DD275714A5 - Verfahren zum faerben von textilien mit willkuerlichen mustern - Google Patents

Verfahren zum faerben von textilien mit willkuerlichen mustern Download PDF

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DD275714A5 DD88317394A DD31739488A DD275714A5 DD 275714 A5 DD275714 A5 DD 275714A5 DD 88317394 A DD88317394 A DD 88317394A DD 31739488 A DD31739488 A DD 31739488A DD 275714 A5 DD275714 A5 DD 275714A5
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Abstract

Das Verfahren zum Faerben von Textilien mit willkuerlichen ein- oder mehrfarbigen Mustern soll mit dem Ziel der Wasser-, Energie- und Arbeitszeiteinsparung so gestaltet werden, dass auf erhitzte fluessige Farbstofftraeger verzichtet werden kann. Erfindungsgemaess werden feste, poroese Koerner, die mit Farbstoffen impraegniert sind, als Farbstofftraeger benutzt. Sie werden gemeinsam mit den Textilien bewegt, voneinander getrennt und fixiert. Der ueberschuessige Werkstoff wird ausgewaschen.

Description

Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
'Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Färben von Textilien mit willkürlichen Mustern unter Verwendung von Trägermitteln für den Farbstoff, die zeitweilig mit den Textilien in einem Behälter zusammengeführt und wieder getrennt werden, wobei der Farbstoff r <f den Textilien fixiert und der überflüssige Farbstoff durch Waschen mit Wasser entfernt wird.
Der Begriff „Textilien" in der vorliegenden Offenlegungsschrift und den beigefügten Patentansprüchen bezieht sich auf Garne oder Fäden in Form von Strängen oder flach gewickelten Gebilden, einfache oder texturierte Gewebe, Stoffe, z. B. Baumwollstoff, der allgemein unter der Bezeichnung .Baumwolldrillich" bekannt ist, und Konfektionsbekleidung wie Hosan, Jeans, Jacken, Sportjacken, Hemden, Blusen, Westen, Röcke, Shorts, Badeanzüge usw.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen Es ist bekannt, daß Textilien nach einer Reihe unterschiedlicher Verfahren gefärbt werden können, wobei der jeweils
ausgewählte Prozeß im allgemeinen von dem zu färbenden Material abhängig ist.
Im allgemeinen schließt der Färbevorgang das Einlegen des textlien Materials in ein Färbebad ein, dis in der Regel aus Wasser,
einem Trägermittel und einem Farbstoff oder Farbstoffgemisch in gelöster odei dispergierter Form, wahlweise zusammen mit
Färbehilfsmitteln, besteht. Das Färbebad wird auf eine festgelegte Temperatur erhitzt, damit der Farbstoff in die Textilien
eindringt und an diesen fixiert wird. Anschließend wird das gefärbte Produkt wiederholt mit Wasser gewaschen, um einen möglichen Überschuß an absorbiertem Farbstoff zu entfernen. Zum Schluß wird es getrocknet. Auf Wunsch kann sich an dem
Färbevorgang eine chemische Festigungstahandlung anschließen, um den aufgebrachten Farbstoff zu festigen. Das erschöpfte Farbbad dagegen wird im allgemeinen einem Verfahren zur Rückgewinnung oder Entfernung des Farbstoffes
(der Farbstoffe) unterzogen.
Der oben beschriebene Färbevorgang ist zwar der allgemein angewendete, er weist jedoch verschiedene Nachteile auf. Vor allem erfordert er große Mengen an Wasser, in der Regel an heißem Wasser. Bei einem durchschnittlichen Färbezyklus
werden von fünf bis mehr als 1001 Wasser je kg des gefärbten Produktes gebraucht, wobei das Wasser im typischen Fall auf eine
Temperatur von etwa 80-130°C erhitzt wird. Außerdem ist der Färbevorgang langwierig und arbeitsaufwendig. Diese Nachteile verstärken sich noch wesentlich, wenn das Produkt nicht einheitlich gefärbt werden soll. In diesem Fall kann der Färbevorgang mehrere verschiedene Färbezyklen einschließen, die jeweils mit einem unterschiedlichen Farbstoff ausgeführt
werden. Dabei werden während jedes Zyklusses bestimmte Abschnitte geschützt (reserviert), die durch diesen speziellen
Farbstoff nicht gefärbt werden sollen. Das Drucken von Geweben ist eine andere Methode zur Herstellung von bestimmten Mustern. Bei diesem Verfahren müssen Druckstöcke verwendet werden, um ein vorgegebenes Muster zu erhalten. Das Drucken ist relativ einfach bei Geweben
auszuführen.
Schwierigkeiten ergeben sich aber, wenn Konfektionsbekleidung oder flache Teile derselben bedruckt werden sollen. Die bekannten Färbeverfahren ermöglichen es, einheitliche Färbungen oder klar definierte oder einander überlappende Muster
auszuführen. Es ist aber nicht möglich, unterbrochene oder willkürliche, fleckartige Färbungen vorzunehmen.
Ziel der Erfindung
Es ist das Ziel der Erfindung, Textilien mit willkürlichen Mustern bei geringstem Wasser- und Energieverbrauch und niedrigem Arbeitsaufwand herzustellen.
Wesen der Erfindung Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, Farbstoffe in willkürlichen Mustern mit unterschiedlicher Konzentration an
unterschiedlichen Positionen unter Vermeidung von erhitzten, flüssigen Farbstoffträgern aufzubringen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß a) das textile Material mit festen, groben, porösen Körnern, die mit
einem Farbstoff imprägniert sind, in einer Kammer zusammengebracht werden; daß b) das textile Material mit den Körnern relativ zueinander über einen ausreichend langen Zeitraum bewegt und damit gefärbt werden, und
daß c) das gefärbte textile Material von den Körnern getrennt wird.
Das gefärbte textile Material kann anschließend einer Behandlung zum Fixieren des Farbstoffs am textlien Material unterzogen
werden, z. B. durch thermische oder chemische Mittel, und der überschüssige Farbstoff wird zweckmäßig durch Waschen mit
Wasser entfernt. In einer Variante der Erfindung kann ein Teil der Körner mit einem ersten Farbstoff imprägniert sein, während andere Körner mit
einem zweiten Farbstoff imprägniert sind. Alle Körner werden dann mit dem textlien Material In Kontakt gebracht, um einen willkürlichen Mehrfarbeneffekt zu erzeugen.
Nach einer anderen Variante kann eine willkürliche Mehrfarbenwirkung dadurch erreicht werden, daß das textile Material
nacheinander mit Körnern in Kontakt gebracht wird, die mit ver schiedenen Farbstoffen imprägniert sind.
Der willkürliche Kontakt zwischen dem toxtilen Material und den imprägnierten Körnern wird vorzugsweise in einer drehbaren Trommel herbeigeführt. Ausführungsbeispiel Die Erfindung wird nachstehend an einigen Beispielen näher erläutert.
»Die Figuren 1-3 sind Fotografien von Textilien, die nach der vorliegenden Erfindung willkürlich gefärbt wurden.
Die festen, porösen Körner können mit einer Lösung oder einer Dispersion imprägniert werden, die nur oine oder ein Gemisch
von Farbsubstanzen enthält. Die Körner können mit einer einzigen Lösung imprägniert werden, die einen Farbstoff oder ein
Farbstoffgemisch enthält, oder einige der Körner können mit einer ersten Farbstofflösung und andere Körner mit einer zweiten Farbstofflösung imprägniert werden. Alle Körner werden mit dem textlien Material in Kontakt gebracht, um einen willkürlichen Mehrfarbeneffekt hervorzurufen. Als Alternative dazu können die Textilien zuerst mit Körnern in Kontakt gebracht werden, die mit einem ersten Farbstoff oder Gemisch von Farbstoffen imprägniert sind, und anschließend können die Textilien gesondert mit Körnern in Kontakt gebracht werden, die mit einem zweiten Farbststoff oder Gemisch von Farbstoffen imprägniert sind. Zusätzliche Kontakte mit Körnern, die mit anderen Farbstoffen imprägniert sind, können sich, in Abhängigkeit vom gewünschten Mehrfarbeneffekt, anschließen.
Im Verfahren der vorliegenden Erfindung kann ein Korn verwendet werden, das fest, porös und mit hohen Absorptionseigenschaften versehen ist; das Korn kann ein natürliches oder synthetisches Material sein. Im letzteren Fall kann es organische oder anorganische Zusammensetzung haben. Die Körner haben vorzugsweise durchschnittliche Durchmesser von 0,001 bis 20cm, besser noch von 0,1 bis 5cm, und jedes Korn hat wenigstens eine porös j Fläche, z. B. eine Zellstruktur mit einer Vielzahl von Passagen, die vom inneren zum äußeren Bereich führen.
Zu den Beispielen für die porösen, festen, t;v?nulierten, durchlässigen Körner, die im Verfahren der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden können, gehören Bimsstoin, Kieselsäuregel oder Körner von Schaumpolystyrol mit offenen Zellen, starrem Polystyrolschaum mit offenen Poren, aus Polyethylen, Polyvinylchlorid, Zelluloseazetat, Polypropylen, Phenolformaldehydharzen oder aus Polyurethanen, starrem Zellgummi oder anderen starren polymeren Blähsubstanzen. Die Größe oder die Abmessungen der Poren können so abgestimmt werden, daß die gewünschte Wirkung orreicht wird. Diese Schaumstoffe und die Methoden zu Ihrer Herstellung sind in Fachkreisen allgemein bekannt und werden z.B. in Cellular Plastics - Recent Developtments (Zellularplaste-Jüngste Entwicklungen) (1970), Johnson, Noyes Data Corporation, beschrieben. Ein besondere bevorzugtes, festes Kornmaterial ist Bimsstein.
Das Vorhandensein von Poren oder Passagen, die von der Innen- zur Außenseite der Körner führen, gewährleistet eine regelmäßige Freisetzung des Farbstoffs während des Färbezyklusses. Der Farbstoff gelangt durch die Passagen durch die Wände der Körner und wird auf der Oberfläche des textlien Materials in den Abschnitten abgelagert, in denen die imprägnierten Körner mit dem textlien Material in Kontakt kommen. Diese Übertragung wird z.B. dadurch erleichtert, daß man die Körner und das textile Material in eine Trommel gibt und die Trommel rotieren IaSt. Die porösen Körner können jede beliebige Form haben, z. B. eine regelmäßige oder unregelmäßige geometrische Form, beispielsweise einen Zylinder, Kugel, Polygon usw. Die porösen Körner, die im Verfahren der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden, bleiben während des Verfahrens im wesentlichen fest. Wird dagegen ein festes Produkt in feiner, pulverisierter Form oder ein flexibles und weiches poröses Produkt eingesetzt, z. B. ein Schwamm, erhält man nicht die unregelmäßige, willkürliche, fleckenartige Färbewirkung, die aus der Anwendung der vorliegenden Erfindung resultiert.
Nach Abschluß des Färbevorgangs werden die porösen Körner vorzugsweise zurückgewonnen und zur Verwendung in einer späteren Färbebehandlung erneut mit dem gleichen Farbstoff imprägniert.
Jeder bekannte Farbstoff, wie er allgemein zum Drucken oder Färben eingesetzt wird, kann im Verfahren der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Zu den Beispielen für geeignete Farbstoffe gehören Reaktivfarbstoffe, Schwefelfarbstoffe, Küpenfarbstoffe, Säurefarbstoffe, basische Farbstoffe, kationische Farbstoffe, direkte Farbstoffe, Beizenfarbstoffe, Pigmente usw. Diese Farbstoffe werden aufgelöst oder dispergiert, vorzugsweise in Wasser, wahlweise in Verbindung mit anderen chemischen Hilfsstoffen, wie Dispergiermitteln, Emulsifikatoren, Schmiermitteln usw. Auf Wunsch können die Farbstoffe jedoch auch in basischen oder sauren, wäßrigen Lösungen oder in einem organischen Lösungsmittel aufgelöst werden. Wenn der Farbstoff ein Pigment ist, kann der Dispersion oder Paste ein Bindemittel zugesetzt werden. Das Bindemittel ist im allgemeinen eine Dispersion oder Lösung eines Polymers, beispielsweise ein Derivat von Polyakrylsäure, Polyurethandsrivate, Butadien-Styren-Kopolymere usw. Im allgemeinen wird ein synthetischer Latex verwendet, der das Pigment aufgrund seiner filmbildenden Eigenschaften an die Oberfläche des zu färbenden Produktes gebunden hält. Die Dispersion oder Paste kann auch einen Andicker enthalten.
Die Körner können nach jedem bekannten Verfahren mit der Farbstofflösung oder -dispersion imprägniert werden. Vorzugsweise wird der Imprägnierungsschritt durch Aufsprühen der Farbstofflösung oder -dispersion auf die Körner ausgeführt.
Vorzugsweise kann eine Drehtrommel jedes Typs und jeder Größe für die Ausführung des willkürlichen Färbens der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden. Beispielsweise ist die Trommel einer Waschmaschine, die mit Innenflügeln ausgestattet ist, gut geeignet. Die Rotationsgeschwindigkeit der Trommel wird vorzugsweise so abgestimmt, daß die imprägnierten Körner kontinuierlich auf das textile Material aufgrund der Schwerkraft herabfallen. Beispielsweise kann mit Geschwindigkeiten von 1 bis 50U/mln gearbeitet werden. Es ist natürlich möglich, andere Kammern als Drehtrommeln im Verfahren der Erfindung anzuwenden, wann die Kammer genügend willkürlichen Kontakt zwischen den imprägnierten Körnern und dem textlien Material gewährleistet, d. h., wenn das textile Material und die Körner in relativer Bewegung zueinander sind. Die Verweilzeit des textlien Materials und der mit der Farbstofflösung oder -dispersion imprägnierten porösen Körner in der Kammer variiert in Abhängigkeit von der speziellen gewünschten Wirkung. Im allgemeinen beträgt die Verweilzeit zwischen etwa 1 und 10 ivHnuten, wenn eine sehr diskontinuierliche oder otark willkürliche, fleckendrtige Wirkung gewünscht wird, und zwischen etwa 10 und 60 Minuten, wenn eine mittelmäßig willkürliche, fleckenartige Wirkung, eine „Marmorwirkung" oder eine ,nebelartige" Wirkung erwünscht ist.
Das Gewichtsverhältnis zwischen porösen, imprägnierten Körnern und textilem Material kann in einem breiten Bereich schwanken, in der Regel zwischen etwa 1:1 und 100:1, vorzugsweise zwischen etwa 2:1 und 60:1.
Die Körner und das textile Material werden im wesentlichen unter trockenen Bedingungen miteinander in Kontakt gebracht. So werden die Körner und das textile Material Im allgemeinen bei Fehlen von zusätzlicher Flüssigkeit miteinander in Kontakt gebracht. Anschließend werden die Körner entfernt. Das gefärbte textile Material kann dann erhitzt oder einer Dampfbehandlung unterzogen werden, um den Farbstoff am textlien Material zu fixieren. Diese Wärmebehandlung kannn im Innern der Trommel der Waschmaschine ausgeführt werden, vorausgesetzt, daß die Waschmaschine mit einer Heizung versehen ist, oder sie wird an anderer Stelle ausgeführt. Wie allgemein bekannt ist, können die Bedingungen der Wärmebehandlung unterschiedlich sein, z. B. ermöglichen höhere Behandlungstemperaturen kürzere Behandlungszeiten und umgekehrt. Die Wärmebehandlung kann unter Trockenbedingungen oder mit Dampf, z. B. bei einer Temperatur von etwa 80 bis 1600C ausgeführt werden.
Nach dieser Behandlung wird das gefärbte textile Material im allgemeinen einer oder mehreren Wäschen mit Wasser
unterzogen, vorzugsweise so longe, bis aller überschüssiger Farbstoff vollständig entfernt ist. Wenn das gewünscht wird, kann sich diesem Schritt eine Festigungsbehandliing anschließen, z. B. mit Dizyanodiamidderivaten oder mit Produkten auf
Kationenbasis des bekannten Typs. Das Verfahren der vorliegenden Erfindung weist gegenüber den bekannten Färbeverfahren verschiedene Vorteile auf. Der Wasserverbrauch ist erheblich geringer, was mit entsprechenden Kostensenkungen und Umweltvorteilen verbunden ist. Das Verfahren der vorliegenden Erfindung !st sehr einfach und billig, da es eine kurze Ausführungszeit und verhältnismäßig geringe Mengen an Farbstoff bedingt. Außerdem können die porösen Körper wiedergewonnen und ohne Farbstoffverlust
wiederverwendet werden.
Das Verfahren der vorliegenden Erfindung ermöglicht es auch, Textilien herzustellen, die auf willkürliche Weise gefärbt wurden
und auf der Oberfläche unregelmäßige, willkürliche, fleckenartige Muster haben. Diese unregelmäßigen Muster können von gleicher Farbe oder von unterschiedlicher Farbe sein. Form und Größe dieser Muster sind eine Funktion zahlreicher Variabler, einschließlich der eingesetzten jeweiligen imrägnierten Körner und der Verweilzeit in der Färbekammer.
Außerdem ermöglicht es das Verfahren der vorliegenden Erfindung.Textilien herzustellen, die auf willkürliche Weise mit
verschiedenen Farben gefärbt sind, welche an ihren Rändern aufgrund der gegenseitigen Eindringung und Überlappung der
Farben ineinander übergehen und verlaufen. Auf diese Weise können mehrfarbige textile Produkte mit unterschiedlichen Nuancen oder Farbtönen erzielt werden. Die nach dem Verfahren der vorliegenden Erfindung hergestellten Textilien unterscheiden sich wesentlich von den nach den
bekannten Verfahren hergestellten, die, wie allgemein bekannt ist, im allgemeinen mehr oder weniger regelmäßige, vorzugsweise getrennte und definierte Farbmuster haben.
Ausfuhrungsbeispiele
Um die vorliegende Erfindung weiter zu veranschaulichen, werden die folgenden Beispiele gegeben. Diese Beispiele dienen der Veranschaulichung und sind nicht als Einschränkung zu betrachten.
Beispiel 1: Es wurde eine wäßrige Lösung des Farbstoffs C. I. Direct Blue (Blau) 71 Nr. 34140 hergestellt, die eine Farbstoffkonzentration von
10g/l hatte. Die Lösung wurde auf 40kg Bimsstein gosprüht, dessen Teilchenabmessungen 1 bis 5cm botrugen, bis der Bimsstein gesättigt war. Der imprägnierte Bimsstein wurde in die Trommel einer Waschmaschine zusammen mit 12 kg Hosen aus weißem
Baumwolihosenstoff gegeben. Die Abmessungen der Trommel betrugen 150cm im Durchmesser und 150cm in der Tiofe. Die Trommel wurde 9min mit einer Geschwindigkeit von 27-28U/min gedreht, wobei die Rotationsrichtung alle 30s umgekehrt
wurde.
Nach dieser Behandlung wurden die Bimssteinteilchen von den nun willkürlich gefärbten Hosen getrennt. Die Hosen wurden
anschließend einer Wärmebehandlung mit Dampf bei 115*C unterzogen und wurden gewaschen. Die Außenflächen jeder Hose waren auf nichteinheitliche Weise blau gefärbt und hatten weiße Abschnitte, die nicht von den imprägnierten Bimssteinteilchen berührt worden waren, besonders in ausgesparten Abschnitten längs der Nähte.
Abb. 1 ist eine Fotografie, die einen Abschnitt einer Tuchhose zeigt, die nach dem Verfahren dieses Beispiels willkürlich gefärbt
worden ist. Das Foto zeigt die willkürliche Blaufärbewirkung und die weißen oder ungefärbten Abschnitte, insbesondere längs ausgesparter Abschnitte in der Nähe von überlappten Teilen, d. h., dem Saum, der Hosen.
Beispiel 2: Beispiel 1 wurde wiederholt, aber als Farbstoff wurde C. I. Direct Red (Rd) 26 Nr. 29190 verwendet. Abb. 2 ist eine Fotografie, die einen Abschnitt einer Tuchhose zeigt, die ',»ach diesem Beispiel willkürlich gefärbt worden ist. Das Foto zeigt die willkürliche Rotfärbewirkung und die weißen oder ungefärbten Abschnitte, insbesondere längs der ausgesparten Abschnitte in der Nähe von überlappten Teilen, d. h„ dem Saum, der Kose. Beispiel 3: Eine wäßrige Lösung wurde durch Auflösung von 20g Reaktivfarbstotf C. I. Black 85 (Schwarz) in 11 einer Lösung hergestellt,
welche 2g/l NaOH und 10g/l Na2CO3 enthielt. Die Farbstofflösung wurde unte: den gleichen Bedingungen wie im Beispiel 1 auf
Bimssteinteilchen gesprüht.
120kg Imprägnierte Bimssteinteilchen wurden in die Trommel einer Waschmaschine von der gleichen Größe wie im Beispiel 1 zusammen mit 12kg Baumwoühosen von hellblauer Farbe gegeben. Die Behandlungszeit betrug 5 Minuten bei einer
Umdrehungsgeschwindigkeit der Trommel von 27-28 Umdrehungen in der Minute und einer Umkehrung der Rotationsrichtung
alle 30 s. Mach der Entfernung der Bimssteinteilchen wurden die nun willkürlich gefärbten Hosen bei 115°C mit Dampf behandelt, gewaschen und anschließend mit einer Lösung behandelt, die 1 g/l eines Dizyanodiamid· und
Formale shydderivatfixierungsmittel enthielt, das von ROL unter dem Markenzeichen FISSATORE DR auf den Markt gebracht Die Hosen waren auf diskontinuierliche Weise gefärbt und wiesen einen „Marmor"-Look mit willkürlich gefleckten Mustern von
schwarzer Farbe auf lichtblauem Untergrund auf. Eine stärkere Diskontinuität der Farbe wurde längs der Nähte festgestellt.
Beispiel 4: Es wurden drei wäßrige Lösungen mit folgender Zusammensetzung hergestellt: Lösung A: Bg/IC.I.DirectBlueVI Nr.34140-F; rbstoff (blau); Lösung B: Farbstoff Cl. Direct Rod 26 Nr.29190,5g/l, und Lösung C: 5g/l von Farbstoff C.I. Direct Yellow 28 Nr. 19555 (gelb).
12kg Hosen aus weißem Baumwollstoff wurden folgendermaßen verarbeitet:
A. Lösung A wurde auf 40kg Bimssteinteilchen mit Abmessungen von 1 bis 5cm gesprüht, bis die Bimssteinteilchen gesättigt waren. Die imprägnierten Bimssteinteilchen wurden in die Trommel einer Waschmaschine gegeben, ebenso die Hosen. Die Abmessungen der Trommel betrugen 150cm im Durchmesserund 150cm in der Tiefe. Die Trommel wurde sieben Minuten lang mit einer Drehzahl von 27-28U/min gedreht, wobei die Rotationsrichtung alle 30s umgekehrt wurde. Anschließend wurden die Bimssteinteilchen von den nun willkürlich blaugefärbten Hosen entfernt, und die Waschmaschine wurde zum Waschen eingeschaltet.
B. Die willkürlich blaugefärbten Hosen wurden dann in die gleiche Waschmaschinentrommel zusammen mit 40kg Bimssteinteilchen gegeben, welche Abmessungen von 1 bis 5cm hatten und bis zur Sättigung mit der Lösung B getränkt worden waren. Die Behandlungsbedingungen und die Umdrehungen der Trommel wurden wie bei der ersten Behandlung (A) gewählt. Anschließend wurden die Bimssteinteilchen von den nun willkürlich rot- und blaugefärbten Hosen entfernt, und die Waschmaschine wurde erneut zum Waschen eingeschaltet.
C. Die willkürlich blau- und rotgefärbten Hosen wurden dann zusammen mit 40kg Bimssteinteilchen, dio Abmessungen von 1 bis 5cm hatten und bis zur Sättigung mit der Lösung C getränkt worden waren, in die gleiche Waschmaschinentrommel gegeben. Die Behandlungsbedingungen und die Anzahl der Umdrehungen der Trommel wurden wie bei den beiden ersten Behandlungen (A und B) gewählt.
Nach Entfernung der Bimssteinteilchen wurden die willkürlich blau-rot-gelbgefärbten Hosen einer Wärmebehandlung mit Dampf bei 115°C für die Dauer von 20 Minuten unterzogen, gewaschen und anschließend für die Dauer von 15 bis 20 Minuten bei
4O0C in eine Lö&ung getaucht, die 2 g/l eines Fixierungsmittels aus Dizyanodia.-nid und Formaldehydderivat enthieit, das von ROL unter dem Markenzeichen FISSATORE DR gehandelt wird, und in dieser gerührt.
Jede Hose war auf willkürliche und nichteinheitliche Weise blau-rot-gelbgefärbt und hatte helle oder ungefärbte Abschnitte, die
nicht von den imprägnierten Bimssteinteilchen berührt worden waren. Die ungefärbten Abschnitte waren in den ausgesparten
Abschnitten längs der Säume besonders offensichtlich und größer. Abb. 3 zeigt eine Fotographie eines Abschnitts einer Hose, wie sie nach diesem Beispiel hergestellt wurde, und sie zeigt die
willkürlichen Kombinationen und Mischungen von Farben und hellen oder ungefärbten Abschnitten, die längs der Säume besonders hervorstechend sind. Die hellen Abschnitte bilden längs der ausgesparten Abschnitte in der Näha des Saums der
Hosen einen kontinuierlichen Streifen, so daß also die vorstehenden Teile des Gewebes willkürlich gefärbt werden, während die
unteren Abschnitte hell oder ungefärbt bleiben.
Zwar wurde die Erfindung oben unter Bezugnahme auf bevorzugte Ausführungsbeispiele beschrieben, es ist jedoch
(ülbstverständlich, daß andere Formen und Ausführungsbeispiele möglich sind, ohne vom Geist und Rahmen der Erfindung abzuweichen.

Claims (10)

1. Verfahren zum Färben von Textilien mit willkürlichen Mustern unter Verwendung von Trägermitteln für den Farbstoff, die zeitweilig mit den Textilien in einem Behälter zusammengeführt und wieder getrennt werden, daß der Farbstoff auf den Textilien fixiert wird und der überflüssige Farbstoff durch Waschen mit Wasser entfernt wird, dadurch gekennzeichnet, daß a) die Textilien mit festen, groben, porösen Körnern, die mit einem Farbstoff imprägniert
wurden, in einer Kammer zusammengebracht werden; daß b) die Textilien mit den Körnern relativ zueinander über eine ausreichend lange Zeitspanne bewegt und damit gefärbt werden;
daß c) die mit willkürlichen Mustern gefärbten Textilien von den Körnern getrennt werden; daß d) die gefärbten Textilien mittels Wärmebehandlung fixiert werden und daß β) der überschüssige Farbstoff von den gefärbten Textilien durch Waschen mit Wasser entfernt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Textilien und die farbstoffimprägnierten Körner ohne das Vorhandensein einer Flüssigkeit miteinander in Kontakt gebracht werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Körner mit einem ersten Farbstoff imprägniert wird, während ein anderer Teil der Körner mit einem zweiten Farbstoff imprägniert wird.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die gefärbten Textilien nach dem Waschen einer Festigungsbehandlung unterzogen werden, um den aufgetragenen Farbstoff zu festigen.
5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Körner mit einer Lösung oder Dispersion imprägniert werden, die ein Gemisch von Farbstoffen enthält.
6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Körner einen mittleren Durchmesser von etwa 0,001 bis 20 cm haben.
7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Körner aus Bimsstein bestehen.
8. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Farbstoff aus der Gruppe ausgewählt wird, die aus Reaktivfarbstoffen, Schwefelfarbstoffen, Küpenfarbstoffen, Säurefarbstoffen, basischen Farbstoffen, kationischen Farbstoffen, Direktfarbstoffen, Beizenfarbstoffen und Pigmenten besteht.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewichtsverhältnis von imprägnierten Körnern zu den zu färbenden Textilien zwischen etwa 1:1 und 100:1, vorzugsweise zwischen etwa 2:1 und 50:1, liegt.
10. Verfahren zum Färben von Textilien mit willkürlichen Mustern mit mehreren Farben nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß a) die Textilien zusammen mit festen, groben porösen Körnern in eine Kammer gebracht
werden, wobei die Körner mit einem ersten Farbstoff imprägniert sind; • daß b) die Textilien mit den Körnern in Kontakt gebracht werden, wobei die Textilien und die
Körner relativ zueinander über eine Zeitspanne bewegt werden; daß c) die gefärbten Textilien von den Körnern getrennt werden; daß d) die Schritte a) bis c) mit Körnern, die mit einem zweiten, anderen Farbstoff imprägniert sind, wiederholt werden;
daß e) die gefärbten Textilien mit ihrem Farbstoff mittels Wärmebehandlung fixiert werden und daß f) der überschüssige Farbstoff aus den gefärbten Textilien durch Waschen in Wasser entfernt wird.
DD88317394A 1987-07-06 1988-06-30 Verfahren zum faerben von textilien mit willkuerlichen mustern DD275714A5 (de)

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