DD285599A5 - Verfahren zur herstellung von substituierten 4-amino-1,3-thiazolen - Google Patents

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substituted
amino
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thiazoles
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Rainer Evers
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Wilhelm-Pieck-Universitaet Rostock,Sektion Chemie,Dd
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  • Thiazole And Isothizaole Compounds (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von substituierten * Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zu entwickeln, das einen Zugang zu unterschiedlich substituierten * unter Umgehung bekannter Varianten ermoeglicht. Die substituierten * besitzen als potentielle biologisch aktive Verbindungen und als Zwischenprodukte in der Synthese Bedeutung. Erfindungsgemaesz koennen die substituierten * der allgemeinen Formel 3, in der R1 und R2, gleich oder verschieden, fuer substituierte oder unsubstituierte Alkyl- oder Benzylreste stehen, durch Umsatz von N-Nitroguanyl-dithiocarbimidsaeuremonoestern mit g-Halogencrotonsaeureestern mit entsprechendem Substituentenmuster in Gegenwart von Basen hergestellt werden.{* N-Nitroguanyl-dithiocarbimidsaeuremonoester, g-Halogencrotonsaeureester; Nitramin; intramolekulare Substitution}

Description

SII
- H2O
- HX
Erfindungsgomäß können die substituierten 4-Amino-1,3-thiazole der Formel 3, in der R' und R2, gleich oder verschieden, für
substituierte oder unsubstituierte Alkyl- oder Benzylreste stehen, durch Umsatz von N-Nitroguanyldithiocarbimidsäuremonoestem der Formel 1, in der R1 obige Bedeutung hat, mit Y-Halogencrotonsäureestern der Formel 2, in der X für ein beliebiges Halogen steht und R2 obige Bedeutung hat, in Gegenwart von Basen wie Kaliumhydroxid oder
Triethylamin hergestellt werden. Die Umsetzungen werden in polaren, aprotischen Lösungsmitteln, bevorzugt DMF, durchgeführt. Die Reaktionstemperaturen
liegen zwischen 20°C und 80°C. Die Finalprodukte werden durch Eingießen der Reaktionslösung in Wasser gewonnen. Nach dem
Abfiltrieren d6r kristallinen Reaktionsprodukte werden diese durch Umkristallisation aus Ethanol weiter gereinigt. Die einzelnen Vertreter der erfindungsgemäßen Substanzklasse dienen als Ausgangsstoffe für die Synthese neuer Stoffklassen
und besitzen Bedeutung als Zwischenverbindungen für die Darstellung von Pharmaka und Pflanzenschutzmitteln.
Die Erfindung wird an Ausführungsbeispielen erläutert, ohne darauf beschränkt zu sein. Ausführungsbeispiel
1. trans-3-(4-Amino-2-methylthio-5-thiazolyl)-acrylsäuremethylester
Mail löst 0,02mol N-Nitroguanyl-dithiocarbimidsäuremethylester in 30ml DMF und fügt unter Rühren 0,02mol KOH in 5ml Wasser gelöst hinzu. Zu der klaren Lösung gibt man tropfenweise 0,02 mol γ-Bromcrotonsäuromethylester ohne Kühlung. Nach Abklingen der exothermen Reaktion tropft man unter ständigem Rühren 2ml Triethylamin zur Reaktionsmischung und rührt weitere 30 Minuten bei etwa 5O0C. Die nach dem Ein jießen der Reaktionslösung in Wasser ausfallenden gelbbraunen Kristalle werden durch Umkristallisation aus Ethanol gereingt
Fp.: 157-8CC (Lit. 1520C) Ausbeute: 4,4 g (95,4% d. Th.)
2. trans-3-(4-Amino-2-ethylthio-5-thiazolyl)-acrylsäuremethylester
Analog Beispiel 1. werden 0,02mol N-Nitroguanyl-dithiocarbimidsäureethylester mit 0,02 mol y-Bromcrotonsäuremethylester
umgesetzt.
Fp.: 115"C(Ut. 1170C) Ausbeute: 4,1g (85,4% d. Th.)
2 ή 5 S S 9 ' 3
O2N-N=C
NH2
X-CH,-CH=CH-C00R2
π2|Ν jr—N R2OOC-CH=CH-A5J-SR1

Claims (2)

1. Verfahren zur Herstellung von substituierten 4-Amino-1,3-thiazolen der allgemeinen Formel 3, in der R1 und R2, gleich oder verschieden, für substituiei te oder unsubstituierte Alkyl- oder Benzylreste stehen, dadurch gekennzeichnet, daß N-Nitroguanyl-dithiocarbimidsäuremonoester der allgemeinen Formel 1, in der R1 obige Bedeutung hat, mit γ-rialogencrotonsäureestern der allgemeinen Formel 2, in der X für ein beliebiges Halogen steht und R2 obige Bedeutung hat, in Gegenwart von Basen wie Kaliumhydroxid oder Triethylamin umgesetzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzungen in polaren, aprotischen Lösungsmitteln, bevorzugt DMF, in Gegenwart geringer Mengen Wasser bei Temperaturen zwischen 200C und 800C durchgeführt werden.
Hierzu 1 Seite Formeln
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von substituierten 4-Amino-i,3-thiazolen. Die biologische Aktivität zahlreicher Abkömmlinge des 1,3-Tliiazols ist hinreichend bekannt. Die Vertreter der erfindungsgemäßen Substanzklasse besitzen Interesse zur Darstellung von Pharmaka und dienen als Ausgangsstoffe für die Synthese neuer, bisher nicht bekannter Stoffklassen.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
In den letzten Jahren sind zahlreiche Vertreter der substituierten 4-Amino-1,3-thiazole beschrieben worden. Unabhängig voneinander gelang D. Wobig (Liebigs Ann. Chem. 1977,400-406; ebenda 1972,125-130) und W. Walek (Tetrahedron 32,623; DD-WP 131933) der Umsatz von Monoestern der N-Cyan-dithiocarbimidsäure mit unterschiedlichen Halogencarbonylverbindungen zu entsprechend substituierten 1,3-Thiazolderivaten. 1978 wurde von D. Wobig (Liebigs Ann. Chem. 1978,1118-1122) eine Synthese beschrieben, nach der auch Bromcrotonsäureester erfolgreich für die Darstellung interessanter 1,3-Thiazolderivate genutzt werden können.
Das erfindungsgemäße Verfahren stellt eine völlig neue, nicht voraussehbare Synthesevariante zur Darstellung der gleichen Substanzklasse dar. Als Ausgangsverbindungen dienen N-Nitroguanyl-dithiocarbimidsäuremonoester, die mit Bromcrotonsäureestern unter Abspaltung von Nitroamin überraschend zu den erfindungsgemäßen substituierten 4-Amino-1,3-thiazolen reagieren.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Entwicklung eines neuen Verfahrens, das unter Umgehung bekannter Varianten die Herstellung einer interessanten Substanzklasse ermöglicht, deren Vertreter als Zwischenverbindungen für die Pharmazie bzw. Agrochemie von Bedeutung sind und zur Synthese neuer hsterocyclischer Substanzklassen dienen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, die substituierten 4-Amino-1,3-thiazole auf der Basis der N-Nitroguanyldithiocarbimidsäuremonoester herzustellen.
- .SR1 -f- X-CH2-CH=CH-COOR2
DD33368889A 1989-10-18 1989-10-18 Verfahren zur herstellung von substituierten 4-amino-1,3-thiazolen DD285599A5 (de)

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