren entfernen. Diese Methode erfordert viel Zeit und führt zumeist dazu, daß die Papierunterlage oberflächlich zers'ört oder zerrissen wird. Aus diesem Grunde ist man dazu übergegangen, falsch angebrachte Zeichen abzudecken und dieso Stelle erneut zu beschriften. Es sind eine Reihe von Verfahren entwickelt worden, die entweder darauf beruhen, daß eine Misse auf fester Basis oder eine Abdeckflüssigkeit an der Stelle aufgebracht wird. Die sogenannten Korrekturblättchen bestehen aus einer Trägerfolie, auf die eine Abdeckmasse aufgebracht wurde. C 3 Abdeckmasse tnt'.iält zu etwa 90 bis 95% Abdeckpigment und der Rest sind Bindemittel. Als Pigment eignen sich Titandioxid, Magnesiumsilikate oder andere anorganische Weißpigmente. Heute finden als Korrekturmittel vielfach Abdeckflüssigkeiten Verwendung. Bei den Abdeckflüssigkeiten sind zwei Richtungen beschriften worden. Zum einen bestehen sie aus einer Lösung von Polymeren
in organischen Lösungsmitteln und zum anderen aus wäßrigen Dispersionen.
So sind aus den Patentschriften SU-PS 540897, SU-PS 552346 und DE-PS 2745735 Korrekturmittel auf Basis wäßriger Dispersionen bekannt, die im wesentlichen
- polymere Bindemittel (z.B. Polymethacrylatemulsionen, Polyvinylacetatemulsionen oder Polyvinylacetat-Maleinsäure-di-nbutylester-Copolymere),
- Netzmittel auf Basis von Polyphosphaten oder polymeren Acrylaten,
- Stabilisatoren und/oder Schönungsfarbstoffe,
- Schutzkolloide, z.B. Cellulosederivate und
- Abdeckmittel,z.B.Titandioxid,Talkum, usw
enthalten.
Die Korrekturmittel auf wäßrigor Basis haben aber den Nachteil, daß sich wagen der Löslichkeitseigenschaften keine
ausreichende Konzentration des Abdeckpigmentes und des Bindemi'.tels erzielen läßt. Dadurch haben Korrekturmittel dieser Artnicht die ausreichende Deckkraft. Ein weiterer Nachteil liegt darin, daß die Trocknungszeiten zu hoch sind.
Qie DE-OS 2823381 boschreibt eine Korrekturzusammen?etzi;ng, die ein fümbildendes Bindemittelmaterial, ein opakes Pigment
und ein flüchtiges, organisches Lösungsmittel für das Bindemittel enthält. Als Bindemittel wird Celluloseether eingesetzt und alsflüchtiges, organisches Lösungsmittel ein Gemisch aus Methylchloroform und Perchlorethylen.
Daneben können Weichmacher und Netzmittel für das Pigment eingesetzt werden. Bei den vorgeschlagenen Lösungen kommt es aber zu einer zu geringen Filmbildung durch das Bindemittel. Nachteilig ist
weiterhin, daß es oft zum Ausbluten der zu korrigierenden Stellen kommt.
Ein weiterer Nachteil ist, daß die Lösungen nicht stabil genug sind, so daß das Bindemittel zum Koagulieren neigt, und sich am Boden des Gefäßes absetzt und dann nicht mehr aufrührbar ist. Dadurch werden die Korrekturflüssigkoiten nach kurzer Zeit
unbrauchbar. Nachteilig ist auch, daß derartige Dispersionen während der Lagerung in Fläschchen, bei denen im Verschluß ein
Pinsel angebracht ist, um den Pinsel einen abgesetzten .Kuchen" (gelartiges Filtrat) bilden und dadurch die Pinselhaare
unbrauchbar machen. Die bekannten Korrekturmittel haben außerdem den Nachteil, daß sie zu stark glänzen, wodurch die
korrigierte Stelle besonders auffällig erscheint.
Es sind weiterhin aus den Patentschriften DD-PS 254586 und DD-PS 254585 Korrekturmittel bekannt, be'< denen als Bindemittel Ethylen-Vinylacetat-Copolymere eingesetzt werden und wobei vorzugsweise aus dem Bindemittel und dem Abdeckmittel bzw. Abdeckmittelgemisch über eine Schmelzehomogenisierung ein Masterbatch hergestellt wird, der dann in einem geeigneten Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch gelöst wird. Nachteilig ist dabei, daß die Korrekturmittel gewisse Cuai ätsschwankungen bezüglich der Homogenität der Dispersion zeigen,
so daß es in einigen Fällen beim Langzeitgebrauch zu Absetzerscheinungen kommt. Zur Verbesserung dieses Problems wird inder Patentschrift DD-PS 254584 vorgeschlagen, als Bindemittel ein Ethylen-Vinylacetat-Vinylalkohol-Terpolymeres einzusetzen.
Durch die teilweise Verseifung dor Vinylacetateinheiten wird zwar eine gewisse Verbesserung der Dispergierbarkeit erreicht,
aber gleichzeitig geht die Löslichkeit der Produkte zurück.
Ziel der Frilndung
Ziel der Erfindung ist dio Entwicklung einer Korrekturflüssigkeit zum Abdecken falsch gesotzter Zeichen, die eine ausreichende Oeckkraft besitzt, damit das korrigierte Zeichen nicht wieder durchscheint, die Übertippbarkeit mit dem neuen Zeichen gut ist und die Korrekturachicht nicht von der Korrekturstelle abblättert. Die erfindungsgemäße Korrekturflüssigkeit soll eine verbesserte Dispersionsstabilität aufwoisen, so daß es auch nach Langzeitlagerung beim Gebrauch zu keinen Qualitätsbeeintru'chtigungen kommt.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Ec bestand die Aufgebe, >_nter Verwendung von Ethylen-Vinylticetat-Copolymeren eine solche Korrekturmittelzusammensetzung zu entwickeln, die auch nach längerem Nichtgebrauch über eine ausreichende Dispersionsstabilität verfügt.
Die Aufgabe wurde gelöst durch ein Korrekturmittel zum Abdecken falsch gesetzter Zeichen auf Basis von 20 bis 40Ma.-% eines über Schmelzehomogenisierung hergestellten Masterbatches, der 20 bis 27 Ma.-% eines Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 25 bis 35Ma.-% und einer mittleren zahlenmäßigen Molmasoe (Mn) von 1500 bis 3000g/Mol als Sindemittel und 72 bis 80Ma.-% eines Abdeckmittels oder Abdeckmittelgemisches, vorzugsweise Titandioxid und Kaolin, enthält, und von 80 bis 60Ma.-% eines organischen Lösungsmittels, vorzugsweise Ethylacetat, wobei erfindungsgemäß in dem Masterbatch 0,5 bis 1,5Ma.-% eines Erdalkalisiearatec, vorzugsweise Calciumstearat, enthalten sind. Die Herstellung des erfindungsgemäßen Korrekturmittels erfolgt in zwei Schritten, wobei
1. der Masterbatch in Gegenwart von 0,5 bis 1,5 Ma.-% des Erdalkalistearates hergestellt und
2. der Masterbatch in den' Lösungsmittel gelöst bzw. dispergiert wird.
Die Erfindung wird anhand Her folgenden Ausführungsheispiele näher erläutert:
Ausführungsbeispiele
Im ersten Schritt wurde in einem Brabender-Plastographen über eine Schmelzehomogenisior<ing ein Masterbatch in den erfindungsgemäßen Bereichen hergestellt. Im zweiten Schritt wurde dieser Masterbatch in einem itmperiei baren Behälter unter Rühren in dem Lösungsmittel gelöst bzw. dispergiert.
Beispiel 1
Der Masterbatch bestand aus 20Ma.-% Ethylen-Vinylacetat-Copolymerem mit 30,4 Ma.-% Vinylacetat und einer mittleren Molmasse (Mn) von 2260g/Mol, aus 79,5Ma.-% eines Abdeckmittelgemisches (50 Ma.-% Titandioxid und 29,5 Ma.-% Kaolin) und aus 0,5Ma.-% Calciumstearat. Der Masterbatch wurde in Ethylacetat gelöst bzw. dispergiert, bei einem Verhältnis von 20 Ma.-% Masterbatch zu 80 Ma.-% Lösungsmittel. Die Korrekturflüssigkeit wurde in Fläschchen abgefüllt, in deren Verschluß ein Pinsel angebracht war.
Das Korrekturmittel wurde zur Korrektur falsch gesetzter Zeichen mit und ohne nachträglichem Überschreiben mit neuen Zeichen verwendet.
Die Abdeckkraft war gut und das nachträgliche Überschreiben brachte gute, exakto Konturen.
Die Klebrigkeit der Abdeckung wurde in Abwandlung des Wattebauschtestes zur Bestimmung der Klebrigkeit von Fußbodenpflegemitteln nach Chem. Industrie, Augsburg, Jhg. 1968, vom 17.8.1972, mit dem modifizierten Gerät nach Dr.von Rosenberg ermittelt.
".ur Messung wurde ein gloichmäßig verteilter kleiner Wattebausch (etwa 0,05 g Polierwatte), der vorher mindestens 24 h bei Normalklima lagerte, mit dem 0,5kg schweren Stempel von 1,0cm2 Auflagefläche unter 5kg zusätzlicher Belastung 15 Minuten auf die zu prüfende Korrekturstelle gedruckt. Das Aufsetzen des 5 kg Gewichtes erfolgt langsam, ohne zusätzliche Belastung.
Nach 15 Minuten wurde entlastet und die Entfernbarkeit des Wattebausches beurteilt. Der Wattebausch fallt beim Kippen des Bpgens um 90° und leichtem Anstoßen ab, was der Einstufung „sehr gut" entspricht. Die Elastizitätsprüfung erfolgt in Abwandlung der von Fußbodenpflegemitteln nach Chem. Industrie, Augsburg, Jhg. 1968, vom 17.8.1972. Dazu wurde das korrigierte Papier 48h bei Normalklima gelagert. Darauf der A4-Bogen zweimal in Querrichtung über ein 2"-Roh gebogen, so daß die beiden Papierenden parallel zueinander standen, wobei die korrigierte Fläche nach außen weisen muß. Die Einschätzung erfolgte gemäß der vorgeschlagenen Bewertung (sehr gut: keine Einwirkung; gut: Trübung, Haarrisse; schlecht: starke Risse, oder Abplatzen).
Es zeigt sich an den korrigierten Stellen keine Einwirkung, das heißt, sie war sehr gut.
Die Korrekturflüssigkeit wurde über drei Monate ohne Bewegung gelagert und danach wiederholt zur Korrektur eingesetzt. Es zeigte sich, daß auch bei längerer Lagerzeit eine gute Dispersionsstabilität und Verstreichbarkeit erhalten bleibt.
Belcplel2
Der Masterbatch bestand aus 25,5 Ma.-% eines Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren mit 25,4 Ma.-% Vinylacetat und einer mittleren Molmasse (Mn) von 1560g/Mol, aus 73,0Ma.-% eines Abdeckmittelgemisches (50Ma.-% Titandioxid und 23Ma.-% Kaolin) Lnd aus 1,5Ma.-% Calciumstearat. Der Masterbatch wurde in Ethylacetat gelöst bzw. dispergiert, bei einem Verhältnis von 31 Ma.-% Masterbatch und 69Ma.-% Lösungsmittel. Die Prüfung erfolgte analog Beispiel 1. Es wurden ähnliche Ergebnisse erhalten.
Beispiel 3
Der Masterbatch bestand aus 27 Ma.-%Ethylen-Vinylacetat-Copolymeren mit einem Vinylacetatgehalt von 34,8Ma.-%undeinei mittleren Molmasse (Mn) von 2980g/Mol, aus 72 Ma.-% eines Abdeckmittelgemisches (50 Ma.-% Titandioxid und 22Ma.-% Kaolin) und aus 1,0Ma.-% Calciumstearat. Der Masterbatch wurde in Ethylacetat gelöst bzw. dispergiert, bei einem Verhältnis von 40Ma.-% Masterbatch und 60Ma.-% Lösungsmittel.
Dia Prüfung erfolgt analog Beispiel 1. Es wurden ähnliche Ergebnisse erhalten. Vergleichsbeispiel Ea wurde analog DD-PS 254584, Beispiel 1, verfahren. Das erhaltene Korrekturmittel wurde im Langzeitbetrieb lit dem erfindungsgemäßen Korrekturmittel verglichen. Das Vergleichsmittel zeigte bereits nach 4 Wochen eine geringere Dispersionsstabilität gegenüber dem erfindungsgemäßun Korrekturmittel. Auch ein nachträglicher Zusatz von 0,5 bis 1,5Ma.-% Calciumstearat, bezogen auf den Masterbatch-Anteil in DD-PS 254G84 zu
dem Korrekturmittel brachte keine wesentliche Verbesserung.

Claims (2)

1. Korrekturmittel zum Abdecken falsch gesetzter Zeichen auf Basis von 20 bis 40 Ma.-% eines über
Schmelzehomogenisierung hergestellten Masterbatches, der 20 bis 27 Ma.-% eines Ethyien-Vinylacetat-Copolymeren mit^oinem Vinyiacetatgehalt von 25 bis 35Ma.-% und einer mittleren
zahlenmäßigen Molmasse (Mn) von 1500 bis 3000g/Mol als Bindemittel und 72 bis 80Ma.-% eines Abdeckmittels oder Abdeckmittelgemisches, vorzugsweise Titandioxid und Kaolin, enthält und von 80 bis 60Ma.-% eires organischen Lösungsmittels, vorzugsweise Ethylacetat, dadur'.ι
gekennzeichnet, caß in dem Masterbatch 0,5 bis 1,5Ma.-% eines Erdalkalistearates enthalten sind.
2. Korrekturmittel nbch Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Masterbatch als Erdalkalistearat Calciumstearat enthalten ist.
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