DD279014A1 - Verfahren zur herstellung von naphth-1-oyl-essigsaeuren - Google Patents

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DD279014A1
DD279014A1 DD32450388A DD32450388A DD279014A1 DD 279014 A1 DD279014 A1 DD 279014A1 DD 32450388 A DD32450388 A DD 32450388A DD 32450388 A DD32450388 A DD 32450388A DD 279014 A1 DD279014 A1 DD 279014A1
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German Democratic Republic
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oyl
naphth
acetic acids
producing
carbon dioxide
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DD32450388A
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Inventor
Roland Mayer
Ralf Frenzel
Guenter Domschke
Fritz Kleine
Original Assignee
Univ Dresden Tech
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung der Titelverbindungen, die als Zwischenprodukte fuer die Synthese von Farbstoffen und Pharmaka Verwendung finden koennen. Erfindungsgemaess wird die Aufgabe dadurch geloest, dass 1-Acetyl-naphthalene mit einem Carboxylierungsmittel, beispielsweise mit Magnesiummethylcarbonat oder Phenolat/Kohlendioxid umgesetzt werden. Als Loesungsmittel werden aprotonische, dipolare Loesungsmittel, vorzugsweise Dimethylformamid verwendet. Das Verfahren ermoeglicht es, bisher unbekannte Napth-1-oyl-essigsaeuren in reiner Form und in einer Ausbeute von mindestens 65% zu synthetisieren.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Naphth-1-oyl-essigsäuren, die als Zwischenprodukte für die Synthese von Farbstoffen und Pharmaka Verwendung finden können.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Die als unbeständig geltenden Naphth-1-oyl-essigsäuren sind bis auf wenige Ausnahmen unbekannt.
So wurde zwar durch Adams und Binder (J. Amer.Chern.Soc. 63 [1941] 2773) diel -Methyl-naphth-1-oyl-essigsäure aus 1 -Acetyl-2-methyl-naphthalen und Ethylmagnesiumbromid bei anschließender Carboxylierung mittels Kohlendioxides erhalten, doch die Ausbeute an reiner Substanz betrug nur 46%.
Außerdem ist dieses Verfahren mit anderen Vertretern der Acetylnaphthalene nicht durchführbar. Es ist weiterhin bekannt, daß Naphth-1-oyl-essigsäuren durch Hydrolyse der entsprechenden Naphth-1-oyl-essigsäureester hergestellt werden können (Radwan u.a. J. prakt. Chem. 322 (3) [1980), 475).
Bei diesem Verfahren wurden die Naphth-1-oyl-essigsäuren nur in Lösung, d.h. in protonischen Lösungsmitteln (Wasser, Alkohol erhalten). Die Isolierung der Säuren und deren Charakterisierung wurde nicht beschrieben. Ein weiterer Nachteil ist die aufwendige Synthese des als Ausgangsstoff verwendeten Naphth-1-oyl-ossigsäureesters.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist ein einfaches Verfahren zur Herstellung von Naphth-1-oyl-essigsäuren.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, Naphth-1-oyl-essigsäuren in reiner Form durch ein einfaches Verfahren herzustellen. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß Naphth-1-oyl-essigsäuren der allgemeinen Formel I,
worin R1 und R2 ein Wasserstoff-, ein Halogenatom, eine Alkyl- oder eine Alkoxygruppe bedeuten, hergestellt werden, indem 1-Acetylnaphthalene der allgemeinen Formel Il t
in denen R' und R2 die oben angegebene Bedeutung besitzen, mit Magnesiummethylcarbonat oder Phenolat/Kohiendioxid in Dimethylformamid carboxyliert werden.
Mit diesem Verfahren werden bisher unbekannte Naphth-1 -oyl-essigsäuren in einer Ausbeute von mindestens 65% und einem Gehalt >90% erhalten; die Struktur wird durch die 'H-NMR-Spektren in den Ausführungsbeispielen belegt.
Ausführungsbeispiele Beispiel 1
Naphth-1-oyl-essigsäure
a) In einem 250-ml-Dreihalskolben werden 8,5g (0,05rnol) 1-Acetylnaphtalen und 50ml einer dreimolaren Lösung von Magnesiummethylcarbonat in DMF eine Stunde lang bei 110-120°C gerührt. Nach dem Abkühlen des Gemisches auf Raumtemperatur werden 100ml Dichlormethan zugegeben und durch Eingießen in eine Mischung aus 100g Eis und 25ml konzentrierte Salzsäure wird hydrolysiert.
Aus der organischen Phase wird durch Extraktion mit verdünnter Natriumhydroxidlösung und Ausfällen mit Salzsäure bei O0C mindestens 7,2g (67%) Naphth-1-oyl-essigsäure erhalten.
b) In einem 250-ml-Dreihalskolben werden zu 4,2g (36,2mmol) trockenem Natriumphenolat 3,05g (18,1 mmo1) 1-Acetylnaphthalen und 50ml trockenes DMF gegeben. Anschließend wird unter Rühren 3 Stunden trockenos Kohlendioxid bei 250C eingeleitet. E°> ist auch möglich, die Phenolat-Lösung vor der Zugabe des 1-Acetylnaphthalens mit Kohlendioxid zu sättigen und 36 Stunden stehenzulassen. Das Reaktionsgemisch wird mit Eis/Salzsäure hydrolysiert und mit Ether extrahiert. Die etherische Phase wird nun mit Natriumcarbonatlösung extrahiert und diese bei O0C mit Salzsäure angesäuert.
Die saure Lösung wird nochmals mit Ether extrahiert. Die etherische Phase wid getrocknet und der Ether im Vakuum abgezogen. Es bleiben mindestens 2,9g (75,6%) 1-Naphthoyles »igsäure zurück.
1H-NMR(CDCI3,TMS): = 4,18ppm (1,4H; S1-CH2-) = 5,58 ppm (0,3 N; s; -CH=) = 12,47ppm(0,3H;s;=C-OH)
Beispiel 2
(4-Chlornaphth-i -olylessigsäure
Die Herstellung erfolgt wie im Beispiel 1 a angegeben. Aus 10,2 g (0,05 mol) 1-Acetyl-4-chlor-naphthalen werden mindestens 8,5 g (68%) der Säure erhalten.
1H-NMR(CDCI31TMS): = 4,15ppm (1,3H; Sj-CH2-) = 5,53 ppm (0,35H;s;=CH-) = 12,47 ppm (0,35 H; s; =C-OH)
Beispiel 3
(4-Methyl-naphth-1-oyl)essigsäure Bei der Herstellung nach Beispiel 1 a wurden aus 9,2 g (0,05 mol) 1-Acetyl-4-methyl-naphthalen mindestens 7,4g (65%) der Säure erhalten.
1H-NMR(CDCI31TMS): = 4,17 ppm (1,4H;s;-CH7-) = 5,54 ppm (0,3 H; s;-CH-) = 12,51 ppm (0,3 H; s;=GOH)

Claims (3)

  1. -1- 179 Patentansprüche:
    1. Verfahren zur Herstellung von Naphth-1-oyl-essigsäuren der allgemeinen Formel I,
    worin R1 und R2 ein Wasserstoff-, <*in Halogenatom, eine Alkyl- oder Alkoxygruppe darstellen, dadurch gekennzeichnet, daß 1-Acety!-naphthalene der allgemeinen Formel II,
    in denen R1 und R2 die oben angegebene I ^.deutung besitzen, mit einem Carboxylierungsmittel in einem aprotonischen, dipolaren Lösungsmittel umgesetzt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß als Carboxylierungsmittel vorzugsweise Magnesiummethylcarbonat oder Phenolat/Kohlendioxid eingesetzt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß als Lösungsmittel vorzugsweise Dimethylformamid verwendet wird.
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