DD280463A1 - Fungizide wirkstoffkombinationen ii - Google Patents

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DD280463A1
DD280463A1 DD32656289A DD32656289A DD280463A1 DD 280463 A1 DD280463 A1 DD 280463A1 DD 32656289 A DD32656289 A DD 32656289A DD 32656289 A DD32656289 A DD 32656289A DD 280463 A1 DD280463 A1 DD 280463A1
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benzimidazol
fungicidal
powdery mildew
combinations
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DD32656289A
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Angelika Gross
Bettina Guenther
Corinna Naumann
Volker Otte
Ekkehard Schiewald
Manfred Pallas
Christine Fieseler
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Bitterfeld Chemie
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Abstract

Die Erfindung betrifft fungizide Wirkstoffkombinationen zur Bekaempfung von Echtem Mehltau am Getreide. Neben ueblichen Hilfs- und Traegerstoffen enthalten sie als Wirkstoffe substituierte Benzimidazol-2-yl-carbamidsaeuremethylester, substituierte 1,3,5-Triazine oder substituierte Cyanimidodithiocarbonate. Waehrend die Einzelkomponenten wenig oder gar nicht wirksam sind, treten in Kombinationsanwendung synergistische Effekte auf, wobei die sehr gute Wirkung schon bei geringen Aufwandmengen eintritt.

Description

in dor R CH3 oder D-C4H9 bedeuten, in Kombination mit den Wirkkomponenten 2,4-Dichlor-6-(2'-chloranilino)-i ,3,5-triazin (II) oder Methylen-bis-lmethylcyanimido-dithiocarbonat (III) enthalten.
Die erfindungsgemäßen Wirkstoffkombinationen weisen eine überraschend sehr gute Wirkung gegen Echten Mehltau in Getreidekulturen auf. Die sehr gute Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Kombinationen bei sehr niedrigen Aufwandmengen war nicht zu erwarten, da die Einzelkomponenten gegen Schadpilze, dio Echte Mehltauerkrankungen an Getreidekulturen hervorrufen, gar nicht oder nur unzureichend wirksam sind.
Das Gewichtsverhältnis des Wirkstoffes der allgemeinen Formel I zu den Wirkkomponenten Il oder III beträgt 1:1 bis 2:1. Bei den erfindungsgemäßen Wirkstoffkombinationen treten nicht nur einfache additive Wirkungen auf, sondern es ergeben sich
synergistische Effjkte in bezug auf eine Wirkung gegen Echten Mehltau am Getreide.
Die Wii kstoffkombinationen werden in Aufwandmengen von 0,5 bis 2 kg AS/ha angewendet. Die Anwendung dieser neuen Wirkstoffkombinationen als fungizide Mittel erfolgt zweckmäßigerweise in den für Fungizide
üblichen Zubereitungen bzw. Ausbringungsformen wie Lösungen, Emulsionen oder Suspensionen, die unter Zusatz vonflüssigen und/oder festen Trägerstoffen bzw. Verdünnungsmitteln, zumeist unter Beigabe oberflächenaktiver Stoffe undanderer Formulierungshilfsmittel bereitet und zur Anwendung mit Wasser verdünnt werden können.
Die Anwendungsfcrmen richten sich nach dem Verwendungszweck. Sie haben in jedem Fall eine feine Verteilung der wirksamen Substanzen zu gewährleisten. Die Herstellung und Zubereitung erfolgt in an sich bekannter Weise durch Misch- oder Mahlverfahren. Die Herstellung der Wirkstoffe der allgemeinen Formel I erfolgt nach den in der DD-PS 108296 angegebenen Methoden. Ausführungsbeispiele Weizenpflanzen wurden mit einer Spritzbrühe, bestehend aus einer Kombination von i-Dimethylaminomethylbenzimidazol-2-
yl-carbamidsäuremethylester (1/1) und der Wirkkomponente Il in unterschiedlichen Aufwandmengen gespritzt.
Der Aufwand der Spritzbrühe betrug 600l/ha. Nach Antrocknen des Spritzbelages wurden die Getreidepflanzen mit dem Erreger des Echten Mehltaus infiziert. Die Auswertung
erfolgte nach etwa 8 Tagen. Bonitiert wurde der prozentuale Blattbefall. Daraus wurde der Befallsgrad (BG) nach folgender
Formel berechnet: Z = Anzahl der Befallsgruppen minus 1 N = Gesamtzahl der untersuchten Blätter
η = Anzahl der Blätter in jeder Befallskategorie
ν = Zahlenwert der Befallskategorien nach Towsend und Heuberger
Ausgehend vom Befallsgrad wurde der Wirkungsgrad (WG) wie folgt ermittelt:
WG ο · 100 BG
= Befallsgrad der unbehandelten Kontrolle BGp0 = Befallsgrad des Prüfgliedes Mit Hilfe folgender Formel wurde der synergistische Effekt der Kombinationen nachgewiesen:
E=X+Y-XY
100
E = synergistische Wirkung X = % Wirkung durch Substanz 1/1 bei ρ g AS/ha Y = % Wirkung durch Substanz Il bei q g AS/ha Nachweis der Synergismuswirkung: WG > E Als Standardmittel für beide Versuche wurden die Präparate Carbendazim und Zineb allein und in Kombination miteinander
geprüft.
Die Tabelle 1 zeigt die Ergebnisse der Prüfung. Tabelle 1 Wirkungsverbesserung des Wirkstoffes 1/1 gegen Mehltau an Weizen
Präparat Aufwandmenge Sonitur- Befalls Wirkungsgrad
in kg AS/ha iote grad (%) (%) E
unbehandelt. I 100 0,01
Carbendazim 1,0 1,8 /3,32 26,68
0,5 ,8 73,32 26,68
0,2 I 10 66,66 33,34
Zineb 1,0 ; 2,2 59,99 40,01
0,5 ; ?,6 46,46 53,34
0,2 ,4 86,65 13,35
Carbendazim 1,0+1,0 ,6 79,99 20,01
+ Zineb 1,0 + 0,5 ,6 79,99 20,01
[bekannt) 0,5 + 0,5 1 ,4 86,65 13,35
0,25 + 0,25 ,2 93,32 6,68
Wirkstoff 1/1 1,0 ,8 73,32 26,68
[bekannt) 0,5 ,6 79,99 20,01
0,25 1 ,4 86,65 13,35
1,0 1.8 73,32 26,68 -3- 280 463
Wirkstoff II 0,5 1,6 79,99 20,01
(bekannt) 0,25 1,0 100 0,01
1,0 + 1,0 3,0 33,33 66,77 > 46,24
1/1+11 1,0 + 0,5 2,0 66,66 33,34 41,35
(erfindungs 0,5 + 0,5 2,2 59,99 40,01 > 36,02
gemäß) 0,25 + 0,25 1.4 86,65 13,35 > 13,23
Dieser Versuch wurde auch mit i-Di-n-butylaminomethylbenzimidazol^-yl-carbamidsäuremethylester (1/2) in Kombination mit der Wirkkomponente Il bzw. Ill gegen Getreidemehltau durchgeführt. Die Tabelle 2 zeigt die Ergebnisse der Prüfung.
Tabelle 2 Wirkungsverbesserung des Wirkstoffes 1/2 gegen Mehltau an Weizen
Präparat Aufwandmenge Bonitur- Befallsgrad Wirkungsgrad
inkgAS/ha note (%) (%) E
unbehandelt - 1 100 0,01
Carbendazin 1,0 1,8 73,32 26,68
0,5 1,8 73,32 26,63
0,25 2,0 66,66 33,34
Zineb 1.0 2,2 59,99 40,01
0,5 2,6 46,46 53,34
0,25 1,4 86,65 13,35
Carbendazim 1,0 + 1,0 1.6 79,99 20,01
+ Zineb 1,0 + 0,5 1,6 79,99 20,01
(bekannt) 0,5 + 0,5 1,4 86,65 13,35
0,25 + 0,25 1.2 93,32 6,68
Wirkstoff 1/2 1.0 2,8 39,99 60,01
(bekannt) 0.5 2,2 59,99 40,01
0,25 1,8 73,32 26,68
Wirkstoff Il 1,0 1.8 73,32 26,68
(bekannt) 0,5 1,6 79,99 20,01
0,25 1.0 100 0,01
Wirkstoff III 1.0 1.0 100 0,01
(bekannt) 0,5 1,0 100 0,01
0,25 1,0 100 0,01
1/2 + Il 1,0+1,0 3.2 26,66 73,34 >70,7
(erfindungs 1,0 + 0,5 3,4 19,99 80,07 > 68,02
gemäß) 0,5 + 0,5 3,2 26,66 73,34 > 68,02
0,25 + 0,25 3,2 26,66 73,34 >26,7
1/2+ 111 1,0 + 1,0 3,2 26,66 73,34 > 60,01
(erfindungs 1,0 + 0,5 3,2 26,66 73,34 > 60,01
gemäß) 0,5 + 0,5 2.2 59,99 40,01 40,02
0,25 + 0,25 2,4 53,32 46,68 > 26,62

Claims (2)

  1. Fungizide Wirkstoffkombinationen zur Bekämpfung von Echtem Mehltau am Getreide auf der Basis von substituiertem Benzimidazol-2-yl-carbamidsäuremethylester der allgemeinen Formel
    (Y
    wobei R = CH3 oder n-C4H9 bedeuten, gekennzeichnet dadurch, daß sie neben üblichon Hufs- und Trägerstoffen als zusätzliche Komponente 2,4-Dichlor-6-(2'-chloranilino)-1,3,5-triazin (II) oder Methylen-bäsimethyl-cyanimidodithiocarbonat) (III) enthalten.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft neue fungizide Wirkstoffkombinationen zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten in landwirtschaftlichen Kulturen, vorzugsweise im Getreideanbau.
    Charakteristik des bekannten Standes der Technik
    Es ist bekannt, daß Benzimidazol-2-yl-carbamidsäurealkylester gute Systemfungizide sind (DE-PS 1620175,1957712; (JSPS 3689245). Kombinationen von Benzimidazol^-yl-carbamidsäure-methylester mit anderen fungiziden Wirkstoffen zur Wirkungsverbesserung sind ebenfalls bekannt. So werden z. B. in den DD-PS k4?164 und 104417 Mischungen mit substituierten Phenolen bzw. mit Dithiocarbamaten zur Bekämpfung vor. Mehltaupilzen beansprucht. In der DD-PS 233481 werden Wirkstoffgemische aus einem Benzimidazol, einem Dithiocarbamat und einem Aminosäurederivat gegen phytopathogene Pilze an Mutterzwiebeln beschrieben.
    Es ist weiterhin bekannt, daß 1 -(DialkyiaminomethyD-benzimidazol^-yl-carbamidsauremethylester ebenfalls gute Systemfungizide sind (DE-OS 2230182; GB-PS 1377354; DD-PS 108296).
    Der Nachteil der bereits bekannten Kombinationen von Benzimidazol-2-yl-carbamidsäurealkylester mit substituierten Phenolen bzw. Dithiocarbamaten besteht darin, daß sie toxikologisch nicht unbedenklich sind und daß sie wie die beschriebenen 1-(DialkylaminornethyD-benzirnidazol-2-yl-carbarnidsäuremethylesterden Anforderungen einer ausreichenden prophylaktischen und kurativen Bekämpfung von Mehltaupilzen in Getreidekulturen nicht gerecht werden.
    Ziel der Erfindung
    Ziel der Erfindung ist es, neue fungizide Mittel zu entwickeln, die eine hohe Wirksamkeit zur Bekämpfung von Echtem Mehltau 9Ti Getreide besitzen, demzufolge hohe Erträge sichern und den bekannten Mitteln in ihrer Wirkung überlegen sind.
    Darlegung des Wesens der Erfindung
    Die Aufgabo der Erfindung besteht darin, geeignete Kombinationspartner aufzufinden, die die fungizide Wirkung substituierter
  2. 2-Aminobenzimidazolderivate verbessern.
    Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die neuen fungiziden Mittel zur Bekämpfung von Echtem Mehltau am Getreide neben üblichen Hilfs- und Tiägerstoffen als Wirkstoff einen substituierten Benzimidazol-2-ylcarbamidsäuremethylester der allgemeinen Formel
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