DD285388A5 - Verfahren und vorrichtung zum fuellen eines aus einzelelementen bestehenden stranges - Google Patents

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DD285388A5 DD88317994A DD31799488A DD285388A5 DD 285388 A5 DD285388 A5 DD 285388A5 DD 88317994 A DD88317994 A DD 88317994A DD 31799488 A DD31799488 A DD 31799488A DD 285388 A5 DD285388 A5 DD 285388A5
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Rainer Duewelhenke
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Abstract

Zum Einbringen einer Fuellmasse in einen aus verseilten Einzelelementen bestehenden Strang, bei dem diese im Verseilpunkt zu einem Strang oder einer Lage zusammengefuehrt werden und gleichzeitig die Fuellmasse eingebracht wird, wird die Fuellmasse von der Abzugsseite des Stranges her dem Verseilpunkt unmittelbar zugefuehrt. Figur{Fuellen; Strang; Einzelelemente; Fuellmasse; Einbringen; Verseilpunkt; Abzugsseite; verseilt; zusammenfuehren; gleichzeitig}

Description

Verfahren und Vorrichtung zum Einbringen einer Füllmasse in einen aus verseilten Einzelelementen bestehenden Strang
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einbringen einer Füllmasse in einen aus verseilten Einzelelementen bestehenden Strang, bei dem die Einzelelemente im Verseilpunkt zu einem Strang oder einer Lage zusammengeführt werden, während gleichzeitig die Füllmasse eingebracht wird sowie eine Vorrichtung zur Durchführung.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Ein solches Verfahren ist seit langem bekannt (GB-PS 632 022); hierbei wird z. B. bei der Herstellung elektrischer Kabel zwischen die dem Verseilpunkt zulaufenden Einzelelemente eine auch bei anschließender Temperaturbehandlung nicht fließende Silikonpomponente eingepreßt· Diesem Zweck dient ein zum Verseilnippel hin spitz zulaufender Fülltrichter, den die Einzelelemente durchlaufen und in den die Silikonmasse unter Druck eingebracht wird· Abgesehen davon, daß die auch bei Wärmseinwirkung nicht fließfähige Masse eine sichere Füllung der gesamten Kabellänge ohne Hohlraumbildung nicht gewährleistet, wird zur Durchführung dieses Verfahrens sehr viel Raum benötigt, der bei den heute üblichen Maschinenanlagen in ihrer kompakten Ausführung nicht mehr zur Verfügung steht·
Das gilt auch für ein anderes bekanntes Verfahren ((SB-PS 589 955)ι bei dem eine Suspension zwischen die isolierten Leiter
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eines Kabels bei deren Verseilung eingebracht wird, wobei die Suspension dem Leiterisolierwerkstoff in gelöster ü'orm enthält· Eine an den Verseilvorgang anschließende Wärmebehandlung führt letztendlich zur Bildung einer flexiblen elastomeren Dichtmasse im Kabelaufbau·
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, die Mängel der bekannten Lösungen zu überwinden·
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zu finden, mit einfachen, anlagetechnisch wenig aufwendigen und raumsparenden Mitteln eine sichere Längsabdichtung von verseilten Einzelelementen zu erreichen·
Gelöst wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch, daß die Füllmasse von der Abzugsseite des Stranges her dem Verseilpunkt unmittelbar zugeführt wird· Auch bei hohen Fertigungsgeschwindigkeiten ist ein sicheres Einbringen der Füllmasse möglich, eine Längsdichtigkeit ist gewährleistet, unabhängig davon, ob es sich um einen verseilten Strang oder um auf einen Kern oder Kernstrang aufgeseilte Einzelelemente in Form einer Lage handelt·
Besonders vorteilhaft ist es, wenn in Weiterführung der Erfindung die Zusammenführung der Einzelelemente in fcSZ-Jj'orm erfolgt. Bei einem solchen Verfahren, bei dem die Verseilelemente mit in Abständen wechselnder Drehrichtung und/oder Drehzahl zusammengeführt werden, ist es nämlich erforderlich, ein Aufkorben des Verseil-
Verbandes ζ. B, Deim Abzienen zu verhindern· wird nun, wie nach der Erfindung vorgesehen, die Füllmasse dem Verseilpunkt von der Abzugsseite her zugeführt, ist gegenüber dem Dekannten Verfahren Raum geschaifen, beim Zusammenführen der Einzelelemente entsprechende Maßnahmen zu treffen«
Die Verseilung von Einzelelementen mit wechselnder Schlagrichtung (SZ) und einer Speicherung der zu verseile-iden Elemente längs einer vorgegebenen Strecke, etwa in Form des sog. Rohrspeichers, führt zu sehr kurzen Drallwechselstellen» Wie bei solchen Verfahren notwendig, wird auf den verseilten Strang oder die Lage eine oder mehrere Haltewendeln, z. B. als Band oder als Kord, aufgebracht. In Durchführung der Erfindung werden nun beim Einbringen der Masse zwischen die Einzelelemente diese insgesamt mit mindestens einer Haltewendel umwickelt. Dabei ist u. ü. wesentlich, daß der Angriffspunkt einer Haltewendel an mindestens einem Einzelelement in Abzugsrichtung gesehen vor dem Masseeinfüllpunkt liegt. Dieses praktisch gleichzeitige Einwirken von Haltewendel, Masse und Verseilnippel führt zu einer kompakten, in Längsrichtung auch bei höheren Drücken dichten Verseileinheit.
Dabei hat es sich weiterhin als zweckmäßig erwiesen, wenn die Masse bis zum Einbringen zwischen die Einzelelemente temperierbar ist. So können Schwankungen in der Fließfähigkeit unterschiedlicher Massezusammensetzungen oder Chargen ausgeglichen werden sowie z. B. eine beim Anfahren noch kalte Masse berücksichtigt werden.
Die Erfindung, ist auf beliebige Verseilvorrichtungen anwendbar, besonders vorteilhaft ist die Anwendung jedoch bei einer solchen Verseilvorrichtung, die im wesentlichen aus einer feststehenden Lochscheibe, einem anschließenden, die Speicherlänge aufnehmenden
Führungsrohr und einer mit wechselnder Drehrichtung oder Drehzahl rotierenden Lochscheibe sowie einem feststehenden Verseilnippel besteht. Wesentlich für die Erfindung ist dabei, daß der Verseilnippelselbst Durchgangsbohrungen für die in seinem Innern zugeführte Masse aufweist· Im Gegensatz zu den bei den bekannten Verfahren eingesetzten Einrichtungen baut die Erfindung extrem kurz. Störende Einflüsse insbesondere auf die in Abzugsrichtung vorgelagerten Macjhinenaggregate der Fertigungsanlage treten nicht auf. Hinzu kommt ein niedriger Druck und Unabhängigkeit des Einbringens der Füllmasse von der Liniengeschwindigkeit. Dies bringt den weiteren Vorteil mit sich, daß auch bereits vorhandene, betriebsfertig installierte Maschinei:eJilagen durch die Erfindung problemlos um- bzwo nachgerüstet werden können.
Zweckmäßig bildet in Weiterführung der Erfindung der Verseilnippel den Eingang eines feststehenden Führungsrohres, dessen Wandung einen oder mehrere am Umfang verteilte Zuführungskanäle für die Masse aufweist« Diese Zuführungskanäle sind am auslaufseitigen Ende des Führungsrohres, d. h. an einer für den störungsfreien Fertigungsablauf völlig unerheblichen Stelle, an einem die Masse enthaltenden Vorratsbehälter angeschlossene
Die Zuführungskanäle sind im Bereich der Wandung des Führungsrohres beheizbar, hierzu können in entsprechende Längsbohrungen der Wandung des ü'ührungsrohres eingebrachte Heizelemente oder -medien dienen. Das gleiche gilt für entsprechende Meß- oder Regeleinrichtungen, die zur Temperierung der Masse benötigt werden.
Besonders vorteilhaft im Sinne einer raumsparenden, kompakten Ausführungsform der Erfindung ist es, wenn das Zufuhrungskanäle für die Masse aufweisende Führungsrohr gleichzeitig Standrohr für einen Wickler zum Aufbringen einer h'altewendel ist.
Ausführungsbei spiele
Die Erfindung sei an Hand des in den Fig« 1 und 2 als Ausrührung so ei spiel dargestellten Verfahrens zur SZ-Verseilung von Lichtwellenleitern näher erläutert. JSs zeigen«
Fig. 1: schematiocn die erl'indungsgemaße Vorrichtung im Längsschnitt;
JbIg. 2t das .!führungsrohr im Querschnitt.
Zur Verseilung mit wechselnder Schlagrichtung (SZ) laufen die Verseilelemente 1, beispielsweise Lichtwellenleiter (LWL) enthaltende Hohladern, vom nicht dargestellten Führungsrohr einer sog. Rohrspeicherverseilmaschine ab und werden der umlaufenden Verseil- oder Lochscheibe 2 zugeführt. Mit 3 ist ein Kernstrang bezeichnet, der aus bereits verseilten Elementen, mit oder ohne Lichtwellenleiter, besteht und auf den die Verseilelemente 1 in Jb'orm einer Lage aufgeseilt werden. Als Festpunkt gegenüber der umlaufenden Lochscheibe 2 dient der Verseilnippel 4, der gleichzeitig den Eingang zum Führungsrohr 5 bildet. Dieses Führungsrohr 5 ist gleichzeitig das Standrohr für den Zentralwickler 6, mit dem die Haltewendel 7 beim Umlauf des Flyers 8 um das Führungsrohr 5 auf die Verseillage aufgebracht wird. Zur drehbaren Lagerung des Zentralwicklers 6 auf dem Führungsrohr 5 dienen entsprechende Lager 9*
Zum Füllen der Zwickelräume zwischen den Verseilelementen 1 der nach SZ-Art verseilten Lage zur Längsabdichtung weist das Führungsrohr 5 längsverlaufende Bohrungen 10 auf, die nach der Erfindung als üuführungskanäle für die im Behälter 11 befindliche
Füllmasse dienen» Diese Zuführungskanäle enden am eingangsseitigen Ende des Führungsrohres 5 im Verseilnippel 4. Über Anschlußbohrungen 12 gelangt die Füllmasse zum Verseilpunkt, in dem die Verseilelemente 1 zur Lage aber auch ggf. zu einem Bündel oder einfach zu einem Strang zusammengeführt werden· Praktisch gleichzeitig mit dem .Einbringen der Füllmasse erfolgt die Umschlingung der aus den Verseilelementen 1 bestehenden Lage durch die ßaltewendel 7, die am Ende des Verseilnippels 4 den gefüllten Veroeilverbane aus Verseilelementen 1 und Kernstrang 3 straff abbindet.
lx\e Füllmasse ist rweckmaßig temperierbar, um eine gleichmäßige Viskosität über den gesamten Fließweg der Füllmasse sicherzustellen. Das gilt auch für das Anfahren einer eventuell neuen Fertigungslänge· Im dargestellten Ausführungsbeispiel dienen diesem Zweck die Heizstäbe 13, die in entsprechende Bohrungen 14 des Fiihrungsrohres 5 eingeschoben sind sowie z· B. ein in der Bohrung 15 den Führungsrohres 5 eingeschobener Thermostat 16 oder entsprechende Temperaturfühler.
Da das Führungsrohr 5 innerhalb des Zer.'-eal Wicklers 6 raumfest gelagert ist, können die masseführenden Bohrungen 10 über einfache Anschlußverbindungen 17 und Rohrleitungen 18 mit dem Behälter 11 verbunden werden.
Die Fig. 2 zeigt das Führungsrohr 5 noch einmal im Schnitt· Konzentrisch zur zentralen Bohrung 19 sind die Bohrungen 10 für die Füllmasse, die Bohrungen 14 für die Heizstäbe und die Bohrung 15 für den Temperaturfühler angeordnet· Selbstverständlich ist auch eine hiervon abweichende An- oder Zuordnung von Zuführungskanälen, Heizelementen oder Temperaturfühlern möglich.

Claims (5)

  1. Patentansprüche
    1. Verfahren zum Einbringen einer Füllmasse in einen aus verseilten Einzelelementen bestehenden Strang, bei dem Einzelelemente im Verseilpunkt zu einem Strang oder einer Lage zusammengeführt werden, während gleichzeitig die Füllmasse eingebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllmasse von der Abzugsseite des Stranges her dem Verseilpunkt unmittelbar zugeführt wird·
    2,. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammenführung der Einzelelemente in SZ-Form erfolgt·
    3· Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß beim Einbringen der Masse zwischen die Einzelelemente diese insgesamt mit mindestens einer Haltewendel umwickelt werden·
  2. 4. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Angriffspunkt mindestens einer Haltewendel an mindestens einem Einzelelement in Abzugsrichtung gesehen vor dem Masseeinfüllpunkt liegt·
    5· Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Masse bis zum Einbringen zwischen die Einzelelemente temperierbar ist·
    6, Vorrichtung zum Einbringen einer Füllmasse in einen aus verseilten Einzelelementen bestehenden Strang, bestehend aus einer reststehenden Lochscheibe, einem anschließenden, die Speicherlänge aufnehmenden Führungsrohr sowie einer mit
    wechselnder .Drehrichtung odor lirehzahl rotierender Lochscheibe und feststehendem Verseilnippel, dadurch gekennzeichnet, daß der Verseilnippei Durchgang'bohrungen fur die in seinem Irnern zugeführte Masse aufweist·
  3. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Verseilnippel den üJingang eines r ess stehenden Führungsrohres bildet, dessen Wandung einen oder mehrere am Umfang verteilte Zuführungskanäle für die Masse aufweist·
    Vorrichtung nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführungekanäle am auslaufseitigen Ende des Führungsrohres an einem die Masse enthaltenden Vorratsbehälter angeschlossen sind·
    9· Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführungskanäle im Bereich der Wandung des Fühe rungsrohres beheizbar sind*
  4. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9» dadurch gekennzeichnet, daß zur Beheizung in entsprechende Längsbohrungen der Wandung des Führungsrohres eingebrachte Heizelemente oder -medien dienen.
  5. 11. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das Zuführungskanäle für die Masse aufweisende Führungsrohr gleichzeitig Standrohr für einen Wickler zum Aufbringen einer Haltewendel ist.
    nc*n α
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