DD291702A5 - Verfahren zur aufbereitung von insbesondere in der getraenkeindustrie anfallenden gebrauchten filterschichten - Google Patents

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DD291702A5
DD291702A5 DD33732490A DD33732490A DD291702A5 DD 291702 A5 DD291702 A5 DD 291702A5 DD 33732490 A DD33732490 A DD 33732490A DD 33732490 A DD33732490 A DD 33732490A DD 291702 A5 DD291702 A5 DD 291702A5
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filtration
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DD33732490A
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Gerd Haentze
Gerhard Mueller
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Wtoez Der Brau- Und Malzindustrie,De
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aufbereitung von insbesondere in der Getraenkeindustrie anfallenden gebrauchten Filterschichten. Die Erfindung kann in allen Industriezweigen angewendet werden, die die Anschwemmfiltration von Fluessigkeiten durchfuehren. Erfindungsgemaesz werden die gebrauchten Filterschichten zunaechst in heiszer verduennter Natronlauge von 0,2 bis 2% naszzerkleinert. Es werden in an sich bekannter Weise die Truebstoffe herausgeloest. Nach der Fest-Fluessig-Trennung und der Auswaschung der Lauge wird das aufgearbeitete Filtermaterial durch Erhitzen sterilisiert, anschlieszend abgekuehlt und aufbewahrt. Das aufgearbeitete Filtermaterial wird bei der Anschwemmfiltration zur Grundanschwemmung und laufenden Dosierung angewendet.{gebrauchte Filterschichten; Aufbereitung; Getraenkeindustrie; Zellulose; Kieselgur; Anschwemmfiltration; Laugenbehandlung; Truebstoffe; Naszzerkleinern; Grundanschwemmung}

Description

Charakteristik des Standes der Technik
Bei der Schichtenfiltration werden nach Abschluß der Filtration die Schichten mit kaltem Wasser gespült und anschließend mit einem Desinfektionsmittel behandelt oder mit heißem Wasser sterilisiert. Bei Erreichen der maximal zulässigen Druckdifferenz muß die Schichtenfiltration abgebrochen und der Filter mit neuen Schichten bestückt werden.
Die gebrauchten Filterschichten werden verworfen und als Müll deponiert. Der Nachteil dieser Verfahrensweise besteht darin, daß die in den Filterschichten enthaltenen wertvollen Rohstoffe (Zellulose und Kieselgur) nur einmalig verwendet werden.
Bekannt ist ein Verfahren zum Regenerieren von gebrauchten Filterschichten (Patentschrift 1083232), das sich aber nur auf die Verlängerung der Standzeiten der Filterschichten der Anschwemmfiltration bezieht. Weiterhin ist die anteilige Mitverwendung von gebrauchten Filterschichten zur Herstellung von Kartonagen in der Papierindustrie bekannt.
Ein Verfahren zur Regenerierung von Kieselgur ist aus der DE-OS 3623484 bekannt, das aber nicht die Aufbereitung von gebrauchten Filterschichten beinhaltet.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, die in den gebrauchten Filterschichten enthaltenen Filtermatarialien nochmals zu nutzen, den Filtrationseffekt zu erhöhen und den Materialverbrauch zu senken.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gebrauchten Filterschichten unter Nutzung bekannter Vorrichtungen und Apparate für eine Filtrationsaufgabe so aufzuarbeiten, daß die darin enthaltenen wertvollen Filtermaterialien verwendet werden können. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die bei der Schichtenfiltration abgeschiedenen Trübstoffe gelöst und entfernt werden, und das Filterschichtenmaterial in ein pump- und dosierfähiges Produkt überführt wird. Erfindungsgemäß werden die gebrauchten Filterschichten zunächst naßzerkleinert. Dabei kommt heiße verdünnte Natronlauge mit einer Konzentration von 0,2 bis 2% zur Anwendung. Die Trübstoffe werden dabei in an sich bekannter Weise herausgelöst, und es erfolgt eine Fest-Flüssigtrennung. Anschließend wird die Lauge ausgewaschen. Nach der Sterilisation durch Erhitzen wird das aufgearbeitete Filtermaterial abgekühlt und aufbewahrt. Das Filtermaterial wird bei der Anschwemmfiltration zur Grundanschwemmung und zur laufenden Dosierung angewendet
Durch die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden folgende Vorteile erreicht:
- Erhöhung der Stabilität der Grundanschwemmung
- Erhöhung der Qualität des Filtrates
- Verringerung des Verbrauches an Filterhilfsmitteln bis zu 10%.
Ausführungsbeispiel
Bei der erfindungsgemäßen Verfahrensweise werden diü verbrauchten Schichten aus dem Filter entnommen und in ein Rührgefäß mit einer verdünnten heißen 0,5%igen NaOH-Lösung zerkleinert. Durch diese Behandlung werden die Trübstoffe nahezu vollständig gelöst. Mittels einer geeigneten Trennvorrichtung (z.B. Siebbandpresse) wird in der I.Stufe die feste Phase (Zellulose und Kieselgur) von der flüssigen Phase (NaOH und Trübstoffe) getrennt und in der 2. Stufe ist die feste Phase mit Heißwasser ausgewaschen. Anschließend wird das ausgewaschene Filtermaterial in einen zweiten Rührbehälter zur Neutralisation mit einer geeigneten Säure (Kohlensäure, Phosphorsäure) behandelt und durch Erhitzen bei 70°C-90"C 1-2Std. sterilisiert. Nach der Sterilisation wird der Behälterinhalt mit kaltem Wasser auf etwa 15°C abgekühlt und aufbewahrt. Das aufbereitete Filtermaterial kann bei der Anschwemmfiltration sowohl bei der Grundanschwemmung als auch bei der laufenden Dosierung mitverwendet werden.
Für die Grundanschwemmung eines Filters werden im Dosiergefäß die gebräuchlichen Filterhilfsmittel (Kieselgur, Perlite) mit 50 bis 150g/m2 (bezogen auf Trockensubstanz) aufbereitetem Filtermaterial gemischt und gemeinsam angeschwemmt. Diese Verfahrensweise hat den Vorteil, daß eine gleichmäßige und stabile Grundanschwemmung aufgebaut wird, die durch die Vernetzung wesentlich geringer empfindlich gegenüber Druckstößen ist. Bei der laufenden Dosierung werden 5-25 g/hl (bezogen auf Trockensubstanz) aufbereitetes Filtermaterial mitdosiert und damit die Trubaufnahmekapazität erhöht. Dadurch können die Standzeiten des Filters erhöht und der Verbrauch an Filterhilfsmitteln gesenkt werden.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Aufbereitung von insbesondere in der Getränkeindustrie anfallenden gebrauchten Filterschichten durch Zurückgewinnung der in den Filterschichten enthaltenen Filtermaterialien (Zellulose u. Kieselgur) dadurch gekennzeichnet, daß die gebrauchten Filterschichten zunächst in heißer verdünnter Natronlauge mit einer Konzentration 0,2 bis 2% naßzerkleinert werden und in an sich bekannter Weise dieTrübstoffe herausgelöst werden und in die Fest-Flüssigtrennung und die Auswaschung der Lauge erfolgen und nach Sterilisation durch Erhitzen das aufgearbeitete Filtermaterial abgekühlt und aufbewahrt wird und bei der Anschwemmfiltration zur Grundanschwemmung und laufenden Dosierung angewendet wird.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung kann in allen Industriezweigen angewendet werden, die die Anschwemr.ifiltration von Flüssigkeiten durchführen.
DD33732490A 1990-01-25 1990-01-25 Verfahren zur aufbereitung von insbesondere in der getraenkeindustrie anfallenden gebrauchten filterschichten DD291702A5 (de)

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