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Die Erfindung bezieht sich auf ein Zargenfenster gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
Eine Zarge, wie sie beispielsweise für ein Kellerfenster Verwendung findet, wird zuerst in das
Mauerwerk eingefügt, bevor das Fenster eingesetzt wird. Die Zarge kann in eine Ziegelwand mit- eingemauert werden, wobei zur Fixierung Befestigungslaschen in das angrenzende Mauerwerk eingemauert werden. Falls es sich um eine Betonwand handelt, kann die Zarge in den Beton mit- eingegossen werden. Dann dient die Zarge beim Betonieren selbst als Schalung für die Fenster- öffnung. Um die Montage der Zarge zu erleichtern, wird das Zargenfenster erst nach der Zarge eingebaut. Ausserdem wird das Zargenfenster beim nachträglichen Einbauen nicht so leicht beschädigt.
Herkömmlicherweise wird das Zargenfenster am äusseren Rahmen mit der Zarge verschraubt.
Dies hat jedoch den Nachteil, dass Schrauben und geeignetes Werkzeug benötigt werden. Zudem ist das Verschrauben umständlich und zeitintensiv. Darüber hinaus lassen sich die Schraubenver- bindungen nach einem längeren Zeitraum nur mehr sehr schwer lösen, so dass ein Auswechseln eines beispielsweise beschädigten Fensters erheblichen Aufwand erfordert.
In der DD 280 806 A ist eine Befestigungsvorrichtung zum mechanisierten Einbau von Fens- tern und Fenstertüren in Betonelemente gezeigt, wobei ein Einbetonieren der Befestigungsvorrichtung, mit Hilfe eines Fixierungsteils, im jeweiligen Betonelement vorgesehen ist. Mit der Befesti- gungsvorrichtung, die eine Zahnung aufweist, arbeitet eine profilierte Anschlagleiste des Fensters oder dergl zusammen, wobei diese Anschlagleiste wiederum fest mit dem Fensterrahmen verbun- den ist. Hierbei ist insbesondere nachteilig, dass beim Eingiessen der Befestigungsvorrichtung im
Beton des Rahmens eine feste Fixierung von Befestigungselementen für die Verbindung von Fenster oder Tür mit dem jeweiligen Rahmen vorgesehen ist.
Demzufolge liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Zargenfenster zu schaffen, bei dem der Montageaufwand für die Befestigung des Fensters an der Zarge erheblich reduziert ist. Insbesondere sollen eine Montage und Demontage des Zargenfensters möglich sein, bei der keinerlei Werkzeuge erforderlich sind. Darüber hinaus sollen die für die Konstruktion erforderlichen Teile einfach und kostengünstig hergestellt werden können, und die Funktionstüchtigkeit des Zargenfensters soll über eine lange Zeit gesichert sein.
Diese Aufgabe wird durch ein Zargenfenster mit den Merkmalen gemäss Patentanspruch 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen des erfindungsgemässen Zargenfensters sind Gegenstand der Unteransprüche.
Das erfindungsgemässe Zargenfenster besteht aus einer feststehenden Rechteckzarge mit umlaufenden Anschlagleisten für einen Fensterrahmen, wobei der Fensterrahmen über eine Rastverbindung mit einer Aufnahme und einem Stecker, je mit Rastelementen, an der Zarge befestigt ist; dabei ist die Montage einfach, da kein Werkzeug für das Montieren des Fensters in der Zarge nötig ist. Ausserdem besteht keine Gefahr mehr, dass die notwendigen Hilfszeuge, wie beispielsweise Schrauben, zur Befestigung des äusseren Rahmens an der Zarge vergessen oder verloren werden bzw. extra bereitgestellt werden müssen.
Dadurch, dass die Rastverbindung jeweils aus zwei Bauteilen, nämlich der Aufnahme und dem Stecker besteht, können die Zarge und das Fenster mit jeweils einem Bauteil ausgestattet sein, so dass bei der Montage die Verbindung des Fensters mit der Zarge erfolgt, sobald sich das Fenster in seiner Endposition befindet. Dadurch, dass der Stecker und die Aufnahme selbst über eine Rastverbindung in die jeweilige Aussparung des Fensters oder der Zarge einschnappbar sind, ist auch beim Montieren des Steckers bzw. der Aufnahme keinerlei Werkzeug notwendig. Die Einzelteile können leicht vormontiert werden, und der Montageaufwand reduziert sich erheblich, wobei das Zargenfenster vor Ort nur noch in die Zarge eingesteckt werden muss.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist, dass das Zargenfenster auch nach einem längeren Zeitraum ohne grossen Mehraufwand wieder demontiert werden kann, da beispielsweise keine Schraubenverbindungen o.ä. einrosten können.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform kann die Zarge im unteren Horizontalabschnitt mit einer Aufstandsleiste ausgebildet sein, die eine geneigte Aufstandsfläche hat ; auf dieser Aufstandsleiste kann sich dann eine untere Rahmenleiste des Fensterrahmens abstützen ; kann der Fensterrahmen über die Aufstandsleiste als Schwenkachse während der Montage aus einer geneigten Montageposition in eine senkrechte Position geschwenkt werden. Die Abstützung
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des Fensters an der Aufstandsleiste und die Montage durch Verschwenken des Fensters aus einer geneigten Position in eine senkrechte Endposition erleichtert den Montageaufwand erheblich.
Zu- dem hat die Abstützung des Fensters auf der Aufstandsleiste den Vorteil, dass das relativ hohe
Gewicht des Fensters das Montagepersonal beim Einstecken in die Steckverbindung nicht behin- dert und das Fenster leicht in eine bestimmte Position gebracht werden kann, wenn es in die
Steck-Aufnahmen eingepasst werden muss. Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus der Abstützung des
Gewichts des Fensters auf der Aufstandsleiste, da die Bereiche in der Zarge, die die Rastelemente aufnehmen müssen, nicht auf das gesamte Gewicht des Fensters ausgelegt werden müssen, da sich ja der grösste Teil des Fenstergewichts auf der Aufstandsleiste abstützt. Somit kann Material und Gewicht bei der Konstruktion der Zarge eingespart werden.
Darüber hinaus kann die Anzahl der notwendigen Rastverbindungen reduziert werden ; sind dann lediglich im oberen Bereich des
Fensters Aufnahmen bzw. Stecker notwendig, um das Fenster an der Zarge zu fixieren.
Gemäss einer vorteilhaften Weiterbildung kann die untere Rahmenleiste des Fensterrahmens über ein nach unten vorstehendes Sicherungselement an einer unterhalb der Schwenkachse lie- genden Schulter der Aufstandsleiste anliegen. Dadurch wird das Fenster im montierten Zustand auch im unteren Bereich der Zarge fixiert. Bei der Montage wird also das Fenster aus einer geneig- ten Position in eine senkrechte Position verschwenkt, so dass der obere Bereich des Fensters auf der in Schwenkrichtung liegenden Seite der oberen sowie der seitlichen Anschlagleisten anliegt und der untere Bereich des Fensters mit seiner gegenüberliegenden Seite an der Schulter der Aufstandsleiste anliegt. Dadurch wird das Fenster quasi zwischen den Anschlagleisten oben und der Aufstandsleiste unten eingeklemmt.
Die Zarge des erfindungsgemässen Zargenfensters kann beispielsweise aus Polymerbeton be- stehen.
Zur Verbesserung des Erfindungsgegenstandes dient auch das Vorsehen eines in der Zarge umlaufenden Dichtungsprofils. Dadurch wird gewährleistet, dass das Fenster im montierten Zustand den Innenraum abdichtet und beispielsweise Wind oder Regen nicht in den Innenraum eindringen können. Das Fenster drückt im montierten Zustand gegen das Dichtungsprofil, das so unter Vorspannung gehalten wird. Dadurch können ausserdem kleinere Fertigungsungenauigkeiten der Zarge oder des Fensters ausgeglichen werden, ohne dass die dichtende Funktion beeinträchtigt würde.
Damit das Dichtungsprofil unter Vorspannung gehalten werden kann, wenn das Fenster montiert ist, kann vorteilhaft das Dichtungsprofil zumindest eine elastische Dichtlippe aufweisen, auf die der Fensterrahmen im montierten Zustand drückt. Die Dichtlippe wird dabei je nach Vorspannung umgebogen, wobei kleine Ungenauigkeiten der Zarge oder des Fensters noch besser ausgeglichen werden können.
Um die Dichtwirkung weiter zu erhöhen, kann das Dichtungsprofil im unteren Zargenabschnitt angeordnet sein, und zwei elastische Dichtlippen aufweisen, deren erste Dichtlippe den Fensterrahmen zum Innenraum hin abdichtet, und deren zweite Dichtlippe in dem Bereich zwischen der ersten Dichtlippe und dem Sicherungselement angeordnet ist.
Schliesslich ist eine Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes dahingehend denkbar, dass das Sicherungselement als Sicherungszapfen ausgebildet ist, insbesondere als Rastelement, das in ein Rastloch einrastend im Fensterrahmen montierbar ist. Dadurch ist bei der Befestigung des Sicherungselementes ebenfalls kein Werkzeug notwendig, und der Montageaufwand reduziert sich zusätzlich.
Nachfolgend soll die Erfindung anhand zweier bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezug- nahme auf die Zeichnung näher erläutert werden. Im einzelnen zeigen : 1 eine Vorderansicht eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemässen Zargenfensters ; Fig. 2 die Zarge dieses Zargenfensters aus Fig. 1 im Vertikalschnitt ohne Fenster ; 3 das Zargenfenster aus Fig. 1 im Horizontalschnitt, wobei das Fenster bereits in der Zarge befestigt ist ; 4 eine vergrösserte Teilansicht des Ausschnitts Y aus Fig. 2 ; 4A eine vergrösserte Teilansicht, die dem Ausschnitt Y aus Fig. 2 entspricht, wobei jedoch das Fenster in seiner Montageposition dargestellt ist ;
Fig. 5 eine vergrösserte Teilansicht des Ausschnitts X aus Fig. 3, in der eine erfindungsgemässe Rastverbindung im eingebauten Zustand dargestellt ist; die Figuren 6a und 6b den Stecker der Rastver- bindung aus Fig. 5 als Einzelteil in Vorder- und Seitenansicht ; Fig. 7 ausschnittweise ein zwei- tes Ausführungsbeispiel eines Zargenfensters mit einer alternativen Ausführungsform einer Rastverbindung im Querschnitt.
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Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Zargenfensters, das aus einer rechteckigen Fensterzarge 1 besteht, in die ein Fenster 2 eingebaut ist. Das Fenster 2 besteht aus einem Glas 2a, das in einem Fensterrahmen 2b eingeglast ist Der Fensterrahmen 2b wiederum ist an einem äusseren
Rahmen 2c angeschlagen. In den äusseren Rahmen 2c kann jedes beliebige Fenster eingebaut werden. Beispielsweise kann ein öffen- und schliessbares Fenster mit Dreh-Kipp-Beschlag vorgesehen werden, so dass das Fenster 2 ganz normal in eine geöffnete, eine geschlossene und eine gekippte Stellung gebracht werden kann. Der äussere Rahmen 2c ist an den Innenwänden der Zarge 1 befestigt. Die Befestigung erfolgt über eine in Fig. 1 nicht gezeigte Rastverbindung, auf die in der nachfolgenden Beschreibung eingegangen werden soll.
Zunächst soll die Zarge 1 näher beschrieben werden. Wie aus Fig. 2 hervorgeht, besteht die Zarge 1 im wesentlichen aus zwei Horizontalwänden und zwei Vertikalwänden, die zusammen ein Rechteck bilden. Jeweils seitlich und oben an der Innenseite der Zarge 1 ist eine Anschlagleiste 3 ausgebildet. Die obere Anschlagleiste ist in Fig. 2 im Schnitt gezeigt. Die Zarge 1 ist femer mit einem umlaufenden Dichtungsprofil 12 ausgestattet. Dieses Dichtungsprofil 12 ist seitlich und oben über Keder in Einschubnuten auf der jeweiligen Anschlagleiste 3 befestigt. Am unteren Zargenabschnitt ist das Dichtungsprofil 12 ebenfalls über Keder in Einschubnuten so befestigt, dass es in Übereinstimmung mit den auf den Anschlagleisten 25 angeordneten übrigen Dichtungsprofilen positioniert ist.
Jedoch unterscheidet sich das untere Dichtungsprofil 12 von den seitlich und oben auf den Anschlagleisten 3 befindlichen Dichtungsprofilen 12, die lediglich eine Dichtungslippe 8 aufweisen (vgl. Fig. 5), dahingehend, dass es über zwei Dichtungslippen 13 und 14 verfügt, s.
Fig. 4. Gemäss Fig. 5 sind ferner an beiden Seiten der Zarge 1 Aussparungen 1a vorgesehen. In diese Aussparungen 1a werden Aufnahmen 40 für die Rastverbindung eingesetzt, auf die später noch genauer eingegangen wird.
In Fig. 3 ist das Zargenfenster 2 aus Fig. 1 im Horizontalschnitt gezeigt, wobei das Fenster 2 bereits in der Zarge 1 befestigt ist. Zur Befestigung des Fensters 2 in der Zarge 1 sind die Anschlagleiste 3 und die Aufnahme 40 (vgl. auch Fig. 5) in der Aussparung 1a vorgesehen.
Aus Fig. 4, die ausschnittweise den unteren Abschnitt des Zargenfensters vergrössert im Querschnitt zeigt, ist zu entnehmen, dass auf dem unteren Horizontalabschnitt 4 der Zarge 1 eine Aufstandsleiste 5 nach oben vorsteht, die sich in Langsrichtung erstreckt und bezüglich der Anschlagleisten 3 etwas versetzt angeordnet ist. Die Aufstandsleiste 5 hat eine nach oben weisende Aufstandsfläche 7, die leicht geneigt ausgebildet und an beiden Längsseiten von einer Schulter 6 begrenzt ist.
Die Zarge ist einstückig aus Polymerbeton gegossen.
Im nachfolgenden soll der äussere Fensterrahmen 2c unter Bezugnahme auf die Fig. 4 näher beschrieben werden. In diesem Ausführungsbeispiel besteht der äussere Fensterrahmen 2c aus einem Kunststoff-Hohlprofil. Der untere Abschnitt hat zwei äussere Hohlkammern 20,22 sowie eine dazwischenliegende, mittlere Hohlkammer 21. In der mittleren Hohlkammer 21 ist ein Rastloch 11 vorgesehen. In diesem Rastloch 11befindet sich ein Sicherungselement 9. Dieses Sicherungselement 9 ist als Zapfen ausgebildet, der an einem Ende mit einem elastischen Rastelement 23 versehen ist. Dieses elastische Rastelement 23 ist im Rastloch 11unter Vorspannung eingerastet. Somit ist das Sicherungselement 9 am äusseren Rahmen 2c befestigt. Das Einrasten erleichtert die Montage des Sicherungselementes 9. Zudem ist kein Werkzeug erforderlich.
Das Sicherungselement 9 dient als Anschlag, mit dem sich der Fensterrahmen 2c im eingebauten Zustand an der Schulter 6 der Aufstandsleiste 5 abstützen kann und das Fenster 2 in der senkrechten Position fixiert.
Nun soll auf die aus einem im Fenster 2 befindlichen Stecker 30 und einer in der Zarge 1 untergebrachten Aufnahme 40 bestehende Rastverbindung näher eingegangen werden, mit der das Fenster 2 in der Zarge 1 befestigt wird. Wie aus der Fig. 5 hervorgeht, ist der Stecker 30 über eine Rastnase 34, die in einer Aussparung 2e im äusseren Rahmen 2c des Fensters 2 eingerastet ist, sowie über einen ein Ende 37 des Steckers 30 umgreifenden Halteabschnitt 2f am äusseren Rahmen 2c festgelegt. Die Aufnahme 40 ist über Anschläge 42,43 in einer Aussparung 1 a der Zarge 1 fixiert. Zur Verbindung des Fensters 2 mit der Zarge 1 schnappt ein am Stecker 30 abstehendes Rastelement 32 unter Vorspannung in eine dafür vorgesehene Öffnung 41 der Aufnahme 40 ein.
Die Fig. 6a und 6b zeigen den Stecker 30 als Einzelteil. Der Stecker 30 besteht aus Kunststoff.
Er hat eine Basis 31, die am äusseren Rahmen 2c anliegt. Ein elastischer Flügel 33 erstreckt sich in
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einem Winkel von einer Stirnseite der Basis, so dass er einen Schenkel dazu bildet. Am Ende des
Flügels 33 ist das seitlich vorstehende Rastelement 32 vorgesehen. Das Rastelement 32 dient dazu, in die Aufnahme 40 einzurasten, wenn das Fenster 2 montiert wird, was später noch genauer beschrieben werden soll. Wie des weiteren aus der Fig. 6b zu entnehmen ist, erstreckt sich ein angewinkelter Arm 35 ungefähr rechtwinkelig von der Basis 31. Am Ende des Armes 35 ist die
Rastnase 34 ausgebildet. Mit Hilfe dieser Rastnase 34 wird der Stecker 30 in der Aussparung 2e des äusseren Rahmens 2c montiert. Der Stecker 30 wird wie folgt in den Fensterrahmen 2c einge- baut.
Der Stecker 30 liegt mit seiner Basis 31 auf einem flachen Seitenabschnitt 2d des äusseren
Fensterrahmens 2c auf. Der angewinkelte Arm 35 des Steckers 30 ragt in die Aussparung 2e des äusseren Fensterrahmens 2c, wobei die Rastnase 34 unter Vorspannung an einem Rand der Aussparung 2e einschnappt. Femer ist das Ende 37 des Steckers 30 in den dieses Ende umgreifenden Halteabschnitt 2f eingeschoben, so dass der Stecker 30 in dieser Position völlig fixiert ist.
Die ebenfalls aus Kunststoff bestehende Aufnahme 40 befindet sich gemäss Fig. 5 in der Aussparung 1a, die seitlich im oberen Bereich der Zarge 1 vorgesehen ist. Die Öffnung 41 ist zum
Fenster 2 ausgerichtet, wobei ihre Abmessungen den Ausmassen des Rastelements 32 des Stekkers 30 entsprechen. Die Aufnahme 40 hat im wesentlichen einen S-förmigen Querschnitt, wobei jeweils der obere und der untere Schenkel davon so elastisch gestaltet sind, dass die Aufnahme 40 unter Zusammendrücken in der Aussparung 1a der Zarge 1 montiert werden kann und im entspannten Zustand darin festsitzt. Ausserdem sind an den Enden der beiden Schenkel jeweils Anschläge 42,43 vorgesehen, die winkelig nach aussen in Richtung Zargenwand gerichtet sind. Die Aussparung 1a der Zarge 1 hat entsprechende winkelige Abschrägungen, an denen die Anschläge 42,43 zur Anlage kommen.
Auf diese Weise wird die Aufnahme 40 vom Anschlag 43 gegen ein Herausdrücken in Richtung Fenster 2 und vom Anschlag 42 gegen ein Herausdrücken in die entgegengesetzte Richtung gesichert. Dies erleichtert die Montage, da kein Werkzeug zur Befestigung der Aufnahme 40 in der Zarge 1 erforderlich ist.
Im nachfolgenden soll die Montage des Fensters 2 in der Zarge 1 näher erläutert werden. Die Montage ist ohne Werkzeug möglich, da alle Einzelteile über Rastverbindungen zusammengebaut werden können. Das Fenster 2 wird aus einer geneigten Montageposition, wie sie in Fig. 4A dargestellt ist, in eine senkrechte Endposition, wie sie in Fig. 4 gezeigt ist, verschwenkt, in der sie über die Steckverbindung mit der Zarge 1 fest verbunden wird. Gemäss Fig. 4A liegt das Fenster 2 in der geneigten Montageposition mit seiner Unterseite plan auf der geneigten Aufstandsfläche 7 der Aufstandsleiste 5 auf. Die Aufstandsleiste 5 befindet sich zwischen dem Sicherungselement 9 und einem nach unten vorstehenden Endabschnitt des äusseren Rahmens 2c. Anschliessend wird das Fenster 2 in eine Richtung gemäss dem Pfeil A verschwenkt und so in eine senkrechte Position gebracht.
Dabei dient die höherliegende Kante der geneigten Aufstandsleiste 5 als Schwenkachse.
Der angewinkelte Flügel 33 des im Fenster 2 befindlichen Steckers 30 steht so weit vom äusseren Fensterrahmen 2c ab, dass er beim Verschwenken des Fensters 2 in der Zarge 1 an deren Innenwand unter Vorspannung anliegt. Erreicht das Fenster 2 seine senkrechte Endposition gemäss Fig. 4, so befindet sich das am Ende des Flügels 33 angeordnete Rastelement 32 gegenüber der Öffnung 41 der Aufnahme 40. Die Vorspannkraft, unter der der elastische Flügel 33 beim Verschwenken steht, drückt das Rastelement 32 in diese Öffnung 41 hinein. Somit ist das Fenster 2 im oberen Bereich an der Zarge 1 befestigt. Gemäss Fig. 4 liegt der äussere Rahmen 2c des Fensters 2 in seiner Endposition an der oberen und den seitlichen Anschlagleisten 3 an.
Der untere Abschnitt des Fensterrahmens liegt auf der als Schwenkachse dienenden Kante der Aufstandsfläche 7 der Aufstandsleiste 5 auf. Um zu verhindern, dass das Fenster 2 beim Verschwenken in Schwenkrichtung über die senkrechte Endposition hinausbewegt wird, ist das Sicherungselement 9 im unteren Abschnitt des äusseren Rahmens 2c angeordnet. Wenn sich das Fenster 2 in seiner Endposition befindet, liegt das Sicherungselement 9 an der Schulter 6 der Aufstandsleiste 5 an und fixiert das Fenster 2 in Schwenkrichtung. Somit ist das Fenster 2 in der Zarge 1 fest montiert.
Der äussere Rahmen 2c des Fensters 2 drückt in der Endposition auf die Dichtungsprofile 12.
Wie in Fig. 4 gezeigt ist, drückt der untere Abschnitt 2g des äusseren Rahmens 2c gleichzeitig auf die Dichtungslippen 13,14. Dabei kommt die erste Dichtungslippe 13 mit einem an der Aussenkante des äusseren Fensterrahmens 2c angeordneten, nach unten vorstehenden Vorsprung in Kontakt
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und wird von diesem nach unten gepresst. Dadurch entsteht eine Abdichtung zwischen Fensterrahmen 2c und Zarge 1. Die zweite Dichtungslippe 14 befindet sich zwischen der ersten Dichtungslippe 13 und dem Sicherungselement 9. Sie ist etwas grösser ausgebildet, so dass sie vom unteren Abschnitt 2g des äusseren Rahmens 2c unter Spannung gehalten wird und so ihre Abdichtungsaufgabe erfüllen kann.
Es soll noch darauf hingewiesen werden, dass das Fenster gemäss dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel auch ebenso leicht wieder demontiert werden kann, wie kurz im folgenden unter Bezugnahme auf Fig. 5 erläutert werden soll. Der Flügel des Steckers 30 hat dazu an seinem Ende eine Verlängerung 36. Auch wenn das Fenster 2 in der Zarge 1 montiert ist, ist diese Verlängerung 36 über ein längliches Werkzeug, wie beispielsweise einem Schraubendreher, zugänglich. Der Schraubendreher wird zwischen Zarge 1 und Verlängerung 36 angesetzt und so verschwenkt, dass der Flügel 33 entgegen seiner Vorspannung bewegt wird, so dass das Rastelement 32 aus der Öffnung 41 der Aufnahme 40 entfernt wird.
Nun kann das Fenster 2 durch Verschwenken in die dem Pfeil A in Fig. 4A entgegengesetzte Richtung aus der Endposition in die ursprüngliche Montageposition gebracht und danach entnommen werden.
Anschliessend soll unter Bezugnahme auf Fig. 7 noch ein alternatives Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Im Gegensatz zum vorhergehenden Ausführungsbeispiel handelt es sich in diesem Ausführungsbeispiel nicht um ein Kunststoff-Hohlprofilrahmenfenster, sondern um ein Fenster mit einem einfachen Rahmen aus Metall. Da dieses Ausführungsbeispiel bis auf die Rastverbindung grundsätzlich gleich zum vorhergehenden Ausführungsbeispiel ist, soll hier nur auf die Rastverbindung mit Stecker 60 und Aufnahme 50 eingegangen werden. Die Aufnahme 50 in Fig. 7 entspricht im wesentlichen der Aufnahme 40 des vorhergehenden Ausführungsbeispiels und weist eine Öffnung 51 zur Aufnahme eines Rastelements auf.
Jedoch wird die Aufnahme 50 über Rastnasen 52, die an dem in Richtung der Zarge 1 weisenden Ende angeordnet sind, in eine dafür vorgesehene Aussparung eingesteckt, die stufenförmig ausgebildet ist. Der Stecker 60 ist ein keilförmiges, winkeliges Bauteil, das ungefähr rechtwinkelig zu einer Basis 61 ein Rastelement 62 aufweist. Der Stecker 60 ist nicht in dem äusseren Rahmen des Fensters 2 untergebracht, sondem steckt als separates Bauteil mit seinem Rastelement 62 in der Öffnung 51 der Aufnahme 50, wobei die Basis 61 auf der Innenseite der Zarge 1 aufliegt. Der keilförmige Stecker 60 liegt mit seiner Stirnseite, die den geöffneten Winkel abschliesst, an einer Kante des Fensters 2 an und fixiert dieses in der Zarge 1.
Die Montage des Fensters 2 in der Zarge 1 geschieht folgendermassen : wird die Auf- nahme 50 in die Aussparung der Zarge 1 gesteckt, indem sie etwas zusammengedrückt und unter Vorspannung in die Aussparung eingeschoben wird. Dabei ragen die Rastnasen 52 hinter die Seitenwand der Zarge und verklemmen die Aufnahme 50 beim Entspannen in der Aussparung. Anschliessend wird das Fenster 2 aus einer geneigten Montageposition in eine senkrechte Endposition gebracht und so gehalten. Danach wird der Stecker 60 in die Aufnahme 50 gesteckt, wobei die keilförmige Stirnwand an einer Kante des Fensters 2 anliegt und das Fenster 2 so in dieser Position fixiert ist.
Abschliessend soll noch darauf hingewiesen werden, dass es ebenso möglich ist, das Fenster 2 über drei oder mehr Rastverbindungen an der Zarge 1 zu befestigen, wobei jeweils mindestens eine Rastverbindung im oberen Bereich und im unteren Bereich der Zarge 1 angeordnet ist, so dass das Fenster 2 ausschliesslich über die Rastverbindungen an der Zarge 1 befestigbar ist. Damit wäre sowohl die Aufstandsleiste 5 im unteren Bereich der Zarge 1, als auch das Sicherungselement 9 am äusseren Rahmen 2c des Fensters 2 unnötig.
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