DD287741A5 - Verfahren zur erzielung eines gegen hydrothermische einfluesse stabilen avivageeffektes auf polyacrylnitrilfaserstoffen - Google Patents

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DD287741A5
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Rolf Scheer
Kurt Arnold
Werner Dietz
Manfred Fuessel
Klaus Oestmann
Inge Falk
Juergen Schwertfeger
Original Assignee
Veb Fettchemie,De
Veb Chemiefaserwerk "Friedrich Engels",De
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Abstract

Verfahren zur Erzielung eines gegen hydrothermische Einfluesse stabilen Avivageeffektes auf Polyacrylnitrilfaserstoffen, das durch die Anwendung des mit einer kurzkettigen Alkansaeure neutralisierten, vorwiegend amidartigen Kondensationsproduktes einer Alkansaeure der Kettenlaenge C16 bis C22 mit b-Hydroxyethylethylendiamin in waeszriger Dispersion charakterisiert ist. Es werden sehr gute, gegen die nachfolgenden Daempfprozesse zur Ausloesung des Schrumpfes und des Bausches bestaendige Avivageeffekte erhalten.{Polyacrylnitrilfaserstoffe; Avivageeffekte, hydrothermisch bestaendig; Kondensationsprodukt; laengerkettige Alkansaeure; b-Hydroxyethyl-ethylendiamin, neutralisiert; kurzkettige Alkansaeure; waeszrige Dispersion}

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Avivieren von Polyacrylnitrilfaserstoffen, durch das ein hochwertiger und gegen hydrothermische Behandlung beständiger Avivageeffekt erzielt wird.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Bei der Herstellung von Polyacrylnitrilfaserstoffen wird di s nach dem Naßspinnverfahren in wäßriges Dimethylformamid ereponnene und verstreckte Faserkabel nach dem Waschen zur Gewährleistung einer störungsfreien Weiterverarbeitung auf dem Foulard mit der wäßrigen Dispersion eines Mittels behandelt, das aus einem quaternierten Kondensationsprodukt, gebildet aus Stearinsäure und Triethanolamin, und einer oxethylierten Wachssäure der Kettenlänge C28 bis C30 mit einem Oxethylierungsgrad von 4 bis 6 besteht (Deutsche Textiltechnik 18,1968,6, S.343). Die oxethylierte Wachssäure dient dabei ausschließlich der Gewährleistung der erforderlichen Faserhaftung.
Bei der Weiterverarbeitung des nach diesem Vorfahren behandelten Faserkabels nach dem Reißkonverterspinnverfahren macht sich jedoch nach den zur Auslösung des Schrumpfes bzw. des Bausches durchgeführten Dämpfprozessen eine deutliche Verminderung des Avivageeffektes bemerkbar.
Diese Erscheinung tritt auch bei alleinigem Einsatz des quaternären Kondensationsproduktes auf.
Die DE-OS 2518123 beschreibt ein Verfahron, nach dem mittels einer Kombination eines Polyethylenoxids einer Molmasse von 4000 bis 10000 mit einem Alkylsulfonat und einem Phosphorsäureester eine dämpf beständige Avivage erzielt wird. Gemäß diesem Verfahren behandelte Materialien zeigen folglich keine durch die nachfolgenden Dämpfprozesse hervorgerufene Verringerung des Avivageeffektes, jedoch ist dieser ohnehin deutlich geringer als der durch Behandlung mit der vorgenannten quaternären Verbindung ei zielte und ist auf die für die Weiterverarbeitung erforderlichen HafWGIoiteigenschaften der Fasern ausgerichtet.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht in einem Verfahren zur Erzielung eines guten Avivageeffektes auf Polyacrylnitrilfaserstoffen, der gegenüber den nachfolgenden hydrothermischen Behandlungen beständig ist.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren aufzufinden, bei dem mit einem gut zugänglichen Mittel nach üblichen Applikationsverfahren ein hochwertiger Avivageeffekt erzielt wird, der sich in den Dämpfprozessen zur Auslösung des Schrumpfes bzw. des Bausches als stabil erweist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren, bei dem das Avivieren unter Anwendung der wäßrigen Dispersion des mit einer kurzkettigen Alkansäure neutralisierten, vorwiegend amidartigen Kondensationsproduktes einer Alkansäure der Kettenlänge C)e bis CJ2 mit ß-Hydroxyethyl-ethylendiamin, die im Molverhältnis 1,6 bis 2,0:1, vorzugsweise 1,7 bis 1,9:1, miteinander umgesetzt wurden, durchgeführt wird, das in Anteilen von 0,2 bis 1,0% in der Dispersion enthalten ist.
Erfindungsgemäß kommen als kurzkettige Alkansäure vorzugsweise Ameisensäure oder Essigsäure, als Alkansäure der Kettenlänge C)8 bis C22 vorzugsweise Stearinsäure zur Anwendung.
Zur Erzielung einer ausreichenden Faserhaftung kann als haftunggebende Komponente das im Stand der Technik genannte Wachssäure-EO-Addukt zugesetzt werden.
Es ist überraschend, daß durch das erfindungsgemäße Verfahren nicht nur bessere Avivagoeffekte als nach dem Stand der Technik erzielt werden, sondern daß dieso Effekte auch nach siner 20minütigen hydrothermischen Behandlung mittels Sattdampfes bei 100 bis 120"C im Dämpfautoklavon und nach dem Prozeß zur Bauschauslösung in der Schrumpfanlage erhalten bleiben.
Ausführungsbelsplele
1. Ein in wäßriges Dimethylformamid ersponnenes und verstrecktes Polyacrylnitrilfaserkabel mit einer Elementarfadenfeinheit von 0,56tex wird in einem wäßrigen Bad mit einem pH-Wert von 4,5 bei einer Temperatur von 40°C während 1,5s durch Foulardierenavivlert. Das Präparationsbad enthält 8g/l des vorwiegend amidartigen Kondensationsproduktes von Stearinsäure mit ß-Hydroxyethyl-ethylendiamin (Molverhältnis 1,85:1) in Form des Neutralisationsproduktes mit Essigsäure und 4g/l einer oxethylierten Wachssäure der Kettenlänge C» bis C30 mit einem Oxethylierungsgrad von 5.
Das Faserkabe! wird so abgequetscht und bei 150°C in einem Siebtrommeltrockner getrocknet, daß die Faserauflage ca. 0,3% der
getrockneten Kabelmasse beträgt.
Nach der Kräuselung erfolgt die weitere Verarbeitung des Faserkabels nach dem Reißkonverterspinnverfahren. Das nach der Konvertierung erhaltene Band wird zu einer Teilmenge von 60% zur Auslösung des Schrumpfes einem Dämpfprozeß mittels Sattdampf im Autoktaven bei 115°C während 20 Minuten unterzogen. Auf der nachfolgenden Strecke erfolgt das Mischen mit 40% unausgeschrumpften Bändern. Nach der Fertigstellung des Konverterzugs und der Erspinnung von Garnen der Feinheit 32tex für das Maschlnenstrickverfahren werden diese in üblicher Weise gejwirnt. Die Bauschauslösung erfolgt anschließend in kontinuierlich arbeitenden Schrumpfanlagen mit Dampf bei ca.
1000C. Das Garn weist auch nach dieser zweimaligen hydrothermlschen Behandlung noch einen vollen, sehr weichen Griff auf.
2. Ein in wäßriges Dimethylformamid ersponnenes und verstrecktes Polyacrylnitrilfaserkabel mit einer Elementarfadenfeinheit von 0,56tex wird in einem wäßrigen Bad mit einem pH-Wert von 4,5 bei einer Temperatur von 4O0C während 2 s durch Foulardieren aviviert. Das Präparationsbad erthäit 4g/l des vorwiegend amidartigen Kondensatlonsprcduktes von Stearinsäure mit ß-Hydroxyethyl-ethylendiamin (Molverhältnis 1,7:1) in Form des Neutralisationsproduktes mit Ameisensäure und 2g/l einer oxethylierten Wachssäure der Kettenlänge Cj> bis C30 mit einem Oxethylierungsgrad von 5.
Das Faserkabel wird so abgequetscht und bei 1500C in einem Siebtrommeltrockner'getrocknet, daß die Faserauflage ca. 0,3% der
getrockneten Kabelmasso beträgt.
Die Weiterverarbeitung erfolgt wie in Beispiel 1 beschrieben. Das Garn weist auch nach dieser Behandlung einen vollen, sehr weichen Griff auf.

Claims (3)

1. Verfahren zur Erzielung eines gegen hydrothermische Einflüsse stabilen Avivageeffektes auf Poiyacrylnitrilfaserstoffen durch Behandeln mit einer wäßrigen Dispersion, gekennzeichnet dadurch, daß die Dispersion das mit einer kurzkettigen Alkansäure neutralisierte, vorwiegend amidartige Kondensationsprodukt einer Alkansäure der Kettanlänge C16 bis C22 mit ß-Hydroxyethylethylendiamin im Molverhältnis 1,6 bis 2,0:1, vorzugsweise 1,7 bis 1,9:1, in einer Konzentration von 0,2 bis 1,0% enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß als kurzkettige Alkansäuren vorzugsweise Ameisensäure oder Essigsäure zur Anwendung kommen.
3. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß als Alkansäure der Kettenlänge C15 bis C22 vorzugsweise Stearinsäure zur Anwendung kommt.
DD33245789A 1989-09-08 1989-09-08 Verfahren zur erzielung eines gegen hydrothermische einfluesse stabilen avivageeffektes auf polyacrylnitrilfaserstoffen DD287741A5 (de)

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