DD274874A1 - Verfahren zum einschweissen eines passstueckes in zwei rohrenden und passstueck zur durchfuehrung des verfahrens - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einschweissen eines Passstueckes ueber eine innere Schweissbadsicherung in zwei Rohrenden, insbesondere zur Reparatur eines schadhaften Rohres in eng aneinanderliegenden Rohren in einer Rohrwand, z. B. in einer Membranrohrwand eines Dampfkessels, wobei das schadhafte Rohr herausgetrennt wird und die Rohrenden sowie die Passstueckenden mit Schweissnahtfasen versehen werden. Dabei wird das eine Rohrende ausgebogen, das mit je einem inneren Schweissbadsicherungsansatz versehene Passstueck in das ausgebogene Rohrende eingesteckt, dieses Rohrende in die Ausgangslage zurueckgebogen, das Passstueck in das andere Rohrende eingeschoben und entsprechend der Wurzelspaltausbildung fixiert sowie in bekannter Weise ein- und verschweisst. Das Passstueck ist dabei mit inneren Schweissbadsicherungsansaetzen aus einem Rohrstueck gebildet.
Description
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einschweißen eines Paßstückes über eine innere Schweißbadsicherung in zwei Rohrenden, insbesondere zur Reparatur eines schadhaften Rohres in eng aneinanderliegenden Rohren in einer Rohrwand, ζ. Β. in einer Membranrohrwand, eines Dampfkessels sowie ein Paßstück zur Durchführung des Verfahrens.
Die Reparatur eines schadhaften Rohrteiles an der Membranrohrwand eines Dampfkessels erfolgt durch eine Reparaturschweißung, indem das schadhafte Rohrteil mechanisch herausgekonnt wird, die freien Rohrenden zur Reparaturseite elastisch herausgebogen, die Rohrenden der herausgebogenen Rohre und des vorbereiteten Paßstückes mit Schweißnahtfasen versehen und untereinar der dichtgeschweißt werden. Dabei werden die Rohrenden des unteren und des oberen Rohres und die beiden Rohrenden des Paßstückes mit einer speziellen Schweißnahtfase versehen, welche auf der feuerraumseitigen Rohrhälfte sine unsymmetrische V-Nahtvorboreitung aufweist (DD-PS 232098). Mit der unteren Schweißnaht beginnend, wird diese von der Reparaturseite so hergestellt, daß die Schweißnaht von hinten aufgebaut wird. Anschließend wird dieser Vorgang ebenfalls an der oberen Schweißnaht durchgeführt. Durch die Schrumpfspannungen sowie durch die elastischen Rückbiegekräfte werden die Rohrenden mit dem angeschweißten Paßstück in die Ausgangslage gebracht.
Die Nachteile bestehen darin, daß diese Verfahren keine hochwertigen Schutz-Gasschweißverfahren zulassen, da die Druckunterschiede im Rohrsystem bzw. zwischen der Atmosphäre und dem Kesselinneren eine Schutzgasformierung in der Nähe der Schweißnc ht unmöglich machen. Das nach diesen Verfahren angewandte Gas-Handschweißen erbringt verfahrensbedingt ni:ht die erforderlichen Qualitätsanforderungen in der Dampf- und Drucktechnik.
Zur Vermeidung des Eindringens von Schweißperlen bei der Elektro-Mandschweißung eines Paßstückes ist auch vorgeschlagen worden, das Paßstück über Hülsen in die Rohrenden zu fixieren und entsprechende Schweißnähte herzustellen. Diese Hülsen ermöglichen oas genannte Schweißverfahren, mit dem auch die erforderlichan Festigkeitskennwerte arreicht werden. Durch die verfahrensbedi,->qten Kerben und Spannungskonzentrationen an diesen Hülsen wird die Entstehung von Rissen und der vorzeitige Bauteil ausfall vorprogrammiert. Diess Variante kann deshalb keine Dauerlösung darstellen. Auch deshalb nicht, weil der Aufwand für die Montage (Einfädeln Hülsen in Rohrenden, Einfädeln Hülsen in Paßstück, Fixierung der Hülsen und des Paßstückes) unter Baustellenbedingungen sehr hoch ist und keine Kontrolle für eine ordnungsgemäße Montage möglich ist. Es ist daher wiederum vorgeschlagen worden, zur Anwendung von Qualitätsschweißverfahren das Einschweißen des Paßstückes über die ausgebogenen Rohrenden und spezieller Schweißnahtfasen sowie Schweißreihenfolgen zu erreichen. Diese Technologie erfordert jedoch erhebliche Aufwendungen für das Aus- und Zurückbiegen der Rohrenden mit den sich daraus ergebenden Zusatzspannungen für die Schweißstelle, für da s Verschweißen der Wurzelspalte oder für die Anfertigung eines zusätzlichen keilförmigen Paßstückes.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist, ein wesentlich vereinfachtes Verfahren zum Einschweißen eines Paßstückes zu entwickeln.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, neue Verfahrensschritte durch ein besonders gestaltetes Paßstück mit integrierter Schweißbadsicherung zu finden.
Dies wird dadurch erreicht, daß erfindungsgemäß das eine Rohrende ausgebogen, das mit je einem inneren Schweißbadsichorungsansatz versehene Paßstück in das ausgebogene Rohrende eingesteckt, dieses Rohrende in die Ausgangslage zurückgebogen, das Paßstück in das andere Rohrende eingeschoben und entsprechend der Wurzelspaltausbildung fixiert sowie in bekannter Weise ein- und verschweißt wird.
Zur Realisierung des Verfahrens besteht das Paßstück aus einem Rohr mit gleichen oder ungleicher. Durchmesserverhältnissen bezogen auf die Rohrenden und den Schweißbadsicherungsansätzen.
Ausführungsbeispiel
An einem Ausführungsbeispiel wird die Erfindung näher erläutert. Die Zeichnung zeigt:
Fig. 1: Die Ausbildung und Anordnung des Paßstückes mit gleichem Außondurchmesser unc' qrößerer Wandstärke Fig. 2: Die Ausbildung und Anordnung des Paßstückes mit kleinerem Außendurchmesser ur gleicher Wandstärke Fig. 3: Die Ausbildung und Anordnung des Paßstückes mit gleichem Außendurchmesser und gleicher Wandstärke Fig. 4: Die schematische Darstellung der Verfahr enssrhritte zum Einbringen des Paßstückes zwischen die Rohrenden
Die Rohrenden 1; 1.1 sind nach Heraustrennen der schadhaften Rohrteile und Trennen der Stegteile zwischen den bestehenden Rohren und dem schadhaften Rohrteil sowie den Rohrenden 1; 1.1 innerhalb einer Membranrohrwand eines Dampfkessels gebildet worden (Fig. 1}. Entsprechend dem Abstand zwischen den Rohrteilen 1; 1.1 ist die Länge des Paßstückes 2 zuzüglich der Längen der Schweißbadsicherungsansätzo 6; 6.1 zi< bilden. Die Länge des Schweißbadsicherungsansatzes 6 ist mit größer einmal bis kleiner zweimal und die des Ansatzes 6.1 größer einmal der Breite des Wurzelspaltes 4 festgelegt.
Die Rohrenden 1; 1.1 und die Fnden des Paßstückes 2 sind mit den Schweißnahtfasen 7 entsprechend der Technologie als Einseiten- oder Zweiseiten-Schweißverfahren versehen.
Das Paßstück 2 weist eine größere Wandstärke als die Wandstärke der Rohrenden 1; 1.1 auf (Fig. 1). so daß die Festigkeitseigenschaften des Paßstückes 2 gleich oder geringer als die der Rohrenden 1; 1.1 wählbar sind.
Das Paßstück 3 (Fig. 2) weist die gleiche Wandstärke entsprechend die der Rohrenden 1; 1.1 auf, besitzt aber einen .twa 1... 2 mm geringeren Innendurchmesser als die Roh enden 1; 1.1.
Das Paßstück 5 (Fig.3) weist die gleiche Wandstärke und den gleichen Außendurchmesser entsprechend den Rohrenden 1; 1.1 auf. Die Schweißbadsicherungsansätze 8; 8.1 sind kraft- und formschlüssig mit dem Paßstück 5 verbunden. Die Länge der über das Paßstück 5 ragenden Teile der Ansätze 8; 8.1 entspricht der der Ansätze 6; 6.1 der Paßstücke 2; 3 (Fig. 1 und 2).
Die Schweißbadsicherungsansätze 6; 6.1; 8; 8.1 sind zum leichteren Einpassen und Fixieren in die Rohrenden 1; 1.1 mit in der Längsachse liegenden Schlitzen versehen.
Ebenso ist es möglich, das Paßstück 2; 3; 5 mit den Schweißbadsichorungsansätzen 6; 6.1; 8; 8.1 in Längsachse symmetrisch oder asymmetrisch als Paßstückteile auszubilden.
Die Montage des Paßstückes erfolgt so (Fig.4), daß das freie Rohrende 1.1 herausgebcgen (Arbeitsschritt I), das Paßstück 2; 3; 5 mit dem Schweißbadsicherungsansatz C.1; 8.1 in das Rohrende 1.1 eingesteckt (Arbeitsschritt II), dieses Rohrende 1.1 danach in die Ausgangslage zurückgebogen (Arbeitsschritt III), das Paßstück 2; 3; 5 in das Rohrende 1 eingeschoben und entsprechend der Breite des Wurzelspaltes 4 (Arbeitsschritt IV) fixiert wird. Danach wird das Paßstück 2; 3; 5 mit den Rohrenden 1; 1.1 entsprechend der vorgesehenen Technologie als Einseiten- oder Zweiseiten-Schweißverfahren eingeschweißt.
Durch die Erfindung wird erreicht, daß mit einfachen Mitteln und Verfahrensschritten ein Qualitätsschweißverfahren 'durchführbar ist.
Claims (7)
1. Verfahren zum Einschweißen eines Paßstückes über eine innere Schweißbadsicherung in zwei Rohrenden, insbesondere zur Reparatur eines schadhaften Rohros in eng aneinanderliegenden Rohren in einer Rohrwand, ζ. B. in einer Membranrohrwand eines Dampfkessels, wobei das schadhafte Rohr herausgetrennt wird und die Rohrenden sowie die Paßstückenden mit Schweißnahtfasen versehen werden, gekennzeichnet dadurch, daß das eine Rohrende ausgebogen, das mit je einem inneren Schweißbadsicherungsansatz versehene Paßstück in das ausgebogene Rohrende eingesteckt, dieses Rohrende in die Ausgangslage zurückgebogen, das Paßstück in das andere Rohrende eingeschoben und entsprechend der Wurzelspaltausbildung fixiert sowie in bekannter Weise ein- und verschweißt wird.
2. Paßstück zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, wobei das Paßstück Schweißnahtfasen aufweist und Schweißbadsicherungen vorgesehen sind, gekennzeichnet dadurch, daß das Paßstück mit inneren Schweißbadsicherungsansätzen aus einem Rohrstück gebildet ist.
3. Paßstück nach Anspruch 2, gekennzeichnet dadurch, daß das Rohrstück mit einem Außendurchmesser gleich dem und einer Wandstärke größer als der des zu reparierenden Rohrstückes ausgebildet ist und daß aus dem Paßstück die angeformten Schweißbadsicherungsansätze mit einem Außendurchmesser gleich dem Innendurchmesser der Rohrenden gebildet sind.
4. Paßstück nach Anspruch 2, gekennzeichnet dadurch, daß das Rohrstück mit einem Außendurchmesser kleiner und einer Wandstärke gleich sowie den angeformten Schweißbadsicherungsansätzen mit einem Außendurchmesser gleich dem Innendurchmesser der Rohrenden ausgebildet ist.
5. Paßstück nach Anspruch 2, gekennzeichnet dadurch, daß das Rohrstück mit einem Außendurchmesser und einer Wandstärke gleich der Rohrenden ausgebildet und mit den Schweißbadsicherungsansätzen kraft- und formschlüssig versehen ist.
6. Paßstück nach Anspruch 2 bis 6, gekennzeichnet dadurch, daß das Rohrstück mit der Länge des Paßstückes zuzüglich der Längen der Schweißbadsicherungsansätzen ausgebildet ist.
7. Paßstück nach Anspruch 2 bis 6, gekennzeichnet dadurch, daß die Schweißbadsicherungsansätze in der Längsachse mit Schlitzen versehen sind.
δ. Paßstück nach Anspruch 2 bis 6, gekennzeichnet dadurch, daß das Paßstück mit den Schweißbadsicherungsansätzen in der Längsachse symmetrisch oder asymmetrisch geteilt als Paßstückteile ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DD31894888A DD274874A1 (de) | 1988-08-15 | 1988-08-15 | Verfahren zum einschweissen eines passstueckes in zwei rohrenden und passstueck zur durchfuehrung des verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
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| DD31894888A DD274874A1 (de) | 1988-08-15 | 1988-08-15 | Verfahren zum einschweissen eines passstueckes in zwei rohrenden und passstueck zur durchfuehrung des verfahrens |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DD274874A1 true DD274874A1 (de) | 1990-01-03 |
Family
ID=5601755
Family Applications (1)
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| DD31894888A DD274874A1 (de) | 1988-08-15 | 1988-08-15 | Verfahren zum einschweissen eines passstueckes in zwei rohrenden und passstueck zur durchfuehrung des verfahrens |
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| DD (1) | DD274874A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102019100947A1 (de) * | 2019-01-15 | 2020-07-16 | Liebherr-Werk Nenzing Gmbh | Schweißbadsicherung zum Verschweißen von rohrförmigen Teilen, insbesondere Guss- oder Schmiedeteilen bzw. Rohren |
-
1988
- 1988-08-15 DD DD31894888A patent/DD274874A1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102019100947A1 (de) * | 2019-01-15 | 2020-07-16 | Liebherr-Werk Nenzing Gmbh | Schweißbadsicherung zum Verschweißen von rohrförmigen Teilen, insbesondere Guss- oder Schmiedeteilen bzw. Rohren |
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