DD280312A1 - Mittel zur verhinderung von korrosion - Google Patents

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DD280312A1
DD280312A1 DD32616489A DD32616489A DD280312A1 DD 280312 A1 DD280312 A1 DD 280312A1 DD 32616489 A DD32616489 A DD 32616489A DD 32616489 A DD32616489 A DD 32616489A DD 280312 A1 DD280312 A1 DD 280312A1
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Gudrun Koetter
Dieter Ludwig
Hans-Jochen Schneider
Birgit Seifert
Jochen Theil
Hans-Joachim Hartbrich
Birgit Jorde
Sieghard Lang
Hans-Juergen Michel
Eva Lange
Siegfried Leithoff
Klaus Jasche
Herrmann Thieme
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Piesteritz Agrochemie
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    • C23FNON-MECHANICAL REMOVAL OF METALLIC MATERIAL FROM SURFACE; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL; MULTI-STEP PROCESSES FOR SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL INVOLVING AT LEAST ONE PROCESS PROVIDED FOR IN CLASS C23 AND AT LEAST ONE PROCESS COVERED BY SUBCLASS C21D OR C22F OR CLASS C25
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    • C23F11/08Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent in other liquids
    • C23F11/10Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent in other liquids using organic inhibitors
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Abstract

Die Erfindung betrifft Mittel zur Eindaemmung bzw. Verhinderung lokaler Zerstoerungen der Carbonatschutzschichten auf metallischen Oberflaechen sowie der carbonatischen Bindemittelanteile in Betonteilen und somit zur Vermeidung von Korrosionsschaeden in Kuehlwassersystemen. Die Mittel enthalten Cyanamid oder Thiosemicarbazid.

Description

Die erfindungsgemäßen Mittel werden in Konzentrationen von 0,01 bis 100g/m3 Kühlwasser, vorzugsweise von 0,5 bis 20g/m3, angewendet.
Die erfindungsgemäßen Mittel können dem Kühlsystem entweder direkt flüssig, fest, in geeigneter Formulierung, jedoch vorzugsweise in Lösung zudosiert werden. Dir Dosierung erfolgt kontinuierlich oder diskontinuierlich, aber stets proportional zum Durchfluß bei Durchflußkühlung bzw. zur Absalzungsmenge bei Kreislaufkühlung.
Die erfindungsgemäßen Mittel können den Kühlsystemen allein oder gemeinsam mit anderen Kühlwasserbehandlungsmitteln, wie Stabilisatoren, Dispergator en, Mikrobioziden u.a., zugesetzt werden.
Die in den nachfolgenden Beispielen angeführten Verbindungen enthält Tabelle 1.
Tabelle 1: Erfindungsgemäße Verbindungen der allgemeinen Formel H2N-R
Verbindungs- R
1 CN
NH-NH2
Nachfolgende Beispiele dienen der Erläuterung de · Erfindung, ohne diese einzuschränken.
Die Labcrumursuchungen erfolgten an Kreislaufwasi.T mit nachstehend aufgeführter Charakteristik:
pH-Wert 8,4 mmol/l
Säurekapazitäte 2/4,3 0,2/3,7 mg/1
Su1.at 890
Eindickungszahl 2.Ί5 mg/1
Sink- u. Schwebestoffe 3/* mg/1
Trübung 18 rng/l
anorg. Phosphat 0,6 mg/1
org.!Jhosphat 1,1 mS/m
Leitfähigkeit 270
Beispiel 1
Die erfindungsgemäßen Mittel wurden mit den aus Tabelle 2 zu entnehmenden Aufwandmengen 21 Kreislaufwasser zugesetzt und unter Belüftung bei 25-28°C 90 Tage inkubieri. In Abständen von 10 Tagen erfolgte die pH-Wert-Bestimmung. Kreislaufwasser ohne Zusatz der erfindung'igemäßen Mittel diente als Kontrolle.
Tabelle 2: Der Einfluß der erfindungsgemäßen Mittel auf den pH-Wert des eingesetzten Kreislaufwassers
Lfd. Vfwand- 5 15 pH-Wert nach Tagen 35 45
Hr. mbnge 8,4 8,5 8,5 8,4
(mg/l) 8,4 8,4 25 8,5 8,3
1 15 8,4 6,2 8,6 5,6 6,0
2 3 8,5
Kontrolle 6,4
Beispiel 2
21 Kreislaufwasser, die CaCO3-beschichtete Formkörper enthielten, wurden mit den der Tabelle 3 zu entnehmenden Aufwandmengen der erfindungsgemäßen Mittel versetzt und unter Belüftung 40 Tage bei 25-280C inkubiert. In Abständen von 5 Tagen erfolgte die Bestimmung der in Lösung gegangenen Ca-Ionen komplexometrisch mit EDTA. Kreislaufwasser mit einem CaCO -beschichteten Formkörper ohne Zusatz der erfindungsgemäßen Mittel diente als Kontrolle.
Tabelle 3: Der Einfluß der erfindungsgemäßen Mittel auf die Stabilität von CaCOa-Formkörpern im Kreislaufwasser
Lfd. Aufwand 10 15 Ca-Gehalt (mq/l) nach Tagen 25 30 35 40
Nr. menge 1 13 56 45 61 45
(mg/l) 3 11 20 33 33 61 67
1 15 27 75 25 176 194 246 304
2 3 29
Kontrolle 176

Claims (3)

1. Mittel zur Verhinderung von Korrosion in Kühlwassersystemen, gekennzeichnet dadurch, daß sie neben anderen üblichen Hilfsstoffen Verbindungen der folgenden allgemeinen Formel
H2N - R
mit R = CN oder
enthalten, die lokale Zerstörungen carbonathaltiger Schutzschichten auf Metalloberflächen mindern bzw. vollständig unterbinden und damn einer Korrosion der Metalle sowie der Zersetzung carbonatischer Bindemittelanteile in Betonteilen entgegenwirken.
2. Mittel nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß sie in Konzentrationen von 0,01 bis 100g/m3 Kühlwasser, vorzugsweise von 0,5 bis 20g/m3, angewendet werden.
3. Mittel nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß sie dem Kühlwasser allein, aber auch gemeinsam mit anderen Kühlwasserbehandlungsmitteln zugesetzt werden können.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf Kühlsysteme, die mit natürlichen Wässern entweder im geraden Durchlauf oder mit Wasserrückführung nach der Wärmeabgabe, z. B. durch Verdunstung einer Teilmenge an der Luft, betrieben werden und deren Hauptausrüstungen, wie Wärmeübertrager, Rohrleitungen, Armsturen usw., aus Kohlenstoffstahl oder, wie Wasserbauten, Rieseleinbauten usw., aus Beton oder Asbestbeton bestehen.
ChartMeristik des bekannten Standes der Technik
Den bekannten Effekt der thermischen Zersetzung von Calciumhydrogencarbonat unter Abscheidung von Calciumcarbonat umging man früher durch das Betreiben der Kühlsysteme bei geringer Carbonathärte. Wirksame Stabilisatoren (Kühlwasserbehandlungsmittel) gestatten heute das Arbeiten bei höheren Carbonathärten bzw. im Übersättigt ,ngsbereich für Calciumcarbonat. Durch bewußte Verwendung geringer Konzentrationen solcher zusätzlicher Stabilisatoren '.ann eine gezielte Ablagerung, verbunden mit einer Passivierung des Stahls, erreicht werden. Derartige Schutzschichten mit hohem Carb^ natanteil sind jedoch äußerst empfindlich gegenüber lokal an der Oberfläche auftretenden Säurekonzentrationen, c ie zum Auflosen der Schutzschicht und letztendlich zu lokaler Korrosion führen. Analog werden carbonatische Bindemittelanteile in zementgebundenen Werkstoffen angegriffen.
Die Nutzung der in natürlichen Wässern enthaltenen Hydrogencarbonate als carbonatische Schutzschichtbildner unter Beibehaltung des sich nach dem Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht einstellenden pH-Wertes bei Einsatz nur geringer Konzentrationen zusätzlicher chemischer Substanzen (Stabilisator mit oder ohne zusätzlichen Korrosionsinhibitor) stellt die derzeitige Lösung für Kühlsysteme dar.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht im Auffinden geeigneter Mittel, die auch bei alleinigem Einsatz zur Eindämmung bzw. Verhinderung der lokalen Zerstörung ausgebildeter Carbonatschutzschichten führen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin. Mittel aufzufinden, die die Carbonatschutzschichten vor lokaler Zerstörung schützen, die aber gleichzeitig toxikologisch unbedenklich und damit umweltfreundlich und in geringen Aufwandmengen ökonomisch anwendbar sind.
Frfindungsgemäß wurde festgestellt, daß Veibindungen der folgenden allgemeinen Formel
Η.,Ν - R
mit R = CN oder C ML1 MLJ
^ Nn-Nn„
die Zerstörung carbonathaltiger Schutzschichten auf der Oberfläche von metallischen Werksioffen sowie carbonatischer Bindemittelanteile in Betonteilen, die von Kühlwasser umspült werden, zurückdrängen bzw. verhindern und somit einer Korrosion entgegenwirken.
DD32616489A 1989-03-02 1989-03-02 Mittel zur verhinderung von korrosion DD280312A1 (de)

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