DD280464A1 - Fungizide wirkstoffkombinationen i - Google Patents

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DD280464A1
DD280464A1 DD32656389A DD32656389A DD280464A1 DD 280464 A1 DD280464 A1 DD 280464A1 DD 32656389 A DD32656389 A DD 32656389A DD 32656389 A DD32656389 A DD 32656389A DD 280464 A1 DD280464 A1 DD 280464A1
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DD
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fungicidal
dichloro
chloroanilino
powdery mildew
agents
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Application number
DD32656389A
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Inventor
Angelika Gross
Christine Fieseler
Volker Otte
Manfred Pallas
Heike Heilek
Katharina Herold
Original Assignee
Bitterfeld Chemie
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine fungizide Wirkstoffkombination mit den Wirkstoffen N-Alkyl-2,6-dimethylmorpholin und einem chloranilin-substituierten Triazin. Die Vorteile dieser Kombination bestehen in einer Wirkungsverbesserung im Vergleich zum bekannten Falimorph, in einer Herabsetzung der Phytotoxizitaet im Winterweizen und in einer Erweiterung des fungiziden Wirkungsspektrums.

Description

(A)
wobei η = 4 bis 3, vorzugsweise 6 bedeutet,
neben üblichen Hilfs- und Trägerstoffen als zusätzlichen Wirkstoff <!,4-Dichlor-6-(2'-chloranilino)-1,3,5-triazin
(B)
enthalten.
Durch die kombinierte Anwendung beider Wirkkomponenten tritt eine erhöhte fungizide Wirksamkeit auf, die die Wirkung der Einzelkomponenten übertrifft. Diese Wirkungsverbesserung wird vor allem bei der Anwendung gegen den Echten Mehltau sehr deutlich.
Ebenso überraschend war, daß durch die Zugabe der Triazinverbindung zum Falimorph die Phytotoxizität im Winterweizen im Vergleich zur Einzelanwendung so weit herabgesetzt wird, daß eine Anwendung auch im Winterweizen erfolgen kann.
Durch die Zugabe von 2,4-Dichlor-6-(2-'chloranilino)-1,3,5-triazin zu Falimorph werden noch andere pilzliche Krankheitserreger des Getreides, wie z. B. die Septoria-Spelzenbräune, bekämpft. Außerdem wird das Auftreten von resistenten Pilzstämmen verzögert oder verhindert.
Die Aufwandmengrn für die Einzelwirkstoffe betragen 0,6 bis 0,9 kg/ha 4-n-Dodecyl-2,6-dimethylmorpholin, vorzugsweise 0,79kg/ha und 1,00 bis 1,30kg/ha2,4-Dichlor-6-(2-'chloranilino)-1,3,5-triazin, vorzugsweise 1,22kg/ha.
Dia Wirkkomponenten werden in üblichen Formulierungen zur Anwendung gebracht.
Ausführungsbeispiele
Um die Wirkung von 2,4-Dichlor-6-(2:chloranilino)-1,3,b-triazin (Wirkstoff B) in Kombination mit 4-n-Dodecyl-2,6-dimethylmorpholin (Wirkstoff A) zu ermitteln, wurden über mehrere Jahre und an verschiedenen Standorten Freilandversuche im Winterweizen gegen Echten Mehltau und Septoria-Spelzenbräune durchgeführt.
Die Tankmischung bestand aus 0,79kg/ha Wirkstoff A und 1,22 kg/ha Wirkstoff B.
Der Brüheaufwand betrug 60ül/ha. Die Behandlung mit der Wirkstoffkombination erfolgte zu den für Echten Mehltau und Septoria-Spelzenbräune üblichen Bekämpfungstenninen.
Die Bonitur erfolgte an festgelegten Terminen. Ermittelt wurde der prozentuale Blattbefall durch die Erreger. Danach wurde der Befallsgrad (BG) nach folgender Formel ermittelt:
Z = Anzahlder Befallsgruppen minus 1
N = Gesamtzahl der untersuchten Blätter
η = Anzahl der Blätter in jeder Befallskategorie
ν = Zahlenwert der Befallskategorie nach Towsend und Heuberger
Die phytotoxische Wirkung wurde angegeben in % Verfärbungen. Die in Tabelle 1 dargestellten Ergebnisse zeigen, daß durch eine Kombination von Wirkstoff A mit Wirkstoff B in der angegebenen Aufwandmenge eins wesentliche Wirkungsverbesserung bei der Bekämpfung von Echten Mehltau am Getreide gegenüber dem Einzelwirkstoff eintritt.
Tabelle 1 Wirkungsverbesserung von 4-n-Dodecyl-2,6-dimethyl-morpholin (Wirkstoff A) durch 2,4-Dichlor-6-(2'-chloranilino)-1,3,5-triazif. (Wirkstoff B) gegen Echten Mehltau im Freiland
Versuchs Präparat Aufwandmenge Befallsgrad (%)
standort (kgAS/ha) Echter Mehltau
I unbehandelt _ 20
WirkstoffA 0,79 5
Wirkstoffe 1,22 15
A +B 0,79 + 1,22 2,5
Il unbehandelt - 17,5
WirkstoffA 0,79 11,25
Wirkstoffe 1,22 18,75
A + B 0,79 + 1,22 9,75
Wirkstoff A verursacht im Winterweizen phytotoxische Schäden. In den durchgeführten Versuchen wurden bei einzelnen mit dieser Substanz behandelten Parzellen ebenfalls Phytotoxizitäten in Form von Blattaufhellungen beobachtet (siehe Tabelle 2). Beim Einsatz der Tankmischung Wirkstoff A und 2,4-Dichlor-6-(2'-chloranilino)-1,3,5-triazin (Wirkstoff B) konnte in keiner Variante eine derartige Phytotoxizität ermittelt werden.
Die Ergebnisse der Freilandprüfung (Tabellen 1 und 2) zeigen weiterhin, daß durch den Einsatz der Tankmischung WirkstoffA und Wirkstoff B die Spelzenbräune am Winterweizen, verursacht durch den pilzlichen Erreger Septoria nodorum, mii bekämpft wird. Tabelle 2 verdeutlicht sogar, daß bei der Mittelkombination eine Wirkungsvorbesserung gegenüber dem Einzelwirkstoff eintritt.
Tabelle 2 Einfluß des Wirkstoffes B auf die phytotoxische Nebenwirkung des Wirkstoffes A im Winterweizen sowie die Wirkung des Wirkstoffgemisches A + B gegen Septoria-Spelzenbräune im Freiland
Versuchs- Präparat Aufwandmenge Phytotoxizität Befallsgrad (%)
Jahr (kgAS/ha> (% Verfärbungen) S. nodorum
1986 unbehandelt _ 0 33,75
WirkstoffA 0,79 15 30
Wirkstoff B 1,22 0 12,5
A + B 0,79 + 1,22 0 11,25
1987 unbehandelt - 0 31,25
WirkstoffA 0,79 10 30
WirkstoffB 1,22 0 15
A + B 0,79 + 1,22 0 11,25

Claims (1)

  1. Fungizide Wirkstoffkombinationen zur Bekämpfung von Echtem Mehltau und von Spelzenbräune am Getreide auf der Basis von N-Alkyl-2,6-dimethylmorpholinen der allgemeinen Formel
    CH3
    wobei η = 4 bis 8, vorzugsweise 6 bedeutet, gekennzeichnet dadurch, daß sie leben üblichen Hilfsund Trägerstoffen als zusätzliche Komponente 2,4-Dichlor-6-(2'-chloranilino)-1,3,5-triazin enthalten.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die erfindungsgemäßen Mittel können in der Landwirtschaft, vorzugsweise im Getreideanbau, zur Bekämpfung pilzlicher Krankheitserreger eingesetzt werden.
    Charakteristik des bekannten Standes der Technik
    Es ist bekannt, daß N-Alkylmorpholine (DE-PS 1164152; DD-PS 140412) sowie Kombinationen mit anderen Wirkstoffen (DD-PS 157592,212887,229297,243632,256448) als Fungizide gegen Echte und Falsche Mehitaupilze eingesetzt werden können. Der Nachteil besteht darin, daß die:- j Fungizide in Winterweizen phytotoxisch sind und keine Wirksamkeit gegen andere Blattfleckenkrankheiten, wie z.B. Spelzenbräune, aufweisen.
    Ferner ist die Triazinverbindung 2,4-Dich!or-6-(2'-chloranilino)-1,3,5-triazon (common name: Anilazin) als protectives Blattfungizid bekannt, das sich im Getreide vor allem zur Bekämpfung der Spelzenbräune eignet (US-PS 2720480). In der US-PS 4701454 und GB-PS 2171014 werden Wirkstoffmischungen von 2,4-Dichlor-6-(2'-ch!oranilino)-1,3,5-tiiazon mit Acylalaninen gegen Pilze der Klasse der Oomyceten beansprucht.
    Ein Nachteil dieser bekannten Kombination sind ein begrenztes Wirkungsspektrum und relativ hohe Wirkstoffaufwandmengon.
    Ziel der Erfindung
    Ziel der Erfindung ist es, neue fungizide Mittel zu entwickeln, die eine hohe Wirksamkeit bei der Bekämpfung von Echten Mehliau und der Spelzenbräune oh'ne phytotoxische Nebenwirkungen am Getreide besitzen und demzufolge hohe Erträge sichern.
    Darlegung des Wesens der Erfindung
    Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, durch geeignete Kombi lationspartner die Wirkung von bereits bekannten fungiziden Mitteln aus der Stoffklasse der Morpholine zu verbessern und die Einsatzmöglichkeiten dieser Mittel zu erweitern. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die fungiziden Mittel ruf der Basis von N-Alkyl-2,6-dimethylmorpholinen der allgemeinen Formel
DD32656389A 1989-03-14 1989-03-14 Fungizide wirkstoffkombinationen i DD280464A1 (de)

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