DD286939A7 - Anordnung der polfaeden innerhalb des webblattes - Google Patents

Anordnung der polfaeden innerhalb des webblattes Download PDF

Info

Publication number
DD286939A7
DD286939A7 DD31517088A DD31517088A DD286939A7 DD 286939 A7 DD286939 A7 DD 286939A7 DD 31517088 A DD31517088 A DD 31517088A DD 31517088 A DD31517088 A DD 31517088A DD 286939 A7 DD286939 A7 DD 286939A7
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
fabric
riet
shots
woven
pile
Prior art date
Application number
DD31517088A
Other languages
English (en)
Inventor
Andreas Heide
Rainer Goessl
Lothar Zuecker
Original Assignee
Cheminitzer Webmaschinenbau Gmbh,De
Fz F. Textiltechnologie,De
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Cheminitzer Webmaschinenbau Gmbh,De, Fz F. Textiltechnologie,De filed Critical Cheminitzer Webmaschinenbau Gmbh,De
Priority to DD31517088A priority Critical patent/DD286939A7/de
Publication of DD286939A7 publication Critical patent/DD286939A7/de

Links

Landscapes

  • Woven Fabrics (AREA)

Abstract

Die Anwendung erfolgt insbesondere in der Teppichweberei, bei halbdurchgewebter, zweitouriger Zweischuszbindung. Die Aufgabe der Erfindung wird dadurch geloest, dasz die Polfaeden gleicher Farbstellung die in einem Riet in der Oberware um einen Oberschusz und in der Unterware um einen Unterschusz angeordnet sind im Nachbarriet in der Unterware um einen Oberschusz und in der Oberware um einen Unterschusz angeordnet sind sowie die Polfaeden gleicher Farbstellung, die im ersten Riet um Oberschuesse in der Unterware und Unterschuesse in der Oberware angeordnet sind, im folgenden Riet um Oberschuesse in der Oberware und Unterschuesse in der Unterware angeordnet sind und dasz die Totpolfaeden gleichmaeszig in Ober- und Unterware verteilt von Riet zu Riet angeordnet sind. Fig. 2{Teppichweberei, zweitourig; Zweischuszbindung; Polfaeden; Totpolfaeden, halbdurchgewebt; Riet; Farbstellung; Oberware; Unterware}

Description

Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erlämert werden. Die dazugehörigen Zeichnungen zeigen in
Fig. 1: die schematische Darstellung eines Webblattes Fig. 2: das Bindungsbild in einem Riet Fig. 3: das Bindungsbild im Nachbarriet
In der Fig. 1 ist das Webblatt 1 mit gekennzeichneten Rieten A und B dargestellt. Die Bindungsbilder der Riete A (Fig. 2) und B (Fig.3) zeigen die Oberware 2 und die Unterware 3 mit Grundgewebe bildenden Füllkettfäden 4 und Bindekettfäden 5,6. Die musternden Polfäden 7,8,9,10 im Riet A bzw. T, 8', 9', 10' im Riet B weisen jeweils die gleiche Farbstellung auf und werden vom Messer 11 in bekannter Art und Weise getiennt. Im Grundgewebe sind die Oberschüsse 12,13,14,15 und die Unterschüsse 16, 17,18,19 angeordnet. Die Totpolfäden 20,21,22,23 im Riet A bzw. 20', 21', 22', 23' im Riet B sind gleichmäßig in der Ober- und Unterware 2,3 verteilt. Ober- und Unterware 2,3 weisen durchgewebte Noppen 24 sowie undurchgewebte Noppen 25 auf. Außerdem sind Touren TI, T2 bzw. TV, T2' dargestellt.
Gemäß Fig. 2 wird im Riet A für den musternden Polfaden 7 in der ersten Tour T1 inderOberwcre 2 ein Oberschuß 12 und in die Unterware 3 ein Oberschuß 13 eingetragen. In der zweiten Tour T2 wird dann in die Oberware 2 ein Unterschuß 16 und in die Unterware 3 ein Unterschuß 17 eingetragen. Dabei entsteht in der Oberware 2 eine undurchgewebte Noppe 25 und in der Unterware 3 eine durchgewebte Noppe 24. Für den musternden Polfaden 9 entsteht dementsprechend in den Touren T1' und T2' in der Unterware 3 um den Oberschuß 13 eine undurchgewebte Noppe 25 und in der Oberware 2 um den Unterschuß 16 eine durchgewebte Noppe 24.
Im Nachbarriet B, gemäß Fig. 3, entsteht in der Tour T1 um den Oberschuß 14 eine undurchgewebte Noppe 25 und in der Tour T2 um den Unterschuß 18 eine durchgewebte Noppe 24. Für den musternden Polfaden 9' entsteht in der dem Hiet A entsprechenden Tour um den Oberschuß 15 eine undurchgewebte Noppe 25 und um den Unterschuß 19 eine durchgewebte Noppe 24. Die in der Oberware 2 flottierenden Totpolfäden 20, 21 im Riet A flottieren dann im Riet B in der Unterware 3 (Totpolfäden 20', 21'). Die Totpolfäden 22,23 wechseln dementsprechend von der Unterware 3 im Riet A in die Oberware 2 des Rietes B.
Entsprechend Fig. 2 sind also die in der Oberwara 2 befindlichen Totpolfäden 20,21 nur auf dem Rücken dar Unterware 3 und die in der Unterware 3 befindlichen Totpolfäden 22,23 nur auf dem Rücken der Oberware 2 als durchgewebte Noppen 24 sichtbar. Aus der rietweise wechselnden Zuordnung der musternden Polfäden gleicher Farbstellung zur Oberware 2 bzw. zur Unterware 3 bei der halbdurchgewobten Bindungstechnik, 2-Schuß/2-tourig, ergeben sich in erster Linie Vorteile hinsichtlich der Noppenstabilität. Die gegenseitige Stützwirkung der durchgewebten Noppen 24 im Riet A zu don undurchgewobten Noppen 25 im Riet B in Ober- oder Unterware 2,3 bewirkt, daß bei üblicher Beanspruchung kein Noppenausfall auftritt. Eo wird eine musterbedingte, partielle Anhäufung undurchgewebter Noppen 25 vermieden, wodurch der Verschleißwiderstand bedeutend erhöht wird. Da die undurchgewebten Noppen 25 zum Spreizen neigen (Spreiznoppe) und die durchgewebten Noppen 24 zusammengedrückt werden (Stehnoppe), entsteht im allgemeinen oin unruhiges Oberflächenbild von Ober- und Unterware 2, 3.
Durch die rietweise wechselnde Zuordnung der musternden Polfäden wird eine Anhäufung von z. B. Spreiznoppen vermieden. Dies wirkt sich vorteilhaft auf den Charakter der Oberflächenstruktur von Ober- und Unterware 2,3 aus, d. h. es ergibt sich ein ruhiger Gesamteindruck der Oberflächen. Außerdem werden mit dieser Anordnung qualitative Unterschieds von Ober- und Unterware 2,3 (z. B. sind bei gleicher Farbstellung über eine größere Fläche die durchgewebten Noppen 24 in der Oberware 2, dann sind die undurchgewebten Noppen 25 in der Unterware 3) weitgehend ausgeglichen.

Claims (1)

  1. Anordnung der Polfädan innerhalb des Webblattes, bei halbdurchgewebten Doppelflorgeweben und zweitouriger Arbeitsweise, wobei alle Totpolfäden in der Ober- und Unterware verteilt eingebunden sind und die Polnoppen durchgewebten Charakter aufweisen, gekennzeichnet dadurch, daß die musternden Polfäden (7,8) im Riet (A) in der Oberware (2) um Oberschüsse (12) und in der Unterware (3) um Unterschüsse (17) bzw. die Polfäden (9,10) in der Unterw^re (3) um Oberschüsse (13) und in der Oberware (2) um Unterschüsse (16) angeordnet sind und daß im benachbarten Riet (B) die Polfäden (7', 8') gleicher Farbstellung in den entsprechenden Touren in der Unterware (3) um Oberschüsse (14) und in der Oberware (2) um Unterschüsse (18) bzw. dio Polfäden (S . 10') in der Oberware (2) um Oberschüsse (15) und inderUnterwa^e (3) um Unterschüsse (19) angeordnet sind und daß die Totpolfäden (20, 21) bzw. (22,23) gleichmäßig verteilt in Ober- und Unterware (2,3) von Riet (A) zu Riet (B) wechselnd angeordnet sind.
    Hierzu 1 Seite Zeichnungen
    Anwuiidungsgeblet der Erfindung
    Die Anwendung der Erfindung erfolgt bei haludurchgewebter Zweischußbindung, zweitourig, insbesondere in der Teppichweberei.
    Ziel der Erfindung
    Ziel der Erfindung ist eine Verbesserung der Qualität einer halbdurchgewebten, zweitourigen Teppichware, insbesondere hinsichtlich des Verschleißwiders'andes.
    Charakteristik dor bekannten technischen Lösung
    Aus dar OS 2253262 ist ein Verfahren zur Herstellung einer Doppelteppichwarä, bestehend aus einer Ober- und einer Unterware, die durch je zwei Bindefadensysteme und ein Füllfadensystem gebildet werden, bekannt. Bei einer vierchorigen Webware sind vier Polfäden vorgecehen, von denen mustergemäß je ein Polfaden einmal in der Oberware und einmal in der Unterware eingebunden wird. Die jeweils nicht an der Musterung beteiligten Polfäden v.erden entweder in der Oberware oder in der Unterw.ire eingewebt und bilden dort den sogenannten Totpol. Die Einbindung der Polfäden erfolgt durch Schußfäden. In der ersten Tour werden zwei Schusse gleichzeitig in zwei von don Fadensystemen der Oberware gebildete Fächer und in der zweiten Tour zwei Schüsse in zwei von den Fadensystemen der Unterware gebildete Fächer eingetragen. Der Totpol ist im ersten, dritten, fünften ... Kettkurs nur in der Oberware und im zweiten, vierten, sechsten ... Kettkurs nur in der Unterware eingebunden. Nachteile dieses Verfahrens ergaben sich daraus, daß zuerst gleichzeitig zwei Schüsse in die Unterware eingetragen werden, wodurch eine Oberwaren- und eine Unterwarcnnoppenreihe mit zwei Maschinentouren entsteht. Das ist nur mit erhöhtem maschinentechnischen Aufwand realisierbar. Bei verteilt eingebundenem Totpol ergeben sich Nachteile insofern, daß Fehlstellen entstehen. Das geschieht beim Wechsel von einem Polfaden auf einen Polfaden anderer Farbe und wird begünstigt durch den gleichzeitigen Eintrag von je zwei Schüssen in die Ober- bzw. Unterware. Die DD-PS 256239 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von Doppelflorgeweben mit haibdurchgewebten Charakter und bezieht sich auf die Anordnung der Fadensysteme innerhalb eines Rietes. Die Totpolfäden sind zwischen den inneren Schußfäden und einom straff gespannten Kettfaden in Ober- und Unterware gleichmäßig verteilt eingewebt. Nachteilig an dieser Lösung ist, daß es zu einer musterbodingten, partiellen Anhäufung undurchgewebter Noppen kommen kann, was Teppichqualität und Verschleißverhalten negativ beeinflußt.
    Darlegung des Wesens der Erfindung
    Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine derartig wechselnde Zuordnung von Polfäden gleicher Farbstellung im Webblatt zu schaffen, daß eine mi'Sterbedingte, partielle Anhäufung undurchgewebter Noppen vermieden wird. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die musternden Polfäden gleiciior Farbstellurig, die in einem Riet in der ersten Tour in der Oberware um einen Oberschuß und in der zweiten Tour in der Unterware um einen Unterschuß angeordnet sind, im Nachbarriet in den entsprechenden Touren in der Unterware um einen Oberschuß und in der Oberware um einen Unterschuß angeordnet sind, daß die musternden Polfäden gleicher Farbstellung, die im ersten Riet um Oberschüsse in der Unterware und Unterschüsse in der Oberware angeordnet sind, im folgenden Riet um Oberschüsse in der Oberware und Unterschüsse in der Unterware angeordnet sind und daß die Totpolfäden gleichmäßig in Ober- und Unterware verteilt von Riet zu Riet wechselnd angeordnet sind.
DD31517088A 1988-04-28 1988-04-28 Anordnung der polfaeden innerhalb des webblattes DD286939A7 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD31517088A DD286939A7 (de) 1988-04-28 1988-04-28 Anordnung der polfaeden innerhalb des webblattes

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD31517088A DD286939A7 (de) 1988-04-28 1988-04-28 Anordnung der polfaeden innerhalb des webblattes

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD286939A7 true DD286939A7 (de) 1991-02-14

Family

ID=5598772

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD31517088A DD286939A7 (de) 1988-04-28 1988-04-28 Anordnung der polfaeden innerhalb des webblattes

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD286939A7 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP3374552B1 (de) 2015-11-10 2021-08-04 Vandewiele NV Verfahren zum doppelweben von stoffen mit figurkettfäden

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP3374552B1 (de) 2015-11-10 2021-08-04 Vandewiele NV Verfahren zum doppelweben von stoffen mit figurkettfäden

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0097966B1 (de) Verbund-Gewebe als Bespannung für Papiermaschinen
DE69407663T2 (de) Verfahren zum Herstellen von Doppelplüschgeweben
DE2000937C3 (de) Gittergewebe zum Bewehren bitumengebundener Platten und Schichten
DE60124813T2 (de) Verfahren zum Herstellen von Doppelstück Plüschgewebe und nach diesem Verfahren hergestelltes Gewebe
DD286939A7 (de) Anordnung der polfaeden innerhalb des webblattes
DE3108189C2 (de) Fachbildungsvorrichtung zum Rundweben hochschäftiger Gewebe und Verwendung der Fachbildungsvorrichtung hierzu
DE4325447C1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Doppelteppichgewebes
DE69807313T2 (de) Verfahren zum Weben eines Polgewebes mit Verwendung von Webkorrekturen
DE122885C (de)
DE585242C (de) Verfahren zum Herstellen von doppelschuetzig gewebten Doppel-Kettenflorgeweben
DE561711C (de) Ripsartiger Moebelstoff
DE4121784C2 (de) Jacquard-Doppelplüschgewebe
DE541699C (de) Verfahren zur Herstellung von Filterpressentuechern
DE602753C (de) Verfahren zur Herstellung von Lauftuechern fuer Papier-, Pappen- und Zellstoff-Entwaesserungsmaschinen
DD284922A5 (de) Verfahren zur herstellung von doppelflorgeweben, insbesondere von doppelteppichen
DE1535782C (de) fcinschutzig gewebter Grund und Flor schusse aufweisender Doppelfiorteppich
DE606853C (de) Drehergewebe mit Drehergruppen
DE2148577A1 (de) Verfahren zum herstellen von kordgeweben und nach diesem verfahren hergestelltes kordgewebe
DE19902995C1 (de) Verfahren zur Musterdarstellung auf inhomogenen Verkreuzungsrastern
DE2136323A1 (de) Webverfahren zur herstellung von anzug, kleider, decken- und moebelstoffen mit luftzirkulationsrippen
AT110438B (de) Verfahren zur Herstellung von Gobelins.
DE4434410C1 (de) Doppelplüsch-Schaftwebmaschine
DE2300995B2 (de) Drucktuch mit kompressibler Zwischenlage und Verfahren zu seiner Herstellung
DE875480C (de) Verfahren zur Herstellung eines mehrchorigen gemusterten Florgewebes und gemaess diesem Verfahren hergestelltes Gewebe
DD256239A3 (de) Verfahren zur herstellung von doppelflorgeweben

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee