DD277459A1 - Verfahren zur herstellung von 1,3,4-oxadiazolin-2-onen - Google Patents

Verfahren zur herstellung von 1,3,4-oxadiazolin-2-onen Download PDF

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DD277459A1
DD277459A1 DD32233288A DD32233288A DD277459A1 DD 277459 A1 DD277459 A1 DD 277459A1 DD 32233288 A DD32233288 A DD 32233288A DD 32233288 A DD32233288 A DD 32233288A DD 277459 A1 DD277459 A1 DD 277459A1
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oxadiazolin
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compounds
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substituted
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DD32233288A
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Inventor
Manfred Just
Volker Seiler
Roselore Langer
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Neubauer T Paedagog Hochschule
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  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 1,3,4-Oxadiazolin-2-onen. Anwendungsgebiete sind die Landwirtschaft und die Pharmazeutische Industrie. Erfindungsgemaess werden entsprechend substituierte 2-Amino-1,3,4-oxadiazole zu den 5-substituierten 3-(2,4-Dinitro-phenyl)-2-imino-1,3,4-oxadiazolinen umgesetzt, und diese werden mit verduennten Saeuren oder ueber die Nitrosimine hydrolysiert und ggf. werden anschliessend die Nitrogruppen des Phenylsubstituenten reduziert und derivatisiert. Die neuen Verbindungen besitzen fungizide und herbizide Wirksamkeit.

Description

Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Es ist bekannt, 1,3,4-Oxadiazolin-2-one durch Phosgenierung von entsprechend substituierten Carbonsäurehydraziden herzustellen (GB 1345313; GB 1063799; US 4138404). Diese Verbindungen besitzen eine herbizide Wirkung. Notwendige . Arbeitsschutzmaßnahmen sind jedoch ein wesentlicher Nachteil der Synthesen mit Hilfe des Phosgens. Verbindungen der allgemeinen Formeln I und Il sind nicht bekannt.
Ziel der Erfindung
Die Erfindung hat das Ziel, Verbindungen der allgemeinen Formeln I und Il herzustellen und ein phosgenfreies Verfahren für ihre Synthese zu entwickeln.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Erfindungsgemäß werden die 1,3,4-Oxadiazolin-2-one der allgemeinen Formel I hergestellt, indem man aus entsprechend substituierten 2-Amino-1,3,4-oxadiazolen der Formel III (s. Formelblatt) nach an sich bekannten Verfahren die 5-substituierte η 3-(2,4-Dinitro-phenyl)-2-imino-1,3,4-oxadiazoline der allgemeinen Formel IV (s. Formelblatt) herstellt.
Die Verbindungen IV mit den stark elektronenziehenden Substituenten in der Ringposition 3 werden durch verdünnte Säuren, vornehmlich Salzsäure, zu den 1,3,4-Oxadiazolin-2-onen der allgemeinen Formel I hydrolysiert.
Die Methode der spontanen Zersetzung von den durch Nitrosierung der 2-lmino-1,3,4-oxadiazoline leicht zugängigen 2-Nitrosimino-1,3,4-oxadiazolinen führt ebenfalls in guten Ausbeuten zu den neuen Verbindungen der Formel I.
Über eine vollständige oder partielle Reduktion der Nitrogruppen, vorzugsweise mit Wasserstoff und Palladiumkatalysator in methanolischer Lösung, werden Verbindungen der allgemeinen Formel Il hergestellt.
Durch Diazotierung der Verbindungen II, in denen R1 und R2 Aminogruppen bedeuten, werden die entsprechenden Diazoniumsalze erhalten.
Die Diazoniumgruppen können dann nach bekannten Verfahren durch Chlor, Brom, Cyan- oder Hydroxylgruppen ersetzt werden.
Die Verbindungen der allgemeinen Formeln I und Il besitzen herbizide bzw. fungizide Wirksamkeit.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren sind die Verbindungen I und Il auf einem phosgenfreien Wege in guten Ausbeuten erhältlich. Dabei bietet die vollständige oder partielle Derivatisierung von 2 Nitrogruppen in den Verbindungen der allgemeinen Formel I eine vielfältige Möglichkeit zur Wirkungsoptimierung von Reaktionsprodukten der allgemeinen Formel II, in der die Substituenten die im Formeiblatt angegebene Bedeutung haben.
Ausführungsbeispiel 1
0,05mol des entsprechend 5-substituierten2-lmino-3-(2,4-dinitrophenyl)-1,3,4-oxadiazolins werden in einem Gemisch aus 50 ml Methanol und 5ml konz. Salzsäure kurz zum Sieden erhitzt, und dann wird in einem 600C heißem Ölbad der größte Teil des Methanols abdestilliert. Der Rückstand wird mit 50 ml Wasser verrührt. Das Reaktionsprodukt scheidet sich häufig als gelb bis braun gefärbtes Öl ab, das erst nach einigen Stunden kristallisiert. Es wird dann das Waschwasser vom öligen Bodensatz abgegossen. Das Waschen wird wiederholt, bis die Salzsäure entfernt ist
Kristalline Reaktionsprodukte werden abgesaugt. Der Rückstand wird mehrmals mit wenig Wasser gewaschen.
Ausführungsboispiel 2
0,05mol des entsprechend 5-substituierten 2-lmino-3-(2,4-dinitrophenyl)-1,3,4-oxadiazolins werden mit 25ml Eisessig verrührt. Danach wird mit Eis gekühlt und die Lösung von 0,1 mol Natriumnitrit in 5ml Wasser unter ständigem Rühren langsam zugetropft. Es wird weitere 5min gerührt. Dann werden 15ml Wasserzugegeben. Dabei fällt ein Gemisch aus derZielverbindung und dem als Zwischenprodukt gebildeten Nitrosimin aus, das nach Absaugen oder Dekandieren ohne weitere Reinigung in 40ml siedendes Ethanol eingetragen wird. Nach dem Abkühlen kann das gebildete Oxadiazolon isoliert werden. Das Nitrosimin hat sich unter diesen Bedingungen zum entsprechenden Oxadiazolon und Stickstoff zersetzt.
Bei Verbindungen mit aliphatischem Substituenten wird ggf. die alkoholische Lösung eingeengt, oder die Zielverbindung wird daraus mit Wasser gefällt.
Tabelle Verbindungen I 5-substituierte3-(2,4-Dinitrophenyl)-1,3,4-oxadiazolin-2-one
Verbindungen! Ausbeute in % Beisp. 2 IR (cm"') C = N NO
Nr. R Beisp. 1 65 C = O 1660 1560
1 Methyl 75 67 1790 1680 1540
2 n-Propyl 63 84 1790 1630 1550
3 Benzyl 71 96 1780 1610 1600
4 Phenyl 95 77 1800 1600 1550
5 m-Chlorphenyl 69 74 1790 1600 1530
6 m-Nitrophenyl 65 72 1790 1600 1540
7 p-Nitrophenyl 69 1800
Formelblatt
Ν·
R-C C=O
NO.
II
Ν· N
7 \
R-C C-NH2
III
R =
Alkyl, Cycloalkyl Aryl, Heteroaryl alkoxy, Aryloxy Carbalkoxy oder Carbaryloxy
R-C C=NH
IV
, R2, R3 = Nitro, Amino, Cyano, Hydroxylamin oder Halogen

Claims (2)

  1. Verfuhren zur Herstellung von 1,3,4-Oxadiazolin-2-onen der allgemeinen Formeln I und Il (s. Formelblatt), dadurch gekennzeichnet, daß man entsprechend substituierte
  2. 2-Amino-1,3,4-oxadiazole der allgemeinen Formel III nach an sich bekannten Verfahren zu den entsprechend 5-substituierten 3-(2,4-Dinitrophenyl)-2-imino-1,3,4-oxadiazolinen der allgemeinen Formel IV umsetzt und diese mit verdünnten Säuren, vornehmlich Salzsäure, ohne oder mit Zusatz von Natriumnitrit zu Verbindungen der allgemeinen Formel I hydrolysiert und ggf. zur Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel Il anschließend die Nitrogruppen vollständig oder partiell reduziert und derivatisiert.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 1,3,4-Oxadiazolin-2-onen der allgemeinen Formeln I und Il (s.
    Formelblatt).
    Anwendungsgebiet der Erfir dung sind die pharmazeutische Industrie und die Landwirtschaft.
DD32233288A 1988-11-29 1988-11-29 Verfahren zur herstellung von 1,3,4-oxadiazolin-2-onen DD277459A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5236939A (en) * 1989-09-23 1993-08-17 Bayer Aktiengesellschaft Substituted 1,3,4-oxa(thia)diazolinones process for their preparation and their use of combating endoparasites

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