DD287207A5 - Verfahren zum steuern und regeln des kutterns - Google Patents

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DD287207A5
DD287207A5 DD33189189A DD33189189A DD287207A5 DD 287207 A5 DD287207 A5 DD 287207A5 DD 33189189 A DD33189189 A DD 33189189A DD 33189189 A DD33189189 A DD 33189189A DD 287207 A5 DD287207 A5 DD 287207A5
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DD
German Democratic Republic
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cutter
time
water
controlling
sausage meat
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Application number
DD33189189A
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English (en)
Inventor
Rolf Deisenroth
Guenter Regenstein
Peter Grabein
Sieghard Parthey
Original Assignee
Veb Nahrungsguetermaschinenbau,De
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern und Regeln des Kutterns von Bruehwurstbraet, wobei der Bindungszustand des Braets durch Messung einer korrelierenden physikalischen Groesze X, z. B. der elektrischen Leistungsaufnahme Pel des Messerwellenantriebsmotors ueber die Kutterzeit t erfaszt und schluszfolgernd die Wasserdosierung vorgenommen wird. Erfindungsgemaesz wird das von der Wassergrundschuettung QG ausgeloeste Abfall- und/oder Anstiegsverhalten der Groesze X ueber die Kutterzeit t analysiert und dem sich ergebenden Kurvenverlauf entsprechend die zugehoerige Restwasserzugabe QR in deren Groesze mit oder ohne deren Zeitpunkt tR auf Grundlage einer mathematischen Funktion kutterspezifisch bestimmt. Vorzugsweise ist{Verfahren; Steuern; Regeln; Kutter; Schneidmischer; Bruehwurstbraet; Bindungszustand; Messung; Leistungsaufnahme; Wasserdosierung; Wasserschuettung; Wassergrundschuettung; Restwasserzugabe}

Description

Δ χ den Differenzbetrag der gemessenen physikalischen Größe χ, zugehörig zur Differenz der
Kutterzeiten t2 und t, und K eine kutterspezifische Größe darstellen.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wassergrundschüttung QG vorzugsweise 60-80% der zu erwartenden Gesamtschüttwassermenge QGet beträgt.
4. Verfahren nach Anspruch t dadurch gekennzeichnet, daß die Restwasserzugabe Qn vorzugsweise einmalig erfolgt.
Hierzu 1 Seite Formeln
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern und Regeln des Kutterns zur Herstellung von Brühwurstbrät In Kuttern bzw. Schneidmischern oder dgl.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik Aus der DD-PS 260013 ist ein Verfahren zum Regeln des Kutterns bekannt, bei dem für die Herstellung von Brühwurstbrät die Feststellung des Bindungszustandes des enthaltenen Wassers du:;h Messung einer mit dem während des Prozesses sich
entwickelnden Bindungszustand korrelierenden elektrischen Größe über die Zeit durchgeführt wird. Unmittelbar nach Beginn des Kutterprozesses erfolgt in der Trockenkutterphase ein steiler Anstieg der Leistungskurve des Messerwellenantriebsmotors und sobald ein bestimmter Wert bzw. eine bestimmte Zeit erreicht ist, erfolgt die Schüttung der Hauptwassermenge (Wassergrundschüttung), die bewirkt, daß die Leistungskurve bis auf einen Minimalwort abfällt. Im folgenden Anstieg der
Leistungskurve erfolgt eine Nachdosierung einer definierten Schüttwassermenge, wenn die Werte auf 105-110% des
•Minimalwertes angestiegen sind, und dieser Prozeß wird solange fortgesetzt, bis das Nachdosierkriterium 105-110% nicht mehr erreicht wird.
Ein wenentlicher Nachteil dieses Verfahrens besteht darin, daß die Leistungskurve insbesondere in der 2. Hälfte des Kutterprozesses, in der die Grenio des Wasserbindevermögens eigentlich exakt ermittelt werden soll, durch
maschinentechnische Einflußgr&ßen (ungleichmäßige Brfitverteilung im Schneidraum) beeinflußt wird, was zu fehlerhaft ausgelösten Nachdosierungen führen kann.
Ein weiterer Nachteil dieses Verfahrens ist, daß es eine Näherungslösung zur Erreichung der optimalen Gesamtwasserschüttung
entsprechend dem vorhandenen Wasserbindevermögen des eingesetzton Rohmaterials darstellt.
Die Nachdosierungen müssen möglichst gering sein. Da die Nachdosierungen entsprechend dieser Lösung mehrmals mit einer
kuttenpezifisch festgelegten Wausermonge ausgelöst werden, wird bei Abschluß dos Steuerprozessos im ungünstigsten Fall die letzte Dosierung nicht oder zuviel vorgenommen.
In der DD-PS 238719 wird ein Verfahren zur Bestimmung des optimalen Auskutterungsgrados von Wurstbrät, insbesondere Brühwurstbrät beschrieben. Zur Herausbildung des optimalen Auskutterungsgrades wird die zeitliche Veränderung des Wasserbindungszustandes durch kontinuierliches Messen einer bestimmten Größe Ux, durch einen, mittels zweier in das Brät
geführter Elektroden, Kontaktstrom von etwa 0,01 mA bis 0,5mA, ermittelt. Grundlage für dieses Verfahren ist die Voränderung der elektrischen Leitfähigkeit des Brätes durch die Strukturveränderung während des Kutterns.
Diesos Verfahren hat den Nachteil, daß die Brätmasse zwar optimal zerkleinert und emulgiert wird, aber eine optimale Ausschöpfung des Wasserbindungsvermögens des Brätes nicht gegeben ist, da wie im Beispiel beschrieben, die Höhe der Wasserschüttungsmenge auf Grund von Erfahrungswerten (Standardrichtwerte) vorgegeben und zu Beginn des Kutierprozesses einmalig zugegeben wird. Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, den Kutterprozeß bei der Herstellung von Brühwurstbrät so zu steuern und zu regeln, daß immer die bestmögliche Qualität des Endproduktes bei Ausnutzung des jeweils vorhandenen Wasserbindevermögens gesichert wird.
Wesen der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, die Dosierung der Restwasserzugabe nach erfolgter Wassergrundschüttung, die aus Wasser oder/und Eis bestehen kann, sowohl zeitlich als auch mengenmäßig, in Abhängigkeit von den spezifischen Eigenschaften des Verarbeitungsgutes bei der Herstellung von Brühwurstbrät exakter zu steuern bzw. zu regeln.
Es wird vorausgesetzt, daß die Feststellung des Bindungszustandes des Brätes durch Messung einer mit dem während des Kutterprozesses sich entwickelnden Bindungszustand korrelierenden physikalischen Größe χ über die Kutterzeit t erfolgt und somit der Kutterprozeß mittels eines entsprechenden Kurvenverlaufes widerspiegelt werden kann. Eine derartige physikalische Größe ist z. B. die Leistungsaufnahme P.i des Messerwellenantriebsmotors. Erfindungsgemäß wird vorzugsweise in der ersten Hälfte des Gesamtkutterprozesses das Abfall- und/oder Anstiegsverhalten der gemessenen physikalischen Größe χ über die Kutterzeit t ermittelt, nach dem die Wassergrundschüttung Q0 begann bzw. erfolgte, die, wie aus DD-PS 260013 bekannt, vorzugsweise 60-70%, nach den zur Erfindung führenden Versuchen auch 80% der zu erwartenden Gesamtschüttwassermenge QG„ beträgt.
Darauf aufbauend wird die zugehörige Restwasserzugabe Qr ein- oder mehrmalig, vorzugsweise einmalig, 1O ihror Menge rechnergestützt nach vorzugsweise folgender mathematischer Funktion bestimmt und vorzugsweise automatisch realisiert, wahlweise auch der Zeitpunkt tR der Restwasserzugabe QR festgelegt.
Restwasserzugabo Qa (I) = K · tana = K —
tj -1)
x K stellt dabei eine kutterspezifische Größe dar und berücksichtigt folgende wesentliche Einflußfaktoren: Schüsselgröße
- Schüssel- und Messerwellendrehzahl Schneidraumgröße Mesperform und -anzahl Chargengröße
Brühwurstgrundrezeptur (MagerfleisctWFettanteil, Zusatzstoffe, Salzgehalt)
- Ausgangstemperatur der Rohstoffe Größe der Wassergrundschüttung
x Δ χ ist der Differenzbetrag derzu den Kutterzeiten t, und ti nach der Wassergrundschüttung gemessenen zum
Bindungszustand des Brätes korrelierenden physikalischen Größen X1 und X3 χ ti und t] sind Kutterzeiten, die sich auf χ, und X2 beziehen
χ tan α drückt den Anstieg bzw. Abfall von χ in Abhängigkeit von der Kutterzeit t aus.
Auifuhrungsbelsplela
Die Erfindung soll an Hand von 2 Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. In den dazugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: Graphische Darstellung des Verfahrensablaufes mit einem definierten Kurvenabschnitt während der
Wassergrundschüttung Qq
Flg.2: Graphische Darstellung des Verfahronsablaufes mit einem definierten Kurvenabschnitt nach erfolgter
Wassergrundschüttung Qa.
Bei den Ausführungsbeispielen wird davon ausgegangen, daß die Feststellung der korrelierenden elektrischen Leistungsaufnahme P.i des Messerwellenantriebsmotors eines Kutters bzw. Schneidmischers über die Kutterzeit t erfolgt und somit der Kutterprozeß mittels eines entsprechenden Kurvenverlaufes widergespiegelt wird.
In Figur 1 ist eine Verfahrensvariante dargestellt, bei der nach der Wassergrundschüttung Qq eine einmalige Restwasserzugabo Qr erfolgt. Es wird nach einem festgelegten Zeitpunkt tQ die Wassergrundschüttung Q0 ausgelöst, und es wird in einem festgelegten Kurvenbereich zwischen den Kutterzeiten ti und t2 während der Zugabe und beginnenden Einarbeitung der Wassergrundschüttung Q0 in das Brühwurstbrät.der zugehörige Kurvenabfall tana, der elektrischen Leistung P.i des Messerwellenantriebsmotors mit Hilfe eines Mikrorechners direkt ermittelt.
Über die kutterspezifische mathematische Funktion QR = K · tana( = K · — wird danach in Abhängigkeit vom ermittelten
«2 - ti
Kurvenabfall die entsprechende Größe der Restwasserzugabe Qr errechnet und diese automatisch nach einer bestimmten Zeitdifferenz &t ab tu realisiert.
In Figur 2 ist eine Verfahrensvariante dargestellt, bei der nach der Wassergrundschüttung Qo ebenfalls eine einmalige Restwasserzugabo Qr erfolgt. Hierbei wird nach einem bestimmten Zeitpunkt to die Wassergrundschüttung Q0 realisiert. Nach der Minimumsbildung Pmi„ der mit dem Bindungszustand des Bräts korrelierenden elektrischen Leistung P,, des Messerwellenantriebsmotors wird in einem festgelegten Kurvenbereich der wieder steigenden Leistungskurve zwischen den Kutterzeiten ti und t2 der zugehörige Kurvenanstieg tana2 mit Hilfe eines Mikrorechners ermittelt.
Über dio kutterspezifische mathematische Funktion Qr = K · tan a2 = K — wird danach in Abhängigkeit vom ermittelten
tj- ti
Kurvenanstieg die entsprechende Größe der Restwasserzugabe Qn errechnet und diese automatisch nach einer bestimmten Zeitdifferenz At ab t„ realisiert.

Claims (2)

1. Verfahren zum Steuern und Regeln des Kutterns von Brühwurstbrät, wobei der sich entwickelnde Bindungszustand des Bräts durch Messung einer korrelierenden physikalischen Größe χ, zum Beispiel der elektrischen Leistungsaufnahme Ρβι des Messerwellenantriebsmotors über die Kutterzeit t erfaßt und schlußfolgernd die'Wasserdosierung vorgenommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß das von der Wassergrundschüttung Qq ausgelöste Abfall- und/oder Anstiegsverhalten der gemessenen physikalischen Größe χ über die Kutterzeit t analysiert und dem sich ergebenden Kurvenverlauf entsprechend die zugehörige Restwasserzugabe Qr in deren Größe mit oder ohne deren Zeitpunkt tR auf Grundlage einer mathematischen Funktion kutterspezifisch bestimmt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vorzugsweise das Abfall- und/oder Anstiegsverhalten der gemessenen physikalischen Größe χ durch die Ermittlung des
tan α = erfolgt und die Größe der Restwasserzugabe Qn nach der mathematischen Funktion QR = K · tana = K · bestimmtwird,wobei
12 - ti
DD33189189A 1989-08-18 1989-08-18 Verfahren zum steuern und regeln des kutterns DD287207A5 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19834781A1 (de) * 1998-08-01 2000-02-17 Integral Energietechnik Gmbh Verfahren zur Bestimmung wechselnder Eiskonzentrationen in Binäreisvolumen

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