DD280806A1 - Befestigungsvorrichtung zum mechanisierten einbau von fenstern und fenstertueren in betonelemente - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung zum mechanisierten Einbau von Fenstern und Fenstertueren in Betonfertigteile. Sie besteht vorzugsweise aus Kunststoff, beispielsweise aus Miramid und weist ein Fixierungsteil, eine Dichtflaeche mit Klemmschenkel und ein Arretierungsteil mit mindestens einer Verzahnung sowie einem senkrecht zur Fensteranschlagflaeche verlaufenden V-foermigen Schlitz auf. Die vorgefertigte Befestigungsvorrichtung wird in die entsprechende Einsteckoeffnung des Aussparungsbildners gesteckt, der Klemmschenkel fixiert dabei die Dichtflaeche, so dass kein Beton in die Aussparung dringt. Nach dem Erhaerten des Betons und dem Entschalen verbleibt die Vorrichtung mit dem Fixierungsteil im Betonfertigteil, waehrend das Arretierungsteil aus der Aussparungsoeffnung ragt. Waehrend des Fenstereinbaus wird das Fenster mit der entsprechend profilierten Anschlagleiste in die Verzahnung, insbesondere mittels Handhabetechnik gedrueckt, bis das auf der Anschlagleiste aufgebrachte Dichtungsmaterial aus der Anschlagfuge quillt. Die Vorrichtung ermoeglicht die Mechanisierung bzw. Automatisierung des Einbaus von Fenstern bzw. Fenstertueren in der Vorfertigung sowie das Auswechseln von Fenstern und dergleichen. Fig. 2
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur mechanisierten Befestigung von Fenstern und Fenstertüren in Betonfertigteilen, insbesondere in mehrschichtigen Außenwandelementen, die in Vorfertigungsbetrieben der Bauindustrie hergestellt und komplettiert werden.
Zur Befestigung von Fenstern und Fenstertüren in massiven Außenwänden oder Außenwandelementen müssen im Anrohlag Befestigungsmittel angebracht werden, die eine ausreichende Anpressung des Fensters und dergleichen zum Anschlag ermöglichen und die Dichtungsmittel in der Anschlagfuge voll wirksam worden lassen. Zu diesem Zweck werden in der Praxis bereits in der Vorfertigung beim Herstel'en der Betonteile entsprechende Befestigungsmittel eingesetzt. Beispielsweise werden Spezialplastedübel aus Miramid in einem vorgegebenen Abstand in das Fensteraussparungsteil gesteckt und in den Beton mit eingegossen. Die eigentliche Befestigung der Fenster- und Türrahmen erfolgt dann mittels gekröpftem Flachstahl mit Langlochbohrung, die in die im Rahme: · vorgesehene Nut eingeschoben werden und nach dem Einsetzen des Rahmens in die Öffnung und dem lot- und winkelgerechten Auske:len mit entsprechenden Schrauben befestigt werden. Der Nachteil dieser Befestigungsmittel besteht daiin, daß bei mehrschichtigen Außenwandelementen, deren Wärmedämmschicht bis in die Anschlagbereiche der Fenster oder Fenstertüren reicht, oft keine zuverlässige Befestigung erreicht wird. Außerdem ist diese Einbautechnologie mit einem hohen manuellen Zeitaufwand verbunden. Aus der DE-OS 1815379 ist eine Vorrichtung zum Befestigen eines Fensterrahmens in einer mehrteiligen Betonaußenwandplatte bekannt, die aus einem Scharnier und einer spreizenden Schenkelfeder aus rostfreiem Stahl oder auch Kunststoff besteht. Dieses Halteorgan wird am Betonteil und zwar an der die Isolierschicht nach außen begrenzenden Holzleiste mittels einer Schraube befestigt und greift federnd in entsprechende Ausnehmungen des Fensterrahmens ein.
Abwinklungen und Vorsprünge im Außenumfang des Fensterrahmens sind erforderlich, um eine sichere Einbaulage zu gewährleisten. Ein an der vorgezogenen Außenwand angebrachter nachgiebiger Dichtstreifen aus Kunststoff, der beim Einsetzen des Rahmens zusammengedrückt wird, bis ein Schenkel des Scharniers unter der Wirkung der Schenkelfeder in die Ausnehmungen einrastet und sich an diese anlegt, soll durch seine Spannung die sichere Befestigung des Fensterrahmens bewirken.
Wesentliche Nachteile dieser Einbiuvorrichtung, die als Scharnierband oder als Einzelscharnier angebracht werden kann, sind die kostenintensive Herstellung des Halteorgans und seine aufwendige Befesti .ng am Betonelement. Außerdem sind entsprechende Fenster- bzw. Türrahmenkonstruktionen erforderlich. In der DE-JS 1683069 ist eine Befestigung eines Fensters oder Türrahmens beschrieben, bei der eine Holzfeder, die zwei einander gegenüberliegende Nutteile verbinden soll, durch Bohrungen oder Öffnungen das Rahmens in die beide Nutteile verbindende Stellung mit Hilfe oines Werkzeugs getrieben wird. Die Nutteile im Fensterrahmen und im Betonteil sind entsprechend dimensioniert, das Nutteil im Beton ist ein U-Stahl, der mit einer Dichtung aus Gummi oder Kunststoff elastisch. abgedichte\ ist.
Der Einbau erfolgt, indem die Holzfeder in das Nutteil des Rahmens eingelegt wird, der Fensterrahmen auf den als Sattelschwelle ausgebildeten unteren waagerechten Teil des Fensterrahmens aufgesetzt und in die Öffnung eingesetzt wird und dann die Holzfeder in die beide Nutteile verbindende Stellung unlösbar eingetrieben wird. Auch bei dieser Befestigungsart sind veränderte Konstruktionen des Rahmons und der Aussparungsöffnung erforderlich. Es besteht nicht die Möglichkeit, mit geringem Aufwand und ohne Beschädigungen der Elemente, die Fenster oder Fenstertüren auszuwechseln. Der Arbeitszeitaufwand beim Einbau ist relativ groß.
Allen genannten Lösungen gemeinsam ist der wesentliche Nachteil, daß keine Möglichkeit zur Mechanisierung bzw. Automatisierung des Fenster- oder Fenstertüreinbaus besteht.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Senkung des Arbeitszeitaufwandes bei der Befestigung der Fenster- und Fenstertüren und die Schaffung von Voraussetzungen zur Mechanisierung bzw. Automatisierung des Fenster- und Fenstertüreinbaus in den Produktionsstätten der Vorfertigung von Betonel6ment6n.
Außerdem soll die Möglichkeit des unkomplizierten Fenster- und Türrahmenausbaus bei notwendigen Rekonstruktionsarbeiten gegeben sein.
-2- 280 806 Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine in die für Betonfertigteile, insbesondere für mehrschichtige Außenwandelemente vorhandene Fertigungstechnologie integrierbare Befestigungsvorrichtung zu entwickeln, die während der Vorfertigung in die Aussparungsöffnungen eingesetzt werden kann, dort verbleibt und das sichere und dichte Befestigen der Fenster, Fenstertüren oder Türrahmen mittel Handhabetechnik ermöglicht. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine vorgefertigte Befestigungsvorrichtung, insbesondere aus Kunststoff, beispielweise Miramid, gelöst, die aus einem Fixierungsteil, einer Dichtfläche mit Klemmschenkel und einem Arretierungsteil besteht. Das Arretierungsteil weist mindestens eine Verzahnung und senkrecht zur Fensteranschlagfläche einen V-förmigen Schlitz auf.
Das Fixierungsteil ist zur besseren Verankerung des gesamten erfindungsgemäßen Halteorgans mit Wülsten versehen.
Es ist nach dem Betoneintrag vollkommen von Beton umgeben und verbleibt nach dem Erhärten und nach dem Entnehmen des Betonfertigteils aus der Form in der Aussparungsöffnung des Betonteils.
Die in die Befestigungsvorrichtung integrierte Dichtfläche, deren Abmessung durch die vom Fixierungsieil dimensionierten Einstecköffnung im Aussparungsbildner gegeben ist, dient der Abdeckung der Einstecköffnung. Sie weist einen Klemmschenkel auf, durch den sie am Aussparungsbildner fixiert wird und verhindert wird, daß die Befestigungsvorrichtung verrutscht und Beton in die Aussparung eindringt.
Das Arretierungsteil dient der eigentlichen Fenster- bzw. Türbefestigung. Es ragt nacn dem Entschalen aus der Aussparungsöffnung des Betonfertigteils. Die Abmessungen der Verzahnung entsprechen dem Profil der Anschlagleiste des Fenster- oder Türrahmens.
Es ist zweckmäßig, die Befestigungsvorrichtung mit mehr als einer Verzahnung auszubilden, da damit die Möglichkeit besteht, Fertigungstoleranzen auszugleichen.
Durch den V-förmigen Schlitz, der senkrecht zur Fensteranschlagebene etwa bis zur Hälfte des Arretierungsteils verläuft, wird zu Beginn des Eindrückvorgangs das Positionieren des Fensters oder der FeiiStortür in der Aussparungsöffnung erleichtert. Durch Zusammendrücken des Schlitzos besteht außerdem die Mörjiichkeit des Auswechselns von Fenstern und Fenstertüren im Nutzungszustand des Gebäudes, beispielsweise bei Saniorungsarbeitcn. Beim Einbau der Fenster oder dergleichen wird dieses mit seiner profilierten Anschlagleiste in die Verzahnung der erfindungsgemäßen Vorrichtung gedrückt, bis das auf der Anschlagleiste aufgebrachte Dichtungsmaterial aus de: Anschlagfuge herausquillt. Mit der Befestigung erfolgt damit gleichzeitig das Abdichten.
Das Einbauen der Fenster oder Fenstertüren kann mittels entsprechender Greifvorrichtung mechanisiert bzw. automatisiert werden, so daß der manuelle Aufwand entfällt bzw. sich auf ein Minimum beschränkt.
Dadurch kann Arbeitszeit eingespart werden.
Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung kann punktförmig, also in Form von Einzelelementen in entsprechenden Abständen in der Aussparungsöffnung angebracht werden. Die Einstecköffnung des Aussparungsbildners sind dann ebenfalls punktförmig anzuordnen.
Es liegt im Rahmen der Erfindung, die erfindungsgemäße Vorrichtung leistenförmig an jeder Seite der Aussparungsöffnung zu befestigen. Die Einstecköffnungen im Aussparungsbildner sind dann als entsprechend dimensionierte Schlitze auszubilden.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die zugehörige Zeichnung zeigt in
Fig. 1: eine Schnittdarstellung durch einen Aussparungsbildner mit eingesteckter erfindungsgemäßer Vorrichtung Fig. 2: eino Schnittdarstellung eines mehrschichtigen Außenwandelementes mit erfin ungsgemäßer Befestigungsvorrichtung und Fenster
Die erfindungsgomäße Vorrichtung (Fig.1), bestehend aus Fixierungsteil 1, Dichtfläche 2 mit Klemmschenkel 3 und Arretiei ungsteil 4 mit Verzahnungen 5 und V-förmigem Schlitz 6, wird vor dem Betoneintrag durch die Einstecköffnuny 7 des Aussparungsbildners 8 gesteckt und dabei durch den Klemmschenkel 3 am Auzssparungsbildner 8 arretiert. Nach dem Erhärten des Betons und anschließendem Entnehmen des Betonfertig'eils 3 aus der Form 10 ist die Befestigungsvorrichtung fest in der Aussparungsöffnung verankert. Während des Fenstereinbaus (Fig. 2) wird dieses mit der profilierten Anschlagleiste 11, auf der Dichtungsmateria! 12 aufgebracht ist, in die Verzahnung 5 gedrückt, bis das Dichtungsmaterial aus der Anschlagfuge 13 herausquillt. Damit kann eine sichere und dichte Befestigung gewährleistet werden.
Durch Zusammendrücken des V-förmigen Schlitzes 6 kann das Fenster 14 jederzeit entnommen werden.
Vorteilhaft ist es, das Fenster 14 mit Hilfe oiner Handhabetechnik in die Aussparungsöffnung des Betonfertigteils 9 einzusetzen und in die Verzahnung 5 der erfindungsgemäßen Vorrichtung einzudrücken.
Claims (3)
1. Befestigungsvorrichtung zum mechanisierten Einbau von Fenstern und Fenstertüren in Betonelemente, insbesondere in mehrschichtige Außenwandelemente, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem im Betonelement (9) verankerten Fixierungsteil (1) und einer Dichtfläche (2) sowie einem aus der Aussparungsöffnung herausragenden Arretierungsteil (4) mit mindestens einer Verzahnung (5) besteht.
2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtfläche (2) einen Klemmschenkel (3) aufweist.
3. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Arretierungsteil (4) senkrecht zur Anschlagebene einen V-förmigen Schlitz (6) aufweist.
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT408371B (de) * | 1996-02-14 | 2001-11-26 | Mea Meisinger Stahl & Kunststo | Zargenfenster |
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1989
- 1989-03-27 DD DD32688289A patent/DD280806A1/de unknown
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