DD291363A5 - Vorrichtung zum automatischen fuehren von flexiblem naehgut an einer naehmaschine - Google Patents

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DD291363A5
DD291363A5 DD33693490A DD33693490A DD291363A5 DD 291363 A5 DD291363 A5 DD 291363A5 DD 33693490 A DD33693490 A DD 33693490A DD 33693490 A DD33693490 A DD 33693490A DD 291363 A5 DD291363 A5 DD 291363A5
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DD
German Democratic Republic
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needle
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mass transfer
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sewing machine
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Application number
DD33693490A
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Inventor
Theobald Klemm
Ilona Roscher
Peter Ebert
Original Assignee
Textimaforschung Malimo,De
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Naehgutfuehrung fuer das automatische Vernaehen von Kleinteilen. Es ist Ziel der Erfindung, die Einsatzmoeglichkeiten und die Qualitaet beim automatischen Naehen von Kleinteilen zu erhoehen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den externen Transport des Naehgutes beim automatischen Naehen von Kleinteilen so zu gestalten, dasz das Naehgut keiner Faltenbildung unterworfen wird und Nahtverlaeufe jeglicher Kruemmung erzeugbar sind. Diese Aufgabe wird erfindungsgemaesz dadurch geloest, dasz die Andrueckelemente als mit Abstand zur Stichplatte angeordnete, gegen die Scheitelpunkte der Stofftransportelemente gerichtete Druckluftduesen ausgebildet sind. Fig. 3{Vorrichtung; Naehgutfuehrung; Kleinteile; Vernaehen, automatisch; Naehgut; Transport, extern; Andrueckelemente; Stofftransportelemente; Druckluftduesen; Faltenbildung; Nahtverlauf; Kruemmung}

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung Die Erfindung betrifft die Nähgutführung für das automatische Vernähen von Kleinteilen. Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Mit der DD-PS 249 293 ist bereits eine Vorrichtung zur automatischen Nähgutführung an einer Nähmaschine bekannt geworden. Diese weist zwei Stofftransportelemente in Form zweier Endlosriemen auf, die an einer Umlenkstelle unmittelbar neben der Einstichstelle der Nadel durch die Stichplatte hindurchtreten. Die Endlosriemen stehen jeweils separat mit einem inkrementalen Positioniersteiler in Verbindung. An der der Stichplatte zugewandten Umlenkstelle laufen die Endlosriemen in einer Gleitführung. Sie wirken deshalb ähnlich wie zwei nebeneinander angeordnete, mit ihrem Umfang geringfügig über die Stichplatte heraustretende Rollen.
Oberhalb der Stichplatte ist jedem Endlosriemen eine Andrückrolle zugeordnet, die die notwendige Anpressung des Nähgutes an die Endlosriemen liefert.
Unterschiedliche Geschwindigkeiten der Endlosriemen bewirken, daß die erzeugte Naht einen kurvenförmigen Verlauf nimmt. Indem einer der beiden Endlosriemen durch Abheben der Andrückrollo außer Eingriff gebracht wird, ist auch ein Drehen des Nähgutes um die stillstehende Nadel und damit auch die Erzeugung eines eckigen Nahtverlaufes möglich. Die beschriebene Vorrichtung ist in vielerlei Hinsicht mit Nachteilen behaftet. So ist zunächst eine außerordentliche hohe Maßhaltigkeit und eine genaue Justierung aller Bauteile erforderlich, um an beiden Wirkpaarungen Endlosriemen-Andrückrolle gleiche Übertragungsverhältnisse erreichen zu können. Alle Toleranzen und Abweichungen führen zu unterschiedlichen Richtungen der Bewegungskräfte und damit zu einem fehlerhaften Nahtverlauf. Außerdem kommt es zur Deformation des Nähgutes in Form von Falten. Das trifft sowohl für Nahtverläufe zu, bei denen die Geschwindigkeiten der beiden Wirkpaarungen programmiert beeinflußt werden, als auch bei einer Regelung der Geschwindigkeiten der Wirkpaarungen, z. B. nach dem Verlauf der Stoffkante. Hier wirken die in der Praxis unvermeidlichen Ungenauigkeiten der Wirkpaarungen wie zusätzliche Sollwertübweichungen und führen damit zur erhöhten bleibenden Sollwertabweichung.
Die Scheitelpunkte der Endlosriemen und die Einstichstelle der Nadel in die Stichplatte liegen auf einer Geraden. Die Achsen der beiden Andrückrollen sind daher genau parallel zu dieser Geraden anzuordnen. Geringe Abweichungen führen zum Verlaufen des Nähgutes. Dadurch ist der Geradeauslauf gestört und zwischen den beiden Wirkpaarungen entstehen bei Textilien wegen ihrer Flächeninstabilität Falten und Deformationen. Der gleiche Mangel tritt auch beim Drehen des Nähgutes um die Nadel auf, wobei durch die Deformation des Nähgutes die Positionierung für das Nähen entsprechend dem weiteren vorgegebenen Nahtverlauf nicht ausreichend genau gewährleistet ist. Um die Faltenbildung zu begrenzen, ist im Bereich der Wirkpaarungen und der Nadel ein Niederhalteblech angeordnet. Damit wird die Ursache der Faltenbildung jedoch nicht beseitigt. Das Niederhalteblech muß in einem relativ großen Abstand von der Stichplatte angeordnet sein, damit das faltige Nähgut beim Transport nicht behindert wird. Der Abstand des Niederhaltebleches hat andererseits an der Stichstelle Einfluß auf den Nahtbildungsvorgang. Um den Verhältnissen an der Nähmaschine mit internen Stofftransportelementen, d. h. Transporteur mit Nähfuß, möglichst nahe zu kommen, ist auf kleinstmöglichen Abstand dos Niederhaltebleches an der Stichstelle zu orientieren. Das führt an dieser Stelle ebenfalls zur Behinderung des Nähy>..u dnsportes. Das Niederhalteblech stellt sich damit als ein Bauteil dar, das entweder unwirksam oder in seiner Justierung so diffizil ist, daß es unter Praxisbedingungen nicht einsetzbar ist. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß nur begrenzt gekrümmte Nähte herstellbar sind. Die Drehung des Nähgutes entsteht durch entsprechende Relativgeschwindigkeit der beiden Wirkpaarungen. Die kleinste Geschwindigkeit muß aber größer als Null sein, damit keine feste Einspannung des Nähgutes an einer der beiden Wirkpaarungen auftritt. Das ist übrigens auch der Grund dafür, daß nur relativ stabiles Nähgut verarbeitet ist und dazu ein hoher Schlüpfen den Wirkpaarungen zugelassen werden muß. Der kleinste erzeugbare Bogen hat seinen gedachten Drehpunkt außerhalb der Strecke Nadel - äußere Wirkpaarung. Das heißt, der kleinstmögliche Radius ist größer als der Abstand zwischen der Nadel und der äußeren Wirkpaarung. Das schränkt das Einsatzgebiet beträchtlich ein und führt somit auch zu ungünstigen ökonomischen Ergebnissen.
Ziel der Erfindung
Es it. Ziel der Erfindung, die Einsaumöglichkeiten und die Qualität beim automatischen Nähen von Kleinteilen zu erhöhen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Oei Erfindung liegt die AufQabe zugrunde, den externen Transport des Nähgutes beim automatischen Nähen von Kleinteilen so zu gestalten, daß das Nähgut keiner Faltenbildung unterworfen wird und Nahtverlaufe jeglicher Krümmung erzeugbar sind. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Andrückelemente als mit Abstand zur Stichplatte angeordnete, gegen die Scheitelpunkte der Stofftransportelomente gerichtete Druckluftdüsen ausgebildet jind. Woitere wesentliche Merkmale der Erfindung enthalten die Patentansprüche 2 und 3.
Der wesentliche Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die für die Mitnahme des Nähgutes durch die Stofftransportelementß notwendige Anpreßkraft tatsächlich punktförmig aufgebracht wird. Deren Erzeugung mittels Luftstrahlen führt dazu, daß zwischen dem Nähgut und den Stofftransportelementen eine kraftschlüssige Verbindung in Bewegungsrichtung der Stofftransportelemente wirkt, die einen guten Transport gewährleistet. Außerdem tritt zwischen dem Nähgut und dem Luftstrahl keine der an der jeweiligen Wirkpaarung vorliegenden Bewegungsrichtung entgegenwirkende Reibkraft auf. Das Nähgut kann beliebigen Bewegungsrichtungen folgen, ohne daß Querspannungen und damit verbundene Falten auftreten. Des weiteren werden die sonst auftretenden gegenseitigen Verschiebungen übereinanderliegender Stofflagen vermieden. Die Erfindung ist außerdem besonders vorteilhaft für die Realisierung stark gekrümmter Nahtverläufe.
Ausfuhrungsbeispiel
Die Erfindung soll nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. Die zugehörigen Zeichnungen zeigen in
Fig. 1: eine Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Vorrich .ng,
Fig. 2: eine Seitenansicht zu Fig. 1,
Fig.3: eine Vorderansicht einer alternativen Ausführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung, Fig. 4: eine Seitenansicht zu Fig. 3 und in
Fig. 5: eine spezielle Gestaltung eines Stofftransportelementes.
Von einer Nähmaschine 1, der die erfindungsgemäße Vorrichtung zugeordnet ist, sind in den Fig. nur die Nadel 2 und der mit ihr zusammenarbeitende Greifer 3 sowie die im Nähtisch 4 angeordnete Stichplatte 5 dargestellt. Unterhalb der Stichplatte 5 sind koaxial, aber getrennt voneinander zwei Stofftransportelemente im Form zweier Rollen 6 und 7 drehbar angeordnet. Die Scheitelpunkte der Rollen 6; 7 treten geringfügig über die Stichplatte 5 hinaus und liegen mit der Bewegungsbahn der Nadel 2 auf einer Geraden. Die Rollen 6; 7 stehen über Zahnriemen 8; 9 mit frequenzgesteuerten Schrittmotoren 10; 11 in Verbindung. Oberhalb der Stichplatte 5 sind bei der Ausführung gemäß den Fig. 1 und 2 zwei Druckluftdüsen 12 und 13 angeordnet, deren Austrittsöffnungen 14; 15 gegen die Scheitelpunkte der Rollen 6; 7 gerichtet sind. Die Druckluftdüsen 12; 13 sind mit einem nicht dargestellten, einstellbaren Drucklufterzeuger oder einem Druckluftnetz verbunden und die Austrittsöffnungen 14; 15 sind so definiert, daß die erzeugten Luftstrahlen 16; 17 nahezu punktförmig auf dem Nähgut 18 auftreffen. Im Bereich der Nadel 2 ist ein Gegenhalter 19 ingeordnet. Die Luftstrahlen 16; 17, deren Intensität beeinflußbar ist, bewirken eine ausrechende Anpressung des Nähgutes 18 an die Rollen 6; 7 um eine dem gewünschten Nahtverlauf notwendige Mitnahme zu ermöglichen. Dabei wird die Beweglichkeit des Nähgutes 18 in keiner zum Nähtisch 4 parallelen Richtung behindert, so daß beim Nähen von gekrümmten Nähten die dazu notwendige, senkrecht zur Förderrichtung der Rollen 6; 7 gerichtete Bewegungskomponente ohne weiteres durch das Nähgut 18 ausgeführt werden kann. Es kommt deshalb bei gekrümmten Nähten nicht mehr zur Faltenbildung. Dies ist um so mehr von Bedeutung, wenn Nähte mit besonders kleinem Krümmungsradius oder Ecken erzeugt werden sollen. Unterschreitet der Krümmungsradius den Abstand der von der Nadel 2 am weitesten entfernten Wirkpaarung von der Nadel 2, ist zum richtigen Transport des Nähgutes 18 außerdem eine Änderung der Drehrichtung einer oder beider Rollen 6; 7 notwendig. Entspricht der Krümmungsradius jeweils genau dem Abstand einer der beiden Wirkpaarungen von der Nadel 2, befindet sich der Drehpunkt des Nähgutes 18 auch genau am Scheitelpunkt der zu dieser Wirkpaarung gehörenden Rolle 6 oder 7, so daß letztere stillstehen muß. All diese Möglichkeiten eröffnet r"- :^;ndungsgemäße Vorrichtung ohne weiteres.
Im Unterschied zur Ausführung nach den Fig. 1 und 2, bei der die Druckluftdüsen 12; 13 als Einzeldüsen ausgeführt sind, ist bei der Ausführung nach den Fig. 3 und 4 ein geschlossenes Düsengehäuse 20 mit einer sich mit Abstand parallel zur Stichplatte 5 erstreckenden Wand 21 vorhanden, in der den Scheitelpunkten Rollen 6; 7 gegenüberliegende Düsenöffnungen 22; 23 angeordnet sind. Die Wand 21 erstreckt sich über den Rand des Düsengehäuses 20 hinaus bis in den Bereich der Nadel 2 und bildet dort den Gegenhalter 19. Die Funktionsweise dieser Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist mit der der vorstehend beschriebenen Ausführungsform im wesentlichen identisch. Hinzu kommt der Effekt, daß die quellenförmig von der Aufprallstelle der Luftstrahlen 16; 17 auf dem Nähgut 18 abströmende Luft ein Polster zwischen der Oberseite des Nähgutes 18 und der Wand 21 bildet, das auch im Bereich des Gegenhalters 19 und der Nadel 2 noch wirksam ist. Hierdurch kann der Gegenhalter 19 mit einem geringen Abstand zur Stichplatte 5 eingestellt werden, was zu einer Verbesserung der Nahtqualität führt. Die in Fig.4 zu erkennende Ausdehnung der Wand 21 über den Bereich der Wirkpaarungen Rollen 6; 7-Düsenöffnungen 22; 23 hinaus sorgt für eine nach allen Seiten hin gleichmäßige Luftströhmung, was ein homogenes Luftpolster bewirkt.
Fig. 5 zeigt schließlich eine spezielle Ausgestaltung der Rollen 6;7, die insbesondere dann von Vorteil ist, wenn relativ luftdurchlässiges Nähgut 18 bearbeitet werden soll. Ein besonders intensiver Kraftschluß wird in diesem Fall dann erreicht, wenn die Luftstrahlen 16; 17 teilweise durch das Nähgut 18 hindurchtreten können. Diese Möglichkeit wird durch die in die Rollen 6; 7 eingearbeiteten Vertiefungen (Nuten) 24 eröffnet.

Claims (3)

1. Vorrichtung zum automatischen Führen von flexiblem Nähgut an einer Nähmaschine, mit zwei nebeneinander unterhalb einer Stichplatte der Nähmaschine angeordneten, durch diese hindurchtretenden, separat und regelbar antreibbaren externen Stofftransportelementen, denen jeweils ein oberhalb der Stichplatte angeordnetes Andrückelement zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Andrückelemente als mit Abstand zur Stichplatte (5) angeordnete, gegen die Scheitelpunkte der Stofftransportelemente (6; 7) gerichtete Druckluftdüsen (12; 13; 22; 23) ausgebildet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Druckluftdüsen (22; 23) in einer mit Abstand oberhalb der Stichplatte (5) angeordneten Wand (21) befinden, die sich über den Bereich der Stofftransportelemente (6; 7) und der Nadel (2) erstreckt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stofftransportelemente (6; 7) den Druckluftdüsen (12; 13; 22; 23) gegenüberliegende Vertiefungen (24) aufweisen.
DD33693490A 1990-01-04 1990-01-04 Vorrichtung zum automatischen fuehren von flexiblem naehgut an einer naehmaschine DD291363A5 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4230163A1 (de) * 1991-09-11 1993-03-18 Yamato Sewing Machine Mfg Verfahren und vorrichtung zum steuern der randposition eines textilstuecks

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DE4230163A1 (de) * 1991-09-11 1993-03-18 Yamato Sewing Machine Mfg Verfahren und vorrichtung zum steuern der randposition eines textilstuecks

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