DD290546A7 - Verfahren zur herstellung von diammindinitropalladium (ii) - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung beinhaltet ein Verfahren zur Herstellung von * Das Verfahren dient der Herstellung von * das vorrangig in der Galvanik eingesetzt wird. Zielstellung ist es, ein Verfahren zu entwickeln, das ein hohes Ausbringen und eine hohe Produktivitaet gewaehrleistet. Erfindungsgemaesz wird aus einer Loesung, die &Pd(NH3)4!Cl2 enthaelt, mittels NaNO2 und indem der p H-Wert der Loesung auf p H 6-6,5 und deren Temperatur auf 20C eingestellt und gehalten werden, &Pd(NH3)2(NO2)2! ausgefaellt. Das Verfahren gewaehrleistet die Herstellung eines reinen Produktes mit hoher Produktivitaet und einer Ausbeute von 95%.{* Palladium-P-Salz; Faellung; * Natriumnitrit; Mineralsaeure; p H-Wert; Temperatur}
Description
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft nin Vorfahren zur Herstellung von Diammindinitropalladium(ll)- IPcI(NHj)2(NOj)2), Palladium-P-Salz-, das insbesondere für galvanische Bäder verwendet wird.
Obwohl galvanische Palladiumbäder auf Basis von (Pd(NH3)2(NO2)2) schon lange bekannt sind (s. z. B. F. H. Reid in Plating 52 (1965), 531), enthalt weder die Fach· noch die Patentliteratur Angaben zur Herstellung dieser, üblicherweise als Palladium-P-Salz bezeichneten Verbindung. Die Fachliteratur enthält lediglich Angaben zur Herstellung von eis- bzw. trans-[Pd(NH3)2(NO2)jl. Demnach ist UBnS-(Pd(NHj)2(NO2)]] durch ein mehrstufiges Verfahren herstellbar, indem K2(PdCI4I zu K2(Pd(NO2I4) umgesetzt, dieses Salz isoliert und mit Ammoniak zu [Pd(NH3I2(NO2)]) umgewandelt wird. Ferner ist dieser trans-Verbindungstyp durch Umsetzen einer Suspension von [Pd(NHi)2CI2) mit einem großen Überschuß an Natriumnitrit herstellbar, wobei das Gemisch längere Zeit (> 12 h) entweder geschüttelt oder erhitzt werden muß.
Die cis-Verbindung wird erhalten, indem eine Lösung von [Pd(NHj)4]CI2 mit einem großen Überschuß an Natriumnitrit versetzt und dieses Gemisch lange Zeit (ä 24 h) in einem Exsikkator, der konzentrierte Schwefelsaure enthält, aufbewahrt wird (Gmelins Handbuch der anorg. Chemie, System Nr.65, Palladium (1942), S.372ff.).
Für die Herstellung technisch relevanter Mengen haben diese Verfahren erhebliche technologische und ökonomische Nachteile, weil erstens bei mehrstufiger Herstellung bekanntermaßen das Ausbringen sinkt, weil zweitens beim Arbeiten mit Suspensionen schwerlich ausreichend reine Produkte erzielbar sind und weil drittens die Anwendung eines großen Nitritüherschusses infolge der Bildung leicht löslicher [Pd(NH3)(NO2I3)"- bzw. [Pd(NO2)4)}~-Komplexe zu Ausbringensverlusten führt. Außerdem ist der große Zeitbedarf für die Verfahrensdurchführung nachteilig.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein einstufiges Verfahren zur Herstellung von Diammindinitropalladium(ll) bereitzustellen, womit ein hohes Ausbringen und eine hohe Produktivität erzielbar sind.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von Diammindinitropalladium(ll) durch Fällung zu entwickeln. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß eine Lösung von Tetramminpalladium(il)-chlorid [Pd(NHi)4ICI2, die mit Natriumnitrid versetzt wurde, durch Zusatz von Mineralsäure auf einen pH-Wert von pH 6,0 bis 6,5 eingestellt und ihre Temperatur auf S 2O0C gesenkt wird. Vorzugsweise werden als Mineralsäure Salpeter- oder Schwefelsäure verwendet. Die Temperatur der wäßrigen Phase wird vorzugsweise bei 5°C bis 150C gehalten. Der Nitritzusatz soll in geringem Überschuß erfolgen, in einer Menge, die der 1,05- bis 1,5fachen stöchiometrisch erforderlichen Menge entspricht. Palladium wird hierbei als weißgelbliches Salz ausgefällt. Es wurde gefunden, daß dieses Fällprodukt der Zusammensetzung von Palladium-P-Salz (Diammindinitropalladium(ll)) voll entspricht und zur Herstellung galvanischor Baader zur Abscheidung von Palladium ausgezeichnet geeignet ist.
Vorteilhaft wird zunächst das vorlaufende (Pd(NHi)4ICI2 aus Diammindichloropalladium(ll), einem Zwischenprodukt der üblichen Palladiumraffination, in bekannter Weise durch Umsetzung mit Ammoniak bereitgestellt. Um das Fällprodukt mit hoher Ausbeute und in ausreichender Reinheit, in erster Linie frei von störenden Anteilen an Chlorid, zu erhalten, kommt der Dosierung des Nitrits und der Säure besondere Bedeutung zu. Ist die Nitritmenge zu gering, wird ein stark chloridhaltiges und damit unbrauchbares Produkt ausgefällt. Andererseits sinkt die Ausbeute bei zu großem Nitritüberschuß. Der Säurezusatz muß so bemessen sein, daß der pH-Wert der Lösung auch nach einer Rührzeit von 15-30 min im Bereich von pH 6,0 bis 6,5 liegt. Wird der pH-Wert insbesondere unterschritten, wird ebenfalls kein qualitätsgerechtes Produkt erzielt.
110kg einer ammoninlkatischen Lösung mit einem Pd-Gehalt von 11 Masseanteilen In %, die durch Auflösen von IP(l(NHa)2CI2) mit einem Überschuß an wäßriger NHj-Löaung erhalten wurde und In dm das Pd als (Pd(NH)I4)CI] vorliegt, wurden in einem Roaktionsgofäß vorgelegt, das mit einem Rühiwerk, einer Kühlschlange towle einer Absaugung ausgerüstet ist. Unter Rühren wurden 19kg festes NaNOj zugefügt, das entspricht ca. 120% der stöchiomotrischen Menge. Das Gemisch wurde auf 150C abgekühlt. Anschließend wurde unter kräftigem Rühren gekühlte, halbkonzentrierte Salpetersäure langsam zugegeben, wobei darauf geachtet wurde, daß der pH-Wert der Lösung nicht unter pH 6 absank. Es kam zu einer sofortigen Ausfällung des hellgelben Diammindinitropalladium(ll). Die Säurezugabe wurde bei Erreichen eines pH-Wertes von μΗ 6-6,5 beondot. Unter anhaltender Kühlung wurde das Gemisch weitore 30min gerührt. Anschließend wurde das ausgefällte Diammindinitropalladium(ll) abfiltriert und mit Wasser (150C) portionsweise ausgewaschen, bis im abfließenden Waschwassor qualitativ kein Chlorid mehr nachweisbar war. Um nine Explosionsgefährdung, die von wasserfreiem (Pd(NH3I](NO2IiI ausgehen kann, zu vermeiden, wurde das Fällprodukt lediglich trockengesaugt. Es wurden 33,2 kg Salz mit einem Pd-Gohalt von 35,0 Masseanteilen in % ausgebracht, das entspricht einer Ausbeute bezogen auf die Einsatzmenge an Palladium von 96%
Zur Kontrolle wurde eine Γ jbe bei 800C bis zur Gewichtskonstanz getrocknet und deren Pd- sowie CP-Gohalt bestimmt
Gefunden wurden 45,0 Masseanteil in % Pd (theor. 45,7%) sowie 0,15% Cl-.
Von besonderem Vorteil ist die hohe Produktivität des Verfahrens. Innerhalb von 30 bis 60min ist eine Charge, die beispielsgemäß eine technische Größenordnung umfaßt, ausreagiert und kann der Filterstufe zugeführt werden.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung von Diammindinitropalladium(ll) durch Umsetzung von TetramminpalladiumdD-chlorid mit Natriumnitrid in wäßriger Phase, dadurch gekennzeichnet, daß in der wäßrigen Phase der pH-Wert durch Zusatz einer Mineralsäure auf pH 6,0 bis 6,5 und die Temperatur auf einen Wert ä 2O0C eingestellt und gehalten werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der pH-Wert mittels Salpeter- oder Schwefelsäure eingestellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur der wäßrigen Phase im Bereich 5 bis 150C gehalten wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatz an Nitrit in der 1,05- bis 1,5fachen stöchiometrisch erforderlichen Menge erfolgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD33311989A DD290546A7 (de) | 1989-09-29 | 1989-09-29 | Verfahren zur herstellung von diammindinitropalladium (ii) |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD33311989A DD290546A7 (de) | 1989-09-29 | 1989-09-29 | Verfahren zur herstellung von diammindinitropalladium (ii) |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD290546A7 true DD290546A7 (de) | 1991-06-06 |
Family
ID=5612641
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD33311989A DD290546A7 (de) | 1989-09-29 | 1989-09-29 | Verfahren zur herstellung von diammindinitropalladium (ii) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD290546A7 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0757121A1 (de) * | 1995-08-04 | 1997-02-05 | DODUCO GMBH + Co Dr. Eugen DÀ¼rrwächter | Alkalisches oder neutrales Bad zur galvanischen Abscheidung von Palladium oder Legierungen des Palladiums |
| CN104891582A (zh) * | 2015-06-10 | 2015-09-09 | 陕西煤业化工技术开发中心有限责任公司 | 一种反式二氯二氨合钯(ⅱ)的合成方法 |
-
1989
- 1989-09-29 DD DD33311989A patent/DD290546A7/de not_active IP Right Cessation
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0757121A1 (de) * | 1995-08-04 | 1997-02-05 | DODUCO GMBH + Co Dr. Eugen DÀ¼rrwächter | Alkalisches oder neutrales Bad zur galvanischen Abscheidung von Palladium oder Legierungen des Palladiums |
| CN104891582A (zh) * | 2015-06-10 | 2015-09-09 | 陕西煤业化工技术开发中心有限责任公司 | 一种反式二氯二氨合钯(ⅱ)的合成方法 |
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