DD292297A5 - Verfahren zur Abraumgewinnung mittels Schaufelradbagger - Google Patents
Verfahren zur Abraumgewinnung mittels SchaufelradbaggerInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Abraumgewinnung mittels Schaufelradbagger mit Verladegeraet oder Bandwagen in Tagebaubandbetrieben, das es ermoeglicht, die zugehoerige Bandanlage auf der obersten Baggerscheibe aus rolligem Boden vor dem Geraet in Abbaurichtung zu fuehren und dabei die maximal moegliche Abtragsmaechtigkeit des Schaufelradbaggers auszunutzen. Dabei gewinnt nach Rampenbaggerung der Schaufelradbagger mit dem Verladegeraet auf gleicher Arbeitsebene den ersten Schnitt, und nach erneuter Rampenbaggerung des Schaufelradbaggers, bei Verbleib des Verladegeraetes auf der Arbeitsebene des ersten Schnittes, erfolgt ein zweiter Schnitt. Die Rampen sind dabei winklig zur Verhiebsrichtung auszerhalb des Abbausektors angeordnet. Fig. 1{Abraumgewinnung; Tagebaubandbetrieb; Schaufelradbagger; Verladegeraet; Bandwagen; Abbaurichtung; Abtragsmaechtigkeit; Rampenbaggerung; Arbeitsebene; Schnitt; Verhiebsrichtung; Abbausektor}
Description
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Abraumgewinnung mittels Schaufelradbagger mit Verladegerät oder Bandwagen in Tagebaubandbetrieben.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Schaufelradbagger auf Raupenfahrwerken werden im Kopfblockverhieb sowie im Seitenblockverhieb eingesetzt. Üblicher Weise liegt dabei die Bandanlage '.n Abbaurichtung gesehen hinter dem Schaufelradbagger und auf dessen Arbeitsebene. Bei der sogenannten Rampenbaggerung liegt die Bandanlage zeitweise tiefer als die Arbeitsebene des Schaufelradbaggers. Lit.: Tagebautechnik Band 1, Hrsg.: Strzodka, K., u. a., VEB Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig, 1 .Auflage 1979, Kapitel 7.4. Nachteilig dabei ist, daß bei bindigen Boden im Planum, dort wo Gurtbandförderer gerückt werden müssen, die Arbeitsebenen stabilisiert, insbesondere bekiest werden müssen. Das erfordert einen zusätzlichen Arbeitskräfte- und Zeitaufwand einer Bekiesungstechnologie, die einen leistungsmindernden Einfluß auf den Schaufelradbagger hat. In Verbindung mit dem selektiven Abbau von Kohle oder Abraum unterhalb einer Direktversturzkombination ist nach DD246591 bekannt, das Fördergut auf eine im Vorland des Direktversturzabsetzers zur Grubenböschunj, betriebene Bandanlage zu übergeben. Dabei gibt ein Bagger direkt oder unter Zwischenschaltung eines Bandwagens auf die Bandanlage, die auf einer höheren Arbeitsebene als die Geräte betrieben wird, auf. Bagger und Bandwagen werden auf der gloichen Arbeitsebene betrieben. Der dabei zu überwindende Niveauunterschied zwischen der Gerätearbeitsebene und der Ebene des Fördermittels und damit diezu baggernde Böschungshöhd, wird durch den Verladeausleger des Bandwagens bestimmt und ist relativ gering. Bezüglich der notwendigen Planumstabilisierungsarbeiten für die Bandanlage ergeben sich bei dieser Anordnung die o. g. Nachteile.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, Schaufelradbagger mit Verladegerät oder Bandwagen so einzusetzen, daß für die zugehörige Strossenbandanlage eine zusätzliche Bekiesung entfällt und damit verbundener Arbeitskräfte- und Zeitaufwand sowie Leistungsminderungen am Schaufelradbagger vermieden werden.
Dai legung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, in Abraumbandbetrieben ein Verfahren für Schaufelradbagger mit Verladegerät oder Bandwagen zu schaffen, das es ermöglicht, die zugehörige Bandanlage auf der obersten Baggerscheibe aus rolligem Boden vor dem Gerät in Abbaurichtung zu führen und dabei die maximal mögliche Abtragsmächtigkeit des Schaufelradbaggers auszunutzen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelös· ' .Z sich der Schaufelradbagger zusammen mit dem Verlddegerät bzw. Bandwagen von der Arbditsebeno der Bandanlag 3 durch Rampenbaggerung - unter Ausnutzung des möglichen Maßes des Anhebens des Verladeauslegers am Punkt der Übergabe auf die Bandanlage-die Arbeitsebene schneidet. Gemeinsam mit dem Verladegerät wird auf dieser Arbeitsebene der erste Schnitt über die gesamte Strosse geführt. Nach Beendigung des Schnittes erfolgt eino Rampenbaggerung des Schaufelradbaggers in einen zweiten Schnitt unter Verbleib des Verladegerätes bzw. Bandwagens auf der Arbeitsebene des ersten Schnittes bei Ausnutzung des möglichen Planumunterschiedes zwischen Schaufelradbagger und Verladegerät bzw. Bandwagen. Dieser Schnitt kann in Ein- oder Mehrscheibenbaggerung über die gesamte Strosse erfolgen.
Zusätzlich kann zur Erzielung einer maximalen Abtragsmächtigkeit von der Arbeitsebene des zweiten Schnittes aus, ein dem Schaufelradbagger entsprechend möglicher Tiefschnitt als dritter Schnitt zugeordnet werden. Für eine optimale Schnittentwicklung ist es notwendig, die Rampen winklig zur Abhiebsrichtung außerhalb des Abbausektors anzulegen, insbesondere im Bereich der stationären Bandanlage.
Der Massenanteil beim Einschneiden in einen neuen Block des 1. und 2. Schnittes wird über die stationäre Bandanlage, und der übrige Massenanteil wird über die vor dem Gerät geführte rückbare Bandanlage verladen und abtransportiert.
Ausführungsbeleplel
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. Die zugehörigen Zeichnungen zeigen
Fig. 1: Abbauschema eines Parallelbetriebes mit Einsatzstellungen eines Schaufelradbaggers Fig.2: Abbauquerschnitt im Strossenbereich.
Ein Schaufelradbagger 1 gibt über das Verladegerät 2 (Gerätestellungen b und d) Abraummassen auf eine rückbare Bandanlage 3 auf, die in Abbaurichtung vor dem G°'ät auf der Arbeitsebene 13 im rolligen Erdstoff 18 liegt. Die Bandanlage 3 übergibt die Abraummasser: auf eine zu dieser recht* inklig angeordneten stationären Bandanlage 12. Über eine Rampe 16, die irr Bereich der stationären Bandanlage 12 liegt und vom Schaufelradbagger 1 selbst geschnitten wird, gewinnt der Schaufelradbagger 1 ab Gerätestellung a den ersten Schnitt 7 und stellt dabei die Arbeitsebene 14 her. Die Fahrspur 4 des Schaufelradbaggers 1 und die Fahrspur 5 des Verladegerätes 2 werden auf der neu geschnittenen Arbeitsebene 14 geführt. Die Mächtigkeit des ersten Schnittes 7 wiVd in Abhängigkeit des möglichen Maßes des Anhebens des Verladeauslegers im Punkt der Übergabe auf die Bandanlage 3; 12 festgelegt. Nach Gewinnung des ersten Schnittes 7 in Verhiebsrichtung 11 bis zur Kopfböschung 9 erfolgt ein Leertransport des Schaufelradbaggers 1 und des Verladegerätes 2 bis zum Strossenanfang. Danach schneidet sich der Schaufelradbagger 1 über eine Rampe 17 in den zweiten Schnitt 8 (Gerätestellung c) mit der Arbeitsebene 15 ein. Während die Fahrspur 6 des Schaufelradbaggers 1 auf der Arbeitsebene 15 verläuft, verbleibt die Fahrspur 5 des Verladegerätes 2 auf der Arbeitsebene 14 des ersten Schnittes 7. Die Mächtigkeit des zweiten Schnittes 8 ist abhängig vom zulässigen Planumunterschied des Schaufelradbaggers 1 und dem Verladegerät 2. Der Schaufelradbagger 1 gewinnt den gesamten zweiten Schnitt 8 bis zur Kopfböschung 9. Danach erfolgt der Leertransport des Schaufelradbaggers 1 und des Verladegerätes 2 in die Ausgangsstellung (Gerätestellung a) zur Baggerung des nächsten Blockdurchganges. Die Massenanteile der Rampen 16; 17 und des Einschneidbereiches der Schnitte 7 und 8 (Gerätestellungen a und c) werden über die stationäre Bandanlage 12 verladen.
Claims (2)
1. Verfahren zur Abraumgewinnung mittels Schaufelradbagger mit Verladegerät bzw. Bandwagen, der auf eine in Abbaurichtung vor dem Gerät geführte Bandanlage aufgibt, gekennzeichnet dadurch, daß mit dem Schaufelradbagger (1) und dem Verladegerät (2) nach Rampenbaggerung (16) von der Arbeitsebene (13) der Bandanlage (3; 12) aus ein erster Schnitt geführt wird und nach einer zweiten Rampenbaggerung (17) des Schaufelradbaggers (1), bei Verbleib des Verladegerätes (2) auf der Arbeitsebene (14) des ersten Schnittes (7), ein zweiter Schnitt (8) erfolgt, wobei die Rampen (16; 17) winklig zur Verhiebsrichtung (11) außerhalb des Abbausektors angeordnet sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Schneiden der Rampen (16; 17) und
Einschneiden in die Blöcke (7; 8) im Bereich der stationären Bandanlage (12) erfolgt. Hierzu 1 Seite Zeichnungen
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