DD290399A5 - Vorrichtung zur hubseilueberwachung - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Hubseilueberwachung. Die erfindungsgemaesze Vorrichtung eignet sich besonders fuer visuell nicht oder schlecht ueberwachbare Hubeinrichtungen. Unterhalb der Seiltrommel, elektrisch isoliert an dieser befestigt und gegenueber dem Seil mit einem hoeheren elektrischen Potential belegt, ist ein Kontaktrahmen angeordnet. Dieser Kontaktrahmen weist ein der Seiltrommelbreite und der Seillagenzahl entsprechendes Schaltfenster auf, durch welches das Seil gefuehrt ist, sowie eine vertikale Schaltkante. Das Schaltfenster ist ferner mit einem Sicherheitsbereich versehen. Figur 1{Winde; Aufzug; Kran; Seil; Schlaffseil; Schraegzug; Seiltrommel; Kontaktrahmen; Schaltfenster; Schaltkante; Sicherheitsbereich}
Description
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Hubseilüberwachung, die direkt an der Seiltrommel befestigt ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung eignet sich besonders für visueli nicht oder schlecht überwachbare Hubeinrichtungen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Vorrichtungen zur Hubseilüberwachung werden angewandt bei Aufzügen, Krar anlagen und ähnlichen Hubeinrichtungen mit Seilen.
So beschreibt das DD-WP 245179 eine Vorrichtung zur Schlaffseilverhinderung an Hubeinrichtungen, die mittels eines Initiators wirksam werden.
Unterhalb der Seiltrommel ist am Trommelgehäuse ein Grundkörper befestigt, der den Initiator mit dazugehörigem Bolzen und Führung aufnimmt. Durch ein mit dem dazugehörigen Bolzen verbundenes Kopplungsseil wird das Seil umschlossen.
Federdruck bewirkt den Kontakt mit dem lastfixierten Seil. Das durch die Last oder das Lastaufnahmemittel gespannt gehaltene Seil hält infolge des Druckes der Feder den Bolzen im Betätigungsbereich des Initiators. Beginnt die Last aufzusetzen oder entsteht ein Seilriß, so beginnt das Seil infolge der Längenänderung schlaff zu werden und die Feder drückt das Kopplungsseil aus seiner Lage, wobei der Initiator frei wird, sein elektromagnetisches Feld unterbricht, seinen Schaltzustand ändert und die Abschaltung des Antriebes gewährleistet.
Diese bekannte Lösung hat den Nachteil, daß für die Funktionsfähigkeit der Sicherheitseinrichtung ein Mindestlastbedarf erforderlich ist.
Durch die konstruktive Gestaltung der Lösung ist die Funktionsfähigkeit bei mehrlagig gewickelten Seilen in Frage gestellt.
Nachteilig ist weiterhin, daß die fehlende Robustheit, hervorgerufen durch bewegliche und elektrische Elemente, einen Einsatz in rauher Umgebung sowie im Baustellenbetrieb nicht zuläßt.
Aus der DE-OS 3201917 ist eine Sicherheitsvorrichtung für Hubeinrichtungen bekannt, wo im Bereich der Seilhaken zwei Kontaktplatten angebracht sind, die beim Aufsetzen oder Anstoßen der Last den Stromkreis öffnen bzw. schließen und dadurch zur Abschaltung führen und die Schlaffseilbildung ausschließen. Dabei sind die Kontaktplatten mit Federn so ausgerüstet, daß die Lageveränderung der Platte das Schließen oder Öffnen freier Kontakte bewirkt und die Abschaltung hervorruft.
Nachteilig an dieser bekannten technischen Lösung ist, daß die Sicherheitsvorrichtung Kontaktberührung erfordert, sich am Greifer in variabler Entfernung vom Antrieb befindet und damit einen zusätzlichen Aufwand für die Signalübertragung erforderlich macht.
Eine Schlaffseilsicherung an elektromotorisch betriebenen Hebezeugen offenbart das DE-GM 7 279952. Das von der mit dem Windenmotor verbundene Seiltrommel durchlaufende Zugseil ist über eine federnd gelagerte Umlenkrolle geführt, die sich beim Schlaffwerden des Seiles gegen die Zugsicherung verschiebt und bei dieser Bewegung den Fühlhebel eines Tastschalters mitnimmt, der den Windenmotor stillsetzt. Die Welle der Umlenkrolle ist in den Langlöchern zweier fest, mittels Bolzen verbundener Lagerbleche, geführt ist, an denen die über die Langlöcher hinausragenden Wellenenden der Umlenkrollenwelle mit Hilfe von Zugfedern aufgehängt sind. Die Auflage für den Fühlhebel des Tastschalters ist am Ende der Welle angeordnet.
Diese bekannte technische Lösung hat den Nachteil, daß für die Funktionsfähigkeit ein Mindestlastbedarf erforderlich ist.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht in der Erreichung einer einfachen und robusten Bauart, in der Gewährleistung der vollen Funktionsfähigkeit in rauhem Klima, auch in chemisch belasteter Umwelt, im Verzicht auf bewegliche und magnetische Elemente sowie in der Verringerung des technischen Aufwandes.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Hubseilüberwachung zu schaffen, die ohne Mindestseilspannung voll funktionsfähig ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß unterhalb der Seiltrommel, elektrisch isoliert an dieser befestigt, und gegenüber dem Seil mit einem höheren elektrischen Potential belegt, ein Kontaktrahmen angeordnet ist, und daß dieser Kontaktrahmen ein der Seiltrommelbreite und der Seillagenzahl entsprechendes Schaltfenster durch welches das Seil geführt ist sowie eine vertikale Schaltkante aufweist, und daß das Schaltfenster mit einem Sicherheitsbereich versehen ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe weiterhin dadurch gelöst, daß der Sicherheitsbereich des Srhaltfensters eine Konturverengung für die Sichorheitswindungen ist.
Die technisch-ökonomischen Auswirkungen der Erfindung, innsbesondere ihre Effektivität besteht in der Erreichung einer einfachen und robusten Bauart sowie in der Gewährleistung der vollen Funktionsfähigkeit in robustem Klima, auch in chemisch belasteter Umwelt.
Die Erfindung zeichnet sich ferner durch den Verzicht auf bewegliche und magnetische Elemente und die Verringerung des technischen Aufwandes aus.
Ausführungsbeispiele
Die Erfindung soll nachstehend an mehreren Ausjführungsbeispielen näher erläutert werden: In den dazugehörigen Zeichnungen zeigt
Fig. 1: die erfindungsgemäße Vorrichtung in der Seitenansicht Fig. 2: einen Schnitt entlang der Linie AA
Unterhalb der Seiltrommel 1 ist elektrisch isoliert der Kontaktrahmen 3 angeordnet. Der Kontaktrahmen 3 selbst besteht aus einem leitfähigem Material. In den Kontaktrahmen 3 ist ein Schaltfenster 4 eingearbeitet, durch welches das Seil 2 geführt ist. Der WickelrauiTi der Seiltrommel 1 wird durch eine Schaltkante 5 begrenzt. Die Schaltkante 5 und das Schaltfenster 4 sind zum Seil 2 und zueinander verschieb- und justierbar angeordnet. Die Kontur des Schaltfensters 4 ist in Abhängigkeit der Anzahl der Seillagen so ausgeführt, daß die Sicherheitswindungen immer auf der Seiltrommel 1 verbleiben.
Bei einer Schlaffseilbildung erfolgt einerseits eine Schlaufenbildung im Wickelraum der Seiltrommel 1, andererseits auch ein Pendeln bzw. Erschlaffen des Seiles 2. Die Seilschleife kommt in Berührung mit der Schaltkante 5 und/oder berührt die Kontur des Schaltfensters4. Diese Berührung vermindert die Po'.entialdifferenz zwischen Kontaktrahmen und Seil. Eine nachgeordnete elektrische Steuerung bewirkt das Abschalten der Winde, und läßt eine Wiedereinschaltung nur in der der Fahrtrichtung entgegengesetzten Richtung zu. Zur Vermeidung des vollständigen Abwickeins des Seiles 2 von der Seiltrommel 1 ist das Schaltfenster 4 im Bereich der Sicherheitswindungen eingelegt, so daß die Berührung des Seiles 2 es wiederum zum Abschalten der Winde kommt.
Bei Schrägzug und somit einer Unflucht zwischen der Seiltrommel 1 und dem Anschlagobjekt kommt es zu einer Berührung des Seiles mit dem Kontaktrahmen 3, wodurch wiederum die Potentialdifferenz zwischen Kontaktrahmen 3 und Seil 2 vermindert wird. Die Winde schaltet ab.
Kommt es durch Seilverschleiß zu Kardeeibrüchen, so wird durch Berührung der Seilbruchstelle mit dem Kontaktrahmen 3 die Potentialdifferenz zwisct.dn dem Kontaktrahmen 3 und dem Seil 2 vermindert. Auch in diesem Fall schaltet sich die Winde ab.
Claims (2)
1. Vorrichtung zur Hubseilüberwachung, die direkt an der Seiltrommel befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Seiltrommel (1), elektrisch isoliert an dieser befestigt und gegenüber dem Seil (2) mit einem höherem elektrischen Potential belegt, ein Kontaktrahmen (3) angeordnet ist, und daß dieser Kontaktrahmen (3) ein der Seiltrommelbreite und der Seillagenzahl entsprechendes Schaltfenster (4), durch welches das Seil (2) geführt ist, sowie eine vertikale Schaltkante (5) aufweist, und daß das Schaltfenster (4) mit einem Sicherheitsbereich (6) versehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sicherheitsbereich (6) des Schaltfensters (4) eine Konturverengung für Sicherheitswindungen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD33595689A DD290399A5 (de) | 1989-12-20 | 1989-12-20 | Vorrichtung zur hubseilueberwachung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD33595689A DD290399A5 (de) | 1989-12-20 | 1989-12-20 | Vorrichtung zur hubseilueberwachung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD290399A5 true DD290399A5 (de) | 1991-05-29 |
Family
ID=5614971
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD33595689A DD290399A5 (de) | 1989-12-20 | 1989-12-20 | Vorrichtung zur hubseilueberwachung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD290399A5 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1953108A1 (de) | 2007-02-02 | 2008-08-06 | Inventio Ag | Aufzug und Verfahren zur Überwachung dieses Aufzuges |
-
1989
- 1989-12-20 DD DD33595689A patent/DD290399A5/de not_active IP Right Cessation
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1953108A1 (de) | 2007-02-02 | 2008-08-06 | Inventio Ag | Aufzug und Verfahren zur Überwachung dieses Aufzuges |
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