DD279707A1 - Schaufelradantrieb - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Schaufelradantrieb eines Schaufelradbaggers zur Foerderung von Abraum bzw. zur Gewinnung von Kohle und anderen Mineralien, wobei die Antriebe des Schaufelrades 2 zur Erzielung hoher Grabkraefte grosse Antriebsleistungen uebertragen muessen. Zur Vermeidung der infolge der betriebsbedingten bzw. Eigenbelastung hervorgerufenen Verformungen der Antriebsgetriebeabtriebswelle und der daraus resultierenden verschleissbewirkenden Laengsverschiebungen und zur Verminderung der Kantenpressung der Verlagerung auf der Schaufelradachse 1 wird erfindungsgemaess das dem Schaufelrad 2 gegenueberliegende Ende der Hohlwelle 4 mit einer biegeweichen Stuetzscheibe 6 und einer auf der Schaufelradachse 1 mittels Gleit- oder Waelzlager 7,8 drehbar angeordneten Flanschnabe 9 verbunden und auf der Schaufelradachse 1 abgestuetzt. Fig. 1
Description
Die Erfindung betrifft den Antrieb des Schaufelrades von Schaufelradbaggern, wie sie zum Beispiel in Tagebauen zur Förderung von Abraum bzw. zur Gewinnung von Kohle und anderen Mineralien Anwendung finden, wobei die Antriebe des Schaufelrades zur Erzielung hoher Grabkräfte große Antriebsleistungen und demzufolge große Drehmomente übertragen müssen.
Es sind Schaufelradantriebe bekannt, die mit einem Membranflansch als formschlüssiges Verbindungsmittel zwischen dem Schaufelrad und dem Antriebsgetriebe versehen sind, wie dies beispielsweise in den Ausführungen gemäß DD-PS 112.153, E 02 F3/24 der Fall ist, wobei das Schaufelrad auf einer Achse sitzt und mit dieser kraftschlüssig verbunden ist. Das Antriebsgetriebe stützt sich über den als Hohlwelle ausgebildeten Abtrieb einmal über das Schaufelrad sowie demgegenüber mittels innerhalb der Hohlwelle angeordneter Verlagerungen auf dieser Achse ab.
Das Drehmoment wird vom Antriebsmotor über die Hohlwelle des Getriebeabtriebes und dem an der Hohlwelle befestigten Membranflansch an das Schaufelrad abgegeben.
Der Membranflansch hat darüber hinaus die Aufgabe, die während des Arbeitsvorganges entstehenden Verformungen der Hohlwelle, Schaufelradach.se und Verlagerungskonstruktion weitgehend zu kompensieren.
Bei einer derartigen Schaufelradantriebsanordnung entsteht infolge der Torsionsbeanspruchung des als Hohlwelle ausgebildeten Abtriebes eine Verdrehung dieser Hohlwelle, die am dem Schaufelrad gegenüberliegenden Stützpunkt des Antriebsgetrifibes auf der Achse Gleitbewegungen am Achsumfang bewirkt. Infolge der Differenz zwischen Achsdurchbiegung und Durchbiegung der Hohlwelle auf Grund der Einwirkung von Umfangs- und Seitenschneidkräften an den Graborganen des Schaufelrades werden ebenfalls Gleitbewegungen in Axialrichtung und Kantenpressung am Stützpunkt der Hohlwelle auf der Achse hervorgerufen. Derartige durch Belastungen und Fertigungsungenauigkeiten entstehende Gleitbewegungen verursachen Verschleiß an der Schaufelradachse und reduzieren die Lebensdauer des Schaufelradantriebes.
Außerdem erfordert die Montage, insbesondere der Wechsel dieser zwischen dor Hohlwelle und der Schaufelradachse angeordneten Stützelemente infolge der damit notwendigen Demontage de? nahezu gesamten Antriebes einen sehr hohen Aufwand und bewirkt somit lange Gerätestillstandszeiten.
Es ist bekannt, dem Verschleiß mit einer kugeligen Lagerung gemäß DE-PS 967.429,84d Gruppe 1 /03 bzw. mit einer Verlagerung mittels elastischer Elemente entgegenzuwirken. Diese Lösungen haben den Nachteil der aufwendigen Herstellung und Montage.
Außerdem schließen sie die auftretenden Bewegungen in Umfangsrichtung sowie in Axialrichtung und den damit verbundenen Verschleiß des betreffenden Hohlwellenstützpunktes keinesfalls aus.
Die Erfindung hat zum Ziel, die Abstützung des Schaufelradantriebes auf der Schaufelradachse weitgehend verschleißarm zu gestalten und dadurch die Lebensdauer des Schaufelradantriebes und somit die Geräteverfügbarkeit zu erhöhen sowie den Wechselaufwand für den Antrieb bzw. für dessen Verlagerung bedeutend zu senken.
Es besteht die Aufgabe, einen Schaufelradantrieb zu erstellen, bei dem die Relativbewegungen der Antriebsgetriebeverlagerung a jf der Schaufelradachse und die Kantenpressung erheblich vermindert und damit der Verschleiß wesentlich reduziert, die gesamte Antriebsleistung vom Antriebsgetriebe über den Membranflansch direkt in das Schaufelrad übertragen sowie der Reparaturaufwand deutlich verringert werden.
Erfindungsgemäß geschieht dies dadurch, in dem an die Hohlwelle des Antriebsgetriebeabtriebes zweckmäßigerweise ein Membranflansch jeweils formschlüssig mit der Schaufelradkonstruktion verbunden und am dem Schaufelrad gegenüberliegenden Stützpunkt an die Hohlwelle eine biegewejche Stützscheibe angeordnet ist. Diese ist wiederum form- bzw. kraftschlüssig an einer auf der Schaufelradachse drehbar gelagerten Konstruktion befestigt. Dazu ist auf einem oder mehreren üblichen Wälzlagern bzw. auf einer oder mehreren Gleitbuchsen beispielsweise eine Flanschnabe angeordnet, an deren zum Schaufelrad zeigenden Flansch über die biegaweiche Stützscheibe jeweils kreisringförmig die formschlüssige Verbindung mit der Hohlwellenkonstruktion erfolgt.
Betriebsbedingte Differenzverformungen zwischen der Schaufelradachse und Hohlwelle infolge der am Schaufelrad einwirkenden Umfangs- und Seiienschnbidkräfte bzw. Antriebsleistung und dergleichen werden zwischen dem Schaufelrad sowie der Hohlwelle und der dazugehörenden zweiten Abstützung durch den Membranflansch bzw. die biegeweiche Stützscheibe mit ihrer auf der Schaufelradschse drehbaren Verlagerung kompensiert, so daß Differenzverformungen zwischen der Hohlwelle und der Schaufelradachse keine Kantenpressung bewirken und somit nicht verschleißwirksam werden. Eine derartige Abstützung zwischen Schaufelradhohlwelle und Schaufelradachse kompensiert die hier auftretenden Relativbewegungen. Der verbleibende Verschleiß an der Lagerstelle zwischen Buchse und Schaufelradachse ist jedoch gegenüber bisherigen V erlagerungen wesentlich geringer. Dadurch erhöhen sich die Lebensdauer des Schaufeliadantriebes und der Verlagerung sowie die Verfügbarkeit der betreffenden Tarsbaugoräte erheblich. Darüber hinaus erfordert ein derartiger Schaufelradantrieb einen geringeren Montage-, insbesondere Wechselaufwand des Getriebes sowie dessen Verlagerung auf der Schaufelradachse und der Reparaturaufwand wird wesentlich reduziert.
Ai'sführungsbebpiel
Nachfolgend ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel beschrieben und in einer Skizze schematisch dargestellt. Es zeig* die Fig. 1: Einen Schnitt durch den Schaufelradantrieb
Auf der Schaufelradachse 1 ist das Schaufelrad 2 kraftschlüssig angeordnet und beides in der Verlagerungskonstruktion des Schaufelradauslegers drehbar gelagert. Über einen Membranflansch 3 ist das Schaufelrad 21 .it der Hohlwelle 4 als Abtrieb des Antriebsgetriebes 5 verbunden. Am gegenüberliegenden Ende der Hohlwelle 4 ist eine bieg,; weiche Stützscheibe 6 angeordnet und mit einer Verlagerung formschlüssig verbunden (Figur 1).
Diese auf der Schaufelradachse 1 drehbar angeordnete Verlagerung besteht zweckmäßigerweise aus einer Gleitbuchse 7 oder einem oder mehreren Wälzlagern 8 mit darauf befestigter Flanschnabe 9, an deren Flansch, zur Hohlwelle 4 weisend, die Aufnahme der Befestigungselemente 10 für die Verbindung mit der biegeweichen Stützscheibe 6 erfolgt. Diese Lösung ist besonders geeignet für den Antrieb von Schaufelrädern, wobei das Schaufelrad 2 und das Antriebsgetriebe 5 zwischen den Lagern der Schaufelradachse 1 angeordnet sind. Eine derartige Anordnung erweist sich zur Erzielung hoher Grabkräfte sowie Übertragung großer Antriebsleistungen und demzufolge großer Drehmomente als günstig. Alle Verformungen werden durch die biegeweiche Verlagerung in Verbindung mit der Stützscheibe 6 nahezu verschleißfrei aufgenommen, die Antriebsleistung wird vom Antriebsgetriebe 5 direkt über die Hohlwelle 4 an das Schaufelrad 2 weitergeleitet und der Aufwand für die Montage und vor allem für den Wechsel des Schaufelradantriebes und dessen Vorlagcrung werden bedeutend verringert.
Claims (1)
- Schaufelradantrieb eines Schaufelradhaggers, dessen Schaufelrad und Antriebsgetriebe abtriebsseitig über eine Hohlwelle auf einer gemeinsamen Achse angeordnet sind, die in der Auslegerkonstruktion drehbar gelagert ist und wobei die Verbindung der Hohlwelle mit dem Schaufelrad zweckmäßigerweise mittels Membranflansch erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß an die Hohlwelle (4) des Antriebsgetriebes (5) an ihrem dem Schaufelrad (2) gegenüberliegenden Ende eine biegeweiche Stützscheibe (6) angebracht ist, welche mit dem zum Schaufelrad (2) zeigenden Flansch einer über eine oder mehrere Gleitbuchsen (7) oder Wälzlager (8) auf der Schaufelradachse (1) drehbar angeordneten Flanschnabe (9) oder dergleichen mit Befestigungselementen (10) zweckmäßigerweise am äußeren Umfang formschlüssig verbunden ist.Hierzu 1 Seite Zeichnung
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DD32524389A DD279707A1 (de) | 1989-01-26 | 1989-01-26 | Schaufelradantrieb |
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Publications (1)
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| DD279707A1 true DD279707A1 (de) | 1990-06-13 |
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Family Applications (1)
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| DD32524389A DD279707A1 (de) | 1989-01-26 | 1989-01-26 | Schaufelradantrieb |
Country Status (1)
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1989
- 1989-01-26 DD DD32524389A patent/DD279707A1/de not_active IP Right Cessation
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