DD292671A5 - Verfahren zur herstellung von schmieroelkomponenten aus aromatenhaltigen mineraloelpodukten durch solventraffinaktion - Google Patents

Verfahren zur herstellung von schmieroelkomponenten aus aromatenhaltigen mineraloelpodukten durch solventraffinaktion Download PDF

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Bernd Albrecht
Michael Wochnik
Helmut Fiedler
Helmut Gorke
Klaus Lorenz
Guenther Schuelert
Werner Staude
Frank Thieme
Gerhard Wagner
Werner Junghans
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Hydrierwerk Zeitz Gmbh,De
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  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Schmieroelkomponenten aus aromatenhaltigen Mineraloelprodukten durch Solvent-Raffination. Es ist anwendbar zur Herstellung von Schmieroelkomponenten fuer Schmieroele mit mittlerem Leistungsniveau. Das erfindungsgemaesze Verfahren ist im wesentlichen dadurch charakterisiert, dasz Solventextrakte von hydrierten, redestillierten und raffinierten Mineraloelen mit einer bestimmten Menge Loesungsmittel und Antisolvent raffiniert werden. Die derart gewonnenen Extraktoelraffinate koennen als Schmieroelkomponenten eingesetzt werden.{Mineraloel; Schmieroel; Extrakt; Loesungsmittel; Antisolvent; Destillation; Hydrierung; Raffination; Trennung; Selektivitaet}

Description

Extraktöl und mit Antisolvent in einer Menge von 1 bis 10Ma.-% bezogen auf das polare Lösungsmittel raffiniert und in bekannter
Weise das Lösungsmittel vom Extraktölraffinat abgetrennt wird.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann auch ein durch Solvent-Raffination einer entparaffinieren Mineralölfraktion erhaltenes Extraktöl raffiniert werden.
Das Solvent-Extraktöl wird vorzugsweise durch Raffination einer Mineralölfraktion mit Phenol mit oder ohne Wasser als Antisolvent gewonnen sowie mit Phenol und mit Wasser als Antisolyent raffiniert.
Das Extraktöl weist vorteilhafterweise eine Viskosität von 3 bis 30mmVs bei 1000C sowie einen Gehalt an paraffinisch gebundenem Kohlenstoff von 45 bis 60 Ma.-%, an naphthenisch gebundenem Kohlenstoff von 15 bis 30Ma.-% und an aromatisch gebundenem Kohlenstoff von 20 bis 35Ma.-% auf.
Überraschenderwaise wurde gefunden, daß die erfindungsgemäße Raffination vorbestimmten aromatenhaltigen Solvent-Extrakten mit polaren Lösungsmitteln zu einer selektiveren Trennung, insbesondere der aromatischen Kohlenwasserstoffverbindungen im Vergleich zu den bekannten Raffinationsverfahren führt, obwohl die Stoffau-itauschverhältniiise des Systems Extrakt-Lösungsmittel ungünstiger sind als die des Systems Destillat-Lösungsmittel.
Bei Extrakten aus redestillierten und hydrierten Erdöldestillaten geht oin weit höherer Anteil Drei-und Mehrringaromaten sowie
ein weit geringerer Anteil paraffinisch-naphthenischer Kohlenwasserstoffe sowie Ein- und Zweiringaromaten als erwartet in den Extraktölextrakt über, so daß das Extraktölraffinat als Schmierölkomponente eingesetzt werden kann, obwohl die Extrakte vorher eigentlich gezielt aus der zu gewinnend in Schmierölsubstanz entfernt wurden.
Überraschenderweise zeigte sich, daß mit dem erfindungsgemäßen Verfahren oine verbesserte strukturselektive Trennung bestimmter paraffinisch-naphthenischer und aromatischer Kohlenwasserstoffe der Mineralölsubstanz erreicht wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren hat gegenüber dem bekannten Verfahren nach DE-OS 2524696 folgende Vorteile:
- Kostengünstige Herstellung von Schmierölkomponenten
- Erhöhung des Veredelungsgrades der bei dor Schmierölerzeugung anfallenden Extraktöle
- Verbesserung der Wirtschaftlichkeit des Verfahrens zur Schmierölerzeugung aus Mineralölen.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung sol! nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Eine Schmierölkomponente wird aus einem Extraktöl hergestellt, das bei der Solvent-Raffination einer leichten Vakuumdestillatfraktion, die durch Hydrierung eines Gemisches von Vakuumdestillaten aus paraffinbasischem Erdöl mit einem Flammpunkt größer 200°C bei einer Hydriertemperatur von 40O0C und einem Hydrierdruck von 30MPa sowie anschließende Redestillation des Hydrierproduktes gewonnen wird, mit dem Lösungsmittel Phenol und dem Antisolvent Wasser in einer Ausbeute von 31 Ma.-% mit folgenden Kennwerten anfällt:
Dichte bei BO0C 0,880 g/cm3
Viskosität bei 1000C 5,9mmVs
Viskositätsindex 76
Brechungsindex bei 7O0C 1,4835
Gshait an paraffinisch gebundenem Kohlenstoff 57 %
Gehalt an naphthenisch gebundenem Kohlenstoff 20%
Gehalt an aromatisch gebundenem Kohlenstoff 23%.
Dieses Extraktöl wird mit dem Lösungsmittel Phenol in einer Menge von 3 Masseteilen bezogen auf das Extraktöl und mit Wasser als Antisolvent in einer Menge von 2 Ma.-% bezogen auf Phenol bei 80°C raffiniert. Nach Abtrennung des Lösungsmittels fällt ein Extraktölraffinat in einer Ausbeute von 49 Ma.-% mit folgenden Kennwerten an:
Dichte bei 5O0C 0,862 g/cm3
Viskosität bei 100°C 5,8mmVs
Viskositätsindex 104
Brechungsindex bei 70°C 1,4710
Gehalt an paraffinisch gebundenem Kohlenstoff 63,5%
Gehalt an naphthenisch gebundenem Kohlenstoff 22 %
Gehalt an aromatisch gebundenem Kohlenstoff 14,5 %.
Das Extraktölraffinat kann als Schmierölkomponente für Schmieröle mit mittlerem Leistungsniveau verwendet werden.

Claims (4)

1. Verfahren zur Herstellung von Schmierölkomponenten aus aromatenhaltigen Mineralölprodukten durch Solventraffination der Produkte mit selektiven Lösungsmitteln in einer Extraktionsstufe und Abtrennung des Lösungsmittels von der erhaltenen Raffinat- und Extraktlösung, gekennzeichnet dadurch, daß ein durch Solvent-Raffination einer Mineralölfraktion, die durch Hydrierung von Mineralölen mit einem Flammpunkt größer 2000C bei Hydriertemperaturen von 340 bis 4800C und Hydrierdrücken von 15 bis 40MPa sowie anschließende Redestillation des Hydrierproduktes gewonnen wird, mit einem polaren Lösungsmittel mit oder ohne Antisolvent in einer Ausbeute von 20 bis 55Ma.-% erhaltenes Extraktöl mit einem polaren Lösungsmittel in einer Menge von 1,2 bis 4 Masseteilen bezogen auf das Extraktöl und mit Antisolvent in einer Menge von 1 bis 10Ma.-% bezogen auf das polare Lösungsmittel raffiniert und in bekannter Weise das Lösungsmittel vom Extraktölraffinat abgetrennt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß ein durch Solvent-Raffination einer Mineralölfraktion mit Phenol mit oder ohne Wasser als Antisolvent erhaltenes Extraktöl mit Phenol und mit Wasser als Antisolvent raffiniert wird.
3. Verfahren nach Anspruch ^gekennzeichnet dadurch, daß ein Solvent-Extraktöl mit einer Viskosität von 3 bis 30 mm2 bei 100°C sowie einem Gehalt an paraffinisch gebundenem Kohlenstoff von 45 bis 60Ma.-%, an naphthenisch gebundenem Kohlenstoff von 15 bis 30Ma. % und an aromatisch gebundenem Kohlenstoff von 20 bis 35Ma,-% raffiniert wird.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Schmierölkomponenten, die für Schmieröle mit einem mittleren Leistungsniveau einsetzbar sind.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Es ist bekannt, Schmieröle aus Erdölfraktionen durch Behandlung in verschiedenen Verfahrensstufen herzustellen. Nach allgemein bekannten Verfahren des Standes der Technik werden Erdöldestillate zunächst einer Solvent-Raffination unterworfen, danach werden die Solvent-Raffinate entparaffiniert und meist noch gebleicht. Es ist ebenfalls bekannt, zur Herstellung hochwertiger Schmieröle die Erdöldestillate zu hydrieren, das Hydrierprodukt zu redestillieren und die Rodestillate einer Solvent-Raffination, einer Entparaffinierung und einer Nachraffination zu unterwerfen, wobei als Nachraffinationsstufe auch ein Hydrofinishing angewendet werden kann. Derart hergestellte Schmieröle zeichnen sich durch ein sehr gutes Viskositäts-Temperatur-Verhalten, eine sehr gute Oxydations- und Alterungsstabilität sowie eine helle Farbe aus. Es ist weiterhin bekannt, aus aromatenhaltigen Mineralölprodukten technische Öle zu erzeugen. Beispielsweise ist in DE-OS 25 24696 ein Verfahren zur Herstellung technischer Öle beschrieben, nach dem ein Erdöldestillat zusammen mit dem aromatischen Extrakt, des in der Solvent-Raffination angefallen ist, mit einem selektiven Lösungsmittel raffiniert wird. Ziel deses Verfahrens ist die Herstellung von Ölen aromatischer Natur, beispielsweise technischer Öle für die Gummiindustrie, die Metallbearbeitung und für Schmierfette.
Nachteil dieses Verfahrens ist die beschränkte Einsatzfähigkeit dieser Öle auf Grund ihrer aromatischen Natur. Eine Verwendung als Komponente für Schmieröle ist nicht möglich, weil der Anteil an Kohlenwasserstoffen mit Drei- und Mehrringaromaten zu hoch ist.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Entwicklung eines Verfahrens, das die Herstellung von Schmierölkomponenten für Schmieröle mit mittlerem Leistungsniveau aus aromatenhaltigen Mineralölprodukten ermöglicht und damit eine hohe Wirtschaftlichkeit aufweist.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Schmierölkomponenten aus bei der Schmierölherstellung anfallenden Solvent-Extrakten unter weitgehender Abtrennung der enthaltenen Drei- und Mehrringaromaten zu gewinnen. Erfindungsgemäß ist das Verfahren zur Herstellung von Schmierölkomponenten aus aromatenhaltigen Mineralölprodukten durch Solvent-Raffination der Produkte mit selektiven Lösungsmitteln in einer Extraktionsstufe und Abtrennung des Lösungsmittels von der erhaltenen Raffinat- und Extraktlösung im wesentlichen dadurch charakterisiert, daß ein durch Solvent-Raffination einer. ineralo'fraktion, die durch Hydrierung von Mineralölen mit einem Flammpunkt größer 200°C bei Hydriertemperaturen von 3^0 bis 480°C und Hydrierdrücken von 15 bis 40MPa sowie anschließende Redestillation des Hydrierproduktes gewonnen wird, mit einem polaren Lösungsmittel mit oder ohne Antisolvent in einer Ausbeute von 20 bis 55Ma.-% erhaltenes Extraktöl mit einem polaren Lösungsmittel in einer Menge von 1,2 bis
4 Masseteilen bezogen auf das
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