DD274821A1 - Verfahren zur herstellung von fluorierten methylsulfensaeurechloriden - Google Patents

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DD274821A1
DD274821A1 DD31884488A DD31884488A DD274821A1 DD 274821 A1 DD274821 A1 DD 274821A1 DD 31884488 A DD31884488 A DD 31884488A DD 31884488 A DD31884488 A DD 31884488A DD 274821 A1 DD274821 A1 DD 274821A1
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fluoride
acid chloride
acid chlorides
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DD31884488A
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Ingeburg Lehms
Reinfried Kaden
Walfried Oese
Dieter Mross
Werner Kochmann
Dieter Ziegenhagen
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Nuenchritz Chemie
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von fluorierten Methylsulfensaeurechloriden, die als Zwischenprodukte zur Herstellung von Pflanzenschutzmitteln Anwendung finden. Ziel der Erfindung ist ein einfaches und oekonomisch guenstiges Herstellungsverfahren. Erfindungsgemaess wird Trichlormethylsulfensaeurechlorid unterhalb seines Siedepunktes mit Metallfluorid oder -oxifluorid zu Monofluordichlormethylsulfensaeurechlorid, Difluormonochlormethylsulfensaeurechlorid und Trifluormethylsulfensaeurechlorid umgesetzt.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung fluorierten Methylsulfensäurechloriden der allgemeinen Formel FnCUCSCI,
worin η = 1,2 oder 3 ist. Anwendung finden fluorierte Methylsulfensäurechloride als Zwischenprodukte zur Herstellung von Pflanzenschutzmitteln.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik Zur Herstellung fluorierter Alkylsulfensäurechloride sind nur wenige Verfahren bekannt. Gemäß J. allg. Chem. (russ.) 29 (1959) 3401 erfolgt die Umsetzung von Trichlormethylsulfensäurechlorid bei Raumtemperatur
mit einem etwa 12fachen Überschuß an wasserfreiem Fluorwasserstoff. Erst nach 4 Tagen ist
Monofluordichlormethylsulfensaurechlorid in Masseanteilen von 23% entstanden. Höher fluorierte Verbindungen sind nicht
nachweisbar.
InJ. allg. Chem. (russ.)29 (1959) 2163 und 3787 werden Umsetzungen von Trichlormethylsulfensäurechlorid mit Antimonfluorid/
-chlorid im Autoklaven in ehr Flüssigphase beschrieben. Da mehrfach fluorierte Alkylsulfensäurechloride erst bei höheren
Temperaturen entstanden, wird zunächst Trichlormethylsulfensäureamid hergestellt und dann fluoriert. Durch Zugabe von Salzsäure entstehen die entsprechenden Fluor-Chlor-Methylsulfensäurechloride. GÖLITZ beschreibt in Z. anorg. Chem. 28 (1964) 327 bzw. in Angew. Chem. (1967) 686 die Umsetzung von Trichlormethylsulfensäurechlorid in der Gasphase bei 423K in Gegenwart von aktivem Kaliumfluorid, das dutch Abbau von Kaliumfluorosulfit erhalten wurde. Hierbei entstehen zunächst fluorierte Halogenalkylsulfensäurefluoride, die sich rasch bei Ruumtemperatur in die isomoren fluorierten Halogenalkylsulfensäurechloride umlagern. In J. org. Chemistry 25 (1960) 2016 wird die Umsetzung von Trichlormethylsulfensäurechlorid und Natriumfluorid in einem
organischen Lösungsmittel unterhalb 373K beschrieben. Während ein- und zweifach fluorierte Alkylsulfensäurechloride direkt entstehen, wird das dreifach fluorierte erst durch chlorolytische Spaltung aus dem entstandemem F3C-S-S-CF3 erhalten.
Gemäß Angew. Chem. 76 (1964) 807 und Angew. Chem. 74 (1962) 189 ist es möglich, aus (F3CS)2Hg, das im Autoklaven bei 523 K
aus Schwefelkohlenstoff und Quecksilberfluorid erhalten wurde, durch Chlorierung Trifluormethylsulfensäurechlorid herzustellen. In „Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung", Georg Thieme Verlag Stuttgart, 1977, S. 139, beschreibt
K. H. BÜCHEL die Umsetzung von Perchlormethylmercaptan mit FlußsHure zu Fluordichlormethansulfenylchlorid. Nachteil aller zitierten Verfahren ist, daß es sich um Laborverfahren handelt. Die fluorierten Halogenalkylsulfensäurechloride
wurden vorzugsweise für spezielle analytische Nachweise bzw. reaktionskinetische Untersuchungen hergestellt. Trotz großen ökonomischen und technischen Aufwandes waren die erreichten Ausbeuten gering.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist ein einfaches und ökonomisch günstiges Verfahren zur Herstellung von fluorierten Methylsulfensäurechloriden.
Darlegung des Wesens der Erfindung Aufgabe der Erfindung war es, ein Verfahren zur Herstellung fluorierten Methylsulfensäurechloriden der al.'-jemeinen Formel FnCis-nCSCI, worin η = 1,2 oder 3 ist, zu entwickeln, mit dem durch direkte Umsetzung leicht zugänglicher Ausgangsstoffe ohne
großen technologischen Aufwand eine hohe Ausbeute zu erreichen ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst, wenn Trichlormethylsulfensäurechlorid unterhalb seines Siedepunktes mit Metallfluorid oder -oxidfluorid umgesetzt wird. Trichlormethylsulfensäurechlorid und Metallfluorid oder -oxifluorid, z. B. Eisen-Il-Fluorid, Eisen-lll-fluorid, Eisenoxifluorid, Chrom-lll-fluorid oder Aluminiumfluorid, werden z. B. in einem Reaktionsgefäß aus Glas gemischt und bis knapp unter 423K am Rückfluß erhitzt. Die Umsetzung verläuft ohne weitere Energiezufuhr. Nach Abtrennung des gebildeten Metallhalogenid- Niederschlages wird das Reak'ionsprodukt einer fraktionierten Destillation unterzogen. Es werden Monofluordichlormethylsulfensäurechlorid, DifluormonochlormethylsulfensäurechloridundTrifluormethylsulfensäurechlorid
erhalten.
Vorteil der erfindungsgernäSen Lösung ist die direkte Umsetzung leicht zugänglicher Ausgangsstoffe in kurzer Zeit mittels einer
einfachen Technologie.
Ausfdhrungtbelsplel Die Apparatur zur Herstellung von fluorierten Methylsulfensäurechloriden besteht aus Reaktionsgefäß, Rückflußkühler und Destinations« ufsatz. Trichlormethylsulfensäurechlorid und Metallfluorid oder -oxifluorid werden im Reaktionsgefäß vermischt und bis knapp unter
423 K erhitzt. Die Umsetzung erfolgt ohne weitere Energiezufuhr. Nach Abkühlung auf Raumtemperatur wird der
Metallhaiogenid-Niederschlag abgetrennt und das Reaktionsprodukt einer fraktionierten Destillation unterzogen. Je nach Wahl der fluorhaitigen Mtttallverbindung und des MolverhlJtnisses der Reaktionspartner kann die Zusammensetzung
des Reaktionsproduktes variiert werden.
In Tabelle 1 sind die Beispiele zusammengestellt. Die %-Angaben iinci Masseanteile. Tabelle 1
Bsp. Ausgangsstoffe Metallverb. Reaktionsprodukte F2CICSCI F3CSCI unumgesetiies
Nr. CI3CSCI Mol FCI2CSCI % % CI3CSCI
Mol 0,45 Fe2F6 % 21,4 12,5 %
1 1 0,7 FeF2 66,1 40 2 0
2 1 0,5 FeF3 58 18 18,1 0
3 1 1,5 FeOF 63,9 19 17 0
4 1 0,3 CrF3 64 14,7 11,3 0
5 1 0,5 CrF3 66,7 9 39 7,3
6 1 0,7 CrF3 52 15,6 42 0
7 1 1,0 AIF3 42,4 10,5 1,8 0
8 I 1,67 AIF3 61,8 67,4 Spuren 25,9
9 I 8,4 24,2

Claims (2)

1. Vorfahren zur Herstellung von fluorierten Methyisulfensäurechloride der allgemeinen Formel FnCI3^CSCI, worin η = 1,2 oder 3 ist, dadurch gekennzeichnet, daß Trichlormethylsulfensäurechlorid unterhalb seines Siedepunktes mit Metallfluorid oder*- oxidfluorid umgesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Metallfluorid oder -oxifluorid Verbindungen von Eisen, Chrom oder Aluminium eingesetzt werden.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2011080752A1 (en) * 2010-01-04 2011-07-07 Keki Hormusji Gharda A method for preparation of perfluoroalkyl sulfenyl chloride
CN103755600A (zh) * 2013-12-27 2014-04-30 爱斯特(成都)医药技术有限公司 N,n-二甲基-n-苯基-(n-氟二氯甲硫基)-磺酰胺的合成工艺

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