DD292942A5 - Verfahren zur herstellung einer mit flor versehenen kettenwirkware und zugehoerige kettenwirkmaschine - Google Patents

Verfahren zur herstellung einer mit flor versehenen kettenwirkware und zugehoerige kettenwirkmaschine Download PDF

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Kettenwirkmaschine zur Herstellung einer mit Flor versehenen Kettenwirkware und sieht zur Bildung von Flor an der vorderen und hinteren Warenseite je ein Florfadensystem vor. Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren anzugeben, mit dem beliebige Musterungen, wie Schriftzuege oder ornamentale Muster, einseitig oder beidseitig durch Florbereiche oder florfreie Bereiche darstellbar sind. Die technische Aufgabe besteht darin, ein Verfahren anzugeben, das es auf einfache Weise erlaubt, die Florschlingenbildung in gesteuerter Weise auf einer oder beiden Seiten zu unterdruecken. Erfindungsgemaesz sind zur Bildung florfreier Stellen die Faeden mindestens eines Florfadensystems einzeln mustermaeszig derart steuerbar, dasz sie wahlweise um eine erste oder eine zweite Wirknadel (N, V) gelegt werden. Dies kann mit einer Jacquardbarre (Lj) geschehen, deren Lochnadeln (4 a) einzeln mustermaeszig durch eine Jacquard-Steuervorrichtung (SJ) verlagerbar sind. Auf diese Weise laeszt sich eine beliebige Musterung bei einer Florware erzielen. Fig. 1{Kettenwirkware; Flor; Florfadensysteme; Wirknadeln; Jacquardbarre; Jacquard-Steuervorrichtung; Musterung}

Description

Hierzu 5 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung einer mit Flor versehenen Kettenwirkware auf einer flachen Kettenwirkmaschine, bei dem zur Bildung einer Grundware mindestens ein Fadensystem um erste Wirknadeln gelegt wird, an denen eine Maschenbildung erfolgt, und zur Bildung des Flors an der vorderen und hinteren Warenseite je ein vorderes und hinteres Florfadensystem abwechselnd um erste Wirknadeln und im Abstand von mindestens zwei Wirkzyklen um an der Bildung der Grundware unbeteiligte zweite Wirknadeln gelegt wird, von denen Schlingen abgeworfen werden, sowie auf eine Kettenwirkmaschine zur Durchführung des Verfahrens.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Ein solches Verfahren und eine solche Kettenwirkmaschine sind aus DEPS 2263575 bekannt. Zur Erzeugung der Grundware sind zwei Legeschienen vorhanden, von denen die eine Franse und die andere Teilschuß legt. Die Legung erfolgt um die ersten Wirknadeln, die jeweils durch eine zweite Wirknadel voneinander getrennt sind. Die vordere und hintere Florfaden-Legebarre führt die Florfäden abwechselnd um eine erste Wirknadel, wo sie mit der Grundware vermascht werden, und eine zweite Wirknadel, von der sie im nächsten Wirkzyklus als Schlinge abgeworfen werden. Auf diese Weise trägt die Grundware beidseitig Florschlingen.
Es ist ferner bekannt (DE-PS 2543714), sich quer über die Warenbahn erstreckende, florfreie Querstreifen zu erzeugen. Zu diesem Zweck führt die eine der beiden Florfaden-Legebarren bei gleichem Versatz Legungen durch, die um wenigstens eine Nadelteilung verschoben sind. Dies führt dazu, daß die zweiten Wirknadeln abwechselnd dem vorderen und hinteren Florfadensystem belegt werden und daher ebenfalls maschenbildend arbeiten.
Das Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren der eingangs beschriebenen Art anzugeben, mit dem beliebige Musterungen, wie Schriftzüge oder ornamentale Muster, einseitig oder beidseitig durch Florbereiche oder florfreie Bereiche darstellbar sind.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die technische Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs beschriebenen Art anzugeben, das es auf einfache Weise erlaubt, die Florschlingenbildung in gesteuerter Weise auf einer oder beiden Seiten zu unterdrücken.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zur Bildung florfreier Stellen die Fäden mindestens eines Florfadensystems einzeln mustermäßig derart steuerbar sind, daß sie wahlweise um eine erste oder eine zweite Wirknadel gelegt werden.
Auf diese Weise kann die Florbildung stellenweise und mustermäßig unterdrückt werden. Daher lassen sich Schriftzüge, Ornamente und andere Musterungen als positive oder negative Muster einarbeiten.
Bei einer Arbeitsweise werden dio Florfäden mustermäßig einzeln abwechselnd um zwei erste Wirknadeln gelegt. Da diese Florfäden In jedem Wirkzyklus mit der Grundware vermascht werden, ergeben sich auf derjenigen Warenseite, auf der die Florfaden jacquardgesteuert gelegt werden, florfreie Bereiche. Auf der gegenüberliegenden Seite kann eine gleichmäßige Florfläche oder ein anderes Muster vorgesehen sein.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß die Florfäden mustermäßig einzeln abwechselnd um zwei zweite Wirknadeln in der Weise gelegt werden, daß die zweiten Wirknadeln abwechselnd von Fäden des vorderen und des hinteren Florfadensystem belegt sind. Da die zweiten Wirknadeln in jedem Wirkzyklus von Florfäden belegt werden, ergibt sich fortlaufend eine Vermaschung mit der Folge, daß zur Musterung beidseitig die gleichen florfreien Stellen entstehen.
Die so erzeugten Wirkwaren unterscheiden sich auch von einer jaquaidmäßig gemusterten Webware, wie Handtüchern, bei der die Musterung auf der einen Seite positiv und auf der anderen Seite negativ erscheint.
Besonders günstig ist es, daß nur die Fäden des vorderen Florfadensystems einzeln mustermäßig steuerbar sind. Dies genügt nämlich, um eine vorderseitige und eine beidseitige Musterung vorzunehmen.
Günstig ist es auch, daß die Legung der Fäden des vorderen Florfadensystems derart erfolgt, daß der Fadenverbrauch an den florfreien und den florbelegten Stellen annähe nd gleich ist. Die Abzugsgeschwindigkeit der Florfäden bleibt daher annähernd konstant, was zu einem sehr gleichmäßigem Flor führt. Dies läßt sich dadurch erreichen, daß die Unterlegungen der Florfaden an den florfreien Stellen größer sind als die Unterlegungen der Florfläche an den Florbereichen gewählt werden. Eine Kettenwirkmaschine zur Durchführung des Verfahrens mit einer erste und zweite Wirknadeln aufweisenden Nadelbarre, mindestens einer Grundwaren-Legebarre, einer vorderen und einer hinteren FlOrfaden-Legebarre sowie Legebarren-Steuervorrichtungen zur Erzeugung eines Grundversatzes, ist dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine Florfaden-Legebarre als Jacquardbarre ausgebildet ist, deren Lochnadeln einzeln mustermäßig durch eine Jacquard-Steuervorrichtung derart verlagerbarsind, daß bei unverändertem Grundversatz der Jacquardbarre der jeweilige Florfaden wahlweise um eine erste oder eine zweite Wirknadel legbar ist.
Die mustermäßige Einzelsteuerung der Lochnadeln läßt sich hiermit auf einfache Weise bewirken. Denn eine jacquardgesteuerte Legebarre ist eine bei Kettenwirkmaschinen bewährte Komponente. Ordnet man sowohl dem vorderen als auch dem hinteren Florfadensystem je eine Jacquardbarre zu, kann man die Musterung beidseitig unterschiedlich vornehmen. In der Regel genügt es aber, nur die vordere Florfaden-Legebarre als Jacquardbarre auszubilden. Denn auch mit ihr lassen sich auf der hinteren Warenseite, wie bereits erläutert, Mustorungseffekte erzielen. Im übrigen steht an der Vorderseite für eine solche Jacquardbarre und die zugehörige Jacquard-Steuervorrichtung ausreichend Platz zur Verfügung. Besonders günstig ist es, daß die Jacquardbarren-Steuervorrichtung für einen Grundversatz ausgebildet ist, bei dem die zugehörigen Florfaden ohne Verlegung der Lochnadeln abwechselnd um erste Wirknadeln legbar sind. In der Grundposition der Lochnadeln wird eine florfreie Warenoberfläche erzeugt. Durch Verlagerung der Lochnadeln in jedem zweiten Wirkzyklus ergeben sich Florschlingen. Durch Verlagerung der Lochnadeln in jedem Wirkzyklus wird beidseitig ein florfreier Bereich erzwungen.
Es besteht aber auch die Möglichkeit, die Jacquardbarren-Steuervorrichiung für einen Grundversatz auszubilden, bei dem die zugehörigen Florfäden ohne Verlagerung der Lochnadeln abwechselnd um erste und zweite Wirknadeln legbar sind. In diesem Fall führt die Verlagerung der Lochnadel in jedem zweiten Wirkzyklus zur Unterdrückung der Florbildung auf der einen Warenseite und die Verlagerung der Lochnadeln in jedem Wirkzyklus zur Unterdrückung der Florbildung auf beiden Warenseiten.
Günstig ist es ferner, daß die zweiten Wirknadeln als einen verkürzten Hakenraum aufweisende Vollkopfnadeln ausgebildet sind. Derartige Vollkopfnadeln sorgen für verhältnismäßig große Florschlingen.
Ausführungsbelsplel
Die Erfindung wird nachstehend anhand in der Zeichnung dargestellter bevorzugter Ausführungsform näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1: einen schematischen Querschnitt durch den Arbeitsbereich eines Kettenwirkautomaten, Fig. 2: eine Vollkopfnadel,
Fig. 3: das Legebild für eine erste Ausführungsform in auseinandergezogenem Zustand, Fig.4: das Legebild der Fig. 3, wobei die beiden Horfadensysteme übereinander gelegt dargestellt sind, Fig. 5: das Legebild einer zweiten Ausführungsform,
Fig. 6: das Legebild einer dritten Ausführungsform und
Fig. 7: das Legebild einer vierten Ausführungsform.
Der in Fig. 1 teilweise dargestellte Kettenwirkautomat weist eine Wirknadalfontur 1 mit als Schiebernadeln ausgebildete Wirknadeln 2 und Einschließ-Abschlag-Plalinen auf. Es gibt vier Legeschienen, welche von hinten nach vorn die Bezeichnung L1, L2, L3 und L] tragen und mit Lochnadeln 4 bzw. 4 a (Jacquard-Lochnadeln) versehen sind. Hiervon dienen Legebarren L2 und L3 der Bildung einer Grundware. Die Legebarre L1 vermag Florschlingen auf der hinteren Warenseite, die Legebarre Lj Florschlingen auf der vorderen Warenseite zu erzeugen. ' ·
Jeder Legebarre ist eine Legebarren-Steuervorrichtung SL1, SL2, SL3 bzw. SLj zugeordnet, welche dem zugehörigen Legebarren den gewünschten Grundversatz (senkrecht zur Zeichenebene in Fig. 1) verleiht, so daß die von den Lochnadeln 4 und 4 a zugeführten Fäden um die entsprechenden Wirknadeln 2 gelegt werden.
Die Wirknadeln 2 bestehen jeweils aus einer Hakennadel 5 und einem dazugehörigen Schieber 6. Wie aus den Legebildern der Fig. 3 bis 7 hervorgeht, wechseln erste Wirknadeln N und zweite Wirknadeln V miteinander ab. Die ersten Wirknadeln N sind normale Nadeln. Die zweiten Nadeln V sind Volikopfnadeln, die in Fig. 2 dargestellt sind. Bei ihnen ist der Kopf 7 des Hakens verdickt. Der Grund 8 des Fadenraumes ist gegenüber dem zum Vergleich gestrichelt, eingezeichneten Grund 8a einer normalen ersten Nadel N derart versetzt, daß sich in der in Fig. 2 gezeigten Abschlagstellung statt der Abschlagtiefe 11 die größere Abschlagtiefe 12 ergibt. Dies erlaubt es, mit Hilfe der Vollkopfnadel größere Florschlingen als mit der normalen Nadel zu bilden. Bei der Ausführungsform der Fig.3 und 4 wird auf den ersten Wirknadeln N mit Hilfe der Legebarre L3 Franse und mit Hilfe der Legebarre L2 Teilschuß gelegt, so daß sich eine zusammenhängende Grundware ergibt. Die hintere Florfaden-Legebarre L1 erzeugt eine Lenunc,, bei der die Florfäden abwechselnd um erste Wirknadeln N und zweite Wirknadeln V gelegt werden. Auf den ersten Wirknadeln N erfolgt eine Schußlegung, die mittels der Legebarre L3 abgebunden wird, auf den zweiten Wirknadeln V eine Schlingenbildung. Da die zweiten Wirknadeln V nur bei jedem zweiten Wirkzyklus belegt werden, werden die auf diesen Nadeln sich befindenden Fadenschleifen beim Abschlagen als Florschlingen abgeworfen.
Für die Zuführung der Florfäden mit Hilfe der Jacquardbarre Lj sind drei Bereiche dargestellt. Der Bereich a entspricht der Ausgangslegung, in der die Jacquard-Lochnadeln 4 a nicht verdrängt sind. Der Florfaden wird abwechselnd um zwei erste Wirknadeln N gelegt und dort vermascht. Auf der Vorderseite der Ware entstehen daher keine Florschlingen. Im Bereich b wird in jedem zweiten Wirkzyklus die Jacquard-Lochnadel nach links verdrängt, wie es durch den Pfeil P dargestellt ist. Nunmehr liegt der Florfaden abwechselnd um eine erste Wirknadel N und eine zweite Wirknadel V, an der Florschlingen entstehen. Im Bereich c wird die Jacquard-Lochnadel 4 a in jedem Wirkzyklus nach links vei drängt (vgl. die Pfeile). Demzufolge wird der Florfaden abwechselnd um zwei zweite Nadeln V gelegt. Dies erfolgt aber immer alternierend mit der Belegung durch den Florfaden der Legebarre L1. Infolgedessen ergibt sich eine Vermaschung und demnach eine beidseitig glatte Ware.
Im Bereich a ist daher die Rückseite der Ware mit Flor versehen, die Vorderseite dagegen nicht. Im Bereich b sind beide Seiten mit Flor belegt. Im Bereich c sind beide Seiten florfrei. In Fig.4 ist aus Gründen der besseren Verständlichkeit eine gleichartige Vorsetzung des gesamten vorderen Florfadensystems dargestellt. In der Praxis läßt sich aber jeder einzelne Faden beliebig nach links oder rechts verdrängen, um die gewünschte Musterung zu erzielen.
Bei den Fig. 5 und β entspricht die Legung mit den Legebarren L1, L2 und L3 der zuvor beschriebenen Legung. Die Ausgangslegung der vorderen Florfäden ist jedoch anders. Hier ist bei nicht verdrängten Jacquard-Lochnadeln 4 a dafür gesorgt, daß der Florfaden abwechselnd um eine erste Nadel N und eine zweite Nadel V gelegt wird. Dies bedeutet, daß die Ware beidseitig Schlingen erhält. Im Abschnitt b werden die vorderen Florfäden in jedem zweiten Wirkzyklus in Fig. 5 nach rechts und Flg. 6 nach links verdrängt. So entstehen in beiden Fällen Schlingen nur auf der vorderen Warenseite. Im Bereich c erfolgt in Fig. 5 eine Verschiebung der Jacquard-Lochnadeln 4 a in jedem ersten von zwei Wirkzyk'.en nach links, in Fig. 6 dagegen in jedem Wirkzyklus. In beiden Fällen entsteht eine auf beiden Seiten glatte Ware.
Die Legungen der Fig.7 hat im Bereich a die gleiche Ausgangslegung de Jacquard-Legebarren Lj wie in den Fig. 3 und 4. Im Gegensau dazu ist aber die Legung der Florfaden-Legebarre L1 gleichlegig zu der Legung der Jacquard-Legebarre Lj. Die Ware trägt daher Schlingen auf der hinteren Seite. Im Bereich b werden die Jacquard-Lochnadeln 4a in jedem zweiten Wirkzyklus nach links verdrängt. Demzufolge ergeben sich beidseitig mit Flor belegte Stellen. Im Bereich c werden, um einen Wirkzyklus versetzt, die Jacquard-Lochnadeln 4a wiederum in jedem ersten von zwei Wirkzyklen nach links verdrängt. Dies ergibt eine von beiden Seiten glatte Ware.
Von den dargestellten Ausführungsbeispielen kann in vielfacher Hinsicht abgewichen werden, ohne den Grundgedanken der Erfindung zu verlassen. Beispielsweise können durchgehend gleiche Wirknadeln benutzt werden. Die ersten und zweiten Wirknadeln brauchen nicht miteinander zu alternieren. Vielmehr kann sich zwischen zwei ersten Wirknadeln auch mehr als zweite Wirknadeln mehr als eine erste Wirknadel befinden. Das Verfahren und die Konstruktion können auch bei Raschelmaschinen praktiziert werden.

Claims (9)

1. Verfahren zur Herstellung einer mit Flor versehenen Kettenwirkware auf einer flachen Kettenwirkmaschine, bei dem zur Bildung einer Grundware mindestens ein Fadensystem um erste
Wirknadeln gelegt wird, an denen eine Maschenbildung erfolgt, und zur Bildung des Flors an der
vorderen und hinteren Warenseite je ein vorderes und hinteres Florfadensystem abwechselnd um erste Wirknadeln und im Abstand von mindestens zwei Wirkzyklen um an der der Bildung der Grundware unbeteiligte zweite Wirknadeln gelegt wird, von denen Schlingen abgeworfen werden, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung florfreier Stellen die Fäden mindestens eines Florfadensystems einzeln1 mustermäßig derart steuerbar sind, daß sie wahlweise um eine erste oder eine zweite Wirknadel gelegt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Florfäden mustermäßig einzeln abwechselnd um zwei erste Wirknadeln gelegt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Florfäden mustermäßig einzeln abwechselnd um zwei zweite Wirknadeln in der Weise gelegt werden, daß die zweiten Wirknadeln abwechselnd von Fäden des vorderen und des hinteren Florfadensystems belegt sind.
4. Verfahren nach einem der Ansprücho 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß nur die Fäden des vorderen Florfadensystems einzeln mustermäßig steuerbar sind.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Legung der Fäden des vorderen Florfadensystems derart erfolgt, daß der Fadenverbrauch an den florfreien und den florbelegten Stellen annähernd gleich ist.
6. Kettenwirkmaschine mit einer erste und zweite Wirknadeln aufweisenden Nadelbarre, mindestens einer Grundwaren-Legebarre, einer vorderen und einer hinteren Florfaden-Legebarre sowie Legebarren-Steuervorrichtungen zur Erzeugung eines Grundversatzes, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine Florfaden-Legebarre als Jacquardbarre (Lj) ausgebildet ist, deren Lochnadeln (4a) einzeln mustermäßig durch eine Jacquard-Steuervorrichtung (SJ) derart verlagerbar sind, daß bei unverändertem Grundversatz der Jacquardbarre der jeweilige Florfaden wahlweise um eine erste (N) oder eine zweite (V) Wirknadel legbar ist.
7. Maschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß nur die vordere Florfaden-Legebarre als Jacquardbarre (Lj) ausgebildet ist.
8. Maschine nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Jaquardbarren-Steuervorrichtung (SJ) für einen Grundversatz ausgebildet ist, bei dem die zugehörigen Florfäden ohne Verlagerung der Lochnadeln (4a) abwechselnd um erste Wirknadeln (N) legbar sind.
9. Maschine nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die zweiten Wirknadeln (V) als einen verkürzten Hakenraum aufweisende Vollkopfnadeln ausgebildet sind.
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