DD277014A5 - Borstenware und verfahren zu ihrer herstellung - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Borstenware sowie ein Verfahren zur Herstellung von Borstenwaren. Waehrend das Ziel in der Schaffung einer Borstenware sowie einem Verfahren zu deren einfachen und kostenguenstigen Herstellung liegt, besteht die Aufgabe darin, eine Borstenware, sowie ein Verfahren zu deren Herstellung vorzuschlagen, die sich fuer vielfaeltigste Einsatzzwecke wie Reinigen, Auftragen, Verteilen und dergleichen eignet. Zur Loesung schlaegt die Erfindung Borstenwaren vor, die aus einem Borstentraeger und daran auf mechanische oder thermische Weise befestigten Borsten aus Kunststoff-Monofilen bestehen, die ggf. zu Buendeln zusammengefasst sind. Zur Steigerung der Reinigungs-, Verteilungs- oder Auftragsfunktion solcher Borstenwaren sind die Monofile zumindest auf einem Teil ihrer Laenge mit kurzen Fasern aus Kunststoff beflockt. Solche Borstenwaren koennen erfindungsgemaess dadurch hergestellt werden, dass die Monofile an ihrer Oberflaeche mit einem Klebstoff versehen oder aber an ihrer Oberflaeche bis zum weichplastischen Zustand erwaermt und anschliessend die Fasern im elektrostatischen Feld auf das Monofil aufgebracht werden. Statt dessen ist es auch moeglich, auf die mit dem Borstentraeger verbundenen Borsten die Fasern nachtraeglich, z. B. mittels eines Klebstoffs, aufzubringen. Fig. 1
Description
Mit diesem Grundprinzip ist im einfachsten Fall ein Gerät geschaffen, das aus nur einer Borste, die quasi einen dünnen, flexiblen Kern mit einem guten Aufrichtvermögen bildet und eine Handhabe oder einen Halter aufweist, und einer diese außerhalb der Handhabe umgebenden Beschichtung aus abstehenden Fasern besteht. Eine solche faserbeschichtete Borste kann beispielsweise zur Interdentalreinigung ähnlich einem Zahnstocher oder als Wimpernbürste verwendet, jedoch auch zu mehreren an einem Halter oder Träger befestigt werden.
8esteht beispielsweise die Borstenware aus einem Borstenträger und einer Mehrzahl von mit diesem verbundenen Borsten aus Kunststoff, so ergibt sich mit der Erfindung eine Borstenware, bei der die Borsten zumindest auf einem Teil ihrer Länge mit kurzen Fasern aus Kunststoff abstehend beschichtet sind.
Hierbei ist es gleichgültig, wie die Borsten mit dem Träger verbunden sind. Beispielsweise können, wie an sich bekannt, die Li orsten mit dem Träger oder einem Teil desselben einstückig gespritzt sein. In diesem Fall wird die Faserbeschichtung erst nach der Herstellung des gespritzten Teils aufgebracht.
Besteht hingegen die Borstenware, wie dies meistens der Fall ist, aus einem Borstenträger und daran auf mechanische oder thermische Weise befestigten Borsten aus verstreckten und gegebenenfalls thermisch stabilisierten Kunststoff-Monofilen, die gegebenenfalls zu Bündeln zusammengefaßt sind, so sind erfindungsgemäß die Borsten zumindest auf einem Teil ihrer Länge mit kurzen Fasern aus Kunststoff abstehend beschichtet.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung in allen vorgenannten grundsätzlichen Varianten ergibt sich eine Borste, die aus einem Kern und einer außenseitigen Beflockung besteht. Dabei wnist das den Kern bildende Monofil alle günstigen Eigenschaften einer herkömmlichen Borste auf, was die Flexibilität einerseits und das Wiederuufrichtvermögen andererseits betrifft, während die Beflockung aus kurzen Fasern von wesentlich geringerem Durchmesser als das Monofil der Borste eine quasi rauhe Oberfläche verleiht. Dies hat bei der Reinigungsfunktion die vorteilhafte Folge, daß der stabile Kern der Borste es möglich macht, den notwendigen Andruck auf die zu reinigende Fläche auszuüben, während die Vielzahl von Fasern die Schmutzpartikel zusammenträgt und sie teilweise auch zwischen sich speichert, so daß selbst feinste Schmutzpartikel aufgenommen werden können. Besieht die Funktion in erster Linie in einem Auftragen eines Stoffs, so verleiht die faserige Oberflächenstruktur schon der einzelnen Borste ein Speichervermögen und damit der Bürste, dem Pinsel, dem Mop oder dgl. ein wesentlich erhöhtes Speichervermögen, gleichviel, ob es sich um Fluide oder pulverförmige Mittel handelt, die aufgetragen oder aufgebracht werden sollen. Bei dieser Anwendung zeichnet sich der Auftrag, Anstrich oder dgl. ferner dadurch aus, daß er wesentlich gleichmäßiger erfolgen kann als mit herkömmlichen Borsten. Steht hingegen die Pflegefunktion im Vordergrund, wie dies beispielsweise bei Haarbürsten, Haarfärbebürsten oder dgl. der Fall ist, so sorgt der stabile oder flexible Kern für das notwendige Aufteilen und Verteilen der Haare, während die feinen Fasern eine die einzelnen Haare erfassende und umfassende Pflege- und Färbefunktion erfüllen. Ähnlich verhält es sich bei Massagebürsten, bei denen der Kern der Borsten die kräftige Massagewirkung entfaltet, während durch die feinen Fasern die Streichfunktion unterstützt wird
Das Speichervermögen der erfindungsge· näß ausgebildeten Borstonwaren ist durchaus vergleichbar mit den von Textiltüchern, -Vliesen oder Schwämmen, ohne deren hygienische Nachteile zu haben, da die freistehenden Borsten und Fasern schneller und vollständig trocknen.
Es ist aus der Textiltechnik zwar bekannt, Garne mit Fasern zu beflocken. Bei Garnen handelt es sich aber nicht um stabile Monofile, sondern um ein instabiles Gebilde aus einer Vielzahl dünnerer Fasern. Das Beflocken hat hier ausschließlich den Zweck, dem fertigen Textilprodukt eine weiche Oberfläche und eine gewisse Fälligkeit und veloursartige Struktur zu verleihen.
Hier steht also eine völlig anders Zielsetzung im Vordergrund.
Erfindungsgemäß ist weiterhin vorgesehen, daß die Fasern am Monofil im wesentlichen radial angeordnet sind. Hierdurch wird die Reinigungs- und Auftragsfunktion besonders günstig oeeinflußt.
Das Monofil und die Fasern können erfindungsgemäß aus dem gleichen oder auch aus verschiedenen Kunststoffen bestehen. Im letztgenannten Fall sind die Fasern vornehmlich durch Kleben auf dem Monofil befestigt, während sie im erstgenannten Fall durch Aufschmelzen der Monofil-Oberfläche und anschließendes Erstarren in das Monofil eingebettet oder eingeschweißt werden können.
Durch die erfindungsgemäße Beflockung der Monofile wird man in vielen Anwendungsfällen mit weniger Borsten pro Fläche auskommen, als dies bei herkömmlichen Borstenwaren der Fall ist. In Einzelfällen kann es auch ausreichend sein, wenn erfindungsgemäß innerhalb eines Borstenbündels nur einzelne Monofile beflockt sind oder wenn innerhalb eines Borstenbesatzes eines Gerätes nur einzelne Monofüe oder die Monofile einzelner von mehreren Borstenbündeln beflockt sind.
Auf diese Weise können auch mehrfunktionelle Borstenwaren hergestellt werden, die beispielsweise in einem Bereich übliche Borsten, in einem anderen Bereich beflockte Borsten aufweisen.
Schließlich kann eine erfindungsgemäß ausgebildete Borstenware sich dadurch auszeichnen, daß die oder einzelne Monofile an ihren Enden durch Aufschmelzen des Monofils und der Fasern zu einem kugelförmigen Kopf geformt sind. Diese Ausbildung empfiehlt sich beispielsweise für Haarbürsten, wobei die kugelförmigen Köpfe das Eindringen in das Haar erleichtern und auch auf empfindlicher Kopfiiaut keine unliebsamon Reaktionen erzeugen.
Eine woitore Ausführungsform dor Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß die auf Länge geschnittenen und beflockten Borsten mit ihron froion Endon untor Bildung oinos Umbugs am Borstenträger befestigt sind. Diese Ausbildung hat den Vorteil, daß sich auch an den umgobogonen Borstononden dio vorteilhaften Wirkungen der Boflockung einstellen.
Erfindungjgomäß ist auch vorgosohon, daß dio Boflockung dor Borste auf eine gewünschte Umrißform nachgeschnitten ist, so daß boispiolsweiso konischo Einzol- odor Mohrfachborsten mit Boflockung erhalten worden.
Schließlich ist os orfindungsgomäß möglich, dio Beflockung dor Borston durch Prägen bereichsweiso zu beseitigen, um fasorfroio Borston zu orhalton, dio - hoispiolswoiso im FaIIo oinor Einzolborsto, eine Handhabe bilden oder zu einor solchen umgoformt worden könnon.
Woitorhin wird dio Aufgabo orfindungsgomäß durch oin Verfahren zur Horstollung dor vorgenannten Borstenwaren gelöst, woboi dioso im oinfachston Fall aus oinor Handhabe odor oini ι Haitor und wenigstens einor Borste bestoht, bei den die Monofile on ihror Oborflächo mit kurzen Fasern aus Kunststoff boschi ntet und anschließend am Borstenträger befestigt worden.
Das Beschichten der Monodie kann erfindungsgemäß dadurch erfolgen, daß sie an ihrer Oberfläche mit einem Klebstoff versehen und anschließend mit den Fasern beschichtet werden. Statt dessen ist es bei entsprechender Affinität der Werkstoffpaarung von Monofil und Fasern erfindungsgemäß auch möglich, die Monofile an ihrer Oberfläche bis zum weichplastischen Zustand zu erwärmen und dann mit den Fasern zu beschichten. Statt dessen können erfindungsgemäß die Fasern auch unmittelbar nach dem Extrudieren des Monofils auf dieses aufgebracht werden.
Im erstgenannten Fall werden die Monofile ebenfalls erfindungsgemäß durch ein Klebstoffbad oder einen Klebstoffnebel hindurchgeführt und danach mit den Fasern beflockt, während im zweitgep.annten Fall die Monofile weiterhin erfindungsgemäß durch eine Heizzone hindurchgeführt und in dieser oder dahinter mit den Fasern beschichtet werden. Somit kann, wie auch nach dem Extrudieren der Monofile, die Herstellung der faserbeschichteten Borsten mit Endlos-Monofilen im Durchlaufverfahren erfolgen.
Im Sinne der Erfindung erfolgt das Beschichten durch Beflockung in einem elektrostatischen Feld, und zwar unabhängig von der Art der Befestigung der Fasern auf dem Monofil.
Das beschichtete Monofil kann auch erfindungsgemäß durch nachträgliches Beschneiden der Fasern, durch bereichsweises warmes Prägen oder durch Aufschmelzen seines freien Endes in eine bestimmte auf den Anwendungszweck abgestimmte Kontur gebracht werden.
Ausführungsbeispiele
Nachfolgend soll die erfindungsgemäße Lösung in mehreren Ausführungsbeispielen an Hand der zugehörigen Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1: einen Schnitt durch eine einzelne Borste in einer ersten Ausführungsform; Fig. 2: einen der Fig. 1 entsprechenden Schnitt einer anderen Ausführungsform einer einzelnen Borste; Fig.3: einen Teilschnitt einer Bürste oder dgl. mit mechanischer Befestigung der Borsten; Fig.4: einen der Fig.3 entsprechenden Schnitt einer anderen Ausführungsform einer Bürste oder dgl.; Fig.5: eine dritte Ausführungsform einer Bürste oder dgl. im Teilschnitt;
Fig. 6: ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Bürste oder dgl. im Teilschnitt; Fig.7: einen den vorgenannten Abbildungen entsprechenden Teilschnitt durch eine Art Borstenkamm; Fig.8: eine Einzelborste mit Beflockung und Handhabe im Längsschnitt und
Fig.9: eine andere Ausführungsform einer Einzelborste mit Beflockung und Handhabe.
In sämtlichen Darstellungen ist aus Gründen der Vereinfachung und besseren Übersicht jeweils nur eine einzelne Borste 1 gezeigt. Die Anordnung einer Mehrzahl von Borsten, wie auch ihre Zusammenfassung zu Bündeln und sonstige Einzelheiten eines Borstenbesatzes für ein Reinigungs-, Auftragsgerät oder dgl. kann in herkömmlicher Weise erfolgen, so daß insoweit eine zeichnerische Darstellung entbehrlich ist.
Eine einzelne Borste 1 besteht aus einem monofilen Kern 2, der durch Extrudieren und anschließendes Verstrecken sowie thermisches Stabilisieren erhalten wird, und einer Beschichtung bzw. Beflockung 3 aus einer Vielzahl kurzer und dünner Fasern 4. Der monofile Kern 2 und die Fasern 4 bestehen beide aus Kunststoff. Die Beflockung 3 aus Fasern 4 kann, wie in Fig. 1 gezeigt, vermittels einer Klebstoffschicht 5, die auf dem monofilen Kern 2 aufgebracht wird, befestigt werden. Dabei erfolgt das Beschichten vorzugsweise im elektrostatischen Feld, das für eine entsprechende Ausrichtung der Fasern 4 beim oder nach dem Auftreffen auf die Klebstoffschicht 5 sorgt. Dadurch ist gewährleistet, daß die Fasern 4 etwa radial von dem monofilen Kern 2 abstehen.
In Fig.2 ist die Beflockung 3 aus Fasern 4 stoff-oder formschlüssig mit dem monofilen Kern 2 verbunden, indem beispielsweise die Oberfläche des monofilen Kerns 2 in weichplastischen Zustand versetzt wird und die Fasern 4 in die weichplastische Schicht eindringen und nach dem Erstarren fixiert sind.
In Fig. 3 ist ein Ausschnitt eines Gerätes mit einem Borstenträger 6 gezeigt, der aus beliebigem Werkstoff bestehen kann. An dem Borstenträger 6 sind Borsten 1 - gegebenenfalls auch bündelweise - dadurch befestigt, daß sie unter Bildung einer Schlaufe in ein Loch 7 des Borstenträgers eingeschoben oder eingestoßen und mittels einer ii. dem Borstenträger mechanisch eingeschlagenen Klammer 8 fixiert werden. Der zur Doppellage gebogene monofile Kern 2 ist bei diesem Ausführungsbeispiel mit seinem außerhalb des Borstenträgers 6 liegenden Bereich mit der Beschichtung 3 versehen. Ferner sind die freien Enden des monofilen Kerns 2 zu einer kugelförmigen Verdickung 9, ζ. B. durch Aufschmelzen, geformt, wobei die die Beflockung 3 bzw. Beschichtung bildenden Fasern gogebenenfalls mitaufgeschmolzen werden.
Bei dem Ausführungsboispiel gemäß Fig.4 sind die Borsten 1 mit ihrem monofilen Kern 2 auf den Borstenträger 6 im Bereich 10 iiufgoschwoißt, indem sio an ihrem befostigungsseitigen Ende aufgeschmolzen worden, wie dies auch beim Borstenträger 6 goschieht. Bei diosem Ausführungsboispio! roicht die Boflockung 3 auch über das gleichfalls kugelförmig verdickte Ende 11 des monofilon Korns 2. In diesem Fall wird die Boflockung 3 ,lachträglich auf den geformten Borstenkern 2 aufgebracht.
Fig. 5 /oigt oino Ausführungsform, bei dor dor monofilo Korn 2 mit soinor Beflockung 3 unter Bildung eines Umbugs 12 geschlauft und mit soinon froion ΕηΊοη 13 wiodorum mit dom Borstonträgor 6 vorschwoißt is.. Hier ist ersichtlich, daß boi dieser Ausbildung dio Fasorn 4 dor Bof loc1ung 3, dio auf das Endlosmonof il aufgebracht werden kann, auch im Boreich dos Umbugs 12 vorhanden ist und somit auch dort soino Wirkung ontfalton kann.
Fig.6 zeigt eine Variante, bei der der monofile Kern 2, der auch hier wieder über seine gesamte Länge mit einer Beflockung 3 versehen ist, U-förmig gebogen und wiederum mit seinen freien Enden am Borstenträger 6 befestigt ist.
Fig. 7 zeigt einen Ausschnitt aus einem kammartigen Gerät mit einem Borstenträger 6, an dem Borsten 1 durch Schweißen oder thermisches Einfügen befestigt sind. Hierbei weist der monofile Kern 2 einen überdurchschnittlich großen Durchmesser auf, um ihm eine große Biegefestigkeit zu verleihen. Dieser Kern 2 ist bereichsweise, nämlich etwa auf der äußeren Hälfte seiner Länge mit der Beflockung 3 versehen, die mit Vorteil erst nach der Befestigung des monofilen Kerns 2 auf den Borstenträger 6 aufgebracht wird.
Fig. 8 zeigt eine einzelne Borste 1, deren monofiler Kern 2, der wiederum eine erhöhte Biegestabilität aufweist, auf einem Teil seiner Länge mit einer Faser-Beflockung 3 versehen ist. Der Kern 2 ist ferner an seinem der Beflockung 3 gegenüberliegenden Ende zu einer Handhabe 14 in Form einer Art Öse ausgebildet. Ein solches Gerät läßt sich bei entsprechender Stabilität des Kerns 2 beispielsweise zur Reinigung von Interdentalräumen verwenden.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig.9 handelt es sich um eine Wimpern- oder sogenannte Mascara-Bürste in Form einer einzelnen Borste 1, deren monofiler Kern 2 zu einer Handhabe 15 umgeformt ist und die an ihrem freien Ende eine Beflockung 3 aus Fasern 4 aufweist. Diese Beflockung ist konisch zugeschnitten, was nach dem Aufbringen auf den monofilen Kern erfolgen
Der von der Beflockung freie Bereich einer einzelnen Borste 1, z. B. die Handhabe 14; 15 mit dem daran unmittelbar anschließenden Teil des monofilen Kerns 2, kann auch dadurch erhalten werden, daß ein auf seiner gesamten Länge beflocktes Monofil in diesem Bereich durch warmes Prägen umgeformt wird, wobei die Fasern 4 der Beflockung aufschmelzen und mit dem monofilen Kern 2 verschmelzen und ihm auf diese Weise einen gegenüber dem Ursprungszustand des monofilen Kerns größeren Querschnitt verleihen.
Claims (24)
1. Borstenware, bestehend aus einem Borstenträger und einer Mehrzahl von mit diesem auf mechanische und thermische Weise verbundenen, gegebenenfalls zu Bündeln zusammengefaßten Borsten aus einem verstreckten und gegebenenfalls thermisch stabilisierten Kunststoff, gekennzeichnet dadurch, daß die Borsten (1) zumindest auf einem Teil ihrer Länge mit kurzen Fasern (4) aus Kunststoff abstehend beschichtet sind.
2. Borstenware nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Borsten (1) durch Beflocken beschichtet sind.
3. Borstenware nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Fasern (4) an den Borsten (1) im wesentlichen radial angeordnet sind.
4. Borstenwa nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Borsten (1) und die Fasern (4) aus dem gleichen Kunststoff bestehen.
5. Borstenware nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Borsten (1) und die Fasern (4) aus verschiedenen Kunststoffen bestehen.
6. Borstenware nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Fasern auf der Borste durch Kleben befestigt sind.
7. Borstenware nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Fasern (4) auf der Borste 0) durch Aufschmelzen deren Oberfläche und anschließendes Erstarren eingebettet sind.
8. Borstenware nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß innerhalb eines Borstenbündels nur einzelne Borsten (1) beflockt sind.
9. Borstenware nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß innerhalb eines B -stenbesatzee nur einzelne Borsten (1) oder die Borsten einzelner von mehreren Borstenbündeln beflockt sind.
10. Borstenware nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die oder einzelne Borsten (1) an ihren Enden durch Aufschmelzen der Borsten und der Fasern (4) zu einem kugelförmigen Kopf geformt sind.
11. Borstenware nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß die auf Länge geschnittenen und beflockten Borsten (1) mit ihren freien Enden unter Bildung eines Umbugs (12) am Borstenträger (6) befestigt sind.
12. Borstenware nach einem der Ansprüche 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Beflockung (3) der Borste (1) auf eine gewünschte Umrißfcrni nachgeschnitten ist.
13. Borstenware nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet dadurch, daß die Beflockung (3) der Borsten (1) durch Prägen bereichsweise beseitigt ist.
14. Verfahren zur Herstellung von Borstenwaren in dem Kunststoff-Monofile, die durch Verstrecken und gegebenenfalls thermische Behandlung stabilisiert wurden und gegebenenfalls zu Bündeln zusammengefaßt sind, an einem Borstenträger durch mechanisches Einsetzen, Einspritzen oder Einschäumen in denselben oder durch Aufschmelzen der Borstenträgeroberfläche und/oder der Enden der Monofile befestigt werden, gekennzeichnet dadurch, daß die Monofile an ihrer Oberfläche mit kurzen Fasern aus Kunststoff beschichtet und anschließend am Borstenträger befestigt werden.
15. Verfahren nach Anspruch 14, gekennzeichnet dadurch, daß die Monofile an ihrer Oberfläche mit einem Klebstoff versehen und anschließend mit den Fasern beschichtet werden.
16. Verfahren nach Anspruch 14, gekennzeichnet dadurch, daß die Monofile an ihrer Oberfläche bis zum weichplastischen Zustand erwärmt und mit den Fasern beschichtet werden.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 16, gekennzeichnet dadurch, daß die durch Extrudieren erhaltenen Monofile unmittelbar nach ihrer Extrusion mit den Fasern beschichtet werden.
18. Verfahren nach Anspruch 15, gekennzeichnet dadurch, daß die Monofile durch ein Klebstoffbad oder einen Klebstoffnebel hindurchgeführt und danach mit den Fasern beschichtet werden.
19. Verfahren nach Anspruch 16, gekennzeichnet dadurch, daß die Monofile durch eine Heizzone hindurchgeführt und in dieser oder dahinter mit den Fasern elektrostatisch beschichtet werden.
20. Verfahren nach Anspruch 14, gekennzeichnet dadurch, daß die Monofile durch Beflocken beschichtet werden.
21. Verfahren nach Anspruch 20, gekennzeichnet dadurch, daß die Monofile in einem elektrostatischen Feld beflockt werden.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 21, gekennzeichnet dadurch, daß die Fasern nach dem Beflocken beschnitten werden.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 22, gekennzeichnet dadurch, daß die Fasern nach dem Beflocken bereichsweise durch warmes Prägen wiedergeschmolzen werden.
24. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 23, gekennzeichnet dadurch, daß die freien Enden der Borsten und die dort angeordneten Fasern zur Bildung einer kugelförmigen Verdickung aufgeschmolzen werden.
Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Borstenware, bestehend aus einer Handhabe oder einem Halter und wenigstens einer Borste aus einem verstreckten und gegebenenfalls thermisch stabilisierten Kunststoff-Monofil sowie ein Verfahren zu ihrer Herstellung.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Unter Borstenware werden im Sinne der Erfindung alle Geräte bzw. Produkte verstanden, die aus wenigstens einer Borste mit einer Angriffsmöglichkeit für die Hand oder einem Halter bestehen oder auf einem Träger einzelne oder zu Bündeln zusammengefaßte borsten aufweisen. Als Beispiele hierfür seien erwähnt: Bürsten jegiicher Art (flächig, stabförmig, zylindrisch), Besen, Pinsel, Borsten-Pads usw. Bei diesen Geräten werden heute zumeist synthetische Borsten eingesetzt, die aus Kunststoffen unterschiedlicher Art durch Extrudieren von Monofilen erhalten werden. Um diesen Monofilen Eigenschaften ähnlich den Naturborsten zu verleihen, die sich durch Flexibilität einerseits und ein über lange Zeit anhaltendes Wiederaufrichtvermögen auszeichnen, werden diese Monofile im Anschluß an das Extrudieren verstreckt, um die Molekülketten in Achsrichtung auszurichten, und anschließend durch thermische Behandlung stabilisiert, wobei die Orientierung der Molekülketten quasi eingefroren wird. Diese Monofile werden dann einzeln oder zu Bündeln zusammengefaßt, auf Länge geschnitten und an dem Borstenträger befestigt. Dieses Befestigen erfolgt bis heute noch weitgehend auf mechanische Art und Weise, indem der Borstenträger mit Löchern versehen wird, in die die Borsten bzw. Borstenbündel eingesetzt und auf mechanische Weise, z. B. mittels Ankerdrähten, Klebstoff oder dgl. befestigt werden. In neuerer Zeit werden die thermoplastischen Eigenschaften der Borsten und/oder des Borstenträgers genutzt, indem die Borsten auf dem Träger aufgeschweißt bzw. in den weichplastischen Kunststoff des Trägers eingefügt oder aber auch beim Spritzgießen oder Schäumen des Trägers in diesen eingebettet werden.
Es ist weiterhin bekannt (DE-B 1235856), die Borsten dadurch am Borstenträger zu verankern, daß letzterer mit einem Klebstoff versehen wird und die Borsten im elektrostatischen Feld aufgebracht werden. Hierbei handelt es sich um einen Vorgang, der ähnlich dem Beflocken von Materialien durchgeführt wird. Solchermaßen hergestellte Borstenwaren sind aufgrund der relativ wirren und ungeordneten Anordnung der Borsten, die im übrigen sehr kurz und dünn sein müssen, nur für wenige Anwendungszwecke geeignet. Weiterhn ist es bei einer Wimpernbürste bekannt, den Borstenträger in gewissen Bereichen mit borsten zu verstehen und in den dazwischen liegenden Bereichen mit Fasern zu beflocken (DE-A 3231574, DE-A 3434405). Schließlich ist es bei Haarbürsten mit gespritzten Stiften (DE-C 3317143) bekannt, die Stifte oder die Stiftträger mit Fasern zu beflocken.
Alle vorgenannten Borstenwaren haben den Nachteil, daß sie aufgrund der Ausbildung der Borsten als Monofile mit glatter Oberfläche in ihrer Funktion nicht vollständig befriedigen. Steht die Reinigungswirkung im Vordergrund, so beschränkt sich diese im wesentlichen auf ein Abstreifen oder Zusammentragen der Schmutzpartikel mittels der scheuernden oder schiebender Borstenenden, die sich an die zu reinigende Fläche auf kurzer Länge anlegen. Dies gilt für Reinigungsbürstan jeglicher Art, wie Kleiderbüisten, Zahnbürsten, wie auch für Bess.i oder dgl. Steht das Aufbringen oder Auftragen eines Stofts im Vordergrund, z. B. das Aufbringen von Wasser auf die zu reinigende Fläche mittels eines Schrubbers, mittels eines Feuchtmops oder dgl., das Auftragen von Anstrichen mittels eines Pinsels, das Aufbringen von Kosmetika oder Pflegemitteln, wie auch von Haarfärbemitteln usw. im kosmetischen Bereich, so wird der Borstenbesatz der hierfür verwendeten Geräte so ausgelegt, daß das Gerät ein möglichst großes Rückhalteve-mögen für den aufzubringenden bzw. aufzutragenden Stoff aufweist, was in aller Regel durch einen entsprechend dichten Borstonbesatz geschieht. Auch ist es bekannt, zu diesem Zweck genarbte, gewellte oder im Querschnitt profilierte Borsten einzusetzen.
Ziel der Erfindung
Ziol dor Erfindung ist, oino Borstonware sowie oin Vorfahren zu deren oinfachen und kostengünstigen Herstellung zu schaffen, dio für vielfältigste Einsatzzwocko boi optimaler Funktionsorfüllung wie Roinigon, Auftragen, Verteilen und dgl. eingesetzt wordon kann.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Dor Erfindung Mögt dio Aufgabo zugrundo, oino Borstonware zu ontwickeln, dio zu einer Verbesserung ihrer Funktionen, nämlich Roinigon, Auftragon, Vortoilon und dgl. führt und oin Vorfahren zur Herstellung der Borstenware zu schaffen. Erfindungsgomäß wird dio Aufgabo dadurch golöst, daß dio Borston dor Borstonware juf wenigstens einem Teil ihrer Lange mit kur/oii Fasorn aus Kunststoff abstohend boschichtot sind.
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