DD287707A5 - Verfahren zur kuehlung von schmelzfluessigem calciumcarbid - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kuehlung von schmelzfluessigem Calciumcarbid, welches bei ausreichender Kuehlung die Bedingungen fuer eine Abwaermenutzung verbessert. Merkmale der Erfindung bestehen darin, dasz die Carbidschmelze zu einer Schicht mit einer Dicke von 30 bis 80 mm in einen Kuehltiegel ausgegossen wird, dort durch Abstrahlung auf eine Oberflaechentemperatur unter 1600C abgekuehlt wird, dasz anschlieszend weitere gleichartige Schichten aufgebracht werden, bis ein Block mit einer Schichtdicke von 400 bis 700 mm entsteht, und dasz die Carbidschichten jeweils mit einem Strahlungswaermetauscher in Wirkverbindung gebracht werden. Mit dem Verfahren ist es moeglich, dasz beim Carbidabstich in Abkuehlzeit verkuerzt wird und ein Teil der abgegebenen Waerme nutzbar gemacht werden kann.{Kuehlung; Zerkleinerung; Calciumcarbid; Carbidschmelze; Erstarren; Schichtdicke}
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kühlung von schmelzflüssig abgestochenem Calciumcarbid, bei dem die Abkühlzeit verkürzt wird und Möglichkeiten einer Abwärmenutzung bestehen.
Die Abkühlung der Rohcarbldschmelze von ca. 20000C auf ca. 300 bis 4000C erfolgt zur Zeit durch sich drehende Kühltrommeln, die mit Kühlwasser offen berieselt werden. Diese Kühltrommeln haben bekannterweise eine Länge von etwa 40 bis 45m und einen Durchmesser von 2 bis 3m.
Die Carbidschmelze erstarrt beim Abstich in die Kühltrommel bzw. im Innern der Trommel.
Eine weitere Variante der Carbidkühlung ist das Tiegel-Block-Verfahren, bei welchem die Carbidschmelze in die Gußtiegel abgestochen wird, dort erstarrt und nach Abkühlzelten von 25 bis 30 Stunden in einer Kühlhalle mit Carbidbrechern auf das geforderte Kornspektrum zerkleinert wird. Nachteilig wirkt sich bei allen Varianten der Carbidkühlung aus, daß der in der Schmelze enthaltene Wärmeinhalt technisch nicht genutzt wird.
n der DE-AS 1919415 wird ein Abstichtiegel boschrieben, der einen pyramldenstumpfförmigen Aufbau hat und dessen Boden fest mit dem Fahrwerk eines Schienenwagens verbunden ist. Es ist dadurch möglich, daß nach einem oberflächlichen Erstarren des eingefüllten Carbides die Tiegelwände bereits nach ca. 2 Stunden vom Boden abgehoben werden können, wobei in der Schrift ausgeführt wird, daß dadurch kürzere Kühlzeiten für das Carbid erzielt werden können. In der SU-PS 859292 wird ein Verfahren zur Herstellung von granuliertem Calciumcarbid beschrieben, bei welchem die Carbidschmelze in einem Gemisch mit einem Anteil von 20 bis 40% des Schmelzvolumens mit festem Calciumcarbid in die Kühl- bzw. Granuliertrommel aufgegeben wird. Die Carbidschmelze wird dazu zuerst in Tiegel gefüllt, wobei sich eine Kruste ausbildet, und dann je nach Abkühlzeit im geforderten fest/flüssig Verhältnis der Trommel zugeführt.
Es kann mit den geschilderten Varianten der Carbidkühlung zwar Einfluß auf die Abkühlzeit des Carbides genommen werden, es ist jedoch nicht möglich, eine Nutzung der Abwärme aus der Carbidschmelze bzw. der sich gebildeten Carbiclkruste in einem hohen Temperaturbereich zu gewährleisten.
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Kühlung von schmelzflüssigem Calciumcarbid zu schaffen, das bei Gewährleistung einer sicheren und ausreichenden Kühlung die Bedingungen für eine Abwärmenutzung verbessert.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Kühlung von schmelzflüssigem Calciumcarbid zu entwickeln, das im hohen Temperaturbereich eine schnelle Abkühlung hauptsächlich durch Wärmeabstrahlung bewirkt, dabei Abwärme mit einem hohen Temperaturniveau anfällt und Calciumcarbid-Blöcke mit verringerter Bruchfestigkeit entstehen. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das schmelzflüssig abgestochene Calciumcarbid zu einer Schicht mit einer Dicke zwischen 30 und 80mm ausgegossen, die anschließend im wesentlichen du. ~h Abstrahlung auf eine Oberflächentemperatur unter 16000C abgekühlt wird.
einer Zwischenkühlung auf einer Temperatur unter 160O0C unterzogen werden.
zugeführt.
abzukühlen.
!.·* vorteilhafter Weise können die einzelnen Calciumcarbidschichten unmittelbar nach ihrem Ausgießen mit einem
schmelzflüssig abgestochenen Calciumcarbids in einer Gießpfanne vorzunehmen.
besteht aus mehreren Segmenten. Das Fassungsvermögen dieser Segmente Ist so bemessen, daß die gesamte Carbldmengeentsprechend der Ofenleistung für diesen Carbidabstich aufgenommen werden kann.
kreisförmig unter der Abstichöffnung weiterbewegt, wobei die gefüllten Segmente dabei unter den Bereich der
ebenfalls gekühlt worden.
zugeführt.
werden.
Claims (5)
1. Verfahren zur Kühlung von schmelzflüssigem Calciumcarbid, dadurch gekennzeichnet, daß das schmelzflüssige Calciumcarbid zu einer Schicht mit einer Dicke zwischen 30 und 80mm vergossen, die anschließend im wesentlichen durch Abstrahlung auf eine Oberflächentemperatur unter 16000C abgekühlt wird, und daß anschließend unter Vergießen weiterer gleichartiger Schichten bei jeweiliger vorangehender Zwischenkühlung auf Oberflächentemperaturen unter 16000C ein Block bis-zu einer Gesamtdicke von ca. 400 bis 700 mm gebildet wird, der einer weiteren Abkühlung und Zerkleinerung zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Calciumcarbidschichten unmittelbar nach ihrem Ausgießen mit einem Strahlungswärmetauscher in Wirkverbindung gebracht werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgießen der einzelnen Calciumcarbidschichten erst nach Zwischenlagerung des schmelzflüssig abgestochenen Calciumcarbides in einer Gießpfanne erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zerkleinerung des Carbidblockes bei Temperaturen unter 8000C erfolgt und dann das gebrochene Gut weiter abgekühlt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die entstehenden Calciumcarbidblöcke nach Abkühlung auf Temperaturen unter 5000C gebrochen werden.
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