DD287713A5 - Verfahren zur herstellung von neuen methylen-bis(n-thioacylisothioharnstoffen) - Google Patents

Verfahren zur herstellung von neuen methylen-bis(n-thioacylisothioharnstoffen) Download PDF

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DD287713A5
DD287713A5 DD33233289A DD33233289A DD287713A5 DD 287713 A5 DD287713 A5 DD 287713A5 DD 33233289 A DD33233289 A DD 33233289A DD 33233289 A DD33233289 A DD 33233289A DD 287713 A5 DD287713 A5 DD 287713A5
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aryl
bis
substituted
methylene
thioacylisothioureas
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DD33233289A
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English (en)
Inventor
Monika Richter
Wolfgang Richter
Almut Vogt
Manfred Pallas
Peter Meyer
Reinhard Sziburies
Original Assignee
Paedagogische Hs "N. K. Krupskaja" Halle-Koethen,De
Veb Chemiekombinat Bitterfeld,De
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein neues oekonomisch guenstiges Verfahren zur Herstellung von neuen Methylen-bis(N-thioacylisothioharnstoffen) der allgemeinen Formel I, in der R eine Aryl-, gegebenenfalls am Phenylkern substituierte Aryl-, Hetaryl- oder benzokandensierte oder substituierte benzokondensierte Hetarylgruppe und R1 eine Alkyl-, Aryl-, gegebenenfalls am Phenylkern ein- oder mehrfach, vorwiegend durch Halogene substituierte Arylgruppe ist, bedeuten. Ziel der Erfindung ist es Methylen-bis(N-thioacyl-isothioharnstoffe) auf neue einfache oekonomisch guenstige Weise herzustellen. Erfindungsgemaesz werden unter einfachen Reaktionsbedingungen (un)substituierte Aryl- und Hetarylthioamide mit Isothiocyanaten zu N-thioacylthioharnstoffen umgesetzt und durch Alkylierung mit Dihalogenmethan in Methylen-bis(N-thioacyl-isothioharnstoffe) ueberfuehrt. Methylen-bis(N-thioacylisothioharnstoffe) sind wichtige organische Zwischenprodukte.{Thioharnstoffe; Thioamide; Isothicyanate; Isothioharnstoffe; Natriumhydrid; Dihalogenalkane; Dimethylformamid; Base; Verfahren; Methylen-bis(isothioharnstoffe)}

Description

NHR1
b S-CH2-Sx ι
X)=N-C-R RiHiM' ^
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Methylen-blslN-thioacylisothbharnstoffan) der allgemeinen Formel I, in der R eine Aryl-, Hetaryl-, benzokondensierte Hetaryl-, gegebenenfalls am Phenylkern substituierte Aryl-, substituierte Heterylgruppe oder substituierte benzokondensierte heterocyclische Gruppe ist und R1 eine Alkyl-, Aryl-, gegebenenfalls am Phenylkern ein- oder mehrfach vorwiegend durch Halogene substituierte Arylgruppe bedeuten. Diese Verbindungen stellen wichtige organische Zwischenvnrbir.dungen dar.
Es ist bekannt, daß einige substituierte Alkylen-bls-dithioesterderivate wie z.B. der Me.hylen-bis-(alkali-cyanimidodithioester); Bis-(4-amino-thiazol-2-!hio)methan udn andere als Pestizide und mögliche Zwischenprodukte für Pharmaka verwendet werden können. Es sind keine Thioanaloga beschrieben worden.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Bisher sind nur substituierte Methylen-bis-dithioester bekannt (Vergleiche DD-256443; 112887; 147100; 241256; 221177 und BRD-PS 301304), die nach bekannten Methoden dadurch erhalten werden, daß z. B. Dialkylcyanimidothiocarbonate mit Dihalogenmethan, wie z. B. Chlorbrommethan über Methylen-bis(kalium-cyanimidothiocarbonate) (Vergleiche hierzu DD 147100) zu Methylen-bis-lalkylcyanimidodithiocarbonate) umgesetzt werden.
Ferner werden durch Alkylierung der Cyanimidodithiocarbonate mit CH-aciden Komponenten unsymmetrisch substituierte methyle,->VGrbrückte Dithioester beschrieben (Vergleiche hierzu Z. Chem. 20 [1980], 370 und BRD-PS 301304). Es werden Alkylonbis-(N-acylisothioharnstoffe) durch Umsetzung von substituierten Aryl- oder Hetarylamiden mit substituierten Isothiocyanaten und anschließender Alkylierung mit Dihalogenalkanen erhalten (Vergleiche hierzu Z. Chem. 12 [1988]; 437; DD-2613C0 [1988], DD-214377, Collect. Czech. Chem. Commun. 5211987|, 2087-2094).
Es sind bislang die Thioenalogen Alkylen-bis-(N-thioacylisothioharnstoffe) der allgemeinen Formel I nicht beschrieben worden.
Diese Stoffklasse ist bisher unbekannt und nicht zugänglich gewesen.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zu entwickeln, das in einfacher Weise Methylen-bis(N-thioacyl-isothioharnstoffo) in guter Ausbeute aus technisch verfügbaren Ausgangsstoffen zugänglich macht.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Methylen-bisfN-thioacyl-isothioharnstoffe) nach einem einfachen, ökonomisch günstigen Verfahren, herzustellen.
Erfindungsgemäß werden Methylen-bis-iN-thioacylisothioharnstoffe) der allgemeinen Formel (l);
in welcher
R eine Aryl-, Hetaryl-, benzokondensierte Hetaryl-, gegebenenfalls am Phenylkerii substituierte Aryl-, substituierte
Hetarylgruppeoder substituierte benzokondensierte heterocyclische Gruppe ist R1 für Alkyl-, Aryl-, gegebenenfalls am Phenylkern ein oder mehrfach vorwiegend durch Halogene substituierte Arylgruppe ist,
hergestellt durch Umsetzung von Aryl-, Hetaryl-oder benzokondensierten Hetarylthioamiden der allgemeinen Formel II, in der R die
^J VvI I " I ^J s.
gleiche Bedeutung wie in Formel I hat, mit substituierten Isothiocyanaten der allgemeinen Formel III, in der R' die gleiche
Bedeutung wie in Formel I hat, in einem inerten Lösungsmittel z. B. Natriumhydrid bei einer Temperatur unter O0C und
anschließender Alkylierung über Isolierung von N-Thioacylthioharnstoffen der allgemeinen Formel IV erhalten durch Eingießenin Eiswasser und Ansäuern, oder ohne Isolierung von IV direkt durch Verseben von A mit einem Alkylierungsmittel, wie z.B.
Diiodmethan. Das erfindeungsgemäße Verfahren wird durch die Gleichung 1 veranschaulicht. Nach dem erfindungsgomäßen Verfahren sind beispielsweise die in den Aiis'ührungsbeispielen beschriebenen Verbindungen
herstellbar.
Ausführungsbeispiele
Beispiel 1 Methylen-bls-(N-Thiobenzoyl-N-methylisothioharnstoff)
Variante 1
0,01 Mol Thiobenzamid wird in 30 ml. abs. Dimethylformamid gelöst und bei O0C bis - 10°C unter Rühren portionsweise mit 0,02 Mol Natriumhydrid versetzt. Nach 30min Rühren werden bei O0C 0,01 Mol Methylisothiocyanat gelöst in 20ml absolutem Dimethylformamid zugetropft und 2 h nachgerührt. Anschließend wird bei -5°C, 0,01 Mol Diiodmethan (oder Dibrommethan) gelöst in 20ml absolutem Dimethylformamid zugetropft und 2-5h nachgerührt. Die Reaktionslösung in 200ml Eiswasser eingießen gegebenenfalls mit verdünnter Salzsäure ansäuern, Feststoff absaugen und aus Ethanol Umkristallisieren.
Variante 2
Ansatz analog Variante 1 Ausführungsbeispiel 1, indem nach dem Versetzen mit Methylisothiocyanat und Nachrühren die Reaktionslösung in Eiswasser eingegossen wird und vorsichtig mit vero. Salzsäure (5-10%) bis zur Kristallisation angesäuert wird. Der isolierte N-Thiobenzoyl-N-methylthioharnstoff (0,01 Mo!) (Fp 145-1480C) absolutem Dimethylformamid zugetropft und 2-5 h nachgerührt. Die Reaktionslösung in 200ml Eiswasser eingießen gegebenenfalls mit verdünnter Salzsäure ansäuern, Feststoff absaugen und aus Ethanol Umkristallisieren.
Variante 3
Ansatz analog Variante 1 Ausführungsbeispiel 1, Indem nach dem Versetzen mit Methylisothiocyanat und Nachrühren die Reaktionslösung in Eiswasser eingegossen wird und vorsichtig mit verd. Salzsäure (5-10%) bis zur Kristallisation angesäuert
wird. Der isolierte N-Thlobenzoyl-N-methylthioharnstoff (0,01 Mol) (Fp 145-1480C) wird bei -10°C in 30ml absolutem
Dimethylformamid mit C,01 Mol Natriumhydrid portionsweise unter Stickstoffatmosphäre versetzt und anschließend wie in Variante 1 alkyliertundaufgeaboitet. Analyse für CH11N4S4 (431,6) F 138-1450C (Ethanol)
Ausbeute: 60%
ber.: C 53,78 H 4,45 N 12,97 gef.: 52,85 4,65 12,80
IR (XBr): 3300-3450br. (NH); 2929,1450 (CH3); 1700 (CSNH); 1590 (NC); 1500 (Aromat); 1300; Ausführungsbeltplel 2 Methylen-bis(N-th!obenzoyl-N-ethylisothioharnstoff) Ansatz analog Ausführungsbeispiel 1, Variante 1 und Variante 2 aus 0,01 Mol Thiobonamid, 0,02 Mol Natriumhydrid und
0,01 Mol Ethylisothiocanat oder aus 0,01 Mol N-Tnobenzoyl-N-ethylthioharnstoff (Fp 145-1480C), 0,01 Mol Natriumhydrid und0,000 Mol Diiodmathan bei -100C.
F 120-125'C (Ethanol) Ausbeute: 70% Analyse für C21H90N4S4 (466,6)
ber.: C 54,05 H 6,47 N 12,00
gef.: 54,98 6,53 11,58
IR (KBr): 3230br (NH); 2970,1440 (CH2CH3); 1680 (CSNH); 1560 (NC); 1520 (Aromnt) 1380-1300 (S-CH2-S) cm"1.
Gleiohang 1
28? 743
R-C-NH. + Ii 2
IS1 I
+NaHl-H2
C-N=C S
NHR1-
-NaI
R-C-N=C
'NHR1 XS-CHo-I
R-C-NH-C-NHR1
S S
TSL
-NaI
+ NaH V2I2CH2
-NaI
R-C-N=C S
/NHR1 ^S-CH2-Sx
C=N-C-R

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung von neuen Methylen-bislN-thioacylisothioharnstoffen) der allgemeinen Formel I, in der R eine Aryl-, Hetaryl-, substituierte benzokondensierte Hetaryl- oder eint gegebenenfalls am Phenylkern substituierte Arylgruppe oder eine substituierte Hetarylgruppe und R1 eine Alkyl-, Aryl-, gegebenenfalls am Phenylkern ein- oder mehrfach substituierte, vorwiegend durch Halogene, Arylgruppe ist, bedeuten, gekennzeichnet dadurch, daß Thioamide der allgemeinen Formel II, in der R die gleiche Eedeutung wie in Formel I hat, mit substituierten Isothiocyanaten der allgemeinen Formel III, in der R1 die gleicche Bedeutung wie in Formel I hat, in einem inerten Lösungsmittel, wie z. B. absolutes Dimethylformamid, in Gegenwart einer Base, wie z. B. Natriumhydrid, bei einer Temperatur unter 00C, vorzugsweise bei -100C umgesetzt und mit einem Alkylierungsmittel, wie z. B. Diiodmethan oder Dibrom-methan bei einer Temperatur unter O0C, vorzugsweise bei -50C alkyliert werden.
    Hierzu eine Seite Formeln
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