DD291362A5 - Vorrichtung zum automatischen fuehren von flexiblem naehgut an einer naehmaschine - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Naehgutfuehrung fuer das automatische Vernaehen von Kleinteilen. Es ist Ziel der Erfindung, die Einsatzmoeglichkeiten und die Qualitaet beim automatischen Naehen von Kleinteilen zu erhoehen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den externen Transport des Naehgutes beim automatischen Naehen von Kleinteilen so zu gestalten, dasz das Naehgut keiner Faltenbildung unterworfen wird und Nahtverlaeufe jeglicher Kruemmung erzeugbar sind. Diese Aufgabe wird erfindungsgemaesz dadurch geloest, dasz die Andrueckelemente jeweils eine frei drehbare Kugel aufweisen, welche lediglich entlang einer vorzugsweise senkrecht zur Stichplatte gerichteten und durch den Scheitelpunkt des zugeordneten Stofftransportelementes verlaufenden Achse bewegbar ist und durch eine in Richtung dieser Achse wirkende Andrueckkraft belastet ist. Fig. 1{Vorrichtung; Naehgutfuehrung; Kleinteile; Vernaehen, automatisch; Naehgut; Transport, extern; Andrueckelemente; Stofftransportelemente; Kugel, frei drehbar; Andrueckkraft; Faltenbildung; Nahtverlauf; Kruemmung}
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft die Nähgutführung für das automatische Vernähen von Kleinteilen.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Mit der DD-PS 249 293 ist bereits eine Vorrichtung zur automatischen Nähgutführung an einer Nähmaschine bekannt geworden. Diese weist zwei Stofftransportelemente in Form zweier Endlosriemen auf, die an einer Umlenkstelle unmittelbar neben der Einstichstelle der Nadel durch die Stichplatte hindurchtreten. Die Endlosriemen stehen jeweils separat mit einem inkrementalen Positioniersteller in Verbindung. An der der Stichplatte zugewandten Umlenkstelle laufen die Endlosriemen in einer Gleitführung. Sie wirken deshalb ähnlich wie zwei nebeneinander angeordnete, mit ihrem Umfang geringfügig über die Stichplatte heraustretende Sollen.
Oberhalb der Stichplatte ist jedem Endlosriemen eine Andrückrolle zugeordnet, die die notwendige Anpressung des Nähgutes an die Endlosriemen liefert.
Unterschiedliche Geschwindigkeiten der Endlosriemen bewirken, daß die erzeugte Naht einen kurvenförmigen Verlauf nimmt. Indem einer de r beiden Endlosriemen durch Abheben der Andrückrolle außer Eingriff gebracht wird, ist auch ein Drehen des Nähgutes um uie stillstehende Nadel und damit auch die Erzeugung eines eckigen Nahtverlaufes möglich. Die beschriebene Vorrichtung ist in vielerlei Hinsicht mit Nachteilen behaftet. So ist zunächst eine außerordentlich hohe Maßhaltigkeit und eine genaue Justierung aller Bauteile erforderlich, um an beiden Wirkpaarungen Endlosriemen Andrückrolle gleiche Übertragungsverhältnisse erreichen zu können. Alle Toleranzen und Abweichungen führen zu unterschiedlichen Richtungen der Bewegungskräfte und damit zu einem fehlerhaften Nahtverlauf. Außerdem kommt es zur Deformation des Nähgutes in Form von Falten. Das trifft sowohl für Nahtverläufe zu, bei denen die Geschwindigkeiten der beiden Wirkpaarungen programmiert beeinflußt werden, als auch bei einer Regelung der Geschwindigkeiten der Wirkpaarungen, z. B. nach dem Verlauf der Stoffkante. Hier wirken die in der Praxis unvermeidlichen Ungenauigkeiten der Wirkpaarungen wie zusätzliche Sollwertabweichungen und führen damit zur erhöhten bleibenden Sollwertabweichung.
Die Scheitelpunkte der Endlosriemen und die Einstichstelle der Nadei in die Stichplatte liegen auf einer Geraden. Die Achsen der beiden Andrückrollen sind daher genau parallel zu dieser Geraden anzuordnen. Geringe Abweichungen führen zum Verlaufen des Nähgutes. Dadurch ist der Geradeauslauf gestört und zwischen den beiden Wirkpaarungen entstehen bei Textilien wegen ihrer Flächeninstabilität Falten und Deformationen. Der gleiche Mangel tritt auch beim Drehen des Nähgutes um die Nadel auf, wobei durch die Deformation des Nähgutes die Positionierung für das Nähen entsprechend dem weiteren vorgegebenen Nahtverlauf nicht ausreichend genau gewährleistet ist. Um die Faltenbildung zu begrenzen, ist im Bereich der Wirkpaarungen und der Nadel ein Niederhalteblech angeordnet. Damit wird die Ursache der Faltenbildung jedoch nicht beseitigt. Das Niederhalteblech muß in einem relativ großen Abstand von der Stichplatte angeordnet sein, damit das faltige Nähgut beim Transport nicht behindert wit<',. Der Abstand des Niederhaltebleches hat andererseits an der Stichstelle Einfluß auf den Nahtbildungsvorgang. Um den Verhältnissen an der Nähmaschine mit internen Stofftransportelementen, d.h. Transporteur mit Nähfuß, möglichst nahe zu kommen, ist auf kleinstmöglichen Abstand des Niederhalteblechs an der Stichstelle zu orientieren. Das führt an dieser Stelle ebenfalls zur Behinderung des Nähguttransportes. Das Niederhalteblech stellt sich damit als ein Bauteil dar, das entweder unwirksam oder in seiner Justierung so diffizil ist, daß es unter Praxisbedingungen nicht einsetzbar ist. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß nur begrenzt gekrümmte Nähte herstellbar sind. Die Drehung des Nähgutes entsteht durch entsprechende Relativgeschwindigkeit der beiden Wirkpaarungen.
Die kleinste Geschwindigkeit muß aber größer als Null sein, damit keine feste Einspannung des Nähgutos an einer der beiden Wirkpaarungen auftritt. Das ist übrigens auch der Grund dafür, daß nur relativ stabiles Nähgut verarbeitbar Ist und dazu ein hoher Schlupf an den Wirkpaarungen zugelassen werden muß.
Der kleinste erzeugbare Bogen hat seinen gedachten Drehpunkt außerhalb dor Strecke Nadel - äußere Wirkpaarung. Das heißt, der kleinstmögliche Radius ist größer als der Abstand zwischen der Nadel und der äußeren Wirkpaarung. Das schränkt das Einsatzgebiet beträchtlich ein und führt somit zu ungünstigen ökonomischen Ergebnissen.
Ziel der Erfindung
Es ist Ziel der Erfindung, die Einsatzmöglichkeiten und die Qualität beim automatischen Nähen von Kleinteilen zu erhöhen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den externen Transport des Nähgutes beim automatischen Nähen von «!einteilen so zu gestalten, daß das Nähgut keiner Faltenbildung unterworfen wird und Nahtverläufe jeglicher Krümmung erzeugbar sind. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Andrückelemente jeweils eine frei drehbare Kugel aufweisen, welche lediglich entlang einer vorzugsweise senkrecht zur Stichplatte gerichteten und dur.'h den Scheitelpunkt des zugeordneten Stoffti ansportelementes verlaufenden Achse bewegbar ist und durch eine in Richtung dieser Achse wirkende Andrückkraft belastet ist.
Weitere wesentliche Merkmale der Erfindung enthalten die Patentansprüche 2 bis 4.
Der wesentliche Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die für die Mitnahme des Nähgutes durch die Stofftransportelemente notwendige Anpreßkraft tatsächlich punktförmig aufgebracht wird. Deren Erzeugung mittels der federnd an das sich bewegende Nähgut angepreßten Kugeln führt dazu, daß zwischen dem Nähgut und den Stofftransportelementen eine kraftschlüssige Verbindung in Bewegungsrichtung der Stofftransportelemente wirkt, die einen guten Transport gewährleistet. Außerdem tritt zwischen dem Nähgut und den Kugeln keine der an der jeweiligen Wirkpaarung vorliegenden Bewegungsrichtung entgegenwirkende Reibkraft auf. Das Nähgut kann infolge der freien Drehbarkeit der Kugeln beliebigen Bewegungsrichtungen folgen, ohne daß Querspannungen und damit verbundene Falten auftreten.
Des weiteren werden die sonst auftretenden gegenseitigen Verschiebungen übereinanderliegender Stofflagen vermieden. Die Erfindung ist außerdem besonders vorteilhaft für die Realisierung stark gekrümmter Nahtverläufe.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. Die zugehörigen Zeichnungen zeigen in
Fig. 1: eine Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, Fig. 2: eine Seitenansicht zu Fig. 1
Von einer Nähmaschine 1, der die erfindungsgemäße Vorrichtung zugeordnet ist, sind in den Fig. nur die Nadel 2 und der mit ihr zusammenarbeitende Greifer 3 sowie die im Nähtisch 4 angeordnete Stichplatte 5 dargestellt. Unterhalb der Stichplatte 5 sind koaxial, aber getrennt voneinander zwei Stofftransportelemente in Form zweier Rollen 6 und 7 drehbar angeordnet. Die Scheitelpunkte der Rollen 6; 7 treten geringfügig über die Stichplatte 5 hinaus und liegen mit der Bewegungsbahn der Nadel 2 auf einer Geraden. Die Rollen 6; 7 stehen über Zahnriemen 8; 9 mit frequenzgesteuerten Schrittmotoren 10; 11 in Verbindung. Oberhalb der Stichplatte 5 sind zwei Andrückelemente 12 und 13 angeordnet. Jedes Andrückelement 12; 13 besteht aus einem rohrförmigen Gehäuse 14, in dessen Innerem eine Kugel 15 frei drehbar angeordnet ist. Eine Translationsbewegung dieser Kugel 15 ist nur in Richtung der Längsachse des Gehäuses 14 möglich, die vorzugsweise senkrecht zur Ebene der Stichplatte 5 ausgerichtet ist. Die Wirksamkeit der Vorrichtung ist jedoch auch bei einer begrenzten Schrägneigung dieser Achse gewährleistet.
Innerhalb des Gehäuses 14 befindet sich ein mittels eines Gewindes 16 in Richtung der Längsachse des Gehäuses 14 verstellbar angeordnetes Widerlager 17, an welchem sich eine Feder 18 abstützt, die über eine Druckplatte 19 die Kugel 15 belastet. Eine an der Stichplatte 5 zugewandten Stirnseite des Gehäuses 14 befindliche Frontplatte 20 besitzt eine Öffnung 21, deren Durchmesser geringer ist als der Durchmesser der Kugel 15. Letztere kann Infolgedessen nicht aus dem Gehäuse 14 herausfallen. Die Andrückelemente 12; 13 können durch nicht dargestellte Antriebsmittel angehoben bzw. abgesenkt werden. Im Bereich der Nadel 2 ist ein Gegenhalter 22 angeordnet.
Die Längsachsen der Andrückelemente 12; 13 verlaufen durch die Scheitelpunkte der Rollen 6; 7. Mit dem Absenken der Andrückelemente 12; 13 setzten deshalb die Kugeln 15 auf diesen Scheitelpunkten auf und bewirkon eine punktförmige Anpressung des Nähgutes 23. Der Druck der Kugeln 15 auf das Nähgut 23 bestimmt sich aus dem Eigengewicht der Kugeln 15 und der durch die Federn 18 ausübte Kraft. Letztere ist mittels des verstellbaren Widerlagers 17 variierbar und so an verschiedene Erfordernisse anpaßbar. Durch die Wirkpaarungen Andrückelemente 12; 13 - Rollen 6; 7 wird die für jeden gewünschten Nahtverlauf erforderliche Mitnahme des Nähgutes 23 erreicht. Dabei wird wegen der freien Drehbarkeit und der nahezu punktförmigen Anlage der Kugeln 15 die Beweglichkeit des Nähgutes 23 in keiner zum Nähtisch 4 parallelen Richtung behindert, so daß beim Nähen von gekrümmten Nähten die dazu notwendige, senkrecht zur Förderrichtung der Rollen 6; 7 gerichtete Bewegungskomponente ohne weiteres durch das Nähgut 23 ausgeführt werden kann. B. kommt deshalb bei gekrümmten Nähten nicht mehr zur Faltenbildung. Dies ist um so mehr von Bedeutung, wenn Nähte r iit besonders kleinem Krümmungsradius oder Ecken erzeugt werden sollen. Unterschreitet der Krümmungsradius den Abstand der von der Nadel 2 am weitesten entfernten Wirkpaarung von der Nadel 2, ist zum richtigen Transport des Nähgutes 23 außerdem eine Änderung der Drehrichtung einer oder beider Rollen 6; 7 notwendig. Entspricht der Krümmungsradius jeweils genau dem Abstand einer der beiden Wirkpaarungen von der Nadel 2, befindet sich der Drehpunkt des Nähgutes 23 auch genau am Scheitelpunkt der zu dieser Wirkpaarung gehörenden Rolle 6 oder 7, so daß letztere stillstehen muß. All diese Möglichkeiten eröffnet die erfindungsgemäße Vorrichtung ohne weiteres.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum automatischen Führen von flexiblem Nähgut an einer Nähmaschine, mit zwei nebeneinander unterhalb einer Stichplatte der Nähmaschine angeordneten, durch diese mit einer gekrümmten Kontur hindurchtretenden, separat und regelbar antreibbaren externen Stofftransportelementen, denen jeweils ein oberhalb der Stichplatte angeordnetes Andrückelement zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Andrückelemente (12; 13) jeweils eine frei drehbare Kugel (15) aufweisen, welche lediglich entlang einer vorzugsweise senkrecht zur Stichplatte (5) gerichteten und durch den Scheitelpunkt des zugeordneten Stofftransportelementes (6; 7) verlaufenden Achse bewegbar ist und durch eine in Richtung dieser Achse wirkende Andrückkraft belastet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugeln (15) der Andrückelemente (12; 13) jeweils in einem rohrförmigen Gehäuse (14) geführt sind, welches an dem der Stichplatte (5) abgewandten Ende mit einem Widerlager (17) für eine an der Kugel (15) angreifende Feder (18) ausgestattet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Widerlager (17) in Richtung der Längsachse des Gehäuses (14) verstellbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die der Stichplatte (5) zugewandte Öffnung (21) des Gehäuses einen Durchmesser aufweist, der geringer ist als der Durchmesser der Kugel (15).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD33693390A DD291362A5 (de) | 1990-01-04 | 1990-01-04 | Vorrichtung zum automatischen fuehren von flexiblem naehgut an einer naehmaschine |
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| DD291362A5 true DD291362A5 (de) | 1991-06-27 |
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ID=5615813
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| DD (1) | DD291362A5 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4230163A1 (de) * | 1991-09-11 | 1993-03-18 | Yamato Sewing Machine Mfg | Verfahren und vorrichtung zum steuern der randposition eines textilstuecks |
| US5317981A (en) * | 1992-06-10 | 1994-06-07 | Aisin Seiki Kabushiki Kaisha | Programmed pressure foot positioning for control means sewing machine |
| DE19546208A1 (de) * | 1995-12-12 | 1997-06-19 | Rombold Syst Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zum seitlichen Ausrichten der Randkante von bewegten Flachmaterialbahnen |
-
1990
- 1990-01-04 DD DD33693390A patent/DD291362A5/de not_active IP Right Cessation
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| US5317981A (en) * | 1992-06-10 | 1994-06-07 | Aisin Seiki Kabushiki Kaisha | Programmed pressure foot positioning for control means sewing machine |
| DE19546208A1 (de) * | 1995-12-12 | 1997-06-19 | Rombold Syst Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zum seitlichen Ausrichten der Randkante von bewegten Flachmaterialbahnen |
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