DD274701B1 - Elektrischer glockenlaeuteantrieb - Google Patents

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    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10KSOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10K1/00Devices in which sound is produced by striking a resonating body, e.g. bells, chimes or gongs
    • G10K1/28Bells for towers or the like
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    • G10K1/344Operating mechanisms for an oscillating bell which is driven once per cycle
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Abstract

Die Erfindung des elektrischen Glockenläuteantriebes betrifft eine Anordnung, deren Ziel darin besteht, eine Glocke in Pendeibewegungen zu versetzen, um ihre Intonation zu erreichen. Aufgabengemäß wird dabei die Anzahl der eingesetzten mechanischen Bauelemente verringert. Erfindungsgemäß geschieht dies dadurch, daß ein von einer elektronischen Vorrichtung gesteuerter Linearmotor mit den von ihm erzeugten Schubkräften auf eine Reaktioriocchiene mit Glockenjoch wirkt und somit die Glocke zum Hin- und Herschwingen bringt.

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Erzeugen von Pendelbewegungen von Glocken, die durch Hin- und Herschwingen geläutet werden.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Die bisher bekannten elektrischen Läutevorrichtungen bestehen im wesentlichen aus dem Läuterad, dem Kraftübertragungselement, typischerweise eine Treibkette, Keilriemen oder Seilzug, und dem Rotationsmotor. Weiterer Bestandteil ist die elektrische oder elektronische Steuerung des Motors.
Beispielsweise beschreibt die Schrift DD-AP 22302 einen typischen elektromechanischen Glockenläuteantrieb mit Rotationsmotor. Am Glockenjoch ist zentrisch zur Schwingachse ein Läuterad befestigt, in dem ein Seil läuft. Dieses Seil geht im unteren Abschnitt in eine Kette über, die mit einem Ritzel auf der Getriebewelle des Motors in Eingriff steht. Auf der gegenüberliegenden Seite des Rotationsmotors ist ein Kontaktwerk zur Steuerung der Motorbewegung angebracht. Es besteht im wesentlichen aus ζ v/ei auf der Getriebewelle des Motors fest angebrachten, gegenseitig versetzten Reibnocken mit Gleitflächen und zwei auf dieser Welle lose angebrachten Kontaktpendeln.
Als Vertreter einer Glockenläutemaschine mit reversierbarem Antriebsmotor, der über eine elektronische Steuerung betrieben wird, sei die DE-OS 3505062 angeführt. Sie besitzt eine Steuervorrichtung, die dem Antriebsmotor eine variable Energie zuführt, wobei nach dem Hochläuten der eingeschwungene Zustand der Glocke durch Verkürzung der Einschaltdauer oder des Einschaltweges pro Schwingung gehalten wird und der eingeschwungene Zustand als Sollwert für den Ausschwingwinkel vorgegeben ist.
Eine weitere Möglichkeit zur Ansteuerung ist der DE-PS 3310567 entnehmbar. Bei dieser Glockenläutemaschine soll eine pendelnd aufgehängte Kirchenglocke durch Anstoßen mittels eines reversierbaren Elektromotors, der über eine Antriebskette oder über Keilriemen mit dem Glockenjoch verbunden ist, in Schwingungen versetzt werden. Zur Steuerung des Antriebsmotors wird die jeweilige Winkelgeschwindigkeit der Glocke über einen mit der Antriebswelle des Antriebsmotors zusammenwirkenden Tacho-Generator erfaßt.
Der Antriebsmotor wird innerhalb eines Fensterbereichs, der durch den vorgegebenen oberen und unteren Winkelgeschwindigkeitswert definiert ist, angetrieben.
Aus den bekannten technischen Lösungen ist ersichtlich, daß ein hoher technischer Aufwand bei der Installation und beim Betrieb erforderlich ist, um einen sicheren Betrieb zu ermöglichen. Das ist insbesondere in den mechanischen Kraftübertragungsgliedern begründet, die einem Verschleiß unterliegen.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, eine verschleiß· und wartungsarme, mit hoher Zuverlässigkeit und längerer Nutzungsdauer arbeitende Vorrichtung zum Läuten von Glocken zu schaffen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung Ist es, die Anzahl der eingesetzten mechanischen Bauelemente zu verringern und den Einsatz eines, bezüglich der technischen Parameter optimal gestalteten, Antriebselements zu ermöglichen.
Erfindungsgemäß geschieht dies durch einen mit einer elektronischen Motorsteuerung ausgerüsteten Linearmotor, dessen Schubkräfte über einen Luftspalt auf eine mit dem Glockenjoch starr verbundene Reaktionsschiene wirken.
Ausführungsbelsplel Die Erfindung wird nachstehend an einem Ausführungsbeispiel erläutert. In der Zeichnung zeigen Fig. 1: Läuteeinrichtung mit Planlinearmotor, sektorförmiger Reaktionsschiene und Motorsteuerung Fig.2: Läuteeinrichtung mit bogenförmigem Linearmotor, bogenförmiger Reaktionsschiene und Motorsteuerung Flg.3: Läuteeinrichtung mit Planlinearmotor, bogenförmiger Reaktionsschiene und Motorsteuerung.
Die von einem als Primärteil fungierenden Linearmotor 1 abgegebenen Schubkräfte werden von einer Reaktionsschiene 2 (als Sektorscheibe ausgebildetes Sekundärteil), die fest mit dem Glockenjoch verbunden ist und durch einen Luftspalt getrennt dem Linearmotor 1 gegenüber steht, aufgenommen, und solange zur Wirkung gebracht, bis die Glocke 3 in der Auslenkung im Punkt A zum ersten Stillstand kommt (Fig. 1). Danach wird der Linearmotor 1 umgesteuert; es wird eine entgegengesetzt wirkende Schubkraft erzeugt, die zum Ausschwingen bis zum Punkt B zum zweiten Stillstand fuhrt usw. Dieser richtungswechselnde Antriebsvorgang zur Überwindung des durch die Massenträgheit verursachten Beharrungsvermögens der Glocke 3 in der Startphase des Läutevorganges wird solange betrieben, bis die Glocke 3 ihre volle Intonation erreicht hat. Für die Aufrechterhaltung des Läutovorganges sind dann Im Gegensatz zur Startphase nur kleine Energiezusteuerungen erforderlich, um die Summe dei Reibungsverluste - vornehmlich verursacht durch die Lager der Glocke 3 - auszugleichen. Durch entsprechende Gegensteuorung des Linearmotors 1 kann ein Abbremsen des Läutevorganges erreicht werden, falls das freie Ausschwingen nicht erwünscht ist.
Zur Erzeugung der Pendelbewegungen der Glocke 3 kommt im Zusammenwirken mit dem Linearmotor 1 eine elektronische Motorsteuerung 4 zum Einsatz. Diese Motorsteuerung 4 besteht aus einem Leistungsschalter (Triac), einem Richtungswechsler, einem Bewegungs- und Stillstandsdetektpr sowie Auswerteelektronik.
Dieser Teil der Erfindung rieht vor, daß die von der angetriebenen Raaktionsschiene 2 abgegebenen Impulse eines Rasters einem Integrator zugeführt werden, der feststellt, welche Geschwindigkeit und Lage die schwingende Glocke 3 besitzt. Die Rasterimpulse werden optoelektronisch von einer zahn-oder kammähnlichen Einrichtung auf der Reaktionsschieno 2 gewonnen und dem Steuerblock zugeführt.
In Abhängigkeit von den räumlichen Gegebenheiten im Glockenstuhl können in Abwandlung der unter Fig. 1 dargestellten Anordnung die Konstruktionselemente Linearmtor 1, Reaktionsschiene 2 und Glocke 3, wie unter Fig.2 bzw. 3 dargestellt, angeordnet werden, wobei Linearmotor 1 und Reaktionsschiene 2 dann gegebenenfalls in anderen geometrischen Formen zur Anwendung kommen. In Abhängigkeit von den räumlichen Gegebenheiten im Glockenstuhl und/oder der Masse der Glocke 3 sind entsprechend des Leistungsvermögens des Linearmotors 1 mehrere Linearmotoren 1 (Linearmotorblöcke) zu einem erfindungsgemäßen Antrieb zusammenzufügen, wobei sekundärseitig dann eine oder mehrere Reaktionsrchienen 2 angebracht sind.

Claims (8)

1. Elektrischer Glockenläuteantrieb zum Läuten von hin- und herschwingenden Glocken, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Glockenjoch eine Reaktionsschiene (2) starr verbunden ist und der Reaktionsschiene (2) ein mit einer elektronischen Motorsteuerung (4) ausgerüsteter Linearmotor (1) zugeordnet ist.
2. Elektrischer Glockenläuteantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß einem ersten Pianlinearmotor (1) ein zweiter gegenüber angeordnet ist (Doppelstatorausführung), wobei sich die sektorförmige Reaktionsschiene (2) zwischen den Planlinearmotoren (1) bewegt.
3. Elektrischer Glockenläuteantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der sektorförmigen Reaktionsschiene (2) auf einer Seite mehrere Planlinearmotoren (1) zugeordnet sind.
4. Elektrischer Glockenläuteantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die sektorförmige Reaktionsschiene (2) zwischen zwei Reihen mehrerer Planlinearmotoren (1) angeordnet ist.
5. Elektrischer Glockenläuteantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehreren in einer Fluchtlinie angeordneten sektorförmigen Reaktionsschienen (2) zwei oder mehrere Planlinearmotoren (1) auf einer oder beiden Seiten zugeordnet sind.
6. Elektrischer Glockenläuteantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Linearmotor (1) und Reaktionsschiene (2) bogenförmig ausgebildet sind.
7. Elektrischer Glockenläuteantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Linearmotor (1) als Planlinearmotor und die Reaktionsschiene (2) bogenförmig ausgebildet sind.
8. Elektrischer Glockenläuteantrieb nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehreren in einer Fluchtlinie angeordneten bogenförmigen Reaktionsschienen (2) zwei oder mehrere Planlinearmotoren (1 l am äußeren oder inneren bzw. äußeren und inneren Kreisbogen der Reaktionsschiene (2) angeordnet sind.
DD31880688A 1988-08-09 1988-08-09 Elektrischer glockenlaeuteantrieb DD274701B1 (de)

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DD274701A1 DD274701A1 (de) 1989-12-27
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AT35885B (de) * 1908-03-27 1909-01-25 Johan Victor Wengelin Elektromagnetische Getriebevorrichtung für Kirchenglocken, Pendel oder andere schwingende Teile.
DE3310567C2 (de) * 1983-03-23 1985-12-12 Paul 8263 Burghausen Salomon Verfahren zum Steuern des Antriebsmotors einer Glockenläutmaschine sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens

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DD274701A1 (de) 1989-12-27
DE3925967C2 (de) 1993-06-17
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