DD291074A5 - Sanierputzmoertel - Google Patents

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DD291074A5
DD291074A5 DD33605289A DD33605289A DD291074A5 DD 291074 A5 DD291074 A5 DD 291074A5 DD 33605289 A DD33605289 A DD 33605289A DD 33605289 A DD33605289 A DD 33605289A DD 291074 A5 DD291074 A5 DD 291074A5
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DD
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plaster
masonry
mortar
salts
water
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DD33605289A
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Rainer Herzog
Andreas Seeling
Matthias Richter
Karlheinz Weber
Heinz-Joachim Kaps
Original Assignee
Bauakademie Ddr
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Sanierputzmoertel fuer Mauerwerk traditionell errichteter Bauten des Wohnungs- und Gesellschaftsbaues. Der erfindungsgemaesze Sanierputzmoertel enthaelt neben herkoemmlichen Bestandteilen wie anorganisches Bindemittel, Betonsand und Wasser auch hydrophobierende und grenzflaechenaktive Zusaetze, deren Menge, bezogen auf die Menge des anorganischen Bindemittels, 8 bis 12 * betraegt. Die Zusaetze bestehen zu 60 bis 85 * aus einer waeszrigen Alkalisiliconatloesung mit einem Silicongehalt von 19 bis 23 %, zu 10 bis 35 * aus einem Alkylmonosulfonat oder einem Alkylphenylpolyglykolether. Sie bewirken eine hohe Porositaet und einen dauerhaften Hydrophobiereffekt des erfindungsgemaeszen Sanierputzmoertels.{Sanierputzmoertel; Mauerwerk; Bindemittel; Betonsand; Wasser; Zusatz, hydrophobierend, grenzflaechenaktiv; Alkalisiliconat; Silicon; Natriumsalz; Kaliumsalz; Fettsaeure; Alkylmonosulfonat; Alkylphenylpolyglykolether}

Description

dio Mongo der Zusätze, bezogen auf die Mengo des anorganischen Blndomittols, 8 bis 12 Ma.-%. Dio Zusätze bestehen, bezogen auf deren Gesamtmenge, zu 60 bis 85Ma.-% aus einor wäßrigen Alkalisiliconatlösung mit oinom Silicongehalt von 19 bis 23%, zu 10 bis 35Ma.-% aus den Natrium- oder Kaliumsalzon langkottigor organischer Fettsäuren und zu 5 bis OMn.·% aus einem Alkylmonosulfonat odor einem Alkylphenylpolyglykolothor.
Dioso Gomengebestandtoile worden am Einsatzort intonsiv gemischt. Dabei wird durch dio grenzflächenaktiven Substanzen und die Salze der langkettigen organischen Fettsäuren eine intensive Schaumbildung bewirkt. Durch die erfindungsgemäße Mischung derselben entsteht ein stabilos poriges Gefüge, obwohl ausschließlich Betonsand als Zuschlagstoff eingesetzt ist. Während des Verfestigungsprozosses dos Saniorputzmörtols reagiert - bei weiterhin stabiler Porenstruktur - ein Teil der Natrium- odor Kaliumsaize der langkettignn organischen Fettsäuren mit Calciumionon dos anorganischen Bindemittels zu hydrophobiorondon Metallseifen.
Dieso hydrophobiorendo Wirkung wird durch die gleichzeitige Anwesenheit der wäßrigen Alkalisiliconatlösung üborraschend stark erhöht. Der eintretende synorgistischo Effekt bleibt für lange Zoit erhalten, im Gegensatz zum alleinigen Einsatz der Salze oder oinos Alkalisiliconats. Im äußeren Erscheinungsbild untorschoidot sich dor orfindungsgemäßc Putz nicht von herkömmlichen Putzsystomen und erfüllt somit hohe ästhotiacho Ansprüche.
Ausführungsbeispiel Die Erfindung soll an dom nachfolgenden Aueführungsbeispiel näher erläutert worden.
Eine feuchtigkeitsgeschädigte, durch Elektroosmose trockengelegte Kelleraußenwand soll sanlort werden. Nach dem Aufbringen eines eis Haftbrücke dienenden netzförmigen Spritzbowurfes mit Zementmörtel (MG III) auf die Wand wird der Sanierputzmörtel hergestellt. Hierzu werden nacheinander 10 kg Wasser, 80kg Betonsand der Korngrößenklasse 0 bis 3 mm und 20kg Portlandzement PZ 7/35 in oinenTG-l-Froifallmischer gegeben und innig durchmischt. Anschließend werden nacheinander 0,1 kg Butylphenylpolyglykolethor, 1,4kg wäßrige Kaliumpropylsiliconatlösung mit einem Silicongehalt von 21 % und 0,5kg Natriumlinoleat-Pulver hinzugefügt und 15min kontinuierlich gomischt. In Abhängigkeit von der Eigenfeuchte des Betonsandes können gegon Ende des Mischprozesses bis zu 3kg Wassor zur Feineinstellung der erforderlichen Verarbeitbarkeit des Sanierputzmörtels der Mischung zugegeben werden.
Der fertige Sanierputzmörtol kann in herkömmlicher Weise manuell oder mit Spritzmaschine aufgetragen werden. Mit einem Luftporengehalt von mehr als 30Vol.-%, einer Naßrohdichte von ca. 1450 kg/m3 und einem Wasseraufnahmekoeffizienten von 0,28kg · m"2 · h"0·6 orreicht der erfindungsgemäße Sanierputzmörtol bei einer Druckfestigkeit von 5,7N/mm! im Vergleich zu bekannten Erzeugnissen hervorragende Werte.

Claims (1)

  1. Sanierputzmörtel für Mauerwerk, der anorganisches Bindemittel, Botonsand der Korngrößenklasse 0 bis 3mm und Wasser in üblichen Mischungsverhältnissen sowie hydrophübierende und grenzflächenaktive anionenaktive oder nichtionische Zusätzo enthält, woboi nls hydrophobiorondor Zusatz Natrium- oder Kaliumsalze langkettlger organischer Fettsäuren enthalten sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Mengo dor Zusätze, bezogen auf die Menge dos anorganischen Bindemittels, 8 bis 12 Ma.-% beträgt, wobei, bozogen auf die Gesamtmenge der Zusätze, dioselben zu 60 bis 85 Ma.-% aus einer wäßrigen Alkalisiliconatlösung mit einem Silicongehalt von 19 bis 23%, zu 10 bis 35Ma.-% aus den Natrium- oder Kaliumsalzen langkettiger organischer Fettsäuron und zu 5 bis 8 Ma.-% aus einem Alkylmonosulfonat oder einem Alkylphenylpolyglykolether bestehen.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Dio Erfindung betrifft einen Sanierputzmörtol für Mauerwerk traditionell orrichtotor Bauton dos Wohnungs- und Gesellschaftsbaues.
    Charakteristik des bekannten Standes der Technik
    Bei traditionell errichteten Gebäuden kann es infolge fehlender odor schadhaftor Horizontalsperre und örtlicher Bedingungen, beispielsweise geringer oder periodisch wechselnder Grundwasserspiegel, zur ständigen Durchfouchtung dos Mauerwerks kommen. Dabei werden aus dem Fugenmörtel und dem Ziegol selbst Salze gelöst, die boi der Verdunstung an der Außenseite des Gebhudes gemeinsam mit don Im Wasser boroits umweltbedingt gelösten Salzen auskristallisieren. Dies geschieht auf der sichtbaren Oberfläche des eventuell noch vorhandonon Altputzes oder auf der Oberfläche des nackten Mauerwerks. Es kommt dabei nicht nur zu den bekannten störenden Ausblühungen, sondern auch zu einer ständig steigenden Konzentration von bauschädlichon Salzen an der Oberfläche und im oberflächennahen Bereich dos Mauerwerks. Maßnahme zur Mauorworkstrockenlogi<ng, beispielsweise Elektroosmose in Vorbindung mit dom Abspülon des botroffonon Mauerwerks können eine erneute Durchfeuchtung mit don bekannten negativen Folgen nicht verhindern. Der Kristallisationsdruck der im oberflächennahen Beroich befindlichen Salze führt dann in der Regel zum Absprengen des neuen Putzmörtels. In der DE-PS 3512322 wird deshalb ein Putzsystem vorgeschlagen, das zwischen einer auf das Mauerwerk aufgetragenen Spritzwurfmörtel-Schicht und einer Sanierputz-Schicht einen Pufforputz aufweist. Der Pufferputzmörtel enthält Tonside als Luftporenbildner und saugfähigo Loichtzuschlagstoffo, die zu einem offenen Porenraum von mindestens 30Vol.-% führen. Hydrophobierungsmittel im Pufforputz verhindern oine stärkere Wasseraufnahme. Im Mauerwerk vorhandenu Salze können in den Pufferputz hineinwandern, ohno zu einor Schädigung des abschließend aufgebrachten Sanierputzes zu führen. Als Hydrophobierungsmittel kommt Natriumoleat zum Einsatz. Nachteilig an dieser Lösung ist der hohe handwerkliche und materielle Aufwand, der im Herstellen, Lagern und Verarbeiten dor Materialien für mehrere Putzschichten mit grundsätzlich unterschiedlichen Gemengobostandtoilen besteht. Dor erforderliche Gosamt-Materialaufwand für das Putzsystem übersteigt den Aufwand für einen herkömmlichen Außenputz wesentlich. Aus der DE-PS 2917263 ist ein Putzmörtel bekannt, der hinsichtlich seiner Eigenschaften, wio mögliche Wasserdampfdiffusion, Frostbeständigkeit und Verhinderung der Kondensation von Wasserdampf an der Oberfläche, als Sanierputz geeignet ist. Dieser Mörtel enthält einen hydrophoben Zusatz und ein nichtionisches Tensid, insbesondere eine organische Alkoxylsäure oder Alkoxylalkohole, deren Amine oder Gemische. Als hydrophober Zusatz wird beispielsweise eine Mischung von Natriummethylsilanolat und Organostannat genannt. Die chemischen Zusätze sind vor der eigentlichen Herstellung der Putzmörtelmischung genau zu dosieren und nach dem Mischwasser, den Leichtzuschlagstoffpn (expandierte Perlite und Schlacke) und dom Zement in den Mischer zu geben. Der beiden genannten Schriften gleichermaßen anhaftende Nachteil besteht in der erforderlichen Verwendung künstlich hergestellter oder teurer natürlicher Leichtzuschlagstoffe zur Erzielung der gewünschten geringen Rohdichte. Die vorgeschlagenen hydrophobierenden Zusätze führen zu einem nur schwachen Hydrophobierungsoffekt, dessen Wirkung relativ rasch nachläßt.
    Ziel der Erfindung
    Es ist das Ziel der Erfindung, einen Sanierputzmörtel zu schaffen, der auf der Basis verfügbarer billiger Zuschlagstoffe mit geringen Kosten hergestellt werden kann und ästhetisch hochwertige Putzflächen mit hoher Dauerbeständigkeit gewährleistet.
    Darlegung des Wesens der Erfindung
    Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Sanierputzmörtel zu schaffen, der eine hohe Porosität und einen dauerhaften Hydrophobiereffekt aufweist. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch einen Sanierputzmörtel gelöst, der anorganisches Bindemittel, Betonsand der Korngrößenklasse 0 bis 3mm und Wasser in üblichen Mischungsverhältnissen sowie hydrophobierende und grenzflächenaktive anionenaktive oder nichtionische Zusätze enthält. Als ein hydrophobierender Zusatz werden bekannterweise Kalium- oder Natriumsalze langkettiger organischer Fettsäuren verwendet. Erfingungsgemäß beträgt
DD33605289A 1989-12-21 1989-12-21 Sanierputzmoertel DD291074A5 (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19837170A1 (de) * 1998-08-17 2000-02-24 Dennert Kg Veit Hydrophobierte mineralische Dämmplatte und Verfahren zu deren Herstellung
WO2012065906A1 (de) 2010-11-15 2012-05-24 Construction Research & Technology Gmbh Trockenmörtel und dessen verwendung als putz
DE102014206785A1 (de) 2014-04-08 2015-10-08 Wacker Chemie Ag Gipstrockenmörtel mit Hydrophobierungsadditiv
DE102015203685A1 (de) 2015-03-02 2016-09-08 Wacker Chemie Ag Verfahren zur Herstellung pulverförmiger Alkaliorganosiliconat- Baustoffhydrophobiermittel

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WO2015155034A1 (de) 2014-04-08 2015-10-15 Wacker Chemie Ag Gipstrockenmörtel mit hydrophobierungsadditiv
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WO2016139131A1 (de) 2015-03-02 2016-09-09 Wacker Chemie Ag Verfahren zur herstellung pulverförmiger alkaliorganosiliconat- baustoffhydrophobiermittel

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