DD277490A1 - Druckentlastungsfluegel - Google Patents

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DD277490A1
DD277490A1 DD32236388A DD32236388A DD277490A1 DD 277490 A1 DD277490 A1 DD 277490A1 DD 32236388 A DD32236388 A DD 32236388A DD 32236388 A DD32236388 A DD 32236388A DD 277490 A1 DD277490 A1 DD 277490A1
Authority
DD
German Democratic Republic
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frame
outer frame
pressure relief
locking device
pressure
Prior art date
Application number
DD32236388A
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English (en)
Inventor
Gert Beilicke
Thomas Niemeck
Matthias Beilicke
Original Assignee
Univ Magdeburg Tech
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Druckentlastungsfluegel, der in allen Gebaeuden eingesetzt werden kann, in denen Explosionsgefahr besteht und im Explosionsfall eine Begrenzung der Druckbelastung des Gebaeudes durch Druckausgleich mit der Atmosphaere noetig ist. Der erfindungsgemaesse Druckentlastungsfluegel besteht aus einem Aussenrahmen, einem Innenrahmen mit Fuellung und einer Zuhaltevorrichtung. Als Zuhaltevorrichtung werden ein oder mehrere senkrecht zur Oeffnungsrichtung verschiebbare Riegel angeordnet. An der dem Innenraum zugewandten Seite des Druckentlastungsfluegels sind flexible, geschlossene, mit einem Fluid gefuellte Behaelter angeordnet, die direkt oder ueber eine Mechanik mit den Riegeln in Verbindung stehen.

Description

Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft Druckentlastungsflügel, die in allen Gebäuden eingesetzt werden können, in denen Explosionsgefahr besteht und in denen im Expolosionsfall eine Gegrenzung der Druckbelastung des Gebäudes durch Druckausgleich mit der Atmosphäre nötig ist.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Unter Druckentlastungskonstruktionen sind Baukonstruktio ien zu verstehen, die bei Explosionen und anderen für Gebäude gefährlichen, plötzlichen Druckerhöhungen im Gebäude einen Druckausgleich zwischen dem Gebäudeinneren und der freien Atmosphäre mit dem Ziel gewährleisten sollen, die Beanspruchung des Gebäudes infolge der Explosion oder plötzlichen Druckerhöhungen auf ein ungefährliches Maß zu reduzieren.
U. Rönn „Neue Druckentlastungskonstruktionen für Gebäude sowie Entwicklungstendenzen" Brandschutz/Explosionsschutz 16, Staatsverlag der DDR, Berlin, 1987, S. 170-182.
Eine Bauform der Druckentlastungskonstruktionen sind Druckentlastungsflügel. Druckentlastungsflügel zur Druckentlastung von Bauwerken gehören in die Gruppe der Aufklappkonstruktionen. Sie bestehen aus feststehenden Außenrahmen, die mittels an einer Unterkonstruktion in der Baukonstruktion befestigt werden, und Innemahmen mit Füllung.
Der Innenrahmen ist in den Außenrahmen lose eingefügt oder am Außenrahmen gelenkig gelagert. Innenrahmen und Füllung bilden den eigentlicher Flügel. Der Flügel wird durch eine Zuhaltevorrichtung geschlossen gehalten. Zuhaltevorrichtungen können Federzuhaltungen (s. Abb.3, S. 175) oder Brechsicherungen sein. Die Federzuhaltung besteht aus einer Raste und einer Stahlfeder. Durch Veränderung der Raste oder der Feder ändern sich die Zuhaltekraft und entsprechend der Ansprechdruck des Flügels.
Die Brechsicherung besteht aus einem Stift, der bei Belastung des Flügels von innen bricht.
Durch die Wahl geeigneter Materialien und Veränderung des Querschnitts sind beliebige Ansprechdrücke möglich.
Der Nachteil beider Prinziplösungen besteht darin, daß die durch den Explosionsdruck aufzubringende Kraft möglichst klein sein soll, gleichzeitig aber im Normalbetrieb für einen sicheren Verschluß der Druckentlastungsflügel eine bestimmte Minimalgröße haben muß.
Die bekannten Druckentlastungsflügel haben also einen relativ hohen Ansprechdruck und haben damit eine geringe Wirksamkeit bei einer Explosion oder sie sind im Normalbetrieb störanfällig, weil sie bei geringen Belastungen versagen.
Ziel der Erfindung
Ziol der Erfindung ist oin Druckentlastungsflügol mit hoher r>.inktionssicherheit und Wirksamkeit bei einer Explosion und im Normalbotriob.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Dor Erfindung liogt clio Aufgabo zugrunde, oinen Druckontlastungsflügol zu schaffen, der sich durch einen niedrigen Ansproclulruck auszeichnet und im Normolbotriob sicher geschlossen bleibt.
Die Aufgabo wird durch oinun DruckontlasUingsflügel, der aus einem Außenrahmen, einem Innenrahmen mit Füllung und einer Zuhaltevorrichtung bostoht, golöst, indem orfindungsgemäß als Zuhaltevorrichtung ein oder mehrere senkrecht zur Öffnungsrichtung in Richtung Außenrahmen gegen ein Federelement verschiebbare Riegel dienen, die im Normalzustand in den Innen- und Außorrahmon greifon und so weit verschiebbar angeordnet sind, daß sie nur noch in einen der Rahmen, also nur in
den innenrahmen greifen, indem an der dem explosionsgefährdeten Raum zugewandten Seite des Rahmens, in den die verschiebbaren Riegel bei Verschiebung nicht mehr greifen, ein oder mehrere flexible, geschlossene Behälter angeordnet sind, die mit einem Gas, einer Flüssigkeit oder einem Material, das sich go ähnlich verhält, gefüllt sind, indem die Behälter in Richtung verschiebbare Riegel verschiebbar oder dehnbar sind und direkt oder über einen Übertragungsmechanismus mit diesen in Verbindung stehen. Diese Behälter können vorteilhafterweise in Richtung explosionsgefährdeter Raum durch eine in Richtung Atmosphäre bewegliche Platte abgedeckt und dadurch geschützt werden.
Im folgenden soll die Funktion des Druckentlastungsflügels beschrieben werden.
Im Normalbetrieb wird der Innenrahmen d jrch die in diesen und den Außenrahmen greifenden Riegel sich im Außenrahmen gehalten. Da diese Riegel auf Scherung beansprucht werden, ist ein Öffnen durch Windsog oder ähnliche Belastungen praktisch unmöglich.
Im Explosionsfall wird der sich im Innenraum aufbauende Druck auf die flexiblen, mit einem G'.iS oder einer Flüssigkeit gefüllten Behälter wirken, die ihrerseits bestrebt sind, diesem Druck auszuweichen und direkt oder über eine Mechanik auf die Riegel einwirken und diese hei Überschreiten einer kritischen Kraft verschieben. Die Arretieiung wird gelöst und der Druckentlastungsflügel freigegeben.
Der Vorteil dieser Lösung besteht darin, daß die Kraft, die zum Versagen dor Zuhaltevorrichtung im Normalbetrieb führt, sehr viel größer als die Kraft sein muß, die zum Verschieben db, Riegel und damit zum Lösen der Zuhaltevorrichtung im Explosionsfall benötigt wird.
Weitere Voiteile dieser Lösung bestehen darin, daß die Einstellung und Kontrolle des Ansprechdruckes problemlos möglich ist.
Der flexible Behälter kann als Wärmeisolierung dienen.
Ausfühwngsbeispiele
Durch die Ausführungsbeispiole »oll die Erfindung weiter erläutert wc den
Die zugehörigen Zeichnungen stallen dar:
Fig. 1: erfindungsgemäßer Druckentlastungsflüge! mit Anordnung des flexiblen Behälters im Innenrahmen Fig. 2: erf indungsgemäßer Druckbntlastungsflügel mit Anordnung des flexiblen Behälters im Außenrahmen
Der in Fig. 1 dargestellte Dructentlastungsflügel besteht aus einem Außenrahmen 1, einem Innenrahmen 2 und einer Füllung 3. Die Füllung 3 des Innenrahmens 2 kann eine Platte aus Glas, Kunststoff, bewehrten Schaumstoff oder auch Metall sein. Im Außenrahmen 1 ist ein Riegel 4 gegen eine Fedei 5 verschiebbar angeordnet. Der Riegel 4 greift in den Innenrahmen 2. Er steht direkt mit einem an der Innenseite der Füllung 3 angeordneten, flexiblen Gehälter 6 in Kontakt. Dieser Behälter 6 ist mit einer geeigneten Flüssigkeit, z. B. Öl, gefüllt. Er wird durch eine Gurnmiplatte 7 vor mechanischer Beschädigung geschützt. Der in Fig.2 dargestellte D.'uckentlastungsflügel besteht aus einem Außenrahmen 1, einem Innenrahmen 2 und einer Füllung 3 des Innenrahmens 2. Die Füllung 3 des Innenrahmens 2 kann eine Platte aus Glas, Kunststoff, bewehrtem Schaumstoff oder auch Metall sein.
Im Innenrahmen 2 ist ein Riegel 4 gegeti eine Feder 5 verschiebbar angeordnet. Im Außenrahmen 1 ist ein flexibler Behälter 6 mit einem plattenförmigen Schutz, z. B. einer Gummiplatte 7, angeordnet. Der Behälter 6 isl mit einer Flüssigkeit, z. B. einem Öl, gefüllt. Er liegt an einem Übertragungselement 8 an. Das Übertragungselement 8 besteht aus zwei plattenförmigen, Teilen, die durch Stege verbunden sind. Das Übertragungselement 8 wird durch eine Feder 9 nach außen gedruckt. Der Riegel 4 wird im Innenrahmen 2 durch eine Führung 10 gehalten und geführt. Die Feder 5 und 9 bestimmen die zum Lösen der Arretierung notwendige Kraft.

Claims (2)

1. Druckentlastungsflügel, bestehend aus einem Außenrahmen, einem Innenrahmen mit Füllung und einer Zuhaltevorrichtung, gekennzeichnet dadurch, daß als Zuhaltevorrichtung eine oder mehrere senkrecht zur Öffnungsrichtung in Richtung Außenrahmen gegen ein Federelement verschiebbare Riegel angeordnet sind, die im Normalzustand in den Innen- und den Außenrahmen greifen und soweit verschiebbar angeordnet sind, daß sie nur noch in einen der Rahmen, also nur in den Außenrahmen ode r nur in den Innenrahmen, greifen, daß an der dem explosionsgefährdeten Raum zugewandten Seitu des Rahmens, in den die verschiebbaren Riegel (4) bei Verschiebung nicht mehr greifen, ein oder mehrere flexible, geschlossene Behälter (6) angeordnet sind, die mit einem Gas, einer Flüssigkeit oder einem Medium, das sich so ähnlich verhält, gefüllt sind, daß die Behälter (6) in Richtung der verschiebbaren Riegel (4) verschiebbar oder dehnbar sind und direkt oder über einen Übertragungsmechanismus mit diesen in Verbindung stehen.
2. Druckentlastungsflügel nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die flexiblen, geschlossenen Behälter (6) in Richtung explosionsgefährdeter Raum durch eine in Richtung Atmosphäre bewegliche Platte abgedeckt sind.
DD32236388A 1988-11-30 1988-11-30 Druckentlastungsfluegel DD277490A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT400231B (de) * 1994-02-15 1995-11-27 Scheuch Alois Gmbh Druckentlastungsanordnung, insbesondere für absauganlagen in der holzindustrie

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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AT400231B (de) * 1994-02-15 1995-11-27 Scheuch Alois Gmbh Druckentlastungsanordnung, insbesondere für absauganlagen in der holzindustrie

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