DD287665A5 - Vorrichtung und verfahren zur reinigung von verfahrenseinrichtungen - Google Patents

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DD287665A5
DD287665A5 DD89332415A DD33241589A DD287665A5 DD 287665 A5 DD287665 A5 DD 287665A5 DD 89332415 A DD89332415 A DD 89332415A DD 33241589 A DD33241589 A DD 33241589A DD 287665 A5 DD287665 A5 DD 287665A5
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Reinigung von Verfahrenseinrichtungen, bei denen Partikel, welche an den inneren Oberflaechen eines Objektes haften, durch die Bewegung einer Schockwelle an den Oberflaechen vorbei, entfernt werden. Die Schockwelle wird durch die Explosion eines Gases in einer Kammer erzeugt, welche im Innern des Objektes angeordnet ist. Die Erfindung ist insbesondere zur Verwendung bei der Reinigung von Verfahrenseinrichtungen geeignet. Fig. 1{Verfahrenseinrichtung; Reinigen; Oberflaechen, innere; Schockwelle; Bewegung; Explosion; Gas; Kammer; Partikel}

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine neue Vorrichtung und ein Verfahren zur Entfernung von Ablagerungen von inneren Oberflächen von Verfahi ölvorrichtungen. Mehr im einzelnen bezieht sich die vorliegende Erfindung auf eine Vorrichtung für die Erzeugung einer Gasexplosion und ein Verfahren, welches dazu Verwendung findet, eine Schockwelle durch die Objekte zu führen, welche gereinigt werden sollen. Die Bewegung der Schockwelle durch die Objekte entfernt die Ablagerungen von den Innenseiten der Objekte.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Die Verunreinigung der innenliegenden Oberflächen von Verfahrenseinrichtungen ist ein allgemeines Problem. In vielen Fällen wird diese Verunreinigung durch ein Aufbauen von Ablagerungen oder von Teilchen bewirkt, welche an den inneren Oberflächen haften. Diese Verunreinigung verringert normalerweise die Wirksamkeit des Abschnitts der Einrichtung. Aus diesem Grunde ist die Reinigung der inneren Oberflächen erforderlich, um eine hohe Wirksamkeit in der Einrichtung aufrechtzuerhalten. Ein allgemein bekanntes Verfahren zur Reinigung verwendet Druckimpulse, um Ablagerungen zu beseitigen. Die Druckimpulse reinigen in erster Linie dadurch, daß sie die mit Ablagerungen beladene Fläche einem sehr hohen Druck aussetzen und dann einem viel niedrigeren Druck. Der Druckunterschied hat zur Folge, daß sich die Ablagerungen ausdehnen und dann von der Oberfläche entfernt werden. Um die innere Oberfläche eines Abschnitts dor Einrichtung zu reinigen, muß der Druckimpuls sich durch die Einrichtung bewegen und einen sich bewegenden Druckunterschied hervorrufen.
Typische Druckimpulse werden durch kurze Ausbrüche von unter hohem Druck stehendem Gas durch ein Ventil erzeugt. Es wurden auch Gasexplosionen als Verfahren zur Erzeugung einer Schockwelle verwendet. US-Patent 4 089 702 von Enoksson und anderen. Hierin beschreibt Enoksson die Denotation eines explosiven Gasgemisches, um eine Schockwelle zu erzeugen, welche dazu Verwendung finden kann, Partikel, wie Sand und Kesselstein von den inneren Oberflächen eines Objektes zu entfernen. Das Verfahren von Enoksson weist jedoch verschiedene Nachteile auf. Enoksson unterbreitet die Lehre, die Auslaßmittel der Einrichtung, welche gereinigt werden soll, zu öffnen und die inneren Hohlräume der Einrichtung mit einem explosiven Gas zu füllen. Dieses Verfahren erfordert nachteilig das Anhalten eines jeden Prozesses, welcher durch die Vorrichtung, welche gereinigt werden soll, durchgeführt wird. Das Verfahren macht es weiterhin nachteilig erforderlich, große Abschnitte von Einrichtungen in Unterabschnitten zu reinigen, wodurch Ventile oder andere Vorrichtungen in der Einrichtung erforderlich werden, um die verschiedenen Abschnitte voneinander zu trennen und es zu ermöglichen, die Abschnitte mit explosivem Gas zu füllen. Ein anderer Nachteil nach Enoksson besteht darin, daß die Explosion nicht präzise steuerbar ist.
US-Patent 4642611 von Koerner. Hierin beschreibt Koerner einen Schallwellenorzeuger zur Erzeugung von Schallwellen durch die Zündung von Gas. Dieser Schallwellenerzeuger weist jedoch bei der Verwendung zu einem Reinigungsverfahren für eine Einrichtung Nachteile auf. Koerner lehrt die akustische Reinigung von Einrichtungen durch die Erzeugung einer lauten resonanten Frequenz, welche die Abschnitte der Einrichtung, die gereinigt werden sollen, in Schwingungen versetzt oder schüttelt. Die Schwingungen oder das Schütteln der Einrichtung hat zur Folge, daß sich die Partikel von der inneren Oberfläche der Vorrichtung lösen. Koerner beschreibt auch, daß diese resonante Frequenz ein im wesentlichen kontinuierlicher Schall ist. Die Reinigung durch Schwingungen nach Koerner weist jedoch Nachteile auf oder ist ungeeignet, wenn es sich um die Reinigung großer Abschnitte einer Verfahrenseinrichtung handelt. Die meisten großen Abschnitte einer Verfahrenseinrichtung sind f st montiert, in einer Weise, welche Schwingungen der Einrichtungen schwierig macht. Außerdem würde ein großer Abschnitt der Einrichtung die Erzeugung eines besonders lauten Schalls erforderlich machen, um eine Schwingung zur Reinigung nach dem Verfahren Koerners einzuleiten. Dieser laute kontinuierliche Schall würde unangenehm und/oder gefährlich für Menschen sein, welche in der Nähe der Einrichtung, welche gereinigt werden soll, wohnen oder arbeiten. Koerner schlägt auch vor, daß jeder Prozeß, welcher durch den AbschnK: der Einrichtung, welche gereinigt werden soll, durchgeführt wird, angehalten oder beendet werden muß, bevor die Reinigung beginnt.
Ziel der Erfindung
Entsprechend dem Vorgenannten besteht das Ziel der Erfindung darin, die Nachteile der bekannten Vorrichtungen zur Reinigung mit Hilfe von Impulsen zu überwinden.
Darlegung des Wesens der Erfindung Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Reinigung zu schaffen, welche in einem Abschnitt einer Einrichtung Verwendung finden können, während das Verfahren durch die Einrichtung durchgeführt wird, ohne
daß die Einheit zeitweise außer Betrieb genommen werden muß.
Eine andere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung für die Explosion eines Gases zur Erzeugung
einer Schockwelle zu schaffen, welche sich durch einen Abschnitt einer Verfahrenseinrichtung bewegt und Ablagerungen und
Partikel ablöst, welche an der inneren Oberfläche der Einrichtung haften. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zu schaffen, welche es ermöglicht, eine
gesteuerte Gasexplosion durchzuführen, um eine Schockwelle zu erzeugen.
Noch eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zur Durchführung einer Explosion eines Gases zu schaffen, um eine Schockwelle zu erzeugen, welche in eine bestimmte Richtung gerichtet werden kann.
Noch eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung *ur Durchführung einer Explosion eines Gases zu schaffen, bei welcher die Mittel zur Zündung des Gases keine häufige Auswechslung erforderlich machen. Erfindungsgemäß ist eine Kammer, welche an einem Ende geschlossen Ist, und Mittel zur Erzeugung einer Turbulenz aufweist, wie eine Wendelfeder, im Innern eines Abschnitts der Einrichtung, welche gereinigt werden soll, angeordnet. Die Kammer ist mit Mitteln versehen, welche das Zuführen eines ständigen Stromes von Luft oder mit Sauerstoff angereicherter Luft ermöglichen, mit Mitteln, die die Zuführung eines explosiven Gsses ermöglichen, um in der Kammer ein explosives Gas-Luft-Gemisch zu erzeugen und mit Mitteln zur Zündung dieses Gas- Luft-Gemisches. Ein Zeitgeber, welcher außerhalb der Einrichtung angeordnet ist, ist dazu vorgesehen, die Mittel zur Zuführung des explosiven Gases zu der Kammer und die Mittel zur Zündung zu steuern. Nachdem in der Kammer ein geeignetes Gas-Luft-Gemisch erzeugt wurde, wird das Gemisch durch die Mittel zur Zündung gezündet, um eine Schockwelle durch die Explosion zu erzeugen. Die Mittel zur Erzeugung der Turbulenzen in der Kammer, erzeugen eine Turbulenz, welche zur Folge hat, daß diese Welle Überschall-Geschwindigkeit erreicht. Die Bewegung der Welle mit Überschall-Geschwindigkeit hat zur Folge, daß sich das Gas an der Vorderseite der Schockwelle mit Überschall-Geschwindigkeit bewegt und einen Bereich mit sehr hohem Druck an der Vorderseite der Schockwelle hervorruft. Die Explosions-Welle verläßt die Kammer durch das offene Ende mit Überschau-Geschwindigkeit und wandert durch die Verfahrenseinrichtung. Die inneren Oberflächen der Verfahrenseinrichtung werden zuerst einem Bereich mit hohem Druck ausgesetzt, wenn sich die Explosionswelle nähert, und dann einer rapiden Verringerung des Druckes, wenn sich die Explosionswelle vorbeibewegt hat. Diese Verringerung des Druckes hat zur Folge, daß die Ablagerungen und Partikel, welche an den inneren Oberflächen der Einrichtung haften, abgelöst werden. Die abgelösten Ablagerungen oder Partikel werden dann entweder durch den Prozeßstrom, welcher durch die Einrichtung hindurchgeführt wird oder durch den kontinuierlichen Luftstrom, welcher durch die Kammer und dann durch die Einrichtung strömt, entfernt.
Das Verfahren ist weiterhin dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Welle an der Stelle ihres anfänglichen Kontaktes mit der Oberfläche, welche gereinigt werden soll, eine Überschall-Geschwindigkeitswelle ist.
Zur zweckmäßigen Durchführung des Verfahrens sind vorgesehen: Mittel zur Erzeugung einer Schockwelle, wobei die genannten Mittel zur Erzeugung enthalten: eine Kammer, Mittel zum Einbringen von Luft in die genannte Kammer, Mittel für das Einbringen eines explosiven Gases in die genannte Kammer, um ein explosives Gas-Luft-Gemisch zu erzeugen, Mittel zur Zündung des genannten Gas-Luft-Gemischs, um eine Schockwelle zu erzeugen und Mittel zur Erzeugung von Turbulenzen in der genannten Kammer.
Weiterhin sind vorgesehen: Mittel zur Steuerung des Einbringens des genannten explosiven Gases in die genannte Kammer und Mittel zur zeitlichen Steuerung der genannten Mittel zur Zündung.
Die genannten Mittel zur Erzeugung der Turbulenzen enthalton weiterhin eine Wendelfeder und die genannten Mittel zur zeitlichen Steuerung einen elektronischen Zeitgeber.
Das Verfahren zur Reinigung entsprechend der Erfindung ermöglicht es, daß die genannte Reinigung stattfindet, während die genannte Vorrichtung in Betrieb ist, wobei die genannte Reinigung weiterhin enthält; Richten einer Welle an einer Oberfläche vorbei, welche gereinigt werden soll. Dabei ist es zweckmäßig, daß die genannte Welle eine Schockwelle ist, wobei die genannte Welle an der Stelle ihres anfänglichen Kontaktes mit der Oberfläche, welche gereinigt werden soll, eine Überschall-Geschwindigkeits-Welle ist.
Zur Durchführung des Verfahrens unter Verwendung der Schockwelle sind vorteilhaft vorgesehen: Mittel zur Erzeugung einer Schockwelle, wobei die genannten Mittel zur Erzeugung enthalten: eine Kammer, Mittel zum Einbringen von Luft in die genannte Kammer, Mittel zum Einbringen eines explosiven Gases in die genannte Kammer, um ein explosives Gas-Luft-Gemisch zu erzeugen und Mittel zur Erzeugung von Turbulenzen in der genannten Kammer, weiterhin Mittel zur Steuerung des Einbringens des genannten explosiven Gases in die genannte Kammer und Mittel zur zeitlichen Steuerung der genannten Mittel zur Zündung und die genannten Steuermittel.
Dabei ist es von Vorteil, wenn die genannten Mittel zur Erzeugung der Turbulenzen weiterhin eine Wendelfeder enthalten und die Mittel zur zeitlichen Steuerung weiterhin einen elektronischen Zeitgeber enthalten.
Der hauptsächliche Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß die vorliegende Erfindung zur kontinuierlichen Reinigung eines Abschnittes einer Verfahrenseinrichtung Verwendung finden kann, während der Prozeß durchgeführt wird. Wenn die vorliegende Erfindung auf diese Weise angewendet wird, findet der Reinigungsvorgang durch die Welle gleichzeitig mit dem Prozeß statt, welcher durch den Abschnitt der Verfahrenseinrichtung durchgeführt wird. Die vorliegende Erfindung kann auch auf viele andere Arten Verwendung finden, welche sich mit der nachfolgenden Beschreibung und den Ansprüchen in Übereinstimmung befinden.
Ausführungsbelsplele
Die Erfindung soll nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigen
Fig. 1: eine Querschnittdarstellung, in Seitenansicht; von der Vorrichtung zur Explosion eines Gases entsprechend der
vorliegenden Erfindung; Fig. 2: eine graphische Darstellung der Zeitsequenzen für die Aufladung der Vorrichtung mit einem explosiven Gas und der
Zündung des Gases; Fig. 3: eine schematische Darstellung des elektrischen Schaltkreises in einer probeweisen Ausführungsvariante der Erfindung.
Eine Vorrichtung zur Erzeugung einer Explosion eines Gases entsprechend der vorliegenden Erfindung ist in der Fig. 1 dargestellt. Die dargestellte Ausführungsvariante der Erfindung enthält eine Kammer 12, welche an einem Ende offen ist und normalerweise als Zylinder oder Rohr ausgebildet ist. Die Kammer 12 enthält eine gewandelte Feder 14. An dem nicht offenen Ende ist die Kammer 12 mit der Rohrleitung 10 verbunden. Durch die Rohrleitung 10 fließt ein kontinuierlicher Strom von Luft oder von mit Sauerstoff angereicherter Luft in die Kammer 12, in der Richtung, welche durch die Pfeile gekennzeichnet ist. Mit
der Rohrleitung 10 ist, unter Verwendung eines T-förmigen Verbindungselementes 32, eine Rohrleitung 22 verbunden. Das andere Ende der Rohrleitung 22 if t mit einem Tank 26 verbunden, welcher ein explosives Gas enthält. Ein Magnetventil 24 kann geöffnet oder geschlossen sein, um die Bewegung des explosiven Gases aus dem Tank 26 durch die Rohrleitung 22 in das T-förmige Verbindungselement 32 zu steuern. W6nn das Magnetventil 24 geöffnet ist, fließt das explosive Gas aus dem Tank 26 durch die Rohrleitung 22 In das T-förmige Verbindungselement 32. In dem T-förmigen Verbindungselement wird das explosive Gas mit der Luft oder der mit Sauerstoff angereicherten Luft gemischt, um ein explosives Gas-Luft-Gemisch zu bilden. Dieses Gas-Luft-Gemisch wird durch den kontinuierlichen Strom der Luft in der Rohrleitung 10 in die Kammer 12 hineingetragen. Das Magnetventil 24 ist elektrisch durch Leitungen 30 mit dem Zeitgeber 20 verbunden. Der Zeitgeber 20 findet dazu Verwendung, die Länge der Zeit zu steuern, zu welcher Jas Magnetventil 24 geöffnet und geschlossen ist, und dadurch die Menge des explosiven Gases zu steuern, welches in das T-förmige Verbindungselement 32 eintritt und dadurch die Menge an explosivem Gas in dem Gas- Luft-Gemisch, welches In die Kammer 12 eintritt. Nachdem das Magnetventil 24 für eine gegebene Länge der Zeit geöffnet gehalten wird, wird das Gas-Luft-Gemisch in der Kammer 12 durch die Mittel zur Zündung 16 gezündet und erzeugt durch die Explosion des Gases eine Schockwelle, welche durch das offene Ende der Kammer 12 austritt. Das Mittel zur Zündung 16 kann eine Zündkerze sein oder ein anderes geeignetes Mittel zur Zündung eines Gas-Luft-Gemisches. Das Mittel zur Zündung 16 ist elektrisch durch Leitungen 34 mit dem Transformator 18 verbunden. Der Transformator 18 ist mit Hilfe von Leitungen 36 mit dem Zeitgeber 20 verbunden. Der Zeitgeber 20 findet dazu Verwendung, sowohl die Länge der Zeit zu steuern, während weicher die Mittel zur Zündung 16 zünden oder nicht zünden, als auch die Länge der Zeit, während weicher das Magnetventil 24 geöffnet und geschlossen ist.
Die Fig. 2 zeigt eine graphische Darstellung der Zeitsequenzen im Zeitgeber 20 für die Öffnung des Magnetventils 24 und die Zündung der Mittel zur Zündung 16. Im allgemeinen ist das Magnetventil 24 für eine Zeitdauer geöffnet, welche für die Bildung eines explosiven Gas-Luft-Gemisches ausreichend ist, welches explodiert, um eine Schockwelle zu erzeugen, welche die erwünschte Reinigungswirkung aufweist. Die Mittel zur Zündung 16 beginnen nahe dem Ende der Zeitperiode zu zünden, während welcher das Magnetventil 24 geöffnet ist, und zünden kontinuierlich in die Zeitperiode hinein, während welcher das Magnetventil 24 geschlossen ist. Im allgemeinen zündet das Mittel zur Zündung 16 während einer Zeitperiode, welche ausreichend ist, das Gas-Luft-Gemisch in der Kammer 12 vollständig zu zünden. Wie es in der Fig. 2 dargestellt ist, ist diese Periode der Zeil für die Zündung wesentlich kürzer in ihrer Dauer als die Zeitperiode, während welcher das Magnetventil geöffnet ist.
Mit dem Ziel, einen Abschnitt einer Verfahrenseinrichtung zu reinigen, wird die Kammer 12 mit der gewendelten Feder 14, dem Mittel zur Zündung 16 und den damit verbundenen Leitungen 30 sowie der damit verbundenen Rohrleitung 10 im Innern dos Abschnittes der Verfahrenseinrichtung, welche gereinigt werden soll, eingebaut. Das T-förmige Verbindungselement 32 mit der daran angeschlossenen Rohrleitung 22 kann innerhalb oder außerhalb des Abschnitts der Verfahrenseinrichtung, welche gereinigt werden soll, angeordnet werden. Der Gastank 26, das Magnetventil 24, der Transformator 18 und die Zoitgeberelemente 20 sind generell außerha/ ' -s Abschnitts u'or Verfahrenseinrichtung, welche gereinigt werden soll, angeordnet. Bei dieser Konfiguration verläuft ujr Betrieb der Kammer wie folgt: Das Magnetventil 24 wird geöffnet, um es dem explosiven Gas zu ermöglichen, vom Tank 26 durch die Rohrleitung 22 in das T-förmige Verbindungselement 32 zu strömen. Das explosive Gas wird in dem T-förmigen Vorbindungselement 32 mit Luft oder mit Sauerstoff angereicherter Luft gemischt, welchd durch die Rohrleitung 10 fließt, um ein explosives Gas-Luft-Gemisch zu bilden. Dieses Gas-Luft-Gemisch wird durch die Luft, welche durch die Rohrleitung 10 strömt, in die Kammer 12 befördert. Nachdem das Gas-Luft-Gemisch die gesamte Kammer 12 füllt, beginnen die Mittel zur Zündung 16 zu zünden. Das Magnetventil 24 wird geschlossen, während die Mittel zur Zündung 16 noch zünden. Das Zünden der Mittel zur Zündung 16 zündet das explosive Gas-Luft-Gemisch und erzeugt eine Explosionswelle. Diese Welle tritt aus dem offenen Ende der Kammer 12 aus und weist an der Stelle des anfänglichen Kontaktes mit dem Abschnitt der Vorrichtung, welcher gereinigt werden soll, Überschall-Geschwindigkeit auf. Die Welle setzt dann ihre Bewegung durch den Abschnitt der Einrichtung, die gereinigt werden soll, fort. Die Bewegung der Welle durch den Abschnitt der Einrichtung löst Ablagerungen und Partikel von den inneren Wandungen der Einrichtung. Die kontinuierliche Luftströmung entfernt ebenfalls jegliche Verbrennungsprodukte, welche in der Kammer 12 verbleiben, vollkom.nen, bevor das Magnetventil wieder geöffnet wird.
Wie im Vorangegangenen erörtert wurde, besteht ein wesentlicher Vorteil der Erfindung darin, daß der gesamte Reinigungsvorgang, wie er darin beschrieben wurde, übereinstimmend mit dem Verfahren durchgeführt werden kann, welches normalerweise durch den Abschnitt der Verfahrenseinrichtung durchgeführt wird, wobei kontinuierlich die Einrichtung während ihres Betriebes gereinigt wird.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß dor Zeitgeber 20 derart ausgeführt ist, daß die Zeitsequenzen zum Öffnen und Schließen des Magnetventils 24 und zur Inbetriebsetzung der Mittel zur Zündung 16 verändert werden können, und damit die Zeitintervalle zwischen den Explosionen verändert werden können. Aus diesem Grunde kann die Erfindung derart abgestimmt werden, wie es erforderlich ist, um verschiedene Abschnitte der Verfahrenseinrichtung optimal zu reinigen.
Bei einer bevorzugten Ausführun-jsvariante der Erfindung findet ein elektronischer Festkörper-Zeitgeber Verwendung, um das Öffnen und Schließen des Magnetventils 24, sowie das Zünden der Mittel zur Zündung 16 zu steuern. Dieser elektronische Zeitgeber hat gegenüber mechanischen Zeitgebern viele Vorteile. Erstens ermöglicht der elektronische Zeitgeber eine größere Genauigkeit bei der Synchronisierung des Magnetventils 24 mit dem Mittel zur Zündung 16 und erlaubt dadurch eine bessere Kontrolle dor Gasexplosion. Zweitens ermöglicht es der elektronische Zeitgebor, daß die Betriebszeit der Mittel zur Zündung auf Bruchteile von einer Sekunde verringert werden kann. Die Verringerung der Zündzeit hat den größten Vorteil in der Verringerung der Abnutzung der Mittel zur Zündung 16, wodurch ihre Betriebslebensdauer vergrößert wird. Drittens erlaubt dor elektronische Zeitgeber eine genauere Steuerung der Menge des Gases, welche in die Kammer eingebracht wird und ermöglicht dadurch eine genauere Kontrolle der Kräfte, welche bei der Explosion erzeugt werden
Andere Vorteile der Erfindung werden in dem nachfolgenden konkreten Beispiel dargestellt.
Die vorliegende Erfindung wurde dazu verwendet, einen Wärmeaustauscher in einem chemischen Verfahren wie folgt zu reinigen. Eine Kammer 12 wurde aus einem 2,4m langen Stück eines Rohres mit einem Durchmesser von 0,6m hergestellt, indem eine 1 m lange Wendelfeder 14 mit einer Steigung von 20cm in das Rohr eingebracht wurde. Nahe dem einen Ende der
Kammer 12 wurde ein Loch gebohrt und Gewinde hineingeschnitten, und in das Loch wurde eine Zündkerze 16 eingeschraubt. An die Zündkerze 16 wurden elektrische Leitungen 34 angeschlossen, und die Zündkerze 16 wurde über die Zündkerzenleitungen 34 mit einem Transformator 18 verbunden. Das andere Ende der Kammer 12, abgewandt von der Zündkorze 16, wurde im wesentlichen koaxial in einen Wärmeaustauscher vom Feuerrohrtyp, Jurch ein Loch in der Wandung des Wärmeaustauschers, eingeführt. Der Bereich, welcher die Verbindung der Kammer 12 mit dem Wärmeaustauscher umgibt, wurde dann abgedichtet, um das Austreten von Gasen aus dem Wärmeaustauscher zu verhindern.
Das nahe der Zündkerze 16 gelegene Endf: der Kammer 12 wurde mit einer zweiten Rohrleitung 10 verbunden, welche durch ein T-förmiges Verbindungselement 32 an eine dritte Rohrleitung 22 angeschlossen war. Das Endo der zweiten Rohrleitung 10 nach dem T-förmigen Verbindungselement 32, war derart ausgebildet, daß es der Außenluft ermöglicht wurde, in die Rohrleitung 10 hineingeblasen zu werden, um eine kontinuierliche Luftströmung durch die zweite Rohrleitung 10 und das T-förmige Verbindungselement 32 in die Kammer 12 hinein zu erzeugen. Das Ende der dritten Rohrleitung 22 wurde durch ein. Magnetventil 24 mit einem Tank 26 mit Methangas verbunden.
Sowohl der Transformator 18 als auch das Magnetventil 24 waren elektrisch über Leitungen 30; 36 mit einem elektronischen Festkörper-Zeitgeber 20 verbunden. Der Zeitgeber 20 war derart ausgebildet, daß er das Magnetventil 24 alle vier Sekunden für zwei Sekunden in den offenen Zustand versetzte und bewirkte, daß die Zündkerze 16 alle vier Sekunden für 0,5 Sekunden in Betrieb genommen wurde, entsprechend der Zeitsequenz, wie sie in Fig. 2 dargestellt ist.
Für ilen Betrieb wurde dem Zeitgeber 20, dem Transformator 18 und dem Magnetventil 24 Energie zugeführt. Das Öffnen des Magnetventils 24 bewirkte einen Fluß von Methan in das T-förmige Verbindungselement 32, wo es mit Luft vermischt wurde und in die Kammer 12 als Gas-Luft-Gemisch eintrat. Dieses Gas-Luft-Gemisch wurde dann gezündet, wozu die Zündkerze 16 Verwendung fand, um eine Explosions-Schockwelle zu erzeugen, welche aus der Kammer 12 austrat und durch den Wärmeaustauscher wanderte. Wenn sich die Weile durch den Wärmeaustauscher bewegte, löste sie Partikel und Ablagerungen von den Wandungen des Wärmeaustauschers. Die abgelösten Partikel und Ablagerungen wurden aus dem Wärmeaustauscher durch den Prozoßstrom, welcher durch den Wärmeaustauscher fließt, und durch den kontinuierlichen Luftstrom, welcher durch die Kammer 12 und dann durch den Wärmeaustauscher fließt, herausgetragen.
Es können offensichtlich zahlreiche Varianten und Modifikationen bei der Struktur hergestellt werden, welche hier beschrieben ist, ohne von der vorliegenden Erfindung abzuweichen. Infclgedessen sollte es klar verständlich sein, daß die Ausführungen der Erfindung, die hier beschrieben und in den Figuren der 7 "'hörigen Zeichnungen dargestellt sind, nur demonstrativen Charakter haben und nicht angeführt sind, um den Umfang der I ng zu begrenzen. Die vorliegende Erfindung schließt alle
Modifikationen ein, welche in den Schutzumfang der ν egendon Ansprüc ) fallen.

Claims (19)

1. Vorrichtung zur Reinigung von Verfahrenseinrichtungen, gekennzeichnet du.xh eine Kammer, Mittel zum Einbringen von Luft in die genannte Kammer, Mittel zum Einbringen eines explosiven Gases in die genannte Kammer, um ein explosives Gas-Luft-Gemisch in der genannten Kammer zu erzeugen, Mittel zur Zündung des genannten Gas-Luft-Gemischs, um eine Schockwelle zu erzeugen und Mittel zur Erzeugung von Turbulenzen in der genannten Kammer.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Mittel zur Steuerung des Einbringens des genannten explosiven Gases in die genannte Kammer und Mittel zur zeitlichen Steuerung der genannten Mittel zur Zündung und die genannten Steuermittel.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Mittel zur zeitlichen Steuerung weiterhin einen elektronischen Zeitgeber enthalten.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Mittel zur Erzeugung der Turbulenzen weiterhin eine Wendelfeder enthalten.
5. Verfahren zur Reinigung von Verfahrenseinrichtungen, gekennzeichnet durch das Richten einer Welle an einer Oberfläche vorbei, welche gereinigt werden soll.
6. Verfahren nac.i Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Welle eine Schockwelle ist.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Welle an der Stelle ihres anfänglichen Kontaktes mit der Oberfläche, welche gereinigt werden soll, eine Überschall-Geschwindigkeits-Welle ist.
8. Verfahren nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch Mittel zur Erzeugung einer Schockwelle, wobei die genannten Mittel zur Erzeugung enthalten: eine Kammer, Mittel zum Einbringen von Luft in die genannte Kammer, Mittel für das Einbringen eines explosiven Gases in die genannte Kammer, um ein explosives Gas-Luft-Gemisch zu erzeugen, Mittel zur Zündung des genanntenldas-Luft-Gemischs, um eine Schockwelle zu erzeugen und Mittel zur Erzeugung von Turbulenzen in der genannten Kammer.
9. Verfahren nach Anspruch 8, weiterhin enthaltend Mittel zur Steuerung des Einbringens des genannten explosiven Gases in die genannte Kammer und Mittel zur zeitlichen Steuerung der genannten Mittel zur Zündung.
10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Mittel zur Erzeugung der Turbulenzen weiterhin eine Wendelfeder enthalten.
11. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Mittel zur zeitlichen Steuerung weiterhin einen elektronischen Zeitgeber enthalten.
12. Verfahren nach Anspruch 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Reinigung stattfindet, während die genannte Vorrichtung in Betrieb ist.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Reinigung weiterhin enthält: Richten einer Welle an einer Oberfläche vorbei, welche gereinigt werden soll.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Welle eine Schockwelle ist.
15. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Welle an der Stelle ihres anfänglichen Kontaktes mit der Oberfläche, welche gereinigt werden soll, eine Überschall-Geschwindigkeits-Welle ist.
16. Verfahren nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch Mittel zur Erzeugung einer Schockwelle, wobei die genannten Mittel zur Erzeugung enthalten: eine Kammer, Mittel zum Einbringen von Luft in die genannte Kammer, Mittel zum Einbringen eines explosiven Gases in die genannte Kammer, um ein explosives Gas-Luft-Gemisch zu erzeugen und Mittel zur Erzeugung von Turbulenzen in der genannten Kammer.
17. Verfahren nach Anspruch 16, gekennzeichnet durch Mittel zur Steuerung des Einbringens des genannten explosiven Gases in die genannte Kammer und Mittel zur zeitlichen Steuerung der genannten Mittel zur Zündung und die genannten Steuermittel.
18. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Mittel zur Erzeugung der Turbulenzen weiterhin eine Wendelfeder enthalten.
19. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur zeitlichen Steuerung weiterhin einen elektronischen Zeitgeber enthalten.
Hierzu ?. Seiten Zeichnungen
DD89332415A 1988-09-08 1989-09-06 Vorrichtung und verfahren zur reinigung von verfahrenseinrichtungen DD287665A5 (de)

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US07/241,454 US5082502A (en) 1988-09-08 1988-09-08 Cleaning apparatus and process

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DD287665A5 true DD287665A5 (de) 1991-03-07

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ID=22910759

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