DD291944A5 - Verstellvorrichtung zur weiteneinstellung der greiferschienen einer transferpresse - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verstellvorrichtung zur Weiteneinstellung der fuer den Transport von Blechteilen oder aehnlichen Werkstuecken dienenden Greiferschienen einer Presse, insbesondere Transferpresse. Die Verstellvorrichtung weist quer zur Transportvorrichtung der Greiferschienen mittels Hebelgetriebe bewegbare Schlitten auf, auf denen die Tragelemente fuer die Greiferschienen mittels Spindel-Verstellmechanismus in ihrer Weite einstellbar angeordnet sind. Erfindungsgemaesz ist jede Spindelmutter mit einem Umlenkgetriebe wirkverbunden, dessen Ausgangswelle mittels zwei in einem gemeinsamen Gelenkpunkt verbundenen Zahnriemen- oder Kettentrieben mit dem gestellfesten Verstellmotor verbunden sind, wobei jeweils zwischen Ausgangswelle und Gelenkpunkt sowie zwischen Gelenkpunkt und der zentralen Antriebswelle mindestens ein Steg angeordnet ist. Fig. 2{Transferpresse; Metallbearbeitung; Blechteil; Greiferschiene; Weiteneinstellung; Spindel-Verstellmechanismus; Tragschiene; Fuehrungsbock; Fuehrungsschlitten; Getriebekasten}
Description
Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Verstellvorrichtung zur Weiteneinstellung der für den Transport von Blechteilen oder ähnlichen Werkstücken dienenden Greiferschienen einer Presse, insbesondere Transferpresse, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Es sind Verstell- und Arretiervorrichtungen zur Weiteneinstellung der Trag- bzw. Greiferschienen der v. g. Art mit mittels Hebelgetrieben bewegbaren Schlitten zur Realisierung des Öffnungs- und Schließhubes bekannt (DD-WP 273353, DE-OS 3634716), bei denen die Tragelemente der Tragschienen mittels eines ankuppeibaren Spindel-Verstellmechanismus in ihrem Abstand zueinander verstellbar sowie miUels einer im Tragelement angeordneten Spannvorrichtung form- und kraftschlüssig auf einer Hubtraverse arretierbar sind, welche ihrerseits heb- und senkbar in den Schlitten gelagert ist.
Ein Nachteil dieser Vorrichtungen besteht in dem hohen Material- und Steuerungsaufwand für das Koppelsystem zum Ankoppeln der Verstelleinrichtung und dem erforderlichen Spannsystem. Des weiteren bietet die nur gestufte Weiteneinstellung der Tragschienen keine optimale Anpassung an den technologischen Prozeß.
Bei einer weiteren bekannten Lösung (EP 0188648) sind die Tragelemente für die Aufnahme der Greiferschienen horizontalverschiebbar in gestellfesten Führungen gelagert sowie mittels Spindel-Verstellmechanismus in ihrem Abstand zueinander verstellbar, wobei die Stellspindeln mit ihren herausragenden Enden unmittelbar an den Zuglaschen des Hebelgetriebes angelenkt sowie über eine zwischengeschaltete Zahnradstufe mit einem gestellfest angeordneten Verstellantrieb formschlüssig verbunden sind.
Diese Lösung erfordert neben erhöhtem Masse- und Fertigungsaufwand zur Realisierung des den Schließhub ausführenden Hebelgetriebes einen erhöhten Masseaufwand und Platzbedarf für die Getriebeglieder des Verstellantriebes.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung ist es, bei einer Verstelleinrichtung zur Weiteneinstellung der Greiferschienen mit mittels eines Hebelgetriebes realisierter Öffnungs- und Schließbewegung den Materialeinsatz und den Fertigungsaufwand zu vermindern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verstelleinrichtung der vorstehend genannten Art so zu gestalten, daß gegenüber den beiden erstgenannten bekannten Lösungen die aufwendigen Koppel- und Spannsysteme für die Verstelleinrichtungen entfallen und gegenüber der letztgenannten Lösung durch eine zweckmäßige Kombination des den Schließhub ausführenden Hebelgetriebes mit dem Getriebe der Verstelleinrichtung die Anzahl der erforderlichen Getriebeglieder sowie der Platzbedarf reduziert werden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß jede Spindelmutter mit einem Umlenkgetriebe wirkverbunden ist, dessen Ausgangswelle mittels zwei in einem gemeinsamen Gelenkpunkt verbundenen Zahnriemen- oder Kettentrieben mit dem
gestellfesten Verstellmotor verbunden sind, wobei jeweils zwischen Ausgangswelle und Gelenkpunkt sowie zwischen ^
Gelenkpunkt und der zentralen Antriebswelle mindestens ' In Steg angeordnet ist. Zweckmäßigerweise ist der Führungsbock " geteilt ausgeführt und dessen Führungsbockobertell und Führungsbockunterteil ist mittels eines mittig angeordneten Bolzens und eines außermittig angeordneten nichtmetallischen elastischen Bolzens miteinander verbunden.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend in einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen
Fig. 1: Getriebeschema der Verstellvorrichtung Fig.2: Vorderansicht der Verstellvorrichtung Fig.3: Detail des Führungsbockes in der Seitenansicht Fig. 4: Draufsicht aus Figur 3.
Im rechten bzw. linken Torraum der Seitenständer der Presse befinden sich die Getriebekästen (1). In ihnen sind die nicht dargestellten als Hebelgetriebe ausgebildeten Antriebselemente zur Erzeugung der Schließ- und Hubbewegung für die Führungsschlitten (2) einschließlich Führungsböcke (3) gelagert. Die Trägschiene (4) an der die Greiferschienen mit zugehörigen Greiferelementen zum Werkstücktransport befestigt sind, ist auf den Führungsböcken (3) in Transportrichtung verschiebbar gelagert. Zur Weiteneinstellung der Führungsböcke (3) mit Jen Tragschienen (4) wird der gesamte Transfer in eine definierte Wechselstellung gefahren, das heißt, in abgesenkten und geöffneten Zustand gebracht. Der Verstellantrieb für die Führungsböcke (3) erfolgt von einem Verstellmotor (5) aus. Über ein Umlenkgetriebe (6) wird eine zentrale Antriebswelle (7) angetrieben und von hier aus das Drehmoment mittelszwei in einem gemeinsamen Gelenkpunkt (8) verbundenen Zahnriemenoder Kettentrieben (9,10) über ein weiteres Umlenkgetriebe (11), an dem eine nicht dargestellte Spindelmutter befestigt ist, in die Führungsblöcke (3) eingeleitet. Zwischen Ausgangswelle (12) des Umlenkgetriebes (11) und Gelenkpunkt (8) sowie zwischen Gelenkpunkt (8) und der zentralen Antriebswelle (7) ist jeweils mindestens ein Steg (13,14) angeordnet. Bei feststehender Spindel (15) bewegt sich der jeweilige Führungsbock (3) entsprechend der Drehrichtung der an dem Umlenkgetriebe (11) befestigten Spindelmutter in axialer Richtung. Eine dem Verstellmotor (5) nachgeschaltete Lamellenkupplung (16) gewährleistet Überlastungsschutz und ein Winkelcodierer (17) übernimmt die genaue Messung des Verstellweges. Kommt es durch bestimmte Ursachen, wie Steuerungsfehler, Ausfall eines Motors oder ähnliches zu unterschiedlichen Verstellgeschwindigkeiten zwischen den einzelnen Führungsböcken (3), dann wird die Verstellvorrichtung nach einer Überschreitung einer bestimmten Wegdifferenz abgeschaltet. Die damit verbundene Schrägstellung der Tragschienen (4) kann durch Einsatz eines geteilten Führungsbockes (3) ohne größere Belastung der Lagerung der Tragschienen (4) in den Führungsböcken (3) verkraftet werden. Führungsbockoberteil (18) und Führungsbockunterteil (19) sind mittels eines mittig angeordneten Bolzens (20) und eines außermittig angeordneten nichtmetallischen elastischen Bolzens (21) miteinander verbunden. Infolge der Federwirkung des elastischen Bolzens (21) wird das Führungsbockoberteil (18) nach einer Verdrehung in seine Ausgangslauge zurückgebracht. Durch Einsatz einer Gleitscheibe (22) zwischen den Führungsbockteilen (18,19) arbeiten beide Teile auf Axial-Gleitlagerbasis.
Claims (2)
1. Verstellvorrichtung zur Weiteneinstellung der Greiferschienen einer Transferpresse, mit heb- und senkbar sowie quer zur Transportrichtung mittels Hebelgetrieben bewegbaren Schlitten, auf denen Tragelemente angeordnet sind, in deren oberen Bereich dieTragschienen mitden daran befestigten Greiferschienen in Transportrichtung verschiebbar gelagert sind, deren Lage auf den Schlitten mittels Spindel-Verstellmechanismen einstellbar ist, uoren Stellspindeln drehfest in den Schlitten angeordnet sind und deren Spindelmuttern mit einem gestellfest angeordneten Verstellmotor in Wirkverbindung steven, gekennzeichnet dadurch, daß jede Spindelmutter mit einem Umlenkgetriebe (11) wirkverbunden ΊΛ, dessen Ausgcngswelle (12) mittels zwei in einem gemeinsamen Gelenkpunkt (8) verbundenen Zahnriemen- oder Kettentrieben (9,10) mit dem gestellfesten Verstellmotor (5) verbunden sind, wobei jeweils zwischen Ausgangswelle (12) und Gelenkpunkt (8) sowie zwischen Gelenkpunkt (8) und der zentralen Antriebswelle (7) mindestens
t ein Steg (13, 14) angeordnet ist.
2. Verstellvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Führungsbock (3) geteilt ausgeführt ist und dessen Führungsbockoberteil (18) und Führungsbockunterteil (19) mittels eines mittig angeordneten Bolzens (20) und eines außermittig angeordneten nichtmetallischen elastischen Bolzens (21) miteinander verbunden ist.
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