DD279620A1 - Verfahren und anordnung zum entleeren von bremstrommeln und zur ueberfuehrung und ablage von stabstaehlen auf nachfolgende kuehleinrichtungen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zum Entleeren von Bremstrommeln und zur anschliessenden sicheren Ueberfuehrung und Ablage von Stabstaehlen auf nachfolgende Kuehleinrichtungen. Die Erfindung kommt in Feinstahlwalzanlagen zur Anwendung. Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Anordnung zu entwickeln, die eine hohe Folgefrequenz der Aufnahme und Abgabe von Stabstahlmaterial in bzw. aus einer Bremstrommel ermoeglichen, eine zuverlaessige, sichere und moeglichst kontinuierliche Arbeitsweise garantieren sowie einen geringen Platzbedarf und niedrigen Materialaufwand erfordern. Figur
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zum Entleeren von Bremstrommeln und zur anschließenden sicheren Überführung und Ablage von Stabstählen auf nachfolgende Kühleinrichtungen.
Die Erfindung wird in Feinstahlwalzanlagen, bei denen die Fertigstablängen direkt von der aus der Walzstraße austretenden laufenden t> jer geschnitten und bei Fertiglänge abgekühlt werden, angewendet.
Gegenwärtig ist es üblich, die auf Kühlbettlänge geschnittenen Walzstäbe mittels mehrerer Aushebeschieberbahnen abzubremsen und die Stäbe dabei stufenweise, nebeneinander auflaufend, auf das Kühlbett zu übergeben. Diese Einrichtungen begrenzen die möglichen Auflaufgeschwindigkeiten und Kühlbettlängen durch ihre dynamischen Eigenschaften aufwerte von 20 bis 25 m/s bei Längen von 50 bis ΐθ m. Um das taktweise Arbeiten des Aushebeschiebersystems zu umgehen und eine sichere Abbremsung des Stabes bei genauer Führung zu gewährleisten, wurden Bremstrommeleinrichtungen entwickelt (DD 35829 und DD 69)69). Hierbei wird der einzelne Stab jeweils mittels Schwerkraftreibsng verzöp .rt und durch Auflage auf der Trommel in Querrichtung weitertransportiert und somit nachfolgenden Einrichtungen zugeführt. Der Stab verläßt die Bremstrommel, wenn die Gewichtskraft des Stabes ein radiales Heraustreten des Stabes aus der Führung ermöglicht, so daß der Stab auf tiefer liegende Abführeinrichtungen fällt. Derartige Einrichtungen sind durch niedrige Trommeldrehzahlen gekennzeichnet. Die auf den Stab wirkenden Fliehkräfte bleiben wesentlich unter dei Gewichtskräften des Stabes, so daß ein vorzeitiges radiales Heraustreten der Stäbe aus der Bremstrommel nicht möglich ibt. Soll allerdings Walzgut im unteren Bereich einer Trommel quer ausgeführt werden (z. B. Durchlauf durch ein Wasserbad) oder nehmen die Fliehkräfte größere Beträge an, so wird eine zusätzliche Fixierung des Walzgutes in radialer Richtung beim Umlauf erforderlich. Diese Fixierung muß bei der Entleerung der Trommel geöffnet werden, so daß das Walzgut aus der Trommelführung entommen werden kann. Bekannt sind Speichenrad-Transporteinrichtungen (DE-OS 2010804), bei denen die Fixierung des Walzgutes durch separate Schließmechanismen und fes'e Führungswände erfolgt. Nachteilig bei derartigen Einrichtungen ist, daß die Walzgutfolge durch die Dynamik der Schließ- und Öffnungsmechanismen bestimmt wird, so daß eine Beschränkung auf relativ große Taktzeiten erfolgen muß.
Es ist das Ziel der Erfindung, die Nachteile der bekannten technischen Lösungen zur Entleerung von Bremstrommeln und zur Überführung der Stabstähle auf Kühlbetten zu beseitigen. Die Erfindung soll eine hohe Fclgefrequenz der Aufnahme von Stabstahlmaterial in eine Bremstrommel und der Abgabe des Materials aus dieser ermöglichen.
Es gehört zum Ziel der Erfindung, eine sichere und zuverlässige Arbeitsweise mit kontinuierlichen Eigenschaften zu garantieren. Weiterhin soll ein geringer Piatzbedarf beansprucht werden und ein niedriger Materialaufwand erforderlich sein.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Anordnung zum Entleeren von Bremstrommeln und zur Überführung und Ablage von Stabstählen auf nachfolgende Kühleinrichtungen zu schaffen. Dabei soll es ermöglicht werden, den Walzstab zu einem vorbestimmbaren Zeitpunkt, der sich aus der technologischen Aufgabe ergibt, auf die Kühleinrichtung zu übergeben.
Erfindungsgemäß wird de Aufgabe dadurch gelöst, daß die gowalzten Stabstähle durch eine Bremstrommel, in der die Stabstähie intensiv abgebremst werden, einer Auswurfvorrichtung zugeführt werden. In der Auswurfvorrichtung wird die Stablängsgeschwindigkf.it vollständig bis auf Null abgesenkt. Weiterhin werden die abgebremsten Stabstähle in der Auswurfvorrichtung gegen radiales, durch Flieh- und Gewichtskräfte bewirktes vorzeitiges Heraustreten gesichert und gleichzeitig quer zu ihrer Längsachse weiterbewegt. Zu einem vorbestimmten Zeitpunkt, der entsprechend der technologischen Aufgabe frei wählbar ist, werden die Stabstähle aus der Sicherung gelöst und mittels speziell geformter Mitnehmer aus der Auswurfvorrichtung ausgetragen. Danach werden die Stabstähle mittels eines Abräumers aus dem Bereich der Auswurföffnung der Auswurfvorrichtung transportiert und mittels eines Abförderers einer Kühleinrichtung zugeführt.
Es gehört zur Erfindung, daß die Stabstähle durch den aus mehreren Förderketten bestehenden Abräumer über ihre gesamte Länge erfaßt und parallel zueinander weitertransportiert werden. Durch den Abräumerwerden die Stabstähle gegen eine Prallplatte geworfen und somit auf dem Abförderer abgelegt und parallel zueinander weitertransportiert.
Die erfindungsgemäße Anordnung zum Entleeren von Bremstrommeln und zur Überführung und Ablage von Stabstählen auf eine Kühleinrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß eine Bremstrommel axial einer Auswurfeinrichtung zugeordnet ist und daß radial zur Auswurfeinrichtung ein Abräumer, eine Prallplatte und ein Abförderer angeordnet sind, wobei die Prallplatte zwischen Abräumer und Abförderer angeordnet ist. Weiterhin ist der Abförderer einer Kühleinrichtung zugeordnet.
Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
Fig. 1: zeigt die erfindungsgemäße Anordnung.
Gewalzte Stabstähle 1 werden über einen Zuführverteiler 2 in einer Bremstrommel 3 (Fliehkraftbremstrommel o.a.) intensiv abgebremst. Danach werden die Stabstähle 1 einer axial zur Bremstrommel 3 liegenden Auswurfeinrichtung 4 übergeben. In der Auswurfeinrichtung 4 erfolgt eine Sicherung der Stabstähle 1 gegen radiales Heraustreten. Das Heraustreten des Stabstrahles laus der Auswurfeinrichtung 4 wäre durch Fliehkräfte, die durch die Rotation der Auswurfeinrichtung 4 auftreten, bzw. durch das Gewicht dei Stabstähle 1 möglich. Gleichzeitig wird die Stablängsgeschwindigkeit in der Auswurfeinrichtung 4 vollständig bis auf Null abgesenkt, indem die Stabstähle 1 sich durch die Fliehkraft und Gewichtskraft bedingt an einer Trommelwand der Auswurfeinrichtung 4 abstützen. Soll ein Stabstahl laus der Auswurfeinrichtung 4 herausgeführt werden, erfolgt dies dadurch, daß die gegen radiales Heraustreten wirkende Sicherung des Stabstahles 1 entfernt wird und der Stabstahl 1 somit freigegeben wird. Der Zeitpunkt der Freigabe des Stabstahles 1 ist in technologisch bedingten Grenzen beeinflußbar. Durch einen Abräumer 5 werden die Stabstähle 1 ausdem Bereich der Auswurföffnung der Auswurfeinrichtung 4 abgefördert. Dabei ist der kontinuierlich arbeitende Abräumer 5 so gestaltet, daß die Stabstähle 1 parallel oder zumindest annähernd parallel auf ihm befördert werden. Aufgabe des Abräumers 5 ist es, eine Verstopfung im Bereich der Auswurfeinrichtung 4 zu verhindern. Durch den Abräumer 5 werden die Stabstähle gegen eine Prallplatte 6 gofördert, von wo sie auf einen Abförderer 7 fallen. Der Neigungswinkel der Prallplatte 6 ist so gewählt, daß die Stabstähle 1 störungsfrei und wiederum annähernd parallel auf dem ebenfalls kontinuierlich arbeitenden Abförderer 7 zu liegen kommen. Auf dem Abförderer 7 werden die Stabstähle 1 einer Kühleinrichtung 8 zugeführt.
Claims (4)
1. Verfahren zum Entleeren von Bremstrommeln und zur Überführung und Ablage von Stabstählen auf nachfolgende Kühleinrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß die gewalzten Stabstähle durch eine Bremstrommel, in der die Stabstähle intensiv vurgebremst werden, einer Auswurfvorrichtung, in der die Stablängsgeschwindigke'" vollständig bis auf Null abgesenkt wird, zugeführt werden und daß die abgebremsten Stabstähle in der Auswurfvorrichtung gegen radiales., durch Flieh- und Gewichtskräfte bewirktes, vorzeitiges Heraustreten gesichert und gleichzeitig quer zu ihrer Längsachse weiterbewegt weiden und zu einem vorbestimmten Zeitpunkt, der entsprechend der * >chnologischen Aufgabe frb" v/ählbar ist, aus der Sicherung gelöst und mittels speziell geformter Mitnehmer aus der Auswurfvorrichtung ausgetragen und anschließend mittels eines Abräumers aus dem Bereich der Auswurf Öffnung der Auswurfvorrichtung transportiert und mittels Abförderer einer Kühleinrichtung zugeführt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stabstähle durch den aus mehreren Förderketten bestehenden Abräumer über ihre gesamte Länge erfaßt und parallel zueinander weitertransportiert werden.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß dia Stabstähle durch den Abräumer gegen eine Prallplatte geworfen und somit auf dem Abförderer abgelegt und parallel zueinander weitertransportiert werden.
4. Anordnung zum Entleeren von Bremstrommeln und zur Überführung und Ablage von Stabstählen auf nachfolgende Kühleinrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß eine Bremstrommel (3) axial einer Auswurfeinrichtung (4) zugeordnet ist und daß radial zur Auswurfeinrichtung (4) ein Abräumer (5), eine Prallplatte (6) und ein Abförderer (7) angeordnet sind, wobei die Prallplatte (6) zwischen Abräumer (5) und Abförderer (7) angeordnet ist und daß der Abförderer (7) einer nachfolgenden Kühleinrichtung (8) zugeordnet ist.
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